• Blog abonnieren

    Beim Erscheinen eines neuen Artikels erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

  • Archive

Totschweigen als Methode zur Verschleierung der Meinungsmache

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Druckvorlagen, Medien und Medienanalyse, Strategien der Meinungsmache

Das Buch „Meinungsmache“ ist vor einem guten halben Jahr erschienen. Die Leserinnen und Leser haben darauf großartig reagiert. Eine der typischen Bewertungen: ein Augenöffner. So auch die Reaktion bei der ersten einer Serie von „Lesungen“ am vergangenen Dienstag. Ganz anders die Reaktion der Hauptmedien. Sie verschweigen die Existenz dieses Buches. Albrecht Müller.

Das hat ein Leser, Tim Karsten, bei Amazon schon kurz nach Erscheinen, nämlich am 29. August 2009 festgestellt: „Ein Buch, das viele Gegner haben wird …“. Siehe hier seinen des Eintrag bei den Rezensionen:

„65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen | Ein Buch, das viele Gegner haben wird…, 29. August 2009
Von Tim Karsten

… denn es ist DIE Abrechnung mit den Machthabern aus Politik, Wirtschaft und Medien in unserem Land.

Anhand einer Fülle von Beispielen weist Müller nach: das Volk und auch die Mitglieder der Parteien haben bei der Meinungsbildung fast nichts mehr zu sagen; die öffentliche Meinungsbildung wird bestimmt von einem Kartell aus Führungseliten aus Wirtschaft, Politik und Medien, welches von einer agressiven, neo-feudalen Ideologie geprägt ist.

Ein kritisches Buch für kritische Leser, eine Anleitung zum Selberdenken.“

Weil ich in „Meinungsmache“ an vielen Beispielen belege, wie sehr ein großer Teil der Medien an Kampagnen zu Gunsten großer Interessen beteiligt ist, und weil ich in einem Kapitel, dem Kapitel 21 „Das Verschwinden der Medien als kritische Instanz“ ausführlich auf 60 Seiten beschreibe, hatte ich erwartet, dass dieses Buch wie übrigens auch die NachDenkSeiten auf den Widerstand der Hauptmedien treffen wird. Ich hätte mit Verrissen der betroffenen Medien gerechnet, aber nicht mit dem totalen Totschweigen. Nach meinen Beobachtungen ist in den wichtigen Medien bisher keinerlei Besprechung erschienen – nicht in der Zeit , nicht in der Süddeutschen Zeitung, nicht im Tagesspiegel, nicht in der Stuttgarter Zeitung, dem Kölner Stadtanzeiger und der WAZ, nicht im Spiegel und auch nicht im Stern, usw. und leider auch nicht in der Frankfurter Rundschau, deren Autor ich früher des Öfteren war.

Medien mögen nicht, wenn man sie kritisiert und sie mögen es schon gar nicht, wenn man ihren Kampagnenjournalismus und den Einfluss der Public Relations aufdeckt. Ich kann das ja in gewisser Weise verstehen. Schließlich kann das Offenlegen gesteuerter und damit undemokratischer Medienarbeit geschäftsschädigend sein.

Es bleibt also auch hier nichts anderes als der Versuch, eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen.

Deshalb die herzliche Bitte an Sie, mit uns das gesammelte Schweigen zu unterlaufen. Informieren Sie bitte ihre Freunde und Bekannten von der Existenz der NachDenkSeiten und des Buches „Meinungsmache“.
Das Buch wird immer aktueller. Leider. Wenn man in dieser für viele verwirrenden Situation nicht begriffen und gelernt hat, wie sehr politische Entscheidungen heute von begleitender oder vorweg laufender Propaganda bestimmt werden, dann wird man viele Entscheidungen gar nicht mehr verstehen. Den meisten Menschen geht es so, weil sie nach inhaltlichen Begründungen für die Entscheidungen und Winkelzüge der Politik suchen. Wenn man die Rolle der Meinungsmache begriffen hat, dann weiß man: es ist müßig, nach der sachlichen Begründung von Entscheidungen und politischen Schachzügen oder Äußerungen unseres Führungspersonals zu forschen.
Wer also mit geöffneten Augen durch Deutschland geht, spart Zeit und Energie.

Wenn Sie an Ihre Freunde und Bekannten einen Text weitergeben wollen, die „Vorbemerkung des Autors zu unserer aller Betroffenheit“ (Seite 7-9 des Buches) finden Sie hier als PDF [266 KB].

nach oben

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

Online spenden
Fördermitglied werden

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: