Leserbriefe zu „Fahnenflucht: Die Dämme brechen“
In diesem Beitrag ist ein Kapitel aus dem Buch „Kriegstüchtig – Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront“ von Marcus Klöckner veröffentlicht worden. Es ist das Kapitel, in dem er sich Gedanken über den Begriff Fahnenflucht gemacht hat. Auch in der Politik sei der Begriff Fahnenflucht angekommen. Eine furchtbare Denkweise breite sich in Medien und Politik aus, die auch schon bei Corona sichtbar geworden sei, nämlich, dass der Mensch zum Verfügungsobjekt werde. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Leserbriefe hierzu. Es folgt nun eine Auswahl, für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.
1. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner
vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel, der mich tief berührt hat und dem ich eigentlich nichts wesentliches mehr hinzufügen kann.
Natürlich wurden im Krieg im Auftrag der Politik immer wieder Fahnenflüchtige ermordet und natürlich ist Wehrpflicht ein eklatanter Verstoß gegen die Menschenwürde und natürlich weist diese Kriegstreiberei darauf hin, dass wir in einen Krieg hinein getrieben werden sollen, der uns als legitim eingeredet wird.
Gerade mit diesem Artikel wird für mich deutlich, wie wichtig die Nachdenkseiten für die Demokratie dieses Landes sind, das zunehmend mehr in illiberalen Totalitarismus abgleitet.
Fritz Gerhard
2. Leserbrief
Lieber Herr Klöckner,
ein hervorragender Beitrag, dem man wichtige Elemente hinzufügen kann.
Da gibt es sogar ein Mahnmal, ein Deserteursdenkmal in Wien, entworfen vom deutschen Künstler Olaf Nicolai. Es trägt eine wichtige Inschrift:
All & Alone, dies symbolisiert den Widerstand des einzelnen gegen die Masse.
So ein Mahnmal gibt es auch in Hamburg: es befindet sich am Dammtordamm. Entwurf vom Künstler Volker Lang
Was ist Fahnenflucht? Der Wunsch, dem eigenen Tod oder der Verstümmellung zu entgehen und die Verweigerung, Menschen zu töten, die einem nichts getan haben.
Die den Krieg befehlen oder anzetteln, Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben, sind Resistent gegen Bestrafung. Die nicht morden wollen werden bestraft.
Da gab es einen Bericht in den Medien in Belgien am 9 April dass die Superreichen aus den Emiraten auf der Flucht sind, sich in sichere Orte ins Ausland begeben. Ist das nicht auch eine Art Fahnenflucht, unbestraft natürlich?
Die Kinder von Ministern und Parlamentariern, gehen die an die Front?
Werden da in Kriegskonflikten die Zahlen der eigenen Gefallenen, Vermissten und Verletzten nicht mit viel Energie geheim gehalten oder stark untertrieben?
Wenn die wirklichen Zahlen bekannt würden, gäbe es keine Front mehr.
Wie ergeht es den heimgekehrten Kriegsveteranen, viele schwerstbehindert, gibt es da einen Dank des Vaterlands, außer einem Orden?
Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens
3. Leserbrief
Guten Tag Herr Klöckner und die NDS,
(…) von Berthold Brecht wissen wir: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“. Und jetzt kreißt der Schoß doch ganz furchterregend! (…) Jedenfalls fühlt man sich irgendwie in die Vorkriegszeit von WK-II versetzt. (…)Das eigene Lieblingssprichwort ist übrigens ein altes chinesisches: „Aus edlem Stahl macht man keine Nägel. Ein guter Mensch wird nie Soldat.“
Mit schönen Grüßen
W. W.
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