Tipp: Flassbeck im Disput mit Stark (Chefökonom EZB) über die Ungleichgewichte in der Euro-Zone

Albrecht Müller
Ein Artikel von:

Heute um 17:05 Uhr in SWR2. Näheres siehe unten. Nach Auskunft von Heiner Flassbeck aufschlussreich. Es wird sichtbar, wie wenig einflussreiche Leute wie der Chefökonom der EZB von den Ursachen des Ungleichgewichts in der Eurozone begriffen haben. Dass dies auch etwas mit dem Lohndumping in Deutschland zu tun hat, dass nicht nur Länder wie Griechenland etwas über ihre Verhältnisse, sondern wir auch unter unseren Verhältnissen gelebt haben, wird ausgeblendet. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Albrecht Müller

Hier die Ankündigung von SWR2:

SWR2 ForumStresstest für den Euro –
Sendung am Freitag, 15.01.2010, 17.05 bis 17.50 Uhr
Bringen Griechen und Iren die Währungsgemeinschaft zu Fall?

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Ansgar Belke, Währungsexperte, Universität Duisburg-Essen
  • Dr. Heiner Flassbeck, Chef-Ökonom der Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD), Genf
  • Jürgen Stark, Deutscher Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank und EZB-Chefökonom, Frankfurt am Main
  • Moderation: Peter Heilbrunner

Zum zehnjährigen Jubiläum des Euro schien alles perfekt: Die Länder mit der Gemeinschaftswährung hatten nahezu ausgeglichene Haushalte, geringe Arbeitslosenzahlen und solide Wachstumsraten. Doch dann kam die Finanzkrise. Konjunkturprogramme reißen seither riesige Löcher in die Öffentlichen Kassen, im Gegenzug müssen sich die Regierungen an den Finanzmärkten Milliarden Euro leihen. Schuldner mit zweifelhaftem Ruf wie Griechenland drohen an den rasch wachsenden Zinszahlungen zu ersticken. Weil die ökonomischen Ungleichgewichte zwischen den Euro-Staaten größer werden, ist die Stabilität der Gemeinschaftswährung gefährdet. Müssen nun die Starken die Schwachen stützen? Auf wessen Kosten und zu welchen Bedingungen? Wie geht es weiter mit dem Euro?

Quelle: SWR

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