Leserbriefe zu „Nord Stream, das Zwiebelprinzip und die größtmögliche Demütigung“
Hier diskutiert Jens Berger über einen Spiegel-Artikel, nach dessen Recherche die CIA bereits früh in die Anschlagspläne auf die Nord-Stream-Pipelines eingeweiht gewesen sein soll. Das werde nicht die letzte „Enthüllung“ sein und die gesamte Geschichte sei auch noch lange nicht auserzählt. Spannender als die derzeitige Geschichte selbst seien jedoch eher die Sätze zwischen den Zeilen. Während man in Deutschland immer noch glaube, es ginge bei dem Anschlag um Russland, werde immer deutlicher, dass Europa das eigentliche Ziel sei. Es sei nie darum gegangen, Russland zu schwächen. Es sei den Amerikanern nur darum gegangen, die europäische Energieversorgung zu steuern und Europa so in der Hand zu haben. Nord Stream zeige, dass Europa die Energie nicht beherrsche. Abschließend wird gefragt: „Doch wo bleibt die Diskussion? Wo bleibt der Aufschrei?“ Wir haben dazu interessante Zuschriften erhalten. Dafür bedanken wir uns. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.
1. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Berger
Was für ein aufschlussreicher Artikel!!!
Wir haben die letzten Wochen gesehen, wie abhängig Europa wirtschaftlich und möglichereise irgendwie auch militärisch von den USA ist. Dagegen erscheint die Rolle der transatlantischen Netzwerke geradezu nebensächlich geworden zu sein.
Und wir haben gesehen, was hinter der bisher als moralisch verbrämten Politik der USA wirklich steckt, seitdem Präsident Trump darauf verzichtet, die US-Machtpoltik schön zu reden.
Die USA denken offensichtlich in vieler Hinsicht sehr weitsichtig strategisch, während die Europäer immer nur auf Unbill reagieren und den grössten Feind nicht auf dem Radar haben, weil sie zu abhängig und korrumpierbar sind, zumindest die vermeintlichen Eliten. Aber was soll man auch gegen einen derart übermächtigen Gegner ausrichten? Ist es da nicht besser mit ihm im gleichen Boot zu sitzen, auch wenn man dabei auf die eigene Souveränität verzichtet und von ihm augebeutet und in Kriege hinein gezogen wird?
Wenn Henry Kissingers Aussage „Wer die Energie beherrscht, beherrscht die Welt“ zutrifft, dann hat Europa immerhin noch die zumindest theoretische Möglichkeit, mit Hilfe erneuerbarer Energien ergänzt um Wasserstofftechnologie Autonomie weitgehend wieder zu erlangen, vorausgesetzt dass diese Möglichkeit von den USA nicht auch wieder erfolgreich sabotiert wird, was dann aber wegen der weitgehend dezentralen Struktur dieser Technologie, sofern man sie denn auch so anlegt, mit gänzlich anderen Mitteln als bei Nordstream erfolgen müsste.
Fritz Gerhard
2. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Berger, liebes NDS-Team,
die Erklärung über das Zwiebelprinzip kennzeichnet bestens diese Geheimdienstoperationen! Seit Jahrzehnten wird Otto Normalverbraucher mit Pauschalverurteilungen >Verschwörungstheorie, Antisemitismus, Antiamerikanismus etc.< “geimpft”.
Für Mitmenschen neben dem Mustermann, die plötzlich skeptisch wurden, wird die “Lüge 1” vorab vorbereitet. Für “ernsthafte” Journalisten wird die “2” versteckt und für die Investigativ Journalisten wird die “3” Spur gelegt. Für die “bösen ungläubigen Schnüffler” basteln die “guten Geheimdienste” die “4” und bei Insiderwissen oder “Normalgeheimdiensten”, denen die >Wahrheit< “abhanden” kommt, wird der Verräter beseitigt, sprich ermordet (“007 lässt grüßen” – oder der MI6 oder die CIA). “unsere” jetzige Regierung möchte dies auch für den BND!
Da diese Tatsachen für eine Minderheit klar ist; unklar ist, wer in den USA das OK für den Terroranschlag gab (Biden oder sogar Scholz. . .), bleibt der Nebel bestehen. Das bleibt letztlich für die Krauts unerheblich. Ob der Terrorist die Pipeline geschenkt bekommt, ob die Lösegeldzahlung die Decodierung der Festplatten erreicht oder ob das Wissen um Tatsachen bleibt; der Michel vergisst. Denn bei Epstein sieht man es glasklar:
Die Kleinen hängt man und die Großen dürfen ALLES – eine solche Unmenge von Betrug und Bestechlichkeit, von Perversion und Straffreiheit, von Bestechung und Bestechlichkeit, konnte man sich bisher nicht Verschwörungs Theoretisch vorstellen. Ab und an rutsch ein Fetzen deren Widerlichkeit durch das Internet:
“Wir kämpfen gegen menschliche Tiere und handeln entsprechend”.
Aber kaum jemand würde, wenn er/sie im alltäglichen Leben angelogen wird annehmen, dass das exakte Gegenteil dessen, was er täglich zu hören bekommt, der Wahrheit entspricht. Ein solches Vorgehen wird noch immer alsd zu dreist, zu unglaubwürdig und daher als unrealistisch abgetan!
Letztlich betrachten die “unsere Demokratie” Erzähler uns als Pöbel. Lenkbare Unwissende sind nicht erst seit der “Aufklärung” angesagt:
Spalte und Herrsche
Der Erfolg gibt ihnen Recht – und für den renitenten “Rest” gibt es die Justiz, die Presse oder das Verschweigen und die Denunziation.
Mit freundlichen Grüßen
NN
3. Leserbrief
Lieber Jens,
Du hast leider im Artikel den eigentlichen Urheber der Sprengung vergessen zu erwähnen: Die USA. Unter dem Biden-Regime wurde die Sprengung geplant und ausgeführt. Biden höchstpersönlich hat es angekündigt. Die USA haben schon immer mit Sanktionen diese Pipeline zu verhindern gesucht und hatten als Einzige ein Motiv.
Vielleicht wusste Scholz, dass die USA am längeren Hebel sitzt und hat deswegen vor Kriegsbeginn noch die Inbetriebnahme der Pipeline verhindert? Das wäre sogar schlau gewesen. Hat aber nix genutzt, den Amis war es dann doch sicherer die Pipelines loszuwerden um ihr LNG zu verkaufen.
Alle, die bzgl. der Aufklärung mauern, also quasi die gesamte Einheitspartei CDSUSPDGRÜNFDPLINKE, gehören wegen Unterstützung eines Verbrechens hinter Gitter. Leider wird das in unserem “Rechtsstaat” niemals passieren.
Selbst wenn man die Ukraine vorschiebt, die USA waren die Urheber. Die Ukraine alleine ohne Rückendeckung der USA hätte sich das niemals getraut bzw. ohne Hilfe überhaupt zustande gebracht.
Wer solche “Freunde” hat, braucht keine Feinde.
MfG
H. Dietrich
4. Leserbrief
Lieber Herr Berger,
haben Sie schon einmal den Namen Seymour Hersh gehört … und von seiner These zur Sprengung der Nordstream Pipeline? Auch, wenn Sie den Recherchen des “Spiegel” oder der Bundesanwaltschaft mehr Glauben schenken, so wäre doch der Hinweis darauf, dass es auch andere Theorien zur Täterschaft bei der Sprengung der Nordstreampipelines gibt, angebracht gewesen. Zumindest das Versprechen des ehemaligen Präsidenten Biden sollte doch in Erinnerung geblieben sein:
„Wenn Russland einmarschiert, das heißt Panzer oder Truppen über die Grenze der Ukraine fahren, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden das beenden…. Ich verspreche Ihnen, wir werden es schaffen.”
Das war zwei Wochen vor dem Einmarsch der Russen. Wollte Herr Biden damit sagen, dass im September 2022 ein Segelboot namens “Andromeda” mit ukrainischen Tauchern an Bord kommen wird? Um das Rätsels zu lösen, sind schon noch ein paar Zwiebelschalen zu entfernen.
Der geplante Kauf der Pipeline ist auch nicht ganz neu. Bereits im Februar 2024 (also kurz nach Trumps Amtsantritt) beantragte der US-Amerikanische Investor Stephen Lynch den Kauf der Leitung. Wenn hier ein Deal mit den Russen ausgehandelt werden soll, stellen sich angesichts der weltweiten Konfrontation der Blöcke mit militärischem Eskalationspotential (Ukraine, Venezuela, Kuba, Iran) dann doch einige Fragen. Wer regiert denn eigentlich diese Welt? Sind das noch staatliche Akteure oder sind es die marktradikalen Oligarchen, für die keine nationalen Interessen mehr gelten, sondern nur noch die totale Profitmaximierung? Siehe Hermann Ploppa: “Der neue Feudalismus”.
Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich
5. Leserbrief
Sehr geehrte Damen und Herren des NDS,
das erste Mal, daß ich richtig Pressezensur am eigenen Leib erfahren durfte war, als ich mal einen Leserbrief in dem shz Verlag, wegen der NothVolt Vorgänge gegen den Daniel Günther und den grünen S-Kopf Habeck geschrieben hatte. Diverse andere vorige Leserbriefe brachten mir anonyme Schreiben ein, in denen mir angedroht wurde ich solle gefälligst mit dem Leserbriefschreiben aufhören, das würde sowieso niemanden interessieren.
Danach kam dieser NorthStream Anschlag und das merkwürdige Schweigen des Geschädigten, also Deutschlands, also unserer Politiker für einen Schadensfall von nationaler Tragweite. Dafür gabe es Kuscheleinheiten für den Scholz von dem Tattergreis Biden, der den Anschlag schon im Vorwegen angekündigt hatte und gegen über eine Reporterin verteidigte (Der Biden war, wie man heute weiß, auch ein ganz hinterf… Typ und sein Sohn dann wohl auch?) .
Wer sich sofort des Themas NorthStream (ist “NS” 2 übrigens nicht auch ein Verwenden verbotener Kennzeichen der Nazizeit?) annahm, war Daniele Ganser. In einer Talkrunde erzählte er kurz nach dem Anschlag, daß er von Seymour Hersh erfahren hatte, bzw. Seymour Hersh berichtet hatte, daß nach dessen Informationen die CIA zusammen mit norwegischen Marinetauchern während eines Nato Manövers Sprengsätze platziert hatten. O-Ton “planted explosives on (oder “near”) the pipelines”. Ganser machte sich lustig darüber, daß die “Faktenchecker” der ARD diesen Terminus “planted explosives” als “Pflanzensprengstoff” bezeichnet hatten und aufgrund der Tatsache, daß es solchen nicht gäbe, diese Berichte als falsch eingestuft hätten.
Na ja, auf jeden Fall habe ich diese Aussagen dann immer mal wieder in irgendwelchen Foren oder auf youtube Kommentaren gepostet und so schnell konnte man gar nicht schauen, wie man z.B. vom Heise Verlag auf Telepolis wegen “Irreführung” oder “Manipulation” gesperrt wurde.Wahrscheinlich von irrgendwelchen anderen NATO treuen Kommentatoren angeschwärzt oder vom Verlag selber ausgesiebt. War dann ein bißchen mühselig sich immer wieder mit neuen e-Mail Adressen anzumelden, wenn man weiter an Diskussionen, bzw. das was die bei Heise dafür halten, teilnehmen wollte.
Ich frage mich, ob man jetzt aufgrund der neuen “Erkenntnisse”, die ja so neu gar nicht sind, die Behauptung der Urheberschaft der USA wieder posten darf, ohne sanktioniert zu werden? Das teste ich mal demnächst aus, wenn die Infos mehr publik wurden! Aber wenn selbst das NATO-Schmierenblatt “SPIEGEL” davon schreibt, dann wird das ja bei diesen Medien durch sein!
Bei der “Fake Pandemie” sind die alle noch ein wenig empfindlich. Selbst die KI’s verteidigen immer noch die Impfungen, die ja Millionen Tote verhindert hätten. Ab und zu muß man sich einfach mal den Spaß machen und irgendwelche KI’s zu solcnen Themen befragen.
Da sieht man sehr schön wie weit der Aufklärungsprozeß gediehen ist und was man wieder behaupten “darf”.
Ganz schön übel was hier in Deutschland so los ist.
Wie gut, daß es die NDS gibt. Vielen Dank an Sie und Herrn Berger
Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen
6. Leserbrief
Bei allen Spekulationen die ich eher als Ablenkungsmanöver/operation ansehe, ist mir die ganze aktuelle Diskussion zu theoretisch.
Die anfänglichen Behauptungen “der Russe wars” hatten ja immerhin einen wahren Kern. Nämlich die Überlegung, wie man so eine Aktion logistisch und operativ überhaupt realisieren könnte. Und der Schluß war, daß das deswegen ein staatlicher Akteur gewesen sein müßte.
Und die technische Machbarkeit ist eben auch der “Elefant im Raum” bei der ganzen Andromeda-Story, den keiner sehen will, und die ja auch erst präsentiert wurde, als Seymour Hersh mit seiner Recherche dazu angekommen war, derzufolge es (militärische) US-Akteure mit Unterstützung Norwegens waren.
Die für mich entscheidenden Fakten sind:
Die Tiefe:
Warum wurden die Pipelines in 70-80 Metern Tiefe sabotiert und nicht an Stellen, die mit etwa 30 Meter weit leichter zu erreichen gewesen wären? Wer hat die Fähigkeit, so tief 4 Operationen in kurzer Zeit an teilweise weit auseinanderliegenden Orten durchzuführen, und wo war das Equipment dafür? Auf die Andromeda-Segeljolle paßte es ja wohl kaum!
Die Menge an Sprengstoff:
Seit Monaten gibt es immer wieder Vorstöße, zu belegen, daß man die Pipelines auch mit kleinen Ladungen hätte beschädigen können. Dagegen spricht schon das pure Ausmaß der Zerstörungen vor Ort, wo teilweise über 100 Meter nichts mehr übrig geblieben sein soll und verbliebene Reste der Röhren regelrecht in den Meeresboden gehämmert wurden. Eine kleine Schneidladung bekommt das nicht hin. Dazu kommt die Meldung, daß man definitiv Explosionen in der Stärke von 500 Kilo TNT registriert hatte. 2 Tonnen Sprengstoff auf der Andromeda? Der Spiegel hatte mit Verweis auf “Quellen” sogar den Sprengstoff verraten, den man auf der Andromeda gefunden haben will, der zwar leichter als TNT war, aber auch so 430 Kilo pro Bombe bedeutet hätte. Wie hievt man die über die Reling einer Segeljolle und taucht damit 80 Meter ab?
Das Anschlagsgebiet:
Die Ostsee ist eines der am besten überwachten Seegebiete der Welt, in dem das schwedische Sonar sogar Heringsschwärme “furzen” hört (war in den 90ern mal eine Meldung bzgl. eines falschen Uboot-Alarms). Und die Tatorte liegen sogar direkt vor der schwedischen Küste und in einem Gebiet, das von der NATO als Übungsgebiet für U-Boote verwendet wird. Und da sollen über Tage Leute gekreuzt sein und getaucht haben, ohne daß das jemandem auffiel?
ich halte es da sehr mit dem Leitspruch des Roman-Detektives Sherlock Holmes: Wenn man erst mal das Unmögliche eliminiert hat, muß in dem, was übrig bleibt, so unwahrscheinlich es auch ist, die Wahrheit liegen.
Gruß, Ole.
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