Tipps zum Fernsehen: 1. „Die Anstalt“ u.a. zu Fluchtursachen und 2. Frontal 21 zum Thema Modernisierung der US-Atomwaffen in Deutschland
Hier die notwendigen Hinweise. Albrecht Müller.
Hier die notwendigen Hinweise. Albrecht Müller.
Man sollte bitte auch nicht weiter darüber spekulieren. Wichtig ist, dass die Sendung zur gleichen Sendezeit, also um 22:15 Uhr am kommenden Dienstag ausgestrahlt wird. Wichtig ist auch, dass das ZDF die juristische Auseinandersetzung stützt und mitträgt, die von den im April des letzten Jahres kritisierten so genannten Journalisten Joffe und Co. geführt werden. Siehe das gestern angesprochene Thema der eingebetteten Journalisten. Schwerpunkt der Sendung am kommenden Dienstag wird übrigens Griechenland sein. Und es tritt ein besonderer Überraschungsgast auf. – Also bitte vormerken und weitersagen, damit die Einschaltquote die Irritation vom vergangenen Dienstag ausgleicht. A.M.
Warum schreibt ein Satiriker und Kabarettist eine „Biographie“, sein Lebenswerk ist doch öffentlich? Das habe ich mich gefragt, als mir Henning Venskes über vierhundert Seiten starkes Buch mit dem Titel „Es war mir ein Vergnügen“ in die Hände kam. Ich hatte bestenfalls eine Sammlung von Texten aus früheren Veröffentlichungen oder Kabarettprogrammen erwartet, doch nach wenigen Seiten hat mich dieses Buch gefesselt. Was Hennig Venske bietet ist „Oral History“ im besten Sinne, nämlich erzählte deutsche Geschichte seit dem Ende der Nazizeit, der Flucht und der Not nach Kriegsende, des westdeutschen Kultur- und Theaterbetriebs der 60er und 70er Jahre bis hin zur zeitkritischen Satire und zum bissigen Kabarett heutiger Tage: Lebendige Erzählkunst eines Zeitzeugens nicht nur aus dem Blickwinkel des harten Überlebenskampfes eines Kulturschaffenden und Zeitkritikers, sondern von einem subversiven Idealisten, der mit Gelächter die Mächtigen zur Strecke bringen will.
Nicht viel jünger als Henning Venske habe ich mit seinen eindringlichen Erzählungen mein eigenes Erleben der gesellschaftlichen Veränderungen und der politischen Ereignisse Revue passieren lassen können. Aber ich habe das Buch auch meinen Kindern weiter empfohlen, weil sie darin konkreter als in jedem Geschichtsbuch und besser als ich mich erinnern könnte, die Nachkriegsgeschichte erzählt bekommen – politisch, wie auf den Feldern der Medien, des Theaters, der Satire und des Kabaretts. Von Wolfgang Lieb.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Die Kritik am Versagen vieler Medien, an ihren Manipulationsversuchen und unterlassener Information beginnt zu wirken. Viele Medien fürchten um ihre Glaubwürdigkeit. In dieser Situation wäre es angebracht, wenn Meinungsmacher und Kritiker ins Gespräch kämen. Das funktioniert offensichtlich nicht. Stattdessen haben einige maßgebliche Medien begonnen, sich auf seltsame – man könnte auch sagen: auf unerträgliche – Weise zu wehren. Sie verteilen Etiketten. Meist diffamierende Etiketten. In der Sendung „Die Anstalt“ vom vergangenen Dienstag ist dieser Vorgang meisterhaft beschrieben worden. Auch die NachDenkSeiten sind ins Visier der leider unsachlichen Kritik an der Kritik geraten. Und, wie wir das aus der ökonomischen Debatte und aus der Diskussion um Krieg und Frieden schon kennen, Professoren stellen sich als vermeintlich Sachverständige zur Verfügung. Im einzelnen: Albrecht Müller.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Es geht wie immer um Aktuelles. Heute vermutlich um Islam und um die in der öffentlichen Debatte gängig werdende Etikettenverteilung.
