Termine und Veranstaltungen der Gesprächskreise
An jedem Samstag informieren wir Sie über die Termine für Veranstaltungen von Gesprächskreisen der NachDenkSeiten. Heute liegen uns Informationen für Termine in Kiel, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Lübeck, Freiburg und Limburg an der Lahn vor. Wenn Sie auch in der weiteren Zeit auf dem Laufenden bleiben wollen, dann schauen Sie hier. Da werden mögliche neue Termine ergänzt. Außerdem bitten wir hiermit auch auf diesem Wege die Verantwortlichen in den Gesprächskreisen, uns rechtzeitig Termine zu melden.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Kiel (nachdenken-in-kielregion.de)
Am Montag, 19. Januar 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Generationenvertrag oder Versicherungsvertrag?
Redner/Diskussionspartner: Reiner Heyse
Ort: Haus der Heimat
Wilhelminenstr. 47-49
24103 Kiel
Hinweis: Von der Straße gesehen der zweite Eingang – direkt am Haus der Heimat gibt es keine Parkplätze, und es werden sehr rigoros Strafzettel verteilt.
Das Rentensystem in Österreich beantwortet die Frage sehr überzeugend – ein Vorbild für uns!
Ob die Altenversorgung über solidarische Umlage oder aus privaten Aktiendepots erfolgt, ist eine knallharte Verteilungsfrage. Die neue Rentenkommission wird voraussehbar zwei Ziele vorgeben:
1. Die gesetzliche Rentenversicherung soll weiter geschwächt werden, indem Lohngelder auf die Konten der Finanzkonzerne gelenkt werden (Privat statt Staat).
2. Die Rentenausgaben im Sozialetat sollen gekürzt werden, um den Militärhaushalt finanzieren zu können (Raketen statt Renten).
Die Interessen der betroffenen Rentenversicherten und Rentner werden dabei weiterhin keine Rolle spielen. Sie werden von Politikern, „Experten“ und vor allem über die Mainstreammedien einfach ignoriert. Stattdessen werden Generationenkonflikte herbeigelogen.
Diese Pläne können nur gestoppt werden, wenn die Betroffenen auf die Straße gehen. In Frankreich, Spanien und Belgien wird uns gezeigt, dass es geht.
Reiner Heyse, Nachrichteningenieur, war langjähriges Tarifkommissionsmitglied in der IG Metall und Betriebsrat in einem mittelständischen Betrieb in Kiel. Aktuell betätigt er sich als Gewerkschaftlicher Bildungsarbeiter und Mitherausgeber der Blogs seniorenaufstand.de und rentenpolitikwatch.de.
Der Eintritt ist frei – aber wir bitten um eine Spende für die Hutkasse.
Es gibt dort keine Bewirtung, bringt gerne Getränke und Gebäck mit.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Berlin (nachdenken-in-berlin.de)
Am Dienstag, 20. Januar 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Künstliche Intelligenz: Technik und Materie, Arbeit und Macht
Redner/Diskussionspartner: Rainer Fischbach
Ort: Zunftwirtschaft
Arminiusstr. 2-4
10551 Berlin
Zur Webseite der Veranstaltung
Anmeldung erforderlich, bitte hier: nachdenken-in-berlin.de/veranstaltungen
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt)
Treffen ab 17:30 Uhr, Beginn des Vortrags 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.
Künstliche Intelligenz: Technik und Materie, Arbeit und Macht
Die sogenannte „Künstliche Intelligenz” hat Hoffnungen und Ängste geweckt und eine ungeheure Gier entfesselt. Aktuell befinden sich die USA in einem KI-Rausch, die US-Volkswirtschaft ist eine gigantische Wette auf den Erfolg der KI.
Vieles spricht dafür, dass diese Hoffnungen und Ängste sich als trügerisch erweisen. Seit Jahrzehnten schon schürt die KI immer wieder illusionäre Erwartungen. Diese erzeugen Blasen, die irgendwann platzen, „KI-Winter” folgen auf KI-Hypes.
Auch diesmal wird das wahrscheinlich nicht anders sein. Es gibt nach wie vor keine universelle künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz funktioniert nur in Teilbereichen, die leicht formalisierbar sind.
Die durch „Künstliche Intelligenz” ausgelösten Ängste sind oft irrational. Die Gefahr liegt nicht darin, dass KI uns einmal beherrschen würde, sondern in Projektionen, die ihr Leistungen zutrauen, die sie nicht zu erbringen vermag.
Risiken der Künstlichen Intelligenz
- Verstärkung von Asymmetrien der Macht
mehr epistemische Macht für Eliten (Kontrolle von Begriffen und Narrativen)
mehr Ausbeutung, mehr Kontrolle, mehr Zensur, mehr Ungleichheit - Degeneration kognitiver Fähigkeiten, Kompetenzverlust und Abhängigkeit
- Entmenschlichung und Verschlechterung von Diensten
- Diffusion von Verantwortung, Tendenz zu unethischem Verhalten
- Verschärfung von Ressourcen- und Umweltproblemen
Gastredner
Rainer Fischbach, geboren 1950 in Reutlingen, studierte Philosophie, Informatik, Politik- und Planungswissenschaften. Jahrzehntelang entwickelte er industrielle Softwaresysteme und bildete Technische Informatiker aus. Er forschte zu Planungstheorie, allgemeiner Technologie und Technikfolgenabschätzung. Er veröffentlichte vier Monographien und hunderte von Artikeln. Seit Jahren profitieren die Berliner NDS-Gesprächskreise von seinen sachkundigen und differenzierten Diskussionsbeiträgen!
Zunftwirtschaft
Den Veranstaltungsraum stellt uns die Zunftwirtschaft für eine günstige Miete zur Verfügung. Bitte bringt etwas Durst (und vielleicht Hunger?) mit, damit sich auch die Zunftwirtschaft über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, speist vielleicht in der Gastwirtschaft schon vor dem Beginn des Gesprächsabends. Und bringt bitte fürs Bezahlen ein paar kleine Geldscheine und Münzen mit, damit der Zunftwirtschaft nicht das Wechselgeld ausgeht.
Kennenlernen und Gedankenaustausch
Der Vortrag beginnt im Versammlungsraum um 18:30 Uhr. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr aber gerne schon früher kommen. Wir treffen uns ab 17:30 Uhr in der Gastwirtschaft. Dort könnt ihr politisch interessierte Menschen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen (und schon mal euren Sitzplatz im Versammlungsraum reservieren).
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Düsseldorf
Am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 19:15 Uhr
Thema: Buchvorstellung: „Krieg oder Frieden, Deutschland vor der Entscheidung”
Redner/Diskussionspartner: Dr. Erich Vad, Brigadegeneral a. D. & Thomas Geisel
Ort: Brauhaus am Dreieck, BAD
Blücherstraße 6
40477 Düsseldorf
Dr. Erich Vad hat im Herbst mit Dr. Klaus von Dohnanyi (SPD) den Bestseller „Krieg oder Frieden. Deutschland vor der Entscheidung“ publiziert.
Über das Buch und seine Thesen diskutieren er und Thomas Geisel, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Abgeordneter des BSW im EU-Parlament.
In Zeiten wachsender internationaler Spannungen und zunehmend konfrontativer politischer Rhetorik setzen Klaus von Dohnanyi und Erich Vad mit ihrem Buch „Krieg oder Frieden. Deutschland vor der Entscheidung“ ein klares Zeichen für Vernunft, Diplomatie und strategisches Denken.
Ein zentraler Gedanke ihres Gesprächs dreht sich um ihre Forderung nach Rückbesinnung auf Diplomatie als prioritäres Mittel zur Konfliktlösung. Stärke bedeute nicht Eskalation, sondern Dialogbereitschaft, politische Klugheit und Verantwortung. Sicherheitspolitik dürfe sich nicht auf militärische Abschreckung beschränken, sondern müsse aktiv gestaltet werden, mit dem Ziel, dem potenziellen Gegner auch (s)ein Interesse und seine Vorteile eines Friedens zu vermitteln.
Der Vortrag versteht sich unter anderem auch als Plädoyer gegen einseitige Aufrüstung und moralisch aufgeladene Debatten, die real gestaltende Strategien behindern können. Die Autoren rufen zu Augenmaß, Analysefähigkeit und politischem Mut auf, denn Frieden entstehe nicht durch (auch) verbale Härte, sondern durch Verhandlung, Verständigung und Denken über den Tag hinaus.
Dr. Erich Vad ist Brigadegeneral a. D. der Bundeswehr. Er war von 2006 bis 2013 Gruppenleiter im Bundeskanzleramt in Berlin, Sekretär des Bundessicherheitsrates, dem höchstrangigen Sicherheitsgremium der Bundesrepublik Deutschland. Er bringt eine langjährige Erfahrung aus dem Zentrum politischer Entscheidungsprozesse mit. Mit seinem Wissen, seinen Analysen und seiner unabhängigen Haltung ist Erich Vad eine wichtige Stimme in aktuellen Friedens- und Sicherheitsfragen.
Wir bitten um Anmeldung per Mail an [email protected].
Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Deutschen Freidenker-Verband e.V. und dem BSW Frankfurt am Main
Am Freitag, 23. Januar 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Medien, Macht und Manipulation – Ein Blick hinter die Kulissen der Bundespressekonferenz
Redner/Diskussionspartner: Florian Warweg
Ort: SAALBAU Gallus
Frankenallee 111
60326 Frankfurt am Main
Zur Webseite der Veranstaltung
Medien, Macht und Manipulation – Ein Blick hinter die Kulissen der Bundespressekonferenz
Nachdem der ursprünglich für Dezember geplante Termin leider verschoben werden musste, freuen wir uns sehr, nun einen neuen, verbindlichen Termin bekannt geben zu können:
Florian Warweg kommt am 23. Januar 2026 nach Frankfurt.
Nach seinem viel beachteten und stark nachgefragten Vortrag in Nürnberg wird Florian Warweg sein Thema nun im Rahmen der Frankfurter FriedensGespräche präsentieren.
In Nürnberg zeigte Florian Warweg eindrucksvoll, lebendig und fundiert, warum das Vertrauen in etablierte Medien schwindet, wie politische Machtstrukturen journalistische Berichterstattung beeinflussen und welche Mechanismen der Meinungsbildung oft im Verborgenen wirken.
Wer Florian Warweg einmal live erlebt hat, weiß:
Der direkte Eindruck, die präzisen Nachfragen, die klare Sprache und die Offenheit für Diskussionen lassen sich nicht ersetzen. Vortrag und anschließender Austausch schaffen eine besondere Atmosphäre, die weit über reine Informationsvermittlung hinausgeht.
Wir freuen uns sehr, mit Florian Warweg eine der profiliertesten kritischen Stimmen im politischen Medienbetrieb in Frankfurt am Main begrüßen zu dürfen.
Seine Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung, indem sie Widersprüche, Doppelmoral und rhetorische Schutzmechanismen politischer Macht sichtbar macht. Florian Warweg wirkt damit als kritisches Korrektiv: Durch beharrliches Nachfragen und öffentliche Transparenz trägt er zu einer informierten Zivilgesellschaft bei – eine unverzichtbare Grundlage jeder ernsthaften Friedenspolitik.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen erkenntnisreichen Abend.
Eintritt frei – Spenden zur Kostendeckung werden erbeten.
Bitte erneute Anmeldung per E-Mail an [email protected].
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Lübeck
Am Samstag, 24. Januar 2026, um 16:00 Uhr
Thema: Was bedeutet die Ausrufung des „Spannungsfalls“?
Redner/Diskussionspartner: Wolfgang Nesković
Ort: Restaurant „Bootshaus”
Hüxtertorallee 4
23564 Lübeck
Auf dem Gelände der Lübecker Rudergesellschaft, das Restaurant liegt direkt am Elbe-Lübeck-Kanal, einfach rechts am LRG-Gebäude vorbeigehen.
Wolfgang Nesković ist ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof.
Vortrag mit anschließender Diskussion
Im letzten Jahr ist mehrfach in den Raum gestellt worden, die Bundesregierung könne den „Spannungsfall“ ausrufen.
„Die Erklärung des Spannungsfalls durch den deutschen Bundestag im Falle einer schweren außenpolitischen Konfliktsituation schafft die Voraussetzung für die Anwendbarkeit für diesen Fall vorbehaltener Rechtsvorschriften, insbesondere der Sicherstellungsgesetze“, ist bei Wikipedia zu lesen.
Wie definiert sich eine „schwere außenpolitische Konfliktsituation“? Was bedeuten die Sicherstellungsgesetze? Wie würde die Ausrufung des Spannungsfalls in unser aller Leben eingreifen? Wolfgang Nesković führt uns in dieses komplexe rechtspolitische Thema ein.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Eintritt ist frei, ein Beitrag in die Spendenbox wird erbeten.
Wir bitten zu beachten, dass auf dem Gelände nur vier Parkplätze zur Verfügung stehen, die das Restaurant sich auch noch mit den Ruderinnen und Ruderern teilen muss. Für Fahrräder sind ausreichend Parkbügel vorhanden.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Freiburg & „Kultur leben e.V.“
Am Montag, 26. Januar 2026, um 18:00 Uhr
Thema: Buchvorstellung: „Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen”
Redner/Diskussionspartner: Fabian Scheidler
Ort: Haus des Engagements (HdE)
Rehlingstr. 9 (Vorderhaus: großer Saal)
79108 Freiburg
Fabian Scheidler (geb.1968) referiert und diskutiert über sein neuestes Buch „Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen” (vgl. Aktionsradius Wien, 17. November 2025).
In seinem neuen Buch „Friedenstüchtig“ warnt der Journalist und Buchautor Fabian Scheidler davor, unsere sozialen und demokratischen Errungenschaften einer schrankenlosen Militarisierung und einem permanenten Ausnahmezustand zu opfern. Dabei zeigt der Autor des internationalen Bestsellers „Das Ende der Megamaschine. Das Ende einer scheiternden Zivilisation“ (Promedia 2024), dass dieser Weg in eine Spirale von ökonomischem Niedergang, politischem Chaos und Krieg führt. Grundlegende demokratische und soziale Errungenschaften drohen einer als alternativlos dargestellten militärischen Logik geopfert zu werden. Der Wohlfahrtsstaat mutiert zum Kriegsstaat.
Seit Jahren bewegt sich die westliche Welt nach Scheidler in Richtung eines permanenten Ausnahmezustandes. Auf jede neue Krise, auf jeden Konflikt reagiert die Politik mit drakonischen Maßnahmen und zunehmender Militarisierung. In seinem Buch „Friedenstüchtig“ deutet der Autor den Ausnahmezustand als Versuch, die sich zuspitzenden globalen Krisen autoritär zu beherrschen. Dabei zeigt er beispielhaft, wie die Feinde, die bekämpft werden sollen, zu einem großen Teil durch die Politik selbst geschaffen werden. Die Verweigerung von Diplomatie schafft Kriegsanlässe, so wie Anti-Terror-Kriege immer neue Terroristen hervorbringen.
Doch der Abstieg in die selbstzerstörerische Kriegslogik ist nach Scheidler keineswegs alternativlos. Angesichts der Gefahren, die mit den weltpolitischen Umbrüchen, der Zerstörung der Biosphäre und der Aushöhlung der Demokratie verbunden sind, weist das Buch neue Wege zum Umgang mit den Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Westliche Gesellschaften müssen lernen, sich von ihrer jahrhundertelangen Politik der Dominanz zu verabschieden, um eine Kultur der Kooperation zu entwickeln (vgl. NachDenkSeiten, 6. Dezember 2025).
Der Vortrag zielt darauf, die aktuelle politische Situation, wie sie von Fabian Scheidler dargestellt wird, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung zu diskutieren und v.a. die Frage nach der Zukunftsperspektive in den Blick zu nehmen.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, um Spenden wird gebeten.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt in Kooperation mit der Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V. und dem BSW Frankfurt
Am Freitag, 6. Februar 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Ukraine, Venezuela, Grönland, Iran … Wer oder was bestimmt die US-Politik?
Redner/Diskussionspartner: Dr. Werner Rügemer
Ort: DGB-Haus
Haus der Gewerkschaften
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77
60329 Frankfurt am Main
Zur Webseite der Veranstaltung
Wer oder was bestimmt eigentlich die US‑Politik?
Ukraine, Venezuela, Grönland, Iran – und sogar deutsche Entscheidungsträger?
Wir laden Sie herzlich ein zu einem kritischen Vortrag mit Dr. Werner Rügemer, Philosoph, Journalist und Autor – einer der profiliertesten Kritiker der globalen Machtstrukturen und der US-Außenpolitik.
In seinem aktuellen Buch „Verhängnisvolle Freundschaft – Wie die USA Europa eroberten“ analysiert Rügemer die tiefen historischen und geopolitischen Wurzeln der amerikanischen Weltmacht – von den strategischen Interessen im Ersten Weltkrieg bis zu den globalen Konflikten von heute. Dabei geht er der Frage nach:
Wer zieht die Fäden hinter den großen politischen Entscheidungen?
Warum sind Konflikte wie in der Ukraine, Venezuela oder im Iran nicht losgelöst voneinander zu verstehen? Und welche Rolle spielen wirtschaftliche Machtzentren wie BlackRock und politische Akteure wie Friedrich Merz im transatlantischen Beziehungsgeflecht?
Dr. Rügemer beleuchtet in seinem Vortrag unter anderem:
- Die geopolitischen Strategien und Interessen der USA in der Weltpolitik
- Einfluss wirtschaftlicher Eliten und Finanzakteure auf staatliche Entscheidungen
- Die Hintergründe militärischer Interventionen und Stellvertreterkriege
- Zukunftsperspektiven für Europa und seine politische Eigenständigkeit
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, aktuelle Bücher von Dr. Rügemer vor Ort zu erwerben – auf Wunsch auch mit persönlicher Signatur.
Seien Sie dabei, wenn es heißt: verstehen, hinterfragen, diskutieren.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen erkenntnisreichen Abend.
Eintritt: frei – Spenden zur Kostendeckung erbeten
Bitte Anmeldung per E-Mail an: [email protected]
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Berlin (nachdenken-in-berlin.de)
Am Dienstag, 17. Februar 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Buchvorstellung: „Kunst und Kultur gegen den Strom”
Redner/Diskussionspartner: Eugen Zentner
Ort: Zunftwirtschaft
Arminiusstr. 2-4
10551 Berlin
Zur Webseite der Veranstaltung
Anmeldung erforderlich, bitte hier: nachdenken-in-berlin.de/veranstaltungen/#20260217-Eugen-Zentner
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt)
Treffen ab 17:30 Uhr, Beginn des Vortrags 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.
Das Buch: „Kunst und Kultur gegen den Strom”
Eugen Zentner zeigt entlang der Bereiche Kabarett, Musik, Kunst und Literatur mit teilweise prägnanten Werkanalysen, welche Themen mutige Künstler von heute beschäftigen, welche Ausdrucksformen sie wählen und was sie antreibt. Es ist eine erbauliche Bestandsaufnahme, eine Einführung in einen Bereich der außerparlamentarischen Opposition, in dem die Akteure Gegenöffentlichkeit mit den Mitteln der Kunst betreiben.
In Krisenzeiten sollte die Kunst- und Kulturbranche eigentlich auf Missstände hinweisen. Doch darauf hofften während der Corona-Krise viele Menschen lange vergebens. Statt ihre Stimme zu erheben, blieben die meisten Künstler still. Statt die Regierung dafür zu kritisieren, dass die Grundrechte außer Kraft gesetzt worden waren, redeten sie ihr nach dem Mund.
Inzwischen wurde die Corona-Krise von weiteren Krisen abgelöst, aber gewisse Muster sind geblieben. Wer bei Themen wie Klima, Gender-Politik oder Ukrainekrieg vom Mainstream abweicht, bekommt Gegenwind. Andersdenkende werden aus dem Debattenraum verbannt, sie werden beschimpft und bei fortdauernder Renitenz existentiell vernichtet.
Zum Glück wächst aber recht schnell eine alternative Kulturszene. Infolge der sozialen Verwerfungen der Krisenzeit haben sich in der Kulturbranche parallele Strukturen herausgebildet. Künstler erheben ihre Stimme und scheuen sich nicht, unangenehme Themen anzusprechen, ob in der Musik, im Kabarett, in der Literatur oder in der bildenden Kunst. Gattungs- und genreübergreifend sind in den letzten Jahren Werke entstanden, die sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen und die offiziellen Narrative gegen den Strich bürsten. Von ihnen erzählt dieses Buch.
Kunst ist nicht nur Unterhaltung. Sie hat auch die Gabe, Kraft zu verleihen und Trost zu spenden, gerade in so schweren Zeiten wie diesen. Die hier vorgestellten Künstler und Institutionen tun das auf ihre je eigentümliche Weise – so unermüdlich wie beherzt.
Gastredner
Eugen Zentner, Jahrgang 1979, studierte Germanistik und Philosophie in Leipzig. 2016 promovierte er in Oldenburg in der Literaturwissenschaft zum Thema Autofiktion. Ein Jahr darauf absolvierte er in Berlin eine Ausbildung zum Drehbuchautor.
Zentner lebt in Berlin und arbeitet seit 2016 als freier Kulturjournalist. Er schrieb unter anderem für die Deutsche Presse-Agentur, den Musikexpress und den Schweizer Monat. Während der Corona-Krise wechselte er in den Bereich der alternativen Medien. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig bei den NachDenkSeiten, bei apolut und Transition News.
Zunftwirtschaft
Den Veranstaltungsraum stellt uns die Zunftwirtschaft für eine günstige Miete zur Verfügung. Bitte bringt etwas Durst (und vielleicht Hunger?) mit, damit sich auch die Zunftwirtschaft über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, speist vielleicht in der Gastwirtschaft schon vor dem Beginn des Gesprächsabends. Und bringt bitte fürs Bezahlen ein paar kleine Geldscheine und Münzen mit, damit der Zunftwirtschaft nicht das Wechselgeld ausgeht.
Kennenlernen und Gedankenaustausch
Der Vortrag beginnt im Versammlungsraum um 18:30 Uhr. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr aber gerne schon früher kommen. Wir treffen uns ab 17:30 Uhr in der Gastwirtschaft. Dort könnt ihr politisch interessierte Menschen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen (und schon mal euren Sitzplatz im Versammlungsraum reservieren).
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Diez – Limburg – Bad Camberg
Am Samstag, 14. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Korrumpiert – Sind Demokratie und Frieden noch zu retten?
Redner/Diskussionspartner: Marco Bülow
Ort: Restaurant „Zur Turnhalle“
65549 Limburg an der Lahn
Ste.-Foy-Str. 16
(Veranstaltungsraum nur über eine Treppe erreichbar)
Zum Thema
Die Korrumpierung der Politik und die Täuschung der Bevölkerung wirken sich gerade in einer Zeit der Demontage der Demokratie und der Kriegsvorbereitung dramatisch aus. Marco Bülow saß 19 Jahre im Bundestag und berichtet aus der Praxis.
Zum Referenten
„Marco Bülow ist Publizist, Politiker, Berater. Von 2002 bis 2021 war er direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages. Seine Schwerpunkte sind Gerechtigkeit, Ungleichheit und die Bewahrung der Lebensgrundlagen. Er hat tiefe Einblicke in den politischen Betrieb und die Parlamentsarbeit erhalten – war an Koalitionsverhandlungen, Spitzengesprächen und Ministeriumsgesprächen an führenden Stellen beteiligt. Dabei ist er zum Experten für Lobbyismus, Korruption und Demokratie geworden.“ (Auszug der Website). Von ihm sind in jüngerer Zeit u.a. die Bücher „Lobbyland“ und „Korrumpiert“ erschienen.
Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.




