Videohinweise am Mittwoch

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint an jedem Mittwoch) gibt es eine eigene Playlist (CG/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Stopp Air Base Ramstein Aktionswoche 23.-30.06.2019 und Demo am Samstag 29.06.2019
  2. KenFM im Gespräch mit: Winfried Wolf (“Mit dem Elektroauto in die Sackgasse”)
  3. USA vs. Iran
  4. Mode trifft Politik – Sahra Wagenknecht und Wolfgang Joop im Gespräch
  5. Wie EU und Bundesregierung die Verlagerung der Textilproduktion von Asien nach Afrika fördern – Ausbeutung statt fairer Arbeitsplätze
  6. Milliarden-Grab Stuttgart 21 – Wenn der Tunnel zur Bedrohung wird
  7. Barschel, Palme und Nato-Geheimoperationen: „Im Spinnennetz der Geheimdienste“ – Interview mit Patrik Baab
  8. Staatsfeinde in Uniform
  9. „Die schwarz-grüne Katze kriecht aus dem rot-grünen Sack!“ – Diether Dehm (Die Linke) im Gespräch
  10. Der Rote Platz #50: SPD im Koma – Wiederbelebung möglich?
  11. Musik trifft Politik

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Stopp Air Base Ramstein Aktionswoche 23.-30.06.2019 und Demo am Samstag 29.06.2019
    Informationen zur Aktionswoche und zur Demonstration und Festival 2019.
    Die Stopp Air Base Ramstein App gibt es hier, eine Broschüre hier und den Fact Sheet Kampfdrohnen hier.
    Mitfahrgelegenheiten zur Demo am Samstag, den 29.6.2019 findet man hier.
    Wer nicht vor Ort dabei sein kann, könnte hier die Unterschriftenliste Stopp Air Base Ramstein unterschreiben.
    Der Livestream “Stopp Air Base Ramstein: Abendveranstaltung 28. Juni 2019 | Mausfeld, Wright, Hunko” wird von weltnetzTV hier übertragen.

    Lesen Sie hierzu auf den NachDenkSeiten von Reiner Braun und Pascal Luig “Dem Zyklon in die Augen schauen: Die militärische Bedeutung der US-Air-Base Ramstein in der US-Kriegsführung gegen den Iran“.

    Hierzu auch Oskar Lafontaine via facebook: “Kommt zur Kundgebung am Samstag, 29. Juni, in Ramstein. Ich spreche ab etwa 14.45 Uhr. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!

    • Die “Stopp Air Base Ramstein” Demonstration | Interview mit Pascal Luig
      In diesem Interview sprechen wir über die anstehende Demonstration “Stopp Air Base Ramstein” am 29.06. mit dem Mitorganisator Pascal Luig. Unter Anderem wird über die Hintergründe der Demonstration, die geplanten Aktionen und die Notwendigkeit von Aktivismus diskutiert. ramstein-kampagne.eu
      Quelle: acTVism Munich

    • Das Drohnenprogramm, Ramstein & Militarismus | Mausfeld, Chomsky, Varoufakis, Scahill & Braun
      In diesem Video stellen wir Abschnitte unserer Interviews von 2015 bis heute zusammen, die sich mit dem U.S. Drohnenprogramm, der Rolle der U.S. Air Base Ramstein, sowie allgemein mit dem Militarismus befassen. Dazu gehören Analysen von investigativen Journalisten wie Jeremy Scahill, Politikexperten wie Noam Chomsky, Rainer Mausfeld und Yanis Varoufakis, sowie Friedensaktivisten wie Reiner Braun.
      Vollständige Interviews: – Jeremy ScahillNoam ChomskyRainer MausfeldYanis VaroufakisReiner Braun
      Quelle: acTVism Munich, 23.06.2019

  2. KenFM im Gespräch mit: Winfried Wolf (“Mit dem Elektroauto in die Sackgasse”)
    Das Zeitalter der E-Mobilität wurde quasi offiziell schon eingeläutet. Unter Pauken und Trompeten sind die führenden deutschen Automobilhersteller in die große E-Offensive gestartet. Praktisch dabei ist: Unterstützung gibt es von höchster Stelle. Bis 2022 möchte die Bundesregierung 1 Millionen Elektroautos auf die Straßen bringen. Das Schmutzimage, das der Branche in Zeiten von Dieselskandal und Klimawandel anhaftet, soll damit endgültig abgelegt werden. Einer grünen Zukunft auf vier Rädern steht also nichts mehr im Wege. Oder etwa doch?
    Winfried Wolf, Verkehrsexperte und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, meldet in seinem neuen Buch „Mit dem Elektroauto in die Sackgasse. Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt“, erhebliche Zweifel am aktuellen Kurs des Zusammenspiels aus Politik und Automobilindustrie an. Er entlarvt die aktuellen Konzepte der E-Mobilität als plumpen Taschenspielertrick – grüne Verpackung, toxischer Inhalt!
    Diesem großzügig subventioniertem Greenwashing darf die Gesellschaft, sofern sie tatsächlich ein Interesse am Umweltschutz hat, keinesfalls auf den Leim gehen. Denn eine Verkehrswende, die darauf basiert, jeden Benziner oder Diesel durch ein E-Auto zu ersetzen, hat ihren Namen schlicht und ergreifend nicht verdient.
    Was also tun? In dieser neuen Ausgabe von KenFM im Gespräch legt unser dar, dass eine Zukunft fernab des Individualverkehrs keineswegs gleichbedeutend mit vermindertem Komfort und geringerer Lebensqualität sein muss. Saubere Luftverhältnisse und ein unter dem Strich schnelleres Vorankommen sind keine Utopien und stehen nicht im Widerspruch. Wir müssen nur wollen. Winfried Wolf zeigt Alternativen auf, wie wir zu Pionieren einer zukunftsfähigen Mobilität werden.
    Inhaltsübersicht: 00:05:22 Elektroautos sind keine Alternative 00:09:47 Die Geschichte der Autoindustrie 00:20:24 Die größten CO2-Verursacher 00:36:13 Der Kipppunkt des Klimawandels 00:41:43 Der Diesel-Skandal 1.0 00:48:50 Was würde ein Tempolimit bringen? 00:50:39 Elektromobilität – gemacht für den Mittelstand 00:57:30 Diesel-Skandal 2.0 01:03:43 Alternativen zum Auto und die Umgestaltung der Städte 01:20:50 Die vier Bumerang-Effekte der Elektromobilität
    Quelle: KenFM, 23.06.2019

  3. USA vs. Iran
    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten “Trump droht Iran mit “Auslöschung”. Wo bleibt der Aufschrei? Wo die Konsequenzen?“, “ARD-Presseclub perfektioniert eine Methode der Manipulation: Alle in der Runde sind der gleichen Meinung. Dann muss es ja richtig sein.” und “Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019?” und “Dem Zyklon in die Augen schauen: Die militärische Bedeutung der US-Air-Base Ramstein in der US-Kriegsführung gegen den Iran

    Hierzu die Ankündigung der Linksfraktion: “Kein Krieg gegen den Iran!” – Friedenskundgebung, 27. Juni 2019, 17:00 – 20:00, Brandenburger Tor, Berlin – Mit dabei sind: Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Viktor Mizin (Moskau) – ehemaliger Verhandler des INF-Vertrags, Prof. Götz Neuneck – Physiker und Abrüstungswissenschaftler, Prof. Mohssen Massarat, Elsa Rassbach, Sevim Dagdelen, Alexander Neu, Heike Hänsel, Gesine Lötzsch

    • Bundespressekonferenz: Wir tun so, als ob der Iran schuld wäre
      Nachdem sich die Lage am Persischen Golf kurz vor dem Wochenende gefährlich zugespitzt hatte und die Region vorerst von einem großen Krieg verschont blieb, übt sich die Bundesregierung in Augenwischerei. Ein Lehrstück dieses Schauspiels bot sie bei der Bundespressekonferenz am Montag.
      Quelle: RT Deutsch, 24.06.2019

    • The Iran Files Part 2: The Gulf of Oman Incident & the History of False Flag Operations
      In this exclusive interview with author, Professor of History and Director of the Nuclear Studies Institute at American University, Peter Kuznick, we talk about the recent incident in the Gulf of Oman in which two oil tankers were attacked. In addition we examine historical examples that can be compared with the recent escalation with Iran as well take into account the history of false flag operations.
      To view part 1, click here.
      Quelle: acTVism Munich, 25.06.2019

    • USA: Trump will offenbar neuen Atomdeal mit Iran
      Nach dem Abschuss einer Drohne durch den Iran stand das US-Militär kurz vor Vergeltungsschlägen. In buchstäblich letzter Minute blies US-Präsident Donald Trump den Angriff doch noch ab. Man sei sich nicht sicher, ob der Abschuss der Drohne wirklich von der iranischen Führung ausgegangen sei.
      Donald Trump möchte möglicherweise einen eigenen Atomdeal mit dem Iran aushandeln. Das unter Barack Obama unterschriebene Abkommen hat mit dem Rückzug der USA faktisch seine Bedeutung verloren. Ob der Iran jedoch mit einem wankelmütigen Präsidenten wie Donald Trump neu verhandeln möchte, das ist mehr als fraglich.
      Quelle: RT Deutsch, 25.06.2019

      Hierzu auch von RT Deutsch “Trump droht Iran erneut mit ‘Auslöschung’, wenn Teheran ‘irgend etwas Amerikanisches angreift’“.

  4. Mode trifft Politik – Sahra Wagenknecht und Wolfgang Joop im Gespräch
    Gesprächsrunde, 24. Juni 2019, 19:00 – 21:00, Babylon, Berlin
    Mit Sahra Wagenknecht und Wolfgang Joop treffen sich zwei Menschen aus sehr unterschiedlichen Bereichen zum Gespräch. Auf der einen Seite Sahra Wagenknecht, eloquente Fraktionsvorsitzende der LINKEN, gern gesehener Talkshow-Gast, streitbare Politikerin durch und durch. Auf der anderen Seite Wolfgang Joop, erfolgreicher Designer, Unternehmer und Autor, zuhause in der Welt der Mode und Kunst.
    So unterschiedlich beide Lebenswelten, so gibt es doch auch Gemeinsamkeiten: Beide wurden durch Ost-West-Biographien geprägt, haben keine Angst vor Neuem und sind in ihrer Zielstrebigkeit auch gegen Widerstände konsequent. Vor allem eint beide jedoch die große Sorge um die drängenden Probleme der Zeit.
    Moderiert von Luc Jochimsen, ehemalige Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks, Soziologin und frühere Bundestagsabgeordnete und Bundespräsidentenkandidatin der LINKEN, geht es beim Gespräch um den Rechtsruck und die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, um Klimaschutz und Politikverdrossenheit, um Zeithoheit, Medienvielfalt und natürlich auch um Mode, Kunst und Kultur.
    Mode trifft Politik — Ein Abend mit zwei ungewöhnlichen Persönlichkeiten, der Spannung und interessante neue Einsichten verspricht.
    Quelle: Fraktion DIE LINKE.
    Videoquelle: Fraktion DIE LINKE. via fb

    Anmerkung CG: Bitte “vorspulen”, das Gespräch beginnt erst ab Minute 24.

    Hierzu auch bei Märkische Allgemeine “Joop: ‘Heute würde ich die Linken wählen’“, bei WELT “Joop ist selbst überrascht über die Modernität, links zu wählen” und tz “Sahra Wagenknecht versteht nichts von Mode – Designer Joop zeigt Sympathie für Linke” und taz “Gegen die Mode der Politik“.