Die heutige Sendung liegt mit 23:15 Uhr sehr spät. Lassen Sie uns ein Experiment machen: Alle NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser, die die „Die Anstalt“ für eine Bastion von Aufklärung und Kritik halten, machen einen Rundruf bei Freunden und Bekannten mit dem Hinweis auf die Sendung von heute Abend. Einverstanden? Albrecht Müller.
„Mitten im kalten November packen Max Uthoff und Claus von Wagner in der Anstalt wieder heiße satirische Eisen an. Wortgewandt, unkonventionell und mit kabarettistischer Schärfe, klärt das dynamische Duo auch diesmal wieder über aktuelle gesellschaftliche und politische Krisenherde auf. Unterstützt werden sie dabei von ihren Gästen Jürgen Becker, Marc-Uwe Kling, Nessi Tausendschön und anderen“. So steht es im Pressetext des ZDF. Wenn die neue Folge der Anstalt auch nur ansatzweise so brillant ist wie die letzten Folgen, dann dürfen Sie sich auch heute Abend über Satire vom Feinsten freuen, die eben die Themen aufgreift, die vom Rest der Medienlandschaft mit Vorliebe verschwiegen werden. Schalten Sie also heute Abend um 22:15 das ZDF ein. Sie werden es sicher nicht bereuen.
Das Warten hat ein Ende: Am 23. September 2014 ist die “Anstalt” zurück aus der Sommerpause. Max Uthoff und Claus von Wagner halten die Besetzung auch im Spätjahr weiter durch – und holen sich wie immer Verstärkung: John Doyle, Simone Solga und Tobias Mann sind die Gäste in der ersten Show – am 23. September um 22.15 Uhr im ZDF.
Kurz bevor die Nation vom WM-Fieber gepackt wird und im großen politischen Sommerloch versinkt, schnüren Claus von Wagner und Max Uthoff noch ein satirisches Überlebenspaket. Zusammen mit Monika Gruber, Mathias Tretter und Philip Simon analysieren die beiden Anstaltsbesetzer gewohnt scharfzüngig und detailliert die brennendsten nationalen und internationalen Themen – am Dienstag, 27. Mai um 22.15 Uhr im ZDF.
Am 29.4. – leider spät am Abend – lief die neue „Anstalt“ im ZDF. Vorzüglich, spannend, aufklärend. Wie wär’s mit einer Einladung an Ihre Nachbarn und Ihren Freundeskreis zu einem gemeinsamen Fernsehereignis und anschließender Diskussion. Das wäre auch im Sinne der Anregung Konstantin Weckers am Schluss der Sendung, Menschen für den Frieden in Europa zu mobilisieren. Stoff für Ihre Diskussion gäbe die Sendung einiges mehr – so die anschaulich aufbereitete Vernetzung von Spitzenjournalisten und Medien mit der Lobby von Nato, Rüstungswirtschaft und USA. Kleine Kritik: der Name von ZDF-Kleber fehlte. (Kritik nicht berechtigt, meint ein Freund der NDS, siehe P.P.S. unten) Hier der Link auf die ZDF-Mediathek und die Sendung auf Youtube.
Albrecht Müller.
Zu 1.: Die „Anstalt“ am kommenden Dienstag um 23:00 h wird eine satirische Sendung mit dem Schwerpunkt Europa. Und wieder steht der Russe exklusiv vor der Tür. Wenn die Sendung so gut wird wie beim letzten Mal, lohnt es sich hinzuschauen.
Zu 2.: „Die amerikanische Seite scheint im globalen Kontext und zur Durchsetzung ihrer Ziele bewusst und gewollt die als Ergebnis von 2 Kriegen im letzten Jahrhundert entwickelte internationale Rechtsordnung aushebeln zu wollen. Macht soll Recht vorgehen.“ So der frühere CDU-MdB und Parlamentarische Staatssekretär Willy Wimmer in einem Schreiben an BK Schröder vom 2.5.2000. (Siehe Anhang) Willy Wimmer sorgt sich um die Folgen der aus seiner Sicht geplanten Destabilisierung und um den Frieden. Wir laden ein zu einer vermutlich spannenden Diskussion mit ihm. Albrecht Müller
Nicht erst um 22:45h , wie in den Hinweisen von heute vermerkt. Bitte beachten.
Er wird vielen Menschen in Deutschland fehlen. Er war ein Menschenfreund und ein großer Aufklärer. Wenn man ihn brauchte, war er zur Stelle. Wenn man das von uns gebrauchte, vielleicht ein bisschen hochtrabende Wort vom Aufbau der Gegenöffentlichkeit auf ihn übertragen will, es passt. Dieter Hildebrandt fing damit an und war ein großes Vorbild. Unerbittlich und freundlich zugleich. Ich habe ihn zum ersten Mal in den sechziger Jahren in der Lach-und-Schieß-Gesellschaft in Schwabing erlebt und dann später immer wieder sachte angefragt, ob er helfen kann. Wenn das Engagement der kritischen Aufklärung diente, war er immer zur Stelle. Und immer zugewandt, nie abweisend, meist sehr lustig. Ein großartiger Mensch. Alle deine Kompagnons beim Gegen-den-Strich-bürsten, lieber Dieter, und Hunderttausende von Menschen, die Dir unendlich gerne zugehört und viel von dir gelernt haben, sind traurig. Danke vielmals. Und dann geht es halt weiter. Irgendwie auch ohne Dich. Es gibt einige würdige Nachfolger in der Kabarettszene. Das tröstet uns ein bisschen. Und es hat Dich in den letzten Wochen des Leidens hoffentlich auch getröstet. Albrecht Müller.
Urban Priol hat wie kaum ein Politiker die Schwächen Angela Merkels analysiert. „Erwin Pelzig“, Georg Schramm und die anderen haben sieben Jahre lang nahezu ohne Durchhänger bestes Kabarett gemacht. Das ist ungemein anstrengend und verdient großen Respekt und ein dickes Dankeschön. Machen Sie Ihre Freunde/innen auf die letzte Sendung aufmerksam: Dienstag 01.10.2013, 22:25 – 23:25 Uhr im ZDF. Von Albrecht Müller

Wer Urban Priol, den „Anstaltsleiter“ der genial-kritischen Kabarettsendung im ZDF „nur“ aus dem Fernsehen (s. z.B. seinen satirischen Jahresrückblick TILT hier und hier) kennt, sollte unbedingt das Geld und die Zeit investieren, um ihn mal mit einem kompletten Programm live zu erleben. Wer an der modernen neoliberalen Politik zu verzweifeln droht, wird in bestem Sinn unterhalten und politisch aufgeklärt. – Am 9. Januar war Urban Priol in der ausverkauften Frankfurter Jahrhunderthalle – immerhin 2.600 Plätze – und kurierte sein Publikum mit einer dreistündigen Gruppentherapie. Zusammen mit einigen Freunden war ich dabei.
Martin Betzwieser.
Satire im Ersten west dahin wie das tote Pferd an der deutsch-österreichischen Grenze in dem bekannten Gottschalk-Witz. Doch anders als die Grenzbeamten beider Nationalitäten scheuen sich beim Satire-Gipfel die Verantwortlichen auf beiden Seiten, den Kadaver mit einem wehmütigen „in memoriam Scheibenwischer“ endlich zu verscharren. Weder gelingt es dem bestallten Moderator, Dieter Nuhr, den einst zugkräftigen Gaul des politischen Kabaretts im Ersten zu reanimieren, noch macht die Programmdirektion Schluss mit der Schinderei.
Es blähen sich die Nüstern im Neid auf den Satire-Säuregrad und die analytische Sprungkraft von „Neues aus der Anstalt“. Mit Zweiten sieht man Satire nicht nur besser; man wiehert auch herzhafter. Von Karin Burger