Hinweise des Tages

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  1. Mit der Zinserhöhung verfolgt die Europäische Zentralbank eine falsche Geldpolitik und schadet Europa
    Die EZB verfolgt eine völlig abstruse monetaristische Theorie, die kaum jemand noch ernst nimmt. Die USA haben sie schon vor 20 Jahren zur Seite gelegt. Die EZB hat sich vergaloppiert und schadet mit ihrer extremen Haltung Europa in ungeheurer Weise. So der Chefvolkswirt der UNCTAD, Heiner Flassbeck, in der TAZ vom 2.12.2005:
    Quelle: die tageszeitung
  2. Gefühl der gerechten Entlohnung steigt mit dem Nettoeinkommen
    Erwerbstätige mit höherem Einkommen betrachten ihr Nettoeinkommen ganz überwiegend als angemessen, während Erwerbstätige mit niedrigerem Einkommen ihre Entlohnung eher als ungerecht empfinden. Zu diesem Ergebnis kommt der Wochenbericht 48/2005 des DIW Berlin auf der Basis aktueller Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP).
    Quelle: DIW Berlin

    Kommentar: Für das DIW offenbar ein völlig unerwartetes Ergebnis! Ist es schon so weit in die neoliberale Ecke gerückt, dass es sich solcher Banalitäten vergewissern muss?
    Ein Ergebnis ist aber doch interessant: „Zwischen der Abgabenhöhe und der wahrgenommenen Einkommensungerechtigkeit gibt es wider Erwarten keinen Zusammenhang.“

  3. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für Lohnerhöhungen von drei Prozent
    Die deutsche Wirtschaft leide chronisch darunter, dass die Bürger zu wenig Geld ausgäben, schrieb Bofinger. Das liege vor allem daran, dass die Nettolöhne in den vergangenen Jahren weniger gestiegen seien als die Preise. „Zudem steigt das Angstsparen.“ Der Aufschwung könne nur kommen, wenn auch der private Konsum anspringe. Da Lohnerhöhungen in der Größenordnung von drei Prozent in den Nachbarländern üblich seien, schadeten sie auch der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen nicht.
    Quelle: DIE WELT
  4. Rennen auf der Stelle
    Eine Frau geht zum Jobcenter. Soll und will sich umschulen lassen. Und hat es fortan mit einer Behörde zu tun, die seit Hartz IV nicht mehr weiß, was sie tun soll.
    Quelle: DER TAGESSPIEGEL
  5. Dünnbrettbohrer
    Der Bachelor-Studiengang ist an deutschen Hochschulen auf dem Vormarsch. Aber in der Praxis können viele Bereiche mit diesem Abschluss nichts anfangen.
    Quelle: junge Welt
  6. Rekord-Dividende für Aktionäre
    Die Dax-Unternehmen werden in der ersten Hälfte 2006 voraussichtlich so viel Dividende zahlen wie noch nie …Die Prognose wurde auf Basis von Aussagen der Vorstände, Schätzungen aller großen Investmentbanken und der Rekordgewinne der Firmen erstellt.
    Quelle: manager-magazin

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