Leserbriefe zu „EU-Regierungschefs in Militärjacken: Verrat am Frieden“

Ein Artikel von:


Marcus Klöckner kommentiert hier ein Bild, auf dem sich die Staats- und Regierungschefs der EU beim Arktis-Gipfel der Öffentlichkeit Schulter an Schulter mit Militärjacken präsentieren würden. Ein Bild sage mehr als tausend Worte, heiße es. Dem Betrachter werde gezeigt, dass das Friedensprojekt Europäische Union Vergangenheit sei. Bilder wie diese seien kein Zufall. Wer sich als Politiker auf dieser hochkarätigen Ebene bewege, wisse genau, wie er sich der Öffentlichkeit zeige. In Anbetracht eines Europas, dessen Politiker in zwei Weltkriegen unermessliches Leid hervorgebracht hätten, gleiche „das Auftreten der EU-Führer nicht nur einem intellektuellen Bankrott“. Unser Autor meint, das sei „ein Verrat am Frieden – zum schweren Nachteil von uns allen“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.

1. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

sehr geehrter Marcus Klöckner,

Sie treffen den Nagel auf den Kopf mit “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”.

Diese Politiker müssen weg, weil diese nämlich unser aller Untergang sind.

Was wir hier in Deutschland und in Europa brauchen sind keine Demonstrationen oder Wahlen sondern Aufstände. Aber bedauerlicherweise wird es dazu nicht kommen.

Und den Grund dafür haben Sie zutreffend in Ihrem Artikel vom 17.09.2026 “Politik auf Augenhöhe ? Das wäre eine demokratische Zumutung” beschrieben. Das Volk fühlt sich nicht nur wie Untertan, die Leute benehmen sich auch allesamt so.

Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, wen ich mehr verachte – diese Kriegstreiber in den Parlamenten oder all die unterwürfigen Bücklinge um mich herum.

Mit freundlichen Grüßen

Patrick Meiser


2. Leserbrief

Hallo,

“Wobei die Parlamentarier natürlich nicht selbst in den Krieg ziehen, sondern andere kämpfen lassen werden.“

Ganz genau.

Wenn es hart auf hart kommt, ist diese Klientel die allererste, die diese Jacken ganz schnell auszieht.

Und genau das zeigt die totale Verlogenheit dieser Bande !

Grüße

T. Rath


3. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

wären folgende Fragen noch eine Abklärung wert: “Wollte Frau Merkel mit ihrer “Corona-Spritzen-Politik” den Menschen- (Körper) als neue Wirtschafts-Wachstumsquelle erschließen, so wie die jetzige Politik versucht, mit der Aufrüstungs/Zerstörungsorgie sog. Wachstum zu generieren?

Die Rolle des General Carsten Breuer gilt es da genauer in den Blick zu nehmen:

General Carsten Breuer leitete in der Corona-Politik von Dezember 2021 bis Mai 2022 den Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt.

und jetzt:

Generalinspekteur Breuer wird Vorsitzender des NATO-Militärausschusses

Fortsetzung von Zuckmayers “Des Teufels General” ?!?

Friedensbewegte Grüße

Ute Plass


4. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Es gibt Fragen, wo eine Antwort überflüssig ist. Beispiel: sollte es tatsächlich zum totalen Krieg mit Russland kommen, werden wir dann die EU-Regierungschefs in ihren Militärjacken an der Front im Schützengraben finden?

Es gilt die Frage zu beantworten, warum die Regierungschefs das machen, Militärjacken anziehen?

Die Antwort:

Sie signalisieren der Armee, dem Militär: wir packen mit an, wir sind welche von euch (Militär). Es signalisiert Solidarität und Verbundenheit mit den Soldaten und ihrem Auftrag.

Sie nutzen das als optische Bildsprache, das Bild sagt viel mehr als eine lange Rede. Das Bild sagt, wir kümmern uns um die Armee, das Erreichen der Kriegstüchtigkeit ist unser oberstes Gebot.

Es ist ein Markenzeichen, guter Vergleich das Tragen des olivgrünen T-Shirt durch Selenskyj.

Das Tragen eines Maßanzugs würde suggerieren, wir befinden uns im normalen politischen Alltag.

Das tragen dieser Jacken soll Tatkraft, Entschlossenheit und Führungsstärke symbolisieren.

Leider machen die Regierungschefs einen Fehler, der sie der Lächerlichkeit preisgibt: weißes Hemd und blaue Krawatte statt grünes T-Shirt unter der Tarnjacke das wirkt unpassend und nicht authentisch.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Janssens


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

zu Ihrem Artikel gibt es weiter nicht zu sagen. Ja, diese Damen und Herren machen eine bis ins Mark verkommenen Politik.

Sie schreiben u.a.: “In Anbetracht eines Europas, dessen Politiker in zwei Weltkriegen unermessliches Leid hervorgebracht haben, gleicht das Auftreten der EU-Führer nicht nur einem intellektuellen Bankrott.” Ich frage Sie, wo ist bei diesen Leuten irgend etwas, was man als Intellekt bezeichnen könnte?

In einer Sache muss ich Ihnen aber widersprechen. Ganz am Anfang schreiben Sie auch:”Die Öffentlichkeit sieht den Verrat am Frieden!”

Nein, die Öffentlichkeit sieht nichts, sonst würde sie in Massen auf die Straße gehen. Die sogenannten “Qualitätsmedien” haben ganze Arbeit geleistet. Die Masse scheint total “verblödet” zu sein. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Ich merke es immer wieder in Gesprächen mit angeblich gebildeten Bekannten, dass sie diese Kriegspolitik nicht durchschauen. Da helfen keine noch so stichhaltigen Argumente. Es ist einfach zum Kopfschütteln. Ich hatte z.B. einem Bekannten einen Artikel aus der “Jungen Welt” geschickt. Seine Reaktion war, dass diese Zeitung ein kommunistisches Propaganda-Blatt ist, und unter Putins Einfluss steht. Der Mann hat eine abgeschlossene Hochschulausbildung.

Ich denke, dass andere Leser der NDS solche Erfahrungen auch schon gemacht haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Kleinecke


6. Leserbrief

Hallo Marcus Klöckner,

in diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen mitteilen, was mir seit einiger Zeit im “Stadtbild” unangenehm auffällt: Die Modebranche hat schon länger, aber seit diesem Herbst endgültig, Olive als Trendfarbe entdeckt. Fifty shades of Olive, sozusagen. Ich finde es unmöglich. Und wenn dann noch Leute in “modischem Flecktarn” herumlaufen, wird mir richtig übel. Selbst Kindern wird solch ein Mist gelegentlich übergestülpt. Bei Kindern wird der Flecktarn oft auch in einem Dinomuster o. ä. untergebracht. Und dagegen kann ja niemand etwas sagen. 🙈 Furchtbar!

Viele Grüße

Andreas H.

Anmerkung MK: Das stimmt. Flecktarn und militärische Farben sind ziemlich „modern“. Ich kann Ihnen nicht genau sagen, seit wann das der Fall ist, aber schätzungsweise seit 10-15 Jahren zieht sich dieser Trend durch nahezu alle Modemarken bis hin zu den Edeldesignern Camouflage. Warum das so ist: Darüber darf man spekulieren… .


7. Leserbrief

Guten Tag Herr Klöckner,

na, da haben Sie ja einen vom Stapel gelassen. Dabei haben sich unsere Volksvertreter doch bloß vor dem Putin geschützt. Der wollte sie nämlich aus der Ferne abraketen, während sie einander beim Arktis-Gipfel friedlich Wattebäuschchen zuwarfen. Deshalb ließen sich unsere Chefs kurzerhand vor Militärfahrzeugen fotografieren, vor denen sie bestens getarnt waren. Der Putin soll im Kreml gebrüllt und getobt haben wie ein Berserker. Jetzt waren endlich einmal alle auf einem Haufen versammelt und dann versteckten sie sich hinter Tarnfarben. Putin musste seine Rakete also im letzten Moment wieder im Silo versenken, ehe er den entscheidenden Treffer landen konnte. Aber so sind sie halt, unsere Volksvertreter, bauernschlau und verschlagen. Denen kommt man nicht so leicht bei, wie der Putin sich das dachte. Die haben Grips. Die haben Mumm. Das sind Checker!

Aber mal was ganz anderes, Herr Klöckner. Haben Sie sich das Tarnmuster einmal genauer angeschaut? Nein? Dann tun Sie das Mal und sezieren sie jede einzelne Farbe, die sie auf dem Muster finden. Behalten sie anschließend die Farben als Beuteschema im Kopf. Und nun gehen Sie mit offenen Augen durch ihre Umwelt und schauen Sie, wo sie ihr Beuteschema wiederfinden. Kleiner Tipp: Fahrrad- und Autohändler wären eine gute Adresse. Modern ist halt immer, was gerade Spaß macht, nicht wahr? Tja, und im Moment bereitet es unseren Granden eben Freude, wenn sie Anderen beim Sterben zuschauen können. “Dying-Watching” heißt das auf Neudeutsch. Schließlich sterben die Sterbenden ja für eine gute Sache und verteidigen an der Front unseren Lebensstil. Sie verteidigen also etwas, was sie nichts mehr angeht, sobald sie in den Bus zum Schlachtfeld gestiegen sind.

Apropos: gestern zeigte mir meine Frau ein Zeitungsfoto, auf dem voll vermummte Soldaten mit Gasmasken zu sehen waren. Im dazugehörigen Artikel hieß es, dass wir uns an solche Bilder jetzt gewöhnen sollten, weil gerade im ganzen Land militärische Übungen durchgeführt würden. Der Fritze und seine Kollegen wollten sich also nicht bloß vor dem Putin tarnen, sondern gleichzeitig einen Beitrag zu diesem Gewöhnungsprozess leisten. Das ist aller Ehren wert und sollte von ihnen nicht derart niedergeschrieben werden. Defätismus ist in Kriegszeiten unangebracht, Herr Klöckner! Stattdessen sollten sie – jetzt! – ihre verbale Klinge schärfen und selbst in die Kampfhandlungen mit eingreifen – wie das ihre Kollegen von den etablierten Medien so mutig tun. Vielleicht kann Sie ja ein Ritt auf einem olivgrünen E-Bike von meinem Vorschlag überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Freuding


8. Leserbrief

Wie recht Sie haben, Herr Klöckner!

Die Schamlosigkeit mit der die Regierenden in Europa uns tagtäglich beglücken ist nur noch zum K….en.

Meine Gedanken dazu habe ich im beigefügten Text aufgeschrieben.

HG und vielen Dank für Ihr und der NDS unermüdliches Engagement in der Aufdeckung und Benennung der Missetaten der Verantwortlichen in Europa und seinen Mitgliedsländern.

Jürgen Scherer

Bilder, Bilder, Bilder! Lassen wir uns nicht gewöhnen!

Eine Glosse zur Kriegsgewöhnungspolitik

Jeden Tag wird uns eine andere militärische Gaukelei vor Augen geführt. Mit durchsichtigen Absichten! Sie wollen uns gewöhnen und so auf den Ernstfall vorbereiten, der Ihnen seit Jahr und Tag vorschwebt: Krieg gegen Russland mit dem Ziel, man denke an das Kriegsgeschrei der ehemaligen Außenministerin unseres Landes: “Russland vernichten”! Wie sie das machen mit der Gewöhnung? Sie arbeiten mit den Mechanismen, mit denen man Menschen am besten manipulieren kann: Mit einprägsamen, teils martialischen, teils “harmlosen” Bildern. Getreu dem alten Wahlspruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! (Vor allem kann es sich in Herzen und Seelen einschleichen…) “Begleitet” werden die PolitikerInnen bei ihrem Vorhaben sehr oft von JournalistInnen im nämlichen Geiste oder auch auflagengeilen Vollpfpsten. Schließlich nutzt das schönste Bild nichts, wenn es nicht massentauglich unter die Leute gebracht wird! Erinnern wir an einige Bildchen mit militaristischem Touch. Möge jede/r für sich noch mal rekapitulieren, was diese Darstellungen mit ihm gemacht haben bzw. teils bewusst, teils unbewusst, immer noch irgendwie machen… Als erstes fällt mir die damals frischgebackene, nassforsche “Verteidigungsministerin” vdLeyen ein, die sich wahrlich nicht zu blöd vorkam, in schwarzem Outfit in und auf Panzern die Catwoman zu geben: Frauenpower im Modelgewand! Immerhin ging damals noch ein nicht geringes Kopfschütteln durch unser Land. Den Untertitel dazu formulierte dann, ganz ohne Modelgewand und eher medusenhaft in feministischer Außenpolitikmanier Jahre später Frau Baerbock mit ihrem Ausspruch über das zu vernichtende Russland. Solche damals noch solitäre Veranstaltungen wie die von Frau vdL haben inzwischen Gewöhnungscharakter angenommen, allein wenn man sich eines der jüngsten PolitikerInnenbildnisse vor Augen hält: Die StaatslenkerInnen der EU auf dem GrönlandGipfel Schulter an Schulter in Militärparkas und damit presseöffentlich wirksam als kernige KämpferInnen für… Na ja, jedenfalls gegen den gar nicht so weit entfernten Arktisanrainer Russland. Zugleich demonstrierend: Diplomatische Vorhaben im Marschgepäck eher nein, Kriegspfadgetümmel eher ja. Wenn Faschingszeit wäre, könnte man ja über solche Inszenierungen evtl. noch lachen. Da dem aber nicht so ist, bleibt nur die Vermutung auf die Botschaft an uns und gen Osten: Wir (!) sind schön warm angezogen, rechnet mit uns; auch russ.sibirische Kälte wird uns nicht abschrecken: Kusch, russischer Bär! Sonst ziehen wir Dir das Fell über die Ohren! Dass die EU einmal für ihr Friedensprojekt eine Auszeichnung erhalten hat, soll uns ein solches Bild vergessen machen. Zugleich symbolisiert es die Kriegspropagandadauerschleife der EUaußenbeauftragten Kallas, die bei keiner Gelegenheit versäumt, ihr Credo in die Welt zu schreien: Russland muss weg! Alles mit Billigung der EU Verantwortlichen und der Länderbellizisten wie Merz und Macron. Ein weiteres Bild drängt sich mir auf: Vor gar nicht allzu langer Zeit, wählte “Der Spiegel” ein nicht weniger militaristisches Titelbild als Aufmacher wie das oben beschriebene. Er zeigte Frau vdLeyen, wie wir wissen seit einigen Jahren Vorsitzende der EU-Kommission von Frankreichs Gnaden, zusammen mit Bundeskanzler Merz in Form einer Fotomontage im unverkennbaren Flecktarn der deutschen Armee: Erhobene Häupter, vorgereckte Kinne, entschlossene Blicke. Aussage: Schaut uns an. Wir sind da. Mit uns müsst und könnt ihr rechnen. Seid auf der Hut. Zack: Schon wieder kein diplomatischer Akt! Eher Bereitschaft zum Kampf. Ist es nicht schön, zu sehen, dass sie für uns kämpfen wollen. Und was sollen wir denken? Nicht etwa: Wie kann man nur so wenig aus der Vergangenheit lernen?

Vielmehr: Wenn die das schon tun, dann können wir stolz auf unsere Volksvertreter innen(!) sein und sollten ihnen vertrauensvoll folgen. Also rein ins Wochenendvergnügen und ab zur Heimatschutztruppe. Der Russe wird ganz schön große Augen machen, wenn er demnächst vor unserer Haustür steht. Wir können nämlich mit unserem G3 auch um die Ecke schießen. Und: Gut dass es jetzt in unserer Feuerwehr vor Ort, die erweiterte Katastrophenschutzausbildung mit Kriegsszenarien gibt. Da fühlt man sich doch gleich sicherer! Oder: Ist doch toll, dass die maroden Autofabriken jetzt auf Kriegsgeräte umschwenken. Da haben wir doch weiterhin Arbeitsplätze für die Zukunft. Klar: Wir müssen auch mal in den Kampf. Der Özdemir hat uns doch erst kürzlich gezeigt, dass man manchmal gegen sein Friedensgen antreten muss. Vom Anton aus Bayern (Nicht aus Tirol!) ganz zu schweigen. Man darf das alles nicht so kurzfristig sehen. Nach so nem Kriegsgewitter gibt es ja schließlich wieder viel aufzubauen. Das sieht man doch an der Ukraine. Da ist doch die Zukunft der kommenden Generationen über lange Zeit gesichert. Schön, dass wir so tolle (Vor-) Bilder haben!

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