  5. Wie EU und Bundesregierung die Verlagerung der Textilproduktion von Asien nach Afrika fördern – Ausbeutung statt fairer Arbeitsplätze
    Äthiopien sollte ein Neustart für die Textilindustrie werden: Schicke, moderne Fabriken, hohe Umweltstandards. Doch ein Blick hinter die schönen Fassaden offenbart das Elend vieler Arbeiterinnen, die hier auch Kleidung für den europäischen Markt nähen.
    Nach dem Einsturz einer Textilfabrik im Rana-Plaza-Gebäude in Bangladesch mit mehr als 1.000 Toten wollten die Modefirmen und die Bundesregierung eigentlich alles anders machen: Sie gründeten ein Textilbündnis, verpflichteten sich zu hohen Standards und fairen Löhnen. Äthiopien, der neueste Produktionsort der Branche, sollte dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Neue Industrieparks wurden aus dem Boden gestampft, moderne helle Hallen mit hohen Umweltstandards.
    Doch Recherchen von REPORT MAINZ zeigen: Die Realität der Arbeiterinnen hinter der Fassade ist weniger strahlend: Löhne unter Existenzminimum, die niedrigsten weltweit. Verstöße gegen Arbeitsnormen, Erniedrigungen, Überstunden, kollabierende Näherinnen. Dabei fördert die Bundesregierung den Textilsektor in Äthiopien nach Kräften, vermittelt den Fabriken deutsche Kunden, bildet Arbeiterinnen aus, fördert nun sogar einen der Industrieparks. Auch die EU gibt viel Geld – aus einem Fonds zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Die Bedingungen der Näherinnen hätten sich dadurch bislang jedoch nicht verbessert, schildern sie uns.
    Quelle: SWR, REPORT MAINZ vom 19.06.2019

    Das Transkript des Beitrags ist hier zu finden.

    Die komplette Sendung ist hier zu finden.

    Anmerkung CG: Sklavische Stundenlöhne von 12 Cent in Äthiopien für Näherinnen, die Klamotten für die schwedische Modekette H&M herstellen. Ein monatliches Einstiegsgehalt von 26 Euro, das ist laut einer Studie der New York University das niedrigste weltweit, und von Gewerkschaften keine Spur. In München schließt H&M beispielsweise zeitgleich zwei Läden, laut SZ offenbar wegen zu hoher Ladenmieten. Die Mitarbeiter werden, laut SZ, trotz zeitgleicher Neueröffnung in einem anderen Stadtteil nicht übernommen.

    Hierzu die SZ “Münchner Innenstadt – Offenbar wegen hoher Mieten: H&M schließt zwei Geschäfte“, “H&M setzt gut 22 Milliarden Euro im Jahr um und betreibt etwa 4800 Geschäfte in der Welt. Die Marke ist etwas aus der Mode gekommen und versucht gerade, sich neu zu erfinden, etwa durch einen neuen Internetauftritt. […] An Kaufinger- und Neuhauser Straße werden für einen Quadratmeter Spitzenmieten von bis zu 400 Euro im Monat verlangt […] Der Trend geht in Richtung Onlinehandel. […] Mehr als 100 Mitarbeiter in München müssen nun den Preis dafür bezahlen.” so die SZ.

  6. Milliarden-Grab Stuttgart 21 – Wenn der Tunnel zur Bedrohung wird
    Stuttgart 21 sollte ursprünglich einmal 2,5 Milliarden Euro kosten. Mittlerweile sind die Kosten auf rund acht Milliarden gestiegen, Kritiker rechnen mit weit über 10 Milliarden. Doch das ist bei weitem nicht alles: Die Leistungskapazität des neuen Bahnhofs ist möglicherweise nicht ausreichend und bei Häusern in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs sind nun Risse aufgetreten. […]
    Beck hat sogar Angst, dass sein Haus am Ende abgerissen werden muss. Im Viertel sind mehrere Häuser betroffen, ein Zwischenbau musste nach Angaben der Bahn zurückgebaut werden. Und einige Bewohner dieses Hauses hier sind zwischenzeitlich im Hotel untergebracht.
    Professor Rolf Katzenbach ist Experte für Tunnelbau. Wir zeigen ihm die betroffenen Gebäude im Kernerviertel.
    “Nein, das ist kein Schönheitsriss. Das ist ein Riss, den muss man nachgehen und der muss sorgfältig verpresst werden und dann wieder beseitigt werden.” Prof. Rolf Katzenbach, Tunnelexperte
    Ein Interview vor der Kamera ist für die Bahn nicht möglich, obwohl sie sogar in Stuttgart eine eigene Pressestelle für das Großprojekt betreibt. Schriftlich heißt es, die Standsicherheit der Gebäude sei nach derzeitigem Stand nicht gefährdet. Und: „Schadensmeldungen sind grundsätzlich individuell zu behandeln, die jeweiligen Ursachen sind unterschiedlich und komplex.“
    Ihn ärgert das Verhalten der Deutschen Bahn. Dieser Mann wohnt seit den 70er Jahren im Kernerviertel, gleich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Auch sein Haus ist in Mitleidenschaft gezogen.
    “Bauschäden wurden ja von der Bahn nicht angekündigt, sondern in Abrede gestellt. ‚Wir haben alles im Griff!‘ Nur das Eintreten der Bauschäden hat auch die Verantwortlichen bei der Bahn eines Besseren belehrt.” Frank Schweizer
    Beide Tunnel führen tief unter seinem Haus hindurch. Der ehemalige Bauingenieur war von Anfang an Gegner von Stuttgart 21. Seine Befürchtungen hätten sich nun bewahrheitet. Und zwar nicht nur, was Bauschäden betrifft.
    Kosten laufen völlig aus dem Ruder […]
    Quelle: BR, 25. Juni 2019

  7. Barschel, Palme und Nato-Geheimoperationen: „Im Spinnennetz der Geheimdienste“ – Interview mit Patrik Baab
    Seit Jahren recherchiert der Kieler Journalist Patrik Baab gemeinsam mit dem US-Politologen Robert E. Harkavy – einem Experten für internationalen Waffenhandel – den politischen Mord am früheren schwedischen Regierungschef Olaf Palme und das mysteriöse Ableben des ex Ministerpräsidenten in Schleswig Holstein Uwe Barschel und des ex-CIA-Chefs William Colby. Daraus ist das Buch “Im Spinnennetz der Geheimdienste” im Westend-Verlag entstanden, das nun in neuer Ausgabe erhältlich ist. Sputnik-Korrespondent Alexander Boos hat dazu Autor Baab befragt. Der sagt: Wir konnten für das neue Buch sogar mit dem neuen schwedischen Chef-Ermittler im Fall Palme sprechen.
    Quelle: SNA Radio, 16.6.2019

    Das Interview mit Patrik Baab von 2017 ist hier zu finden.

  8. Staatsfeinde in Uniform
    Droht Deutschland neuer Rechtsterrorismus? “ZDFzoom” zeigt in der Dokumentation Hintergründe zu aktuellen und bereits laufenden Ermittlungen gegen Terrorverdächtige aus der rechten Szene.
    Autor Dirk Laabs recherchierte im Umfeld der Ermittlungen gegen Franco A. und zeigt, dass immer wieder dieselben Namen auftauchen. Gleichzeitig werden immer mehr Fälle auch innerhalb der Polizei bekannt – von Mitarbeitern mit rassistischer oder rechter Gesinnung.
    In der Dokumentation warnen gleich mehrere Politiker vor neuer rechter Gewalt. Konstantin von Notz von den Grünen sagt im Interview mit “ZDFzoom”: “Ich glaube, wir müssen einfach die Gewalttätigkeit und auch die mörderischen Absichten, die es im rechtsextremistischen Bereich inzwischen immer stärker gibt, sehr, sehr ernst nehmen.” Und: “Die Situation war seit 1945 nicht mehr so gefährlich.”
    Die Recherchen von “ZDFzoom”-Autor Dirk Laabs belegen eine beängstigende Mischung. Spezialkräfte von Polizei und Bundeswehr, illegale Munition, Waffen. Rechte Feindbilder und Todeslisten mit Politikernamen. Martina Renner, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Die Linke, sagt im Interview mit “ZDFzoom” zur neuen rechtsradikalen Gefahr: “Es kann ja ein Einzelner für sich den Tag X erklären. Ob er dann tatsächlich an dem Tag X über ein Gewehr verfügt, ist nicht die Frage, er kann auch sein Auto nehmen und in die nächste Gruppe von Antifa-Demonstranten reinfahren. Er braucht nur den Tatentschluss.”
    Die gesellschaftliche Stimmung werde immer brisanter, konstatiert auch Armin Schuster, CDU, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Im Interview mit “ZDFzoom” fordert er, härter gegen rechtsnationale und extremistische Bestrebungen vorzugehen. Schuster wörtlich: “In Deutschland hat sich etwas verschoben. Deshalb mache ich mir Sorgen. Ist es nicht leichter, dass ein NSU 2.0 entsteht, