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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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22. Dezember 2014
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Hinweise des Tages (2)

Verantwortlich:

  1. Und jetzt Frankreich
    Die Bundesbank fand die vergangenen Jahre offenbar so toll, dass sie die deutsche Lösung anderen zur Nachahmung empfiehlt. Dabei gibt es zur Krisenbewältigung womöglich Besseres als derartige Rosskuren. “Die Deutschen versuchen sich zu retten, indem sie sich billiger machen statt besser”, sagt Xavier Timbeau vom Pariser Forschungsinstitut OFCE. Das sei daran erkennbar, dass die Exporte bis vor Kurzem bei erschreckend schwacher Produktivitätsentwicklung boomten. Die deutsche Kürzungsstrategie hat womöglich sogar kontraproduktiv gewirkt und die Krise unnötig verschärft und verlängert. Deutsche Firmen und Haushälter haben zwischen 2001 und 2005 panikartig Zukunftsinvestitionen gestrichen und Ausbildungsplätze gekürzt – und wundern sich jetzt, dass nach einem Jahr Aufschwung die Fachkräfte schon knapp werden oder Forschungen ausbleiben. Es hat schon etwas Bizarres, wenn die Bundesbank dem Rest Europas jetzt auch noch die Kürzungsstrategie als Weg empfiehlt, zu dem es “keine Alternative” gebe. Zumal der deutsche Aufschwung in der Tat lange ausblieb und erst einsetzte, als unter anderem die Regierung nicht mehr kürzte und Löhne wieder stiegen.
    Quelle: FTD
  2. Gemeinwohl und Eigeninteresse
    Die Bertelsmann AG gehört einer Stiftung. Diese ist nicht nur auf regionaler und nationaler, sondern ebenso auf internationaler Ebene tätig. Dabei dient sie auch den wirtschaftlichen Interessen des Weltkonzerns.
    Quelle: NZZ
  3. Ablesekonzern gibt Abzocke zu
    Einer der beiden Marktführer für das Ablesen von Energie- und Wasserverbrauch hat die wettbewerbsschädliche Struktur der Branche offengelegt. Der deutsche Markt habe sich “in eine oligopolistische Struktur entwickelt”, schreibt Ista in einem vertraulichen Papier, das der FTD vorliegt.
    Quelle: FTD
  4. Wut über Quelle-Pläne: “Davon kann keiner existieren”
    Der KarstadtQuelle-Konzern wird allen 800 Mitarbeitern in den beiden Nürnberger Call Centern zum Jahresende kündigen. Zwar dürfen sie sich bei einer neuen GmbH wieder für den alten Job bewerben, dann aber zu drastisch verschlechterten Bedingungen. Laut Betriebsratschef Staudt drohen den Beschäftigten Einkommenseinbußen bis zu 50 Prozent. Netto blieben bei Vollzeit noch 800 bis 900 Euro übrig. «Neben dem Gehalt müsste man noch Hartz IV
    beziehen, um überleben zu können», sagte Staudt.
    Quelle 1: n-tv
    Quelle 2: CAPITAL
  5. Fast-Freispruch für Landowsky im Berliner Banken-Prozess: Bewährung ohne Bewährung
    Was bleibt, ist die Gewissheit, der eigentliche Berliner Skandal – die Machttrunkenheit der politisch Verantwortlichen, der Banker, der Bauwirtschaft und Immobilienbranche – bleibt ungesühnt. Auch wird nicht aufgearbeitet, wie und weshalb fast alle Kontrollen ausfielen. Die institutionellen Defekte und das persönlichen Versagen – sie sind nur die Kehrseite einer mafiösen Machtstruktur, die dazu führte, dass es überhaupt zu einem Bankenskandal dieser Größenordnung kommen konnte. Selbst der um Seriosität bemühte Abschlussbericht aus dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses scheint dem Prinzip der heißen Kartoffel verpflichtet: abkühlen und fallen lassen. Bis heute hat keiner der Beschuldigten zu diesem Bericht Stellung nehmen müssen. Folgenlose symbolische Aufarbeitung muss das genannt werden.
    Quelle: Freitag
  6. Er strauchelt, doch er fällt nicht
    Mitten in der Atomkrise hat Präsident Ahmadinedschad innenpolitisch mehr denn je einen schweren Stand. Vorerst aber bleiben die Atompläne und die internationale Drohkulisse die beste Garantie für Ahmadinedschad, nicht vorzeitig aus dem Amt scheiden zu müssen.
    Quelle: Freitag
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