• Blog abonnieren

    Beim Erscheinen eines neuen Artikels erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

  • Archive

Reichtum und Eliten. Wer ist für die ungerechte Einkommens- und Vermögenskonzentration verantwortlich?

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Ungleichheit, Armut, Reichtum, Veranstaltungshinweise / Veranstaltungen

Das ist das Thema des nächsten Pleisweiler Gesprächs am 30. Juli – diesmal mit Prof. i. R. Dr. Michael Hartmann. Er ist „der Experte“ für das Thema. Und es ist ein spannendes Thema. Die skizzierte Entwicklung ist von großer gesellschaftlicher und auch von großer politischer Bedeutung: Denn wer über viel Geld und oft damit verbundene publizistische Macht verfügt, kann die politischen Entscheidungen wesentlich bestimmen. Demokratie war dann mal. Wir wollen mit Michael Hartmann auch besprechen, was zu tun wäre. – Sie sind herzlich eingeladen. Genaue Angaben zu Ort, Erreichbarkeit usw. finden Sie weiter unten in der Einladung. Diese ist hier auch noch als PDF verfügbar. Nutzen Sie diese bitte zum Weitergeben der Einladung. Albrecht Müller.

Wir hatten die Veranstaltung schon angekündigt. Es haben sich auch schon viele NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser angemeldet. Danke vielmals.

Einladung

zum 27. Pleisweiler Gespräch mit

Prof. i. R. Dr. Michael Hartmann[*]

am Sonntag, den 30. Juli 2017 11:00 Uhr in der Nonnensuselhalle in 76889 Pleisweiler-Oberhofen (Südpfalz), Weinstraße 71

Thema:
Reichtum und Eliten. Wer ist für die ungerechte Einkommens- und Vermögenskonzentration verantwortlich?

Anders als politisch und gesellschaftlich engagierte Menschen erwarteten, hat sich die Einkommens- und Vermögensverteilung in den letzten Jahrzehnten nicht verbessert, sie ist nicht gerechter, sondern ungerechter geworden, und dies in einem erschreckenden Ausmaß.

Michael Hartmann hat viel über die Hintergründe und Ursachen dieser Entwicklung geforscht. Er hat die Rolle der „Eliten“ in unserer Gesellschaft untersucht. Unmittelbarer Anstoß für die Einladung zum Pleisweiler Gespräch war eine Sendung des Deutschland Radio Kultur mit Professor Hartmann. Dort äußerte er sich zur Entwicklung der Verteilung der Einkommen von Spitzenverdienern im Vergleich zu den Durchschnittseinkommen. Die Spitzengehälter der Topmanager seien „die Messlatte für die Gehälter der anderen hohen Führungskräfte“ … „Ob es sich um die Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen handelt, die Vorstände von Sparkassen, die Chefs der großen Krankenkassen oder den Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sie alle haben von dem drastischen Anstieg der Dax-Gehälter profitiert. Heute verdienen sie mit 250.000 bis knapp 400.000 € pro Jahr fast so viel wie die Dax-Vorstände Anfang der 1990er Jahre. Damals lag deren Durchschnittseinkommen bei einer halben Million, heute fast siebenmal so hoch. Das Durchschnittseinkommen der Beschäftigten insgesamt ist im gleichen Zeitraum dagegen nominal nur um 50 % gestiegen, real sogar um weniger als 10 %.“

Wir werden bei unserem Gespräch nicht nur analysieren. Wir wollen unseren Experten, über dessen Kommen wir uns sehr freuen, auch danach fragen, was gegen diese himmelschreiend ungerechte Entwicklung getan werden kann.

Sie sind herzlich willkommen.

Albrecht Müller – Initiator der Pleisweiler Gespräche und Herausgeber von www.NachDenkSeiten.de. Diese unterstützen die Veranstaltung.

Eine kurze Anmerkung zum Hintergrund der Pleisweiler Gespräche: Sie sollen Menschen ein Forum bieten, die Interessantes zu sagen haben und damit die öffentliche, demokratische Debatte anstoßen. Zu Gast waren bisher zum Beispiel Andreas von Bülow und Professor Norman Birnbaum, Sahra Wagenknecht und Heiner Flassbeck, der CDU-Politiker Willy Wimmer, der Publizist Werner Rügemer, die Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, SPD und der Russland Experte Johannes Posth.

Zum Ablauf und andere Hinweise:

Wir bitten um Anmeldung, damit wir die richtige Ausstattung des Raumes planen können. Nutzen Sie dazu bitte folgende E-Mail-Adresse: pleisweilergespr(at)nachdenkseiten.de.

Diese Bitte um Anmeldung soll Sie aber nicht davon abhalten, sich spontan zur Teilnahme am Gespräch zu entscheiden.

Der Eintritt ist frei. Wenn Sie etwas für die Deckung der Kosten in den „Klingelbeutel“ tun können, freut und erleichtert uns das.

Für nicht Ortskundige: Sie können Pleisweiler-Oberhofen mit dem Auto über Bad Bergzabern oder über Landau und Klingenmünster anfahren. Es liegt an der Weinstraße/B 48 zwei km nördlich von Bad Bergzabern. Der Ort der Veranstaltung liegt in der Mitte des Dorfes. Am Sportplatz können Sie parken.

Sie können Bad Bergzabern über Karlsruhe oder Neustadt/Weinstraße und dann über Winden (Pfalz) auch mit dem Zug erreichen und von dort nach Pleisweiler zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.

Wenn Sie von weiter her anreisen und das Gespräch nutzen wollen, um ein Wochenende in der Südpfalz zu verbringen, dann sollten Sie nicht zögern. Die Südpfalz ist eine reizvolle Landschaft, der Wein ist sehr gut und das Elsass ist nah.

Übernachtungsmöglichkeiten zeigt diese Übersicht.

Der SPD-Ortsverein hat dankenswerter Weise die Bewirtung mit Getränken und Brezeln während der Veranstaltung übernommen. Anschließend finden Sie bei Bedarf in Pleisweiler-Oberhofen eine Reihe von guten und preiswerten Lokalen.

Das Gespräch wird aufgenommen und ins Netz gestellt. Es wird auch im Livestream übertragen, wenn die Internetverbindung vor Ort reicht.

Aufnahme und Übertragung werden vom Förderverein der NachDenkSeiten IQM e.V. getragen.


[«*] Michael Hartmann, geb. 1952, 1999-2014 Professor für Soziologie an der TU Darmstadt. Arbeitsschwerpunkte: Eliten-, Management- und Hochschulforschung im internationalen Vergleich. Wichtige Buchveröffentlichungen: Der Mythos von den Leistungseliten, Frankfurt a. M. 2002; Elitesoziologie, Frankfurt a. M. 2004; Eliten und Macht in Europa, Frankfurt a. M. 2007; Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten? Frankfurt a. M. 2013. Die globale Wirtschaftselite. Eine Legende. Frankfurt a.M. 2016.

nach oben

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

Online spenden
Fördermitglied werden

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: