Eine aparte Rezension von „Machtwahn“ in ftd

Albrecht Müller
Ein Artikel von:

Als Autor bleibt einem meist nichts erspart. Dennoch, ich kann nicht klagen: sehr viele Leser von „Machtwahn“ mailen mir, dass sie die Welt nach der Lektüre anders und klarer sehen. Die Tatsache, dass das Buch seit Erscheinen im März auf der Bestsellerliste des SPIEGEL rangiert und auf der Liste der Wirtschaftsbestseller des Managermagazins von null über 50 Konkurrenten hinweg auf Platz eins gesprungen ist, spricht für positives Weitersagen der Leser. Offenbar irritiert dies manchen Meinungsmacher, so zum Beispiel offensichtlich den Kommentator der Financial Times Deutschland Schütte. – Eine kritische Rezension, wenn sie zur Sache gegangen wäre, hätte ich richtig gut gefunden. Aber wenn die Rezensenten mit ihren Texten immer wieder meine Diagnose unserer Eliten bestätigen, dann wird es mit der Zeit langweilig.

Hier zunächst (=A) die Rezension aus der Financial Times Deutschland vom 10.5.2006 mit durch Ziffern markierte Stellen und dann (=B) Anmerkungen zu den mit Ziffern markierten Stellen und (=C) Anhänge:

A. Text Financial Times Deutschland 10.5.2006

Wirtschaftsbücher

Der Machtwahn des Literaten

von Christian Schütte

Der US-amerikanische Ökonom Arnold Kling hat wirtschaftspolitische Argumente einmal in solche vom “Typ K” und solche vom “Typ M” unterschieden. K-Argumente bewerten eine Politik nach zu erwartenden oder tatsächlich zu beobachtenden Konsequenzen.

M-Argumente bewerten die Motive derjenigen, die diese Politik fordern oder betreiben. Albrecht Müller, einst zu sozialliberalen Zeiten Planungschef im Kanzleramt, hat fast 350 Seiten mit knalligen M-Argumenten gefüllt. Er hält den “Neoliberalismus” für eine Irrlehre geistig Minderbemittelter. Wenn sich trotzdem so viele Wissenschaftler, Politiker, Manager und Journalisten dieser Ideen bedienen, muss die Erklärung auf der Hand liegen: Die Eliten sind mittelmäßig, höchstwahrscheinlich auch korrupt.
Müllers Buch will nun “heikle Fragen” klären: “Was sind die wahren Motive unserer Eliten?” Die meisten Käufer werden da schon so ihre eigenen finsteren Vermutungen haben. Und der Autor enttäuscht sie nicht. (1)
Es ist leicht – und auch richtig – Müller einen grotesken Drang zu Verschwörungstheorien (2) vorzuwerfen. Die wahre Schwäche des Buches ist aber noch viel grundsätzlicher: Müller verrennt sich so in die Denunziation von Motiven, dass die ökonomische Analyse (“K-Argumente”) völlig auf der Strecke bleibt. (3) Was wäre aber, wenn die Korrupten einmal in der Sache Recht hätten? Demografischer Wandel zum Beispiel mehr Kapitalbildung erfordern würde? (4) Wäre die Kapitalbildung dann falsch, nur weil jemand daran verdienen will?
In seinem ersten Bestseller “Die Reformlüge” (2005) hatte Müller noch versucht, mit Argumenten und Fakten gegen die Selbstgefälligkeit des Mainstreams anzutreten. Das war nicht immer überzeugend, aber doch wenigstens oft erfrischend. “Machtwahn” beschränkt sich auf die ständige Behauptung, dass “der Neoliberalismus” widerlegt sei,(5) und spekuliert (6) im Übrigen nur über niedere Beweggründe anderer Leute.
Natürlich fällt trotz allem noch das ein oder andere Zutreffende ab – etwa wenn Müller den Mangel an Ökonomen an der Regierungsspitze beklagt. Wenn der Autor allerdings selbst einen so zentralen Fachbegriff wie den der “Allokation” falsch verwendet,(7) dann diskreditiert er sich als Kritiker schlichtweg.
“Machtwahn” hat in den vergangenen Wochen im Sauseschritt die Bestsellerlisten erobert. Für die Zukunft der wirtschaftspolitischen Debatte verheißt das nichts Gutes.

Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet
Albrecht Müller | Droemer Knaur 2006 | 363 S. | 19,90 Euro | ISBN 3426273861.
Aus der FTD vom 10.05.2006
© 2006 Financial Times Deutschland

B. Anmerkungen Albrecht Müllers zu den mit Ziffern markierten Stellen

Zu (1): Damit hat der Kommentator Schütte ja recht. Aber warum unterstellt er den Lesern „finstere Vermutungen“? Die meisten Leserinnen und Leser machen täglich ihre eigenen Erfahrungen mit diesen unseren Eliten. Sie erfahren, wie man sich oben selbst bedient und gleichzeitig nach unten tritt. – Wir haben erfahren, wie unsere Eliten von ihren Reformen schwärmten und selbst unfähig sind, ihr Scheitern einzugestehen. Sie machen einfach weiter, erhöhen allenfalls die Dosis ihrer Drogen. – Das sind keine Vermutungen, sondern Erfahrungen, und sie sind nicht finster sondern realistisch.

Zu (2): Mit dem Vorwurf „Verschwörungstheorie!“ schreibt der Kommentator Schütte einfach von Welt am Sonntag ab, ohne irgend ein einziges Argument geschweige denn einen Beleg zu bemühen. Hier gilt wohl: „Der Vorwurf der Verschwörung ist die letzte Waffe derjenigen, die ertappt sind und keine Argumente mehr haben.“ Das ist schade, denn ich hätte mich gerne einmal mit Begründungen zu diesem Vorwurf auseinander gesetzt.
Tatsächlich habe ich in „Machtwahn“ die Interessenverflechtungen und die implementierten Netzwerke, mit denen sich unsere Eliten ihre falschen Diagnosen und Therapien gegenseitig bestätigen, im einzelnen geschildert und belegt. Mit den Fakten über die Interessenverflechtungen zwischen Wissenschaft und einzelnen Interessen und leider auch zwischen den Medienmachern und einzelnen Wirtschaftsinteressen, die neuerdings seit März 2006 auf den Tisch gekommen sind (auch aufgrund der Recherchen der Freundinnen/e der NachDenkSeiten), hätte ich weitere 50 Seiten füllen können.
In den NachDenkSeiten haben wir in den letzten Wochen ausführlich berichtet. Das Ergebnis: Die Realität ist um vieles schlimmer, als sich jeder noch so engagierte Verschwörungstheoretiker diese Wirklichkeit ausdenken könnte.

Zu (3): Die ökonomische Analyse in dem Sinne, die Konsequenzen einer Politik zu analysieren, bleibe in „Machtwahn“ völlig auf der Strecke. Diese Behauptung grenzt ans Groteske und zeigt nur, dass der Kommentator offenbar nicht viel gelesen hat. Dazu zwei Beispiele:

Erstens: Es gibt in meinem Buch ein ausführliches Kapitel IV mit einer Analyse der Folgen der nunmehr 25 Jahre ausprobierten neoliberalen Wirtschaftspolitik. Siehe dazu das Inhaltsverzeichnis in der Rubrik Machtwahn.

Zweitens: Ich beschreibe, weil ich die Folgen der makroökonomisch falschen Politik für so verheerend halte, gleich an mehreren Stellen, was makroökonomisch falsch gemacht wird, was die Bundesregierung und die Europäische Zentralbank tun müssten, und was voraussichtlich die Folge der Mehrwertsteuererhöhung und einer falschen Geldpolitik im nächsten Jahr sein wird: Der Abbruch eines zarten Pflänzchens genannt Aufschwung.
Kommentator Schütte hat dies alles überlesen.
Mit meiner Warnung von Ende Januar 2006 liege ich im übrigen gleichauf mit Gewerkschaften und Arbeitgebern. Siehe die aktuelle Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 10.5. unten im Anhang.

Zu (4): Für die Einlassung, die Deutschen müssten mehr sparen und deshalb tendenziell auf das Kapitaldeckungsverfahren umsteigen (diese Aussage steckt hinter den Sätzen von Christian Schütte), muss man dem Kommentator wirklich dankbar sein. Die ökonomisch Versierten unter jenen, die mit dem demografischen Wandel für Privatvorsorge argumentieren, gehen mit einer solchen Forderung äußerst vorsichtig um. Sie wissen nämlich, dass es uns wirklich nicht am Sparen mangelt. Die Sparquote in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern ausgesprochen hoch. Mit jedem neuen Leistungsbilanzüberschuss bilden wir zudem zusätzliches Vermögen gegenüber dem Ausland. Am Sparwillen fehlt es wirklich nicht. Wenn der Chefkommentator der Financial Times Deutschland dies anders sehen sollte, nun denn, dann wissen wir die ökonomischen Analysen dieses Teils des Blattes realistischer einzuschätzen.
Für Skepsis spricht auch die Einlassung des Rezensenten zum Thema Allokation. Siehe unten Ziffer (7).

Zu (5): Im gesamten Kapitel II meines Buches belege ich im einzelnen das Scheitern der neoliberalen Reformpolitik und ich zitiere aus deutschen Medien ausführlich Bilanzen des Scheiterns, unter anderem die Financial Times Deutschland vom 2.8.2005 mit folgender Einlassung: „Große Steuersenkung, kleine Wirkung. Hans Eichel ist eine tragische Figur. Das ‚größte Steuersenkungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik’ hat der Finanzminister nach eigener Aussage ins Werk gesetzt. Und was bleibt von ihm am Ende seiner Amtszeit in Erinnerung? Der ‚Herr der Löcher’.“
Da können wir dem Chefkommentator Schütte doch nur empfehlen, gelegentlich Financial Times Deutschland zu lesen.

Zu (6): Ich habe im einzelnen beschrieben und in vielen Fällen konkret belegt, wer wie bedient wird – unter der Überschrift „Dumm, arglos oder korrupt?“ von Seite 263 bis 301. Ich habe das getan und habe Namen genannt, weil aus meiner Sicht die Schamgrenze der immer vorhandenen leichten Korruption überschritten ist. Im übrigen wäre ja mal zu fragen, wo die Wächterfunktion der Journalisten in den vergangen Jahren geblieben ist? Was in den letzten Wochen an Aufklärung über Interessenverflechtungen erfreulicherweise auch in einigen Medien in Gang kam, ist über weite Strecken von uns angestoßen: von den NachDenkSeiten und von „Machtwahn“.

Zu (7): Dass ich den zentralen ökonomischen Fachbegriff „Allokation“ falsch verwendet hätte, hat mich besonders amüsiert. Vermutlich war ich, als ich 1968 in Bonn als Redenschreiber des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller anheuerte, einer der ganz wenigen Ökonomen, die in Fragen der Allokation, also der optimalen Verwendung der Ressourcen einer Volkswirtschaft, intensiv geschult worden waren. Anfang der sechziger Jahre hatten wir uns als Studenten und wissenschaftliche Assistenten ausführlich mit Theorie und Praxis der Allokation beschäftigt und dabei zum Beispiel damals schon an der Universität in München über die marktwirtschaftlich gebotene Einführung einer Ökosteuer debattiert. Diese Ideen sind dann zum Beispiel in die Vorschläge der Steuerreformkommission der SPD von 1971 eingeflossen. Dort gibt es ein Kapitel „IX. Besteuerung umweltfeindlicher Produkte“ und es heißt: „Eine solche Steuer ist unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten sinnvoll.“ –

Dabei ging es um nichts anderes als um Fragen der optimalen Allokation. (Verständnis bei Wikipedia siehe Anhang) In „Machtwahn“ kommt das Wort dreimal vor. Schüttes Verdikt trifft nirgends zu. Eine der Stellen zitiere ich, weil dabei zugleich sichtbar wird, dass in „Machtwahn“ viel differenzierter gedacht wird als in vielen deutschen Medien. Wo können Sie zum Beispiel das folgende zur kommenden Mehrwertsteuererhöhung lesen? Nahezu nirgendwo, weil von Allokation die meisten wenig wissen, vermutlich einschließlich Christian Schütte. Hier der Text aus Machtwahn, Seite 33:

Eliten ohne Durchblick

Beim Beschluss über die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3 Prozent ist nicht nur missachtet worden, dass diese Erhöhung (trotz eines konstant gehaltenen ermäßigten Mehrwertsteuersatzes) vor allem jene Menschen unmittelbar trifft, die ihr ganzes Einkommen ausgeben und ausgeben müssen; es ist auch übersehen oder bewusst in Kauf genommen worden, dass die Mehrwertsteuererhöhung tendenziell der Exportwirtschaft nutzt. Denn diese muss die höhere Mehrwertsteuer genauso wenig tragen wie die bisherige Mehrwertsteuer auch. Die Exporte werden also nicht belastet, wohl aber die Importe. Tendenziell wird damit die Steuerlast noch weiter auf die binnenmarktorientierte Wirtschaft verschoben. Das ist das Gegenteil dessen, was hierzulande nötig wäre. Die Exportwirtschaft braucht keine weitere Entlastung. Der Binnenmarkt braucht Impulse.
Auch unter dem Gesichtspunkt der Verteilung der Ressourcen – der »Allokation« – ist die Verschiebung der Steuerbelastung in Richtung Mehrwertsteuer fragwürdig: Denn auch die Exportwirtschaft nimmt öffentliche Leistungen in Anspruch. Je mehr solche Leistungen über die Mehrwertsteuer finanziert werden, um so weniger beteiligt sich die Exportwirtschaft an der Finanzierung dieser für alle bereitgestellten Leistungen des Staates.
Trotz dieser Sachlage grassiert die Forderung, der Staat solle seine Einnahmen mehr und mehr auf die Mehrwertsteuer stützen. Haben unsere Eliten die Zusammenhänge nicht ganz verstanden? Oder vertreten sie vor allem die Interessen der Exportwirtschaft?“

Und noch ein einschlägiger Text zum Thema Allokation, Seite 211:

„Die aktuelle Eindimensionalität im wirtschaftswissenschaftlichen Denken und die Militanz, ja sogar Brutalität bei der Durchsetzung des eigenen Credos, das ist für mich als Ökonom ein neues Phänomen. Es wirkt wie ein Einmauern in einen Fundamentalismus, eine geradezu kindische Regression, ein Rückfall hinter ein schon erreichtes Niveau der wissenschaftlichen und der öffentlichen Debatte und der Anwendung von ökonomischen Erkenntnissen in der praktischen Politik. Leider ist es ein Rückschritt nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis, und leider müssen wir ihn teuer bezahlen.
Unter einer solchen Regression leiden wir nicht nur im Blick auf die konjunkturpolitischen Versäumnisse. In anderen Bereichen stellen wir das Gleiche fest. Jene Ökonomen, die sich mit der optimalen Allokation der Ressourcen befassen – vereinfacht könnte man auch sagen: mit der optimalen Kombination der Produktionsfaktoren –, hatten schon vor hundert Jahren erkannt, dass es der Markt allein nicht richten kann, dass es der Korrekturen, eben der Rahmensetzung durch den Staat und die Gesellschaft bedarf, wenn die Produktionsfaktoren optimal, auch im Sinne gesellschaftlicher Ziele, kombiniert werden sollen.
Der Markt funktioniert nicht überall und bei jedem Problem. Wenn zum Beispiel bei der Produktion eines Gutes oder einer Dienstleistung Kosten nicht bei den Produzenten, sondern bei Dritten oder bei der Allgemeinheit anfallen, dann muss der Staat in gravierenden Fällen dafür sorgen, dass diese externen Kosten – zum Beispiel des Lkw-Verkehrs – in die Kalkula-tionen der Spediteure gezwungen werden. Man kann das eine Korrektur des Marktversagens nennen. Diese Korrektur ist eine marktwirtschaftlich gebotene Notwendigkeit, nicht etwa eine Untat. Von der Einsicht in diese selbstverständliche Notwendigkeit zur Korrektur von Marktversagen sind die Eliten, die heute das Sagen haben, weit entfernt. Sie predigen Privatisierung, Deregulierung, Entstaatlichung. Der Staat soll sich raushalten, der Markt kann alles besser – simpler geht es nicht.“

Schlussbemerkung:
Christian Schütte hat vermutlich deshalb einen so eigenartig unsachlichen Kommentar geschrieben, weil er sich an einigen Stellen meines Buches getroffen fühlt. Gerade traf ich auf einen Schütte-Text zu den so genannten impliziten Schulden oder in der Sprache Schüttes “Implizite Zahlungsverpflichtungen, die auf den Sozialversicherungen lasten“. Auf Seite 250 ff beschreibe ich im Rahmen des Kapitels „Mittelmaß in der Sache, aber Meister in der Kunst der Verführung“ einen Fall 5: „Ein Gespenst geht um: Implizite Schulden und die Verletzung der Generationengerechtigkeit.“ – Offenbar fand sich der Kommentator der Financial Times Deutschland auch davon schrecklich getroffen. – Tut mir leid. Ich will doch nicht weh tun, ich will nur zum Nachdenken anregen. Bei Kommentatoren einer Zeitung, die wir oft anerkennend zitieren. sowieso.

C. Anhänge:

Anhang 1:

Währungspolitik
Arbeitgeber warnen EZB vor Zinserhöhung

Warschau Nach den Gewerkschaften hat auch der europäische Arbeitgeberverband Unice die Europäische Zentralbank (EZB) davor gewarnt, den Aufschwung mit Zinserhöhungen zu gefährden. Die Organisation habe Verständnis für die Verantwortung der EZB, die Inflation unter Kontrolle zu halten, sagte der Präsident des europäischen Arbeitgeberverbandes Unice, Antoine Seillière. “Aber unsere Mitglieder glauben, geldpolitische Initiativen, die die Konjunkturerholung bremsen, sind eine große Gefahr für Europa.” Die EZB solle tun, was sie für notwendig halte, müsse aber immer daran denken, dass mehr Wachstum von zentraler Bedeutung für die Zukunft Europas sei.

Die EZB hatte nach zweieinhalb Jahren historisch niedriger Zinsen im Dezember die Zinswende eingeleitet. Seither hat die Notenbank zwei Mal den Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf zuletzt 2,5 Prozent angehoben, um einem Anstieg der Inflation vorzubeugen. Der nächste Zinsschritt wird für Juni erwartet.

Am Montag hatte bereits der Europäische Gewerkschaftsbund die EZB aufgefordert, die Zinsen nicht weiter zu erhöhen. Rtr“ (Quelle: FR)

Anhang 2.

Was versteht man unter Allokation / Aus Wikipedia:

Wirtschaftswissenschaft

In der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet man das Zuordnen knapper Ressourcen auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten als Ressourcenallokation. Ein bestimmter Produktionsfaktor (Rohstoff, Vorprodukt, Energie, Arbeitskraft, Finanzmittel, Recht), der zur Produktion des Gutes X eingesetzt wird, kann damit nicht gleichzeitig alternativ zur Produktion eines Gutes Y verwendet werden.
In einer Marktwirtschaft wird die Allokation auf Märkten über den Preis der Ressource gesteuert. Derjenige, der die Ressource am dringendsten braucht, ist wahrscheinlich bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Ist diese Allokation nicht mehr gewährleistet, spricht man von Marktversagen.
Gegenstand einer vergleichenden Betrachtung können mehrere mögliche Allokationen sein, um die optimale zu finden. Zum Beispiel kann aus der Menge der zulässigen Allokationen die Menge der pareto-effizienten Allokationen bestimmt werden. Für öffentliche Güter urteilte Richard Musgrave, dass die Allokation meritorischer und sozialer Güter eine der Kernaufgaben des Staates sei.
Während sich die Allokation mit der Verteilung der Produktionsfaktoren befasst wird bei der Distribution die Verteilung der Konsumprodukte betrachtet.

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