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Hinweise des Tages (2)

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Heute unter anderem zu diesen Themen:

  • Ypsilanti-Komplex
  • Washington Mutual bricht zusammen
  • UNO bekommt Milliarden für Armutsbekämpfung
  • Lohneinbußen: Das Bündnis für Arbeit lebt

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.

Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Der Ypsilanti-Komplex
    Zwischenbilanz einer medialen Jagd
    VON MARTIN HECHT
    Quelle: FR

    Anmerkung: In der Frankfurt Rundschau erschien ein bemerkenswerter Beitrag zur Medienkampagne gegen Frau Ypsilanti.

  2. Washington Mutual bricht zusammen
    Es ist der größte Bankenkollaps der US-Geschichte: Die US-Bausparkasse Washington Mutual wurde von der Bankenaufsicht geschlossen. Teile des Geschäfts übernimmt die US-Bank JP Morgan Chase. Größter Verlierer ist eine Heuschrecke.
    Quelle: FTD

    Anmerkung: Interessant ist der Hinweis darauf, dass der US-Einlagensicherungsfonds Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) nur noch über eine Einlage von 42 Mrd. $. verfügt. Damit liegt der Fonds unter jenen 1,15 Prozent aller versicherten Bankguthaben, die gesetzlich erfüllt sein müssen. Das amerikanische Beispiel zeigt, dass ein Einlagensicherungsfonds, auf den auch deutsche Banken gerne zur Beruhigung ihrer Kundschaft hinweisen, schnell an seine Grenzen stoßen kann. Die Übernahme kam auch auf  Drängen der FDIC zustande, da diese ein Einspringen nicht mehr verkraftet hätte. Die im August veröffentlichte FDIC-Liste der insolvenzgefährdeten US-Banken verzeichnete für das zweite Quartal 117 Banken. Der Einlagensicherungsfonds garantiert beim Zusammenbruch von einer seiner 8533 Mitgliedsbanken Einlagen bis zu 100.000 $, bei Pensionskonten liegt die Obergrenze bei 250.000 $. Möglicherweise muß  sich der Fonds Geld beim US-Finanzministerium leihen.
    Während im Normalfall der deutsche Kunde über die gesetzliche Entschädigung, den freiwilligen Sicherungsfonds der privaten Banken und den Haftungsverbund der Sparkassen Finanzgruppe ganz  gut abgesichert ist, ist im Falle einer allgemeinen Bankenkrise eine ausreichende Absicherung nicht garantiert. Die Höhe der Einlagen im Sicherungsfonds der privaten deutschen Geschäftsbanken ist nicht bekannt. Schätzungen schwanken zwischen 4,0 und 9,0 Milliarden Euro.

  3. Abschluss des Entwicklungsgipfels
    UNO bekommt Milliarden für Armutsbekämpfung

    Für den weltweiten Kampf gegen die Armut hat die internationale Gemeinschaft trotz der Finanzkrise 16 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro) zugesagt. Das teilte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York mit. Die nach einem entsprechenden Appell zugesagte Hilfe habe “alle unsere Erwartungen übertroffen”, sagte Ban zum Abschluss einer Veranstaltung, mit der die Vereinten Nationen noch einmal auf ihre Millenniumsziele hinweisen wollten. Das sei umso bemerkenswerter, als es vor dem Hintergrund der Finanzkrise erfolge.
    Quelle: Tagesschau

    Kommentar: Was ist das? Sarkasmus oder Globalkabarett? Ein paar Kilometer weiter wird das Zigfache aufgewendet um ein paar Monopolyspieler vor der Pleite zu bewahren und derweil verrecken die Menschen weiter und werden allenfalls mit einem Tropfen auf den heißen Stein abgespeist. Dieses Geld reicht gerade mal um die Armen der Welt 3 Tage zu ernähren, und was und wann am Ende unten ankommt, ist die nächste Frage.

  4. Lohneinbußen: Das Bündnis für Arbeit lebt
    Auch im Aufschwung haben viele Beschäftigte Lohneinbußen akzeptiert, um ihre Arbeitsplätze zu sichern – und zwar vor allem in tarifgebundenen Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in der Metall- und Elektroindustrie, die demnächst veröffentlicht wird und der Frankfurter Rundschau vorliegt.
    Quelle: FR
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