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18. November 2018
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Hinweise des Tages

Veröffentlicht in: Hinweise des Tages

Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Wo, C, bist du geblieben?
  2. Bundestags-Gutachten: Russland wahrt das Völkerrecht in Syrien – USA verstoßen gegen UN-Gewaltverbot
  3. Trump fordert Erhöhung der jährlichen NATO-Ausgaben um mehr als eine halbe Billion Dollar
  4. Wir sind jetzt eine Schurken-Supermacht
  5. Cowboy Trump braucht eine klare Antwort
  6. Syrien: Bevölkerung angewidert von Milizen
  7. Rentenskandal – Skandal der deutschen Politik!
  8. Rentner sehen alt aus
  9. Österreich: Regierung verhängt „Ausgabenstopp“: Ärzte-Mangel und Baustopp bei Krankenhäusern drohen
  10. CO2 emissions from new passenger cars in the EU: Car manufacturers’ performance in 2017
  11. Autisten – besonders geeignet
  12. Did Sen. Warner and Comey ‘Collude’ on Russia-gate?
  13. Netz wie hinterm Mond
  14. Der große Verlust
  15. Zu guter Letzt: John Cleese verlässt Großbritannien in Richtung Karibik

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Wo, C, bist du geblieben?
    DU und CSU dürfen nicht vergessen, woher sie kommen und wofür sie stehen. Wer sich nur einen Funken menschlichen Mitleids bewahrt hat, kann über die Flüchtlinge nicht so schwadronieren.
    Die derzeit geführte Asyldebatte hat viele Facetten, die sprachliche stört mich bis zum ekelhaften Überdruss. “Asylanten” sind keine Kartoffel- oder Mehlsäcke, über deren sachgemäße Lagerung man streitet. Es handelt sich bei den “Obergrenzen” nicht um die Kapazitätsgrenze eines Kühlhauses für tropische Südfrüchte. Wir reden über Flüchtlinge wie über Sachen und verstecken den Skandal der Herzlosigkeit in kalten Statistiken.
    Es sind aber Menschen, um die es geht, Verzweifelte, die Zuflucht suchen und nicht Sachen, die gestapelt oder zurückgeschickt werden müssen. “Asyltouristen” ist ein Wort des kalten Zynismus. War Aylan, das tote Kind, dessen Bild um die Welt ging, ein “Asyltourist”? Friedlich lag der kleine Aylan im Ufersand, ein rotes Shirt, neue Schuhe, seine Haare wie frisch gekämmt. Aylan, geflohen aus Syrien, war ertrunken. Das Schlauchboot war zu klein, die Wellen waren zu hoch. Aylan wollte mit Mutter und Vater dem Gemetzel in seiner Heimat Syrien entfliehen und bei der Tante in Kanada Zuflucht suchen.
    Quelle: Norbert Blüm in der Süddeutschen Zeitung
  2. Bundestags-Gutachten: Russland wahrt das Völkerrecht in Syrien – USA verstoßen gegen UN-Gewaltverbot
    Russland handelt in Syrien im Einklang mit dem Völkerrecht. Die USA hingegen verstoßen dort gegen das UN-Gewaltverbot. Das ist das Fazit des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. (…) Am eindeutigsten fällt das Urteil des Wissenschaftlichen Dienstes hinsichtlich des Engagements Russlands aus, dessen Luftstreitkräfte Ende 2015 erstmals Ziele in Syrien angriffen: “Die russische Militärpräsenz auf syrischem Hoheitsgebiet und die hiermit verbundenen russischen Militäraktionen stützen sich auf die ausdrückliche Genehmigung der syrischen Regierung. Es handelt sich damit um eine sog. Intervention auf Einladung. Nach der im Völkerrecht vorherrschenden Auffassung ist eine solche Intervention im Ausgangspunkt zulässig und verstößt nicht gegen das in Art. 2 Nr. 4 UN-Charta verankerte Gewaltverbot.”
    Quelle: RT Deutsch

    Anmerkung Tobias Riegel: Dieses Urteil der Wissenschaftler des Bundestages ist erstaunlich in seiner Eindeutigkeit – ob die großen deutschen Medien nun wohl ihre (dem Völkerrecht Hohn sprechende) Berichterstattung zu Syrien ändern werden?

  3. Trump fordert Erhöhung der jährlichen NATO-Ausgaben um mehr als eine halbe Billion Dollar
    Donald Trump fordert, die Richtlinie, nach der alle NATO-Staaten bis 2025 ihre Militärausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhähen müssen, auf vier Prozent zu verdoppeln. Für 2017 entspräche das Mehrausgaben von 560 MIlliarden Dollar.
    Auf dem gestrigen NATO-Gipfel in Brüssel setzt Donald Trump seine Agenda fort, sich ehemalige Verbündete zu offenen Feinden zu machen. Beim Frühstück mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erzählt er Lügen über Deutschland, Polen, Russland und den europäischen Gasmarkt, er attackiert Angela Merkel und erklärt, „Deutschland steht unter totaler Kontrolle von Russland.“
    Schnell kommt Trump zu seinem Steckenpferd: Die europäischen NATO-Staaten geben zu wenig für Rüstung aus. Zunächst verkündete er – per Twitter – alle NATO-Staaten müssten das auf dem NATO-Gipfel in Wales 2014 beschlossene Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär auszugeben, nicht bis 2025 erreichen, sondern „SOFORT“.


    Quelle: JusticeNow!

  4. Wir sind jetzt eine Schurken-Supermacht
    Was steckt hinter Donald Trumps Angriffen auf Deutschland, Europa und die Nato? Der konservative Vordenker Robert Kagan sieht eine neue Weltordnung heraufziehen – in der für Verbündete kein Platz mehr ist.
    Es hat geknallt. Der Nato-Gipfel vollzieht sich wie ein Unfall, der in Zeitlupe abläuft: Man weiß, was passieren wird und kann dennoch nicht wegschauen. So hat Donald Trump wie von allen erwartet das Treffen in Brüssel zur Abrechnung mit den Verbündeten genutzt.
    Er will, dass die anderen mehr zahlen, er will sein Geld zurück. Im Zentrum der Wut des mächtigsten Mannes der Welt: Deutschland. Trump verlangt, dass Berlin endlich die versprochene Summe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Rüstung steckt.
    In Wahrheit sei es Trump allerdings völlig egal, ob Deutschland zwei Prozent ausgebe, sagt der amerikanische konservative Vordenker Robert Kagan. Der einflussreiche US-Politikberater und Historiker beschreibt im Interview mit t-online.de, wie Trump dabei ist, die Weltordnung über den Haufen zu werfen.
    Kagan sieht sein eigenes Land als hemmungslose “Schurken-Supermacht” agieren, die in kleinsten Fragen das persönliche Interesse Trumps über alles stelle. Im Interview warnt er, dass die Deutschen diese Gefahr lange unterschätzt hätten und sieht Angela Merkel vor einer entscheidenden Aufgabe.
    Quelle: T-Online

    Anmerkung Jens Berger: Man sollte hier sicher nicht jedes Zitat wörtlich nehmen. Kagan ist zwar ein „Neokonservativer“, aber eben auch ein bekennender Trump-Gegner, der im Wahlkampf Hillary Clinton unterstützt hat. Er ist übrigens auch der Gatte von „Fuck the EU“-Victoria Nuland und war einer der Architekten des Irakkriegs. So viel zum Thema „Schurken-Supermacht“. Interessant ist das Interview aber allemal, zeigt es doch, wie abstrus auch Trumps Gegner argumentieren.

  5. Cowboy Trump braucht eine klare Antwort
    Europa, China und andere sollten die Zolleskalation des US-Präsidenten kontern, wo es Amerika am meisten wehtut. Im Fall der EU sind das die Geschäfte von Techkonzernen wie Apple.
    Er hat es Mittwochnacht wieder getan. Donald Trump kündigte neue Strafzölle gegen China an, die über alles hinausgehen, was die Welt bisher von ihm sah. Der amerikanische Präsident hat seinen Wählern Protektionismus versprochen. Und den, das muss man ihm lassen, liefert er getreulich. Seine Zölle zielen auf maximale Zerstörung, um den Gegner einzuschüchtern und einen Deal zu dessen Lasten abzupressen. Deshalb muss sich die EU darauf einstellen, dass Trump nach Stahl- und Aluherstellern ihre überlegene Autoindustrie ins Visier nimmt. Er hat es Mittwochnacht wieder getan. Er wird es weiter tun.
    Wie ist darauf zu reagieren? Manche Länder geben klein bei. Südkorea, Brasilien und Argentinien haben sich den Drohungen gebeugt und nicht mit Gegenzöllen geantwortet. Sie leben jetzt damit, dass sie weniger in die USA exportieren können als zuvor. Als nächste Kleinbeigeber gerieren sich deutsche Automanager, die mit dem vermutlich nicht sehr entschiedenen US-Botschafter an einem Deal herumstricken. [….]
    Europa, China und andere sollten seine Zolleskalation da beantworten, wo es Amerika am meisten wehtut. Im Fall Europas sind das die Geschäfte von Techkonzernen wie Amazon, Google, Facebook oder Apple, die für die US-Wirtschaft längst entscheidender sind als Stahl- oder sogar Autoproduzenten.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung

    Anmerkung Jens Berger: Hat da Alexander Hagelücken nicht einen Wirtschaftszweig vergessen, bei dem Strafzölle den USA noch ungelegener kämen – und zwar Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen? „Amazon, Google und Facebook“ sind übrigens keine guten Beispiele, da diesen Konzerne auch in der EU ein Monopol haben. Strafzölle erreichen aber nur da ihr Ziel, wo sie zum Nachteil der Sanktionierten in den Wettbewerb eingreifen. Aber auch ansonsten hat er nicht so recht verstanden, worum es geht. Die bisherigen Schritte im „Handelskrieg“ wurden ja gerade eben selektiv ausgewählt, um eben volkswirtschaftlich nicht weh zu tun.

  6. Syrien: Bevölkerung angewidert von Milizen
    Selbst in Zonen, die als gegnerisch zur Baath-Regierung bekannt waren und wo man “Brutalitäten des Regimes” ausgesetzt war, hätten “viele Zivilisten” den Aufstand nicht unterstützt. Viele seien aus diesen Gebieten geflüchtet, eine andere auffallende Gruppe bestehe aus Syrern, die zu Anfang den Aufstand unterstützt hätten, als Protestierende, Aktivisten und Rebellen, und dann desillusioniert wurden. Manche schon 2011, als klar wurde, dass sich der Aufstand bewaffnet und die oppositionellen Gruppen religiöse Extremisten und Kriminelle anzogen. (…)
    Dass dies [die Menschenrechtsverletzungen durch die „ Rebellen“] kaum an die Öffentlichkeit gedrungen ist – anders als die Bombardements der syrischen und der russischen Flugzeuge –, liegt, wie die Studie noch einmal bestätigt, daran, dass die Milizen sehr darauf aufpassten, welche Nachrichten nach außen dringen. Nachrichten kamen einzig über lokale “Fixer”, von denen die Berichterstatter der großen Medien stark abhängen, mit einer starken ideologischen Nähe zu den Milizen und von sogenannten “citizen journalists”, die die Sache der “Rebellen” unterstützen. Es gab klare Richtlinien für “Medienaktivisten”, um Gefängnis und Verfolgung zu vermeiden, die ihnen vonseiten der Milizen im Falle der Nichtbeachtung angedroht werden.
    Quelle: Telepolis

    Anmerkung Tobias Riegel: Der Mythos vom „Volksaufstand gegen das Assad-Regime“ verliert rapide an Glaubwürdigkeit – wenn er denn je glaubhaft gewesen ist.

  7. Rentenskandal – Skandal der deutschen Politik!
    Fast jeder zweite Rentner in Deutschland, knapp 8,6 Millionen Menschen, bekommt weniger als 800 Euro im Monat.
    Aber in Österreich hat ein Durchschnittrentner 800 Euro im Monat mehr als ein Durchschnittsrentner in Deutschland.
    Das ist ein unglaublicher Skandal. Würde die deutsche Politik noch funktionieren und hätten die Bundestagsabgeordneten das Mitgefühl, welches sie so oft theatralisch vor sich hertragen, dann gäbe es jetzt eine Sondersitzung im Bundestag und die Renten würden sofort auf das österreichische Niveau angehoben werden.
    Wundert sich noch jemand über den Aufstieg der AfD?
    Die Tragik: Viele wissen nicht, dass es den Rentnerinnen und Rentnern noch schlechter ginge, wenn die AfD ans Ruder käme und die große Mehrheit der durch die Politik geschädigten Rentnerinnen und Rentner wählen weiterhin die Rentenkürzungsparteien CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne.
    Wann gehen die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland endlich auf die Barrikaden?
    Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook
  8. Rentner sehen alt aus
    Jeder zweite Ruheständler in der Bundesrepublik bekommt weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rentenversicherung
    »Rente muss fürs Bierchen reichen«, steht auf Pappuntersetzern, die der Deutsche Gewerkschaftsbund unter die Leute bringt. Tut sie aber bei immer mehr Menschen nicht. Deshalb wirbt der DGB für eine Stärkung der gesetzlichen Rente – mit sehr moderaten Forderungen. Das Ausmaß der in den vergangenen Jahrzehnten von SPD, CDU, CSU, FDP und Grünen betriebenen Enteignung der Bürger bei den Altersbezügen zeigt sich in den Informationen, die die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann von der aktuellen Bundesregierung jetzt auf eine parlamentarische Anfrage erhielt. Danach bekam Ende 2016 fast jeder zweite Rentner monatlich weniger als 800 Euro von der Deutschen Rentenversicherung. Den Angaben zufolge liegen 48 Prozent der Renten unter 800 und 62 Prozent unter 1.000 Euro. Von den 8,6 Millionen Beziehern der Beträge unter 800 Euro sind 27 Prozent Männer und 64 Prozent Frauen. Die Zahlen beziehen sich auf Renten nach Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch vor Abzug von Steuern.
    Quelle: junge Welt

    dazu auch: Kein Naturgesetz
    Hälfte der Renten in der BRD unter 800 Euro.
    Weniger als 800 Euro Rente – das ist für die Hälfte aller Rentnerinnen und Rentner traurige Realität. Unter 1.000 Euro lagen 2016 sogar 62 Prozent. Niedrigrenten sind alltäglich geworden.
    Die Bundesregierung beschwichtigt, dass bislang vergleichsweise wenige Rentner in Armut leben. Noch können viele auf die Absicherung über ihren Ehepartner oder auf eine gute Betriebsrente bauen. Doch diese Absicherungsmodelle schwinden. Armut ist bei Rentnern schon heute weiter verbreitet als in der Gesamtbevölkerung. Die Zahl derjenigen, die sogar auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sind, hat sich binnen weniger Jahre verdoppelt.
    Für die Zukunft verheißt dieser Trend nichts Gutes. Die Biographien künftiger Rentengenerationen sehen anders aus als bei heutigen Rentnerinnen und Rentnern. Die Alleinverdienerehe entspricht nicht mehr der Lebenswirklichkeit. Vom Unternehmen finanzierte, hohe Betriebsrenten sind selten geworden. Zudem wird das gesetzliche Rentenniveau schon in wenigen Jahren weiter absinken. Entgeltumwandlung und private Vorsorge können die Lücke bestenfalls teilweise füllen. Sie wälzen zudem die Kosten der Alterssicherung von den Unternehmen auf die Beschäftigten ab. Geringverdienende, die nur kleine Renten zu erwarten haben, können sich ohnehin keine private Vorsorge leisten.
    Quelle: junge Welt

  9. Österreich: Regierung verhängt „Ausgabenstopp“: Ärzte-Mangel und Baustopp bei Krankenhäusern drohen
    Den Sozialversicherungen wird per Gesetz eine Ausgabenbremse aufgedrückt. Offene Stellen bei den Ärzten und Bediensteten der oberen Führungsebene können bis Ende 2019 nur befristet besetzt werden, Spitalsbaustellen werden gestoppt. Diesen Antrag hat Gesundheitsministerin Hartinger-Klein (FPÖ) im Parlament am Abend des 5. Juli überfallsartig präsentiert. Der „Ausgaben-Stopp“ für Gesundheit wurde von ÖVP, FPÖ und NEOS beschlossen. SPÖ und Liste Pilz hielten dagegen – sie vermuten sogar Verfassungswidrigkeit. Sozialversicherung und Ärtekammer warnen vor den Folgen für die Gesundheitsversorgung.
    Quelle: Kontrast.at
  10. CO2 emissions from new passenger cars in the EU: Car manufacturers’ performance in 2017
    The EEA recently released a preliminary dataset on the CO2 emissions performance of new passenger cars in the EU in 2017. This dataset is used by the European Commission to monitor and evaluate whether manufacturers are in compliance with mandatory CO2 emission targets for passenger cars.
    The EEA data show that the sales-weighted average CO2 emissions from new passenger cars in the EU in 2017 were 119 g/km, 1 g/km higher than in 2016—the first recorded increase in annual fleet-average CO2 emissions. The figure below plots the historical average CO2 values relative to targets. Before CO2 standards were introduced, average CO2 emissions declined by 1.2% per year. When CO2 standards were agreed upon in 2008, manufacturers significantly outperformed annual reduction rates required to meet the 2015 target of 130 g/km. Until 2016, manufacturers were also largely on track to meet the 2020/21 target of 95 g/km, which includes a one-year phase-in. However, the stagnation in CO2 reductions in 2017 is at odds with meeting the 2021 target. Reduction rates will have to increase in 2018–2021: As of 2017, fleet-average CO2 emissions will have to decline by 5.5% per year to comply with the 2021 target. Manufacturers will likely also increasingly rely on flexible compliance mechanisms such as super-credits and ecoinnovations to comply with 2020/21 targets.
    Quelle: ICCT

    Anmerkung Jens Berger: Es ist bereits heute absehbar, dass die Automobilhersteller die für 2021 verpflichtenden CO2-Ziele nicht erreichen werden.

  11. Autisten – besonders geeignet
    In das Gebäude des Militärgeheimdienstes in Tel Aviv kommen Außenstehende nur selten rein. Heute ist es möglich. Drinnen wertete eine Spezialeinheit an Monitoren Satellitenbilder aus: feindliche Truppenbewegungen, Waffendepots. Das Besondere dieser Einheit: Die jungen Soldaten in diesem Raum haben die Diagnose Autismus.
    Daniel macht gerade den Vorbereitungskurs. Der Autismus steht ihm vor allem bei der Kommunikation im Weg, es fällt ihm schwer, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Er sieht die Welt mit anderen Augen. Doch hier bei der Luftaufklärung kann er seine überragenden Fähigkeiten einbringen: sein enormes fotographisches Gedächtnis und die Detailversessenheit. (…)
    Doch bis sie mit der Diagnose Autismus hochsensible Geheimdienstaufgaben in der Armee übernehmen können, müssen sie hart an sich arbeiten. Die psychischen Herausforderungen sind der Knackpunkt. Denn viele von ihnen waren bisher soziale Außenseiter, die sich jetzt in ein Team einfügen müssen. (…)
    Die Macher des Programms betonen, dass es keine Wohltätigkeitsaktion ist. Trotz hohem Aufwand zahle es sich für die Armee aus, weil autistische Soldaten besonders akribisch und hoch motiviert seien, so Kommandeurin Neta. “Ich hoffe wirklich, dass sie wenigstens halb so viel von mir gelernt haben wie ich von ihnen”, sagt sie. Dann kommen der Kommandeurin Tränen der Rührung. Weil die intensive Zusammenarbeit mit den außergewöhnlichen Rekruten auch ihr Leben verändert hat.
    Quelle: tagesschau.de
  12. Did Sen. Warner and Comey ‘Collude’ on Russia-gate?
    The U.S. was in talks for a deal with Julian Assange but then FBI Director James Comey ordered an end to negotiations after Assange offered to prove Russia was not involved in the DNC leak, as Ray McGovern explains.
    An explosive report by investigative journalist John Solomon on the opinion page of Monday’s edition of The Hill sheds a bright light on how Sen. Mark Warner (D-VA) and then-FBI Director James Comey collaborated to prevent WikiLeaks editor Julian Assange from discussing “technical evidence ruling out certain parties [read Russia]” in the controversial leak of Democratic Party emails to WikiLeaks during the 2016 election.
    A deal that was being discussed last year between Assange and U.S. government officials would have given Assange “limited immunity” to allow him to leave the Ecuadorian Embassy in London, where he has been exiled for six years. In exchange, Assange would agree to limit through redactions “some classified CIA information he might release in the future,” according to Solomon, who cited “interviews and a trove of internal DOJ documents turned over to Senate investigators.” Solomon even provided a copy of the draft immunity deal with Assange.
    But Comey’s intervention to stop the negotiations with Assange ultimately ruined the deal, Solomon says, quoting “multiple sources.” With the prospective agreement thrown into serious doubt, Assange “unleashed a series of leaks that U.S. officials say damaged their cyber warfare capabilities for a long time to come.” These were the Vault 7 releases, which led then CIA Director Mike Pompeo to call WikiLeaks “a hostile intelligence service.”
    Quelle: Ray McGovern auf Consortiumnews
  13. Netz wie hinterm Mond
    Deutschland hat das teuerste Netz mit dem schlechtesten Service. Selbst in deutlich ärmeren Staaten ist die Lage besser. Jetzt muss die Regierung gegenüber den Mobilfunkanbietern Mut zeigen.
    Wenn man nur im Kleinen denkt, bleibt man klein. So hat es der Mobilfunkanbieter Vodafone erst vor ein paar Monaten formuliert. Der britische Konzern, der auch zu den drei großen deutschen Anbietern zählt, hat angekündigt, ein schnelles Mobilfunknetz auf dem Mond aufzubauen. Die Botschaft der Briten ist klar: Seht her, was wir alles können, Mobilfunk lässt sich sogar da etablieren, wo es lange unmöglich erschien!
    In Mecklenburg-Vorpommern, Teilen Brandenburgs, in Thüringen, den ländlichen Ausläufern Bayerns oder in Nordhessen werden Mobilfunk-Kunden die Mondmission mit Interesse verfolgen. Denn was auf unserem Nachbargestirn möglich sein soll, scheint den Mobilfunkanbietern in ländlichen Regionen dieses Planeten noch lange nicht möglich zu sein. In dünn besiedelten Gegenden müssen einige Millionen Deutsche erst mal im Garten auf und ab gehen, um eine SMS empfangen zu können.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung
  14. Der große Verlust
    Ich bin, und zwar von ganzem Herzen, Schriftstellerin, Reisejournalistin, Literaturveranstalterin und Weltreisende – und in allen diesen meinen Inkarnationen nagt die Political Correctness zunehmend an meinen Fundamenten. Nicht zuletzt an meinen Idealen: Aufklärung. Gleichberechtigung. Empathie und eine Mitmenschlichkeit, die blind ist für Kategorien wie Ethnie, Gender, Herkunft. War PC nicht einst, vor ihrer Hysterisierung, für ebendiese Ideale angetreten? (…) Da das Lernen von anderen Kulturen nunmehr als cultural appropriation tabu ist, wird es recht tribalistisch fad werden auf diesem Planeten. Sich die Stagnation mit guter Lektüre vertreiben zu können, ist unwahrscheinlich – beruht doch Literatur auf Empathie für Protagonisten, die anders sind als man selbst. (…)
    Die Sprache der Vergangenheit nach den Maßstäben der Gegenwart umzugestalten bedeutet, dass uns Geschichte verloren geht. Wer wird sich daranmachen, “I have a dream“umzuschreiben? (…) In der nächsten Umdrehung der N-Wort-Schraube kommt es zu Absurditäten wie beim Berliner Theatertreffen, wo dem Darsteller eines Neonazis verboten wurde, auf der Bühne “das N-Wort” auszusprechen. In den Kulissen verabschiedet sich die narrative Darstellung von der Wirklichkeit. (…)
    All das entbehrte nicht einer gewissen Komik, stünde Humor nicht ebenfalls auf der Liste der bedrohten Kulturtechniken. Und zwar in einem Maß, das nicht zum Lachen ist.
    Quelle: Die Zeit

    Anmerkung Tobias Riegel: Interessante und streitbare Betrachtungen einer Schriftstellerin darüber, wie der Ungeist einer übertriebenen politischen Korrektheit ihrer Meinung nach die Wahrnehmung der Vergangenheit verfälscht und die Kulturschaffenden der Gegenwart gängelt.

  15. Zu guter Letzt: John Cleese verlässt Großbritannien in Richtung Karibik
    […] Es scheint also, die “splendid Isolation”, das “wunderbare Alleingelassensein” auf der Insel, droht alles Wunderbare zu verlieren. Denn jetzt – my goodness! – läuft auch noch John Cleese davon, bedeutendes Mitglied der bedeutenden Komikertruppe “Monty Python” und unvergessen überforderter Hotelier der “Fawlty Towers”. Er hopst von der Insel in die Karibik. […]
    . Er hege, das hat er gerade in einem äußerst launigen Fernsehinterview mit der BBC erklärt, ein “particular beef”, einen speziellen Groll, gegen den britischen Zeitungsjournalismus.
    Lügen und Trivialitäten der Blätter seinen nicht mehr auszuhalten, die Komplexität des Brexit – den er befürwortet – habe er nicht journalistisch adäquat bearbeitet gefunden. Im Gegenteil, die aktuelle öffentliche Debatte im Land sei deprimierend. Und sowieso seien die Briten das Volk in Europa, das seinen Journalisten schon seit Jahren kaum mehr vertraue.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung

    Anmerkung Jens Berger: Damit ist Cleese wohl der erste Medienflüchtling ;-)

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