Leserbriefe zu „Merz Spezial Dragees: gegen gesunden Menschenverstand und für garantiert miese Stimmung“

Ein Artikel von:


Ralf Wurzbacher diskutiert hier über die Ansicht von Bundeskanzler Merz, dass die Deutschen zu viel krankfeiern und deshalb die telefonische Bescheinigung durch den Arzt auf den Prüfstand müsse. Der Vorstoß entbehre wie schon die Debatte ums Bürgergeld jedweder Evidenz. Die Koalition gebe lediglich vor, Missbrauch zu begegnen, um am Ende doch alle Leistungsempfänger zu treffen. Der Vorstoß sei jedoch Teil einer Strategie der psychologischen Kriegsführung in endlosen Krisenzeiten. Die Menschen würden bei ihren Ängsten und Unsicherheiten gepackt, man bringe sie gegeneinander auf und lenke so von den Verantwortlichkeiten der Politik für den ökonomischen Niedergang ab. Wir haben dazu interessante Leserbriefe bekommen und danken dafür. Hier folgt nun eine Auswahl. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion, 

2024 wurden in Deutschland 54,8 Milliarden Stunden gearbeitet – soviel wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung. Es wurden 1,2 Milliarden Überstunden geleistet, gut die Hälfte davon unbezahlt.

Der Anteil der telefonischen Krankschreibungen liegt bei 0,8 – 1,2 Prozent. Mini-Job, Teilzeit, Kurzarbeit, Vorruhestand, rasanter Job-Abbau bei ThyssenKrupp, VW, Ford…usw, Werkschließung bei Zalando haben die Arbeitnehmer sicherlich gegen den Willen der Unternehmer und der Politik eingeführt. Es ist auch nicht lange her, da stand täglich in der Zeitung, wie die Künstliche Intelligenz die Arbeit der Menschen übernimmt. 

Jetzt aber wieder Schluss mit den Flausen wie Work-Life-Balance und zügig zurück zur 48-Stunden-Woche, meint der Kanzler – hat man Töne.

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


2. Leserbrief

Liebe Redaktion,

dann hoffe ich, dass Merz Spezialdragees etwas taugen.

Der Bundeskanzler hat richtig erkannt, dass es eine sehr mangelhafte Arbeitseinstellung gibt.

Das trifft auf die Regierung und ganz besonders auf den Bundeskanzler zu.

Von Führungskräften erwarte ich, dass Probleme angesprochen, Ursachen analysiert, Ziele definiert und klare Zielanforderungen definiert werden.

Beim Bundeskanzler leider Fehlanzeige.

Das Problem sehe nicht nur ich, sondern wissenschaftlich fundiert ermittelt, eine Mehrzahl der Bevölkerung.

Siehe Ergebnis im ZDF Politbarometer basierend auf Daten der Forschungsgruppe Wahlen.

Wo sind denn die Maßnahmen gegen:

  • Bildungsnotstand
  • Pflegenotstand
  • Wohnungsnotstand
  • Wachsende Kinder- und Altersarmut
  • Marode Infrastruktur
  • Abwanderung von Top Fachkräften
  • Extrem teure ineffiziente Sozialsysteme
  • Mickriges Produktivitätswachstum
  • Wirtschaftlicher Stillstand
  • Abrutschen wichtiger Industriezweigen wie Maschinenbau und Autoindustrie
  • Ausufernde Neuverschuldung
  • usw.?

Grüße
Dieter Gabriel


3. Leserbrief

Moin,

momentemal: die Bundesregierung spritzt seit 2021 Menschen in die Krankheit oder gar in den Tod mit einer als “Impfung” getarnten modRNS-Plörre, woraufhin nicht wenige berufsunfähig werden, und fängt jetzt an herumzuspinnen, daß die Bürger zu viel krank seien? Dieses Manöver ist so offensichtlich wie durchschaubar: die Unternehmen sollen weiterhin entlastet werden, auf Kosten der Gesundheit ihrer Mitarbeiter, die sich dann krank zu Arbeit schleppen. Bloß keine Rente kassieren! Durch Dauerstreß auf der täglichen Arbeit sinkt nämlich auch die Lebenserwartung; wenn man beispielsweise eine Grippe verschleppt, dann geht das auf den Herzmuskel, der vorzeitig seinen Dienst einstellt. Win-win für BlackRock-Merz? Oder eine Milchmädchenrechnung? Wie dem auch sei: Wenn das hier stimmt, dann hat kein Bundeskanzler die Kompetenz, den Bürgern vorzuwerfen, daß sie zuviel krank seien: debeste.de/upload/9f0c794415a32f92ef9cf31f7e47d1d47211.jpg

Derlei unmenschliche Vorgänge kann man mittlerweile nur noch mit schwarzem Humor nehmen: debeste.de/upload/ec42d5b5e30144a45570e46a2bbc0fa67994.jpg

Stattdessen sollte der Herr Bundeskanzler DANKBAR dafür sein, mit wie viel Hingabe und tatsächlicher Aufopferungsbereitschaft die Menschen ihren Dienst verrichten. Wenn man ihnen allerdings die Wertschätzung vorenthält (oder die gesetzliche Fürsorgepflicht als solche bezeichnet), dann darf man sich nicht wundern, wenn der Gang zum Arzt öfter geschieht. Weniger Belastung im Arbeitsalltag bei einer Entlohnung, die nicht als Schmerzensgeld mißverstanden werden kann, senken nachweislich den Krankenstand.

Nachdem man die Sau “Florida-Rolf” durch den unseriösen Blätterwald jagte, um Sozialhilfeempfänger zu diskreditieren, sind nun die Kranken dran? “Geier Sturzflug” besang die deutsche Aufopferungsbereitschaft in ihrem Lied “Bruttosozialprodukt” beispielsweise so:

“Sie amputierten ihm sein letztes Bein
Und jetzt kniet er sich wieder mächtig rein”

Will Merz den Ärztestand ausrotten? Erst die Hexenjagd auf Ärzte, die ihre Patienten vor staatlicher Willkür durch Atteste gegen Maskentragen und experimentelle Spritzen schützten, jetzt sollen Ärzte mutmaßlich juristisch belangt werden, wenn sie “zuviel” krank schreibten? Was kommt als Nächstes? Eine Deckelung pro Patient, wie viele Tage er im Jahr krankgeschrieben werden darf? Der Krankenstand ist schon seit Jahrzehnten eine unmenschliche Statistik in Unternehmen, deren Senkung sogar Einzug in Zielvereinbarungen findet. Als ob ein Unternehmer, in dem engen Rahmen, den man ihm vorgibt, irgend etwas aktiv für geringere Krankentage tun, was für ein Unsinn.

Eines muß man dem Bundeskanzler ins Poesie-Album schreiben: Mißbrauch wird stets von einer Minderheit betrieben.

Der Anstieg von Atemwegsinfektionen hängt meiner Meinung nach direkt mit der “Corona-Impfung” zusammen. Studien belegen, daß das Viren tötende IgG1-Subtyp des Immunsystems mit zunehmender Spritzen-Anzahl sinkt und das Schädlinge tolerierende IgG4 zunimmt. Dadurch erhöht sich nicht nur die Häufigkeit der Infektionen, sondern intensiviert sich in der Regel auch noch ihre Schwere und verlängert die Dauer. Diese Fakten läßt man aber als (verantwortlicher) Politiker gerne mal unter den Tisch fallen. Getreu dem Motto: erst krank machen, und dann bestrafen, wenn man krank geworden ist? Das ist schwarze Psychologie. Eine “Corona-Pandemie” gab es nie, sie wurde politisch und medial inszeniert. Coronaviren sind wie Grippeviren endemisch und jährlich wiederkehrend. Die sogenannte “Impfungen” wirken allerdings bis heute nach: noch immer sterben Menschen relativ jung unter mysteriösen Umständen. Auch hier läßt die Politik nicht durch staatlich angeordnete Obduktionen Licht ins Dunkel bringen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

PS: “Lieblingsvokal” -> “Lieblingsvokabel” ;)


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