Nachtrag zum NRW-Forum von Bertelsmann und NRW-DGB: wg. Arvato

Ein Artikel von:

Beim letzten Beitrag habe ich eine eigentlich nicht lässliche Sünde begangen: Angesichts des Themas „Kommunalfinanzen“ ist es kaum zu verzeihen, die Bertelsmann-Tochter Arvato vergessen zu haben. Arvato rechnet mit großen Betätigungsfeldern im kommunalen Bereich. Bei der Verwaltung einer britischen Stadt und in Würzburg versuchte man es schon. Da bietet ein Forum „Kommunalfinanzen“ nahe liegende Kontaktmöglichkeiten für weitere Geschäfte. Albrecht Müller

Das Handelsblatt berichtete am 04.04.2008:

„Arvato-Chef Rolf Buch im Interview:
„Ein riesiger Markt vor der Haustür“
Die Bertelsmann-Tochter Arvato will das Dienstleistungsgeschäft mit Städten und Gemeinden massiv ausbauen. „Das ist ein Markt von mehr als 20 Milliarde Euro, also so viel wie der derzeitige Umsatz von Bertelsmann“, sagte der neue Arvato-Chef Rolf Buch dem Handelsblatt. Arvato, einst die reine Drucksparte, startete vor wenigen Tagen die erste Zusammenarbeit mit einer Kommune.“

Dieser Markt ist auch deshalb riesig, weil die Finanzen der Kommunen systematisch ausgetrocknet worden sind. Die Verarmung des Staates ist der systematisch und bewusst eingesetzte Hebel zur Durchsetzung von privaten Geschäften. Gewerkschaften sollten sich eigentlich mit dieser Erkenntnis auseinandersetzen, statt sich zum Helfer von Arvato und Bertelsmann zu machen.

Einer unserer Leser wies auch noch auf einen Überblick über die vielen Beteiligungen von Bertelsmann hin (Stand 04/2009) [PDF – 34 KB].

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