Leserbriefe zu „Putin schießt Bücher aus den Regalen – ja, so san‘s die Russen“
In diesem Artikel weist Albrecht Müller auf die Meldung des ARD-Manns Kellermann aus Kiew hin, nach der Russland den ukrainischen Büchermarkt zerstöre. Dass ein Büchermarkt mit Raketen zerstört werden könne und wie das gehe, habe niemand bisher gewusst. Kellermann sei „ein richtiger Entdecker“. Tatsächlich scheine es jedoch an der Zeit zu sein, „dass sich die Spitzen der ARD mal um die Qualität ihrer Korrespondenten kümmern“. Denn: „Wir Gebührenzahler wollen jedenfalls nicht für blöde Propaganda zahlen“. Hier wiedergegebene Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Danke dafür. Es folgt nun eine Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.
1. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Müller,
Der Titel müsste lauten, KI schießt Bücher aus den Regalen.
Unternehmen wie Anthropic kaufen massenhaft Bücher auf, um diese als Training für KI zu nutzen und zwar etwa 11000 Bücher pro Tag.
Dabei wird destruktives Scannen genutzt, die Originalbücher werden vernichtet.
Zum besseren Verständnis: Anthropic vernichtet in 3 Jahren soviel Bücher wie der Gesamtbestand an Büchern der Bayerischen Staatsbibliothek.
Eine Doppelmoral der ARD, ist es destruktive Inkompetenz oder propagandistischer Antirussismus?
Die Realität lautet also: US Firma zerstört den internationalen Büchermarkt.
Neu ist, dass Putin CEO bei Anthropic ist ? Ja, die Freundschaft zwischen den USA und Russland treibt bemerkenswerte Blüten.
Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens
2. Leserbrief
Wieviele Bücher wurden eigentlich bei den planvollen Angriffen der Ukraine auf Lagerhäuser des russischen Groß/Onlinehändlers “Wildberries” in den letzten Monaten vernichtet? Dazu kein Wort von der Tagesschau, oder? Erst recht nicht von der regelrechten Kulturvernichtung in der Ukraine, in deren Zuge seit dem Putsch von 2014, also seit über 10 Jahren, nicht nur Denkmäler entfernt und Straßen umbenannt, sondern auch Bibliotheken, auch von Universitäten von Literatur, Kinderbüchern, Sachbüchern und wissenschaftlichen Arbeiten (!!!) “gesäubert” wurden, deren einziger Makel die Sprache war, in der sie verfaßt waren: Russisch!
Die Propaganda der “Qualitätsmedien” erreicht immer neue Tiefstände…
Gruß, Ole
3. Leserbrief
Hallo,
“Wir Gebührenzahler wollen jedenfalls nicht für blöde Propaganda zahlen.“
Nun Herr Müller, wenn Sie das nicht wollen, dann stellen sie die Zahlungen ein.
Wenn Sie wirklich etwas verändern wollen, dann ist DAS das einzige Mittel !!
Grüße
T. Rath
4. Leserbrief
Ja, so warn’s die oidn Rittersleit! Gsuff’n ham’s und des net wia aus de Eimer Wein und Bier….trulala
Gerne liest man mal wieder etwas vom Herausgeber, dessen Zeitzeuge ich ja bin. Es sind gerade mal 8 und eine halbe Zeilen. Mehr brauchts auch nicht, um den traurigen Zustand des wertewestlichen Journalismus in dem Land zu beschreiben, das wir “Unseredemokratie” nennen. Am 1.1.1934 trat das NS- Schriftleitergesetz in Kraft – ein entscheidendes Instrument der Medienkontrolle. Ein wenig später sind wir beide dann geboren. Wie sagte doch Propagandaminister Joseph Goebbels: “Die geistigen Kräfte des deutschen Journalismus, die sich zu einem Ja verpflichten, können der wärmsten ideellen und materiellen Unterstützung der Regierung gewiss sein”! Ganz so weit sind wir noch nicht – noch nicht im Sinne eines Gesetzes. Wer aber wachen Ohres und wenn man es ertragen kann, auch wachen Auges, journalistische Ergüsse sich antut, wie dies das ARD-Männlein Kellermann verbrochen hat, dem ist dann zum Speien zu Mute. Ich will Herrn Müller nicht des Speiens bezichtigen. Das hat er nicht getan. Er hat nur sehr wenig Buchstaben getippt und uns Lesern auf diese Weise ein Ausrufezeichen gesetzt. Noch gibt es keine Bücherverbrennungen wie 1933 auf dem Opernplatz in Berlin. Es sind allerdings im Wertewesten nicht wenige Journalisten und Autoren, die unter sanktionierten Umständen ihr Leben fristen müssen. Das kann zu faktischem Berufsverbot führen, da jeglicher finanzielle Austausch mit ihnen verboten ist. Der Vorwurf: Verbreitung RUSSISCHER DESINFORMATION! Wenn ich mich recht erinnere, sind doch die NACHDENKSEITEN auch bedroht. Sie werden eingestuft als “Querfront- und Propagandamedium” das sich frech (meine Wortwahl) zum narrativen Medium des Kreml entwickelt habe und gar eine Nähe zum BSW zeige!
Und hier schießen die NDS gar auf ein Kellermännlein, weil das seinen tagtäglichen und wohl auch geneigten Konsumenten die bittere Wahrheit ins Antlitz schmiert: Der Russe isses; RAKETEN gegen WORTE! Kellermann läuft garantiert nicht in eine Sanktion des Wertewestens.
Dieter Münch




