Der 10-Punkte-Plan zur Europäischen Republik – Vortrag Ulrike Guerot beim Treffen der NDS-Gesprächskreise 2026

Der 10-Punkte-Plan zur Europäischen Republik – Vortrag Ulrike Guerot beim Treffen der NDS-Gesprächskreise 2026

Der 10-Punkte-Plan zur Europäischen Republik – Vortrag Ulrike Guerot beim Treffen der NDS-Gesprächskreise 2026

Ein Artikel von: Redaktion

Wenn Europa im 21. Jahrhundert überhaupt eine Chance haben soll, dann bräuchten wir – so Ulrike Guerot – dringend eine Art MEGA-Video („Make Europe great again“), in dem alles drin ist, was Europäer zum Träumen bringt: die Akropolis, die Französische Revolution, die Mona Lisa, Leonardo da Vinci, Picasso, Bach, Chopin, Dali, die Alpen, die Karpaten, Baguette und Whiskey, die Kathedrale von Reims und der Kölner Dom, die hanseatischen Städte und Krakau, Bismarck, der Westfälische Frieden, Charles de Gaulle, Charlemagne, Luther, Napoleon, Leibniz, Goethe, Tolstoi, Balzac, norwegische Fjorde, belgische Kneipen, Siemens und VW und Olivetti u.v.a.m.

Aber offenbar will gerade niemand von einem starken Europa träumen, sondern vielmehr die Flucht ins Nationale suchen, wobei meistens undefiniert bleibt, was jetzt der „Nationalstaat“ ist: Malta? Estland? China? Alles „Nationen“?

Auffällig ist auch, dass viele derzeit eher kein Problem mit der Abschaffung des Staates zu haben scheinen, ein „libertäres“ Momentum liegt in der Luft, der „übergriffige“ Staat muss zurückgedrängt werden, er müsse „Nachtwächterstaat“ werden … Was aber machen Bürger ohne Staat? Ohne Staat keine Bürger und auch keine Bürgerrechte … und was würde die Nation ohne Staat machen? Wenn es also keinen Nationalstaat, sondern nur noch die Nation gibt … Kann man den Staat abschaffen oder zurückdrängen und die Nation stärken? Fragen über Fragen …

Die Nation scheint nicht mehr so richtig zu wissen, wer oder was sie ist – aber die Angst, dass sie bald nicht mehr da sein könne, diese Angst treibt viele um.

Um ein wenig nachzudenken, Begriffe zu entwirren, Hypothesen zu unterbreiten und Entwicklungslinien nachzuzeichnen, dafür sind Akademiker da und dafür sind sie meistens gut. Daher für diejenigen, die sich also etwas ernsthafter mit der Frage beschäftigen wollen, was die Nation ist oder wie man gar eine „bauen“ kann; oder was der Raum, das Gefäß für eine Demokratie ist und wie groß sie sein kann, oder wie sozial eine Nation sein sollte, der findet hier ein paar Anregungen, die vielleicht erhellend sind oder zum Denken anregen.

Und hier also der Vortrag von Ulrike Guerot:

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