Lockdown ab Mittwoch -zwei Wünsche: Ohne Amazon und mit Trinkgeld für Paketboten
Lockdown ab Mittwoch -zwei Wünsche: Ohne Amazon und mit Trinkgeld für Paketboten

Lockdown ab Mittwoch -zwei Wünsche: Ohne Amazon und mit Trinkgeld für Paketboten

Anette Sorg
Ein Artikel von Anette Sorg | Verantwortlicher: Redaktion

Nun ist es also doch so weit. Schulen, KITAs und Einzelhandel müssen ab Mittwoch geschlossen bleiben. Über den Sinn und den Zeitpunkt und das Zustandekommen und die Begründung möchte ich mich hier nicht auslassen. Da die meisten Menschen diese Maßnahmen eher begrüßen – wenn man den Umfragen glauben darf – wird sich der Widerstand in Grenzen halten. Anette Sorg

Daher habe ich zwei Anliegen, die mir nach Veröffentlichung der „Maßnahmen“ durch den Kopf geschossen sind und die durch ein Gespräch mit einer Nachbarin verstärkt wurden:

  • Bitte kaufen Sie die Weihnachtsgeschenke, die Sie noch nicht besorgt haben, möglichst nicht über Amazon, auch wenn es verführerisch ist, weil bei Ihrer Google-Suche auf den ersten Seiten fast ausschließlich Amazon-Produkte feilgeboten werden. Die angebotenen Services (Versand an den oder die zu Beschenkenden, teilweise Portofreiheit und lange Umtauschfristen) sind natürlich verlockend. Amazon ist schon jetzt einer der größten Pandemie-Profiteure. Muss es noch mehr werden? Scrollen Sie bei Google doch einfach über die ersten Angebote hinweg oder nutzen Sie eine alternative Suchmaschine wie Ecosia (www.ecosia.org) oder Duckduckgo (www.duckduckgo.com) für Ihre Geschenke-Recherche. Auch dort werden Ihnen zwangsläufig Amazon-Produkte angeboten, aber nicht in derselben Penetranz wie bei Google.
  • Denken Sie bei Lieferung Ihres Paketes an die wahrlich nicht überbezahlten Paketbotinnen und -boten. Die Parkgebühren oder Fahrkarten, die Sie gespart haben, könnten Sie den Auslieferern als Trinkgeld mitgeben.

Es soll hier niemand bevormundet werden. Es handelt sich nur um Anregungen.

Wer dem ganzen Weihnachtsgeschenke-Tausch ohnehin nichts abgewinnen kann, wird sich nicht angesprochen fühlen. All diejenigen, die die Weihnachtsbotschaft aus religiösen oder menschenfreundlichen Gründen so verstehen, dass man an diejenigen denken soll, die durch das Netz gefallen sind, werden in diesem Jahr mehr noch als in den Jahren zuvor reichlich Gelegenheit finden, zu unterstützen.

Als Wahl-Pfälzerin werde ich in diesem Jahr u.a. die Initiative des Mainzer Obdachlosen-Arztes Dr. Gerhard Trabert mit einem „Geschenk“ versehen. Sein Engagement in Deutschland und im Ausland nötigt mir großen Respekt ab. Vermutlich haben Sie Ihre eigenen Vorstellungen, wer in Ihrem Umfeld der unmittelbaren Unterstützung bedarf. Auch gut.

Titelbild: Cari Rubin Photography / shutterstock.com

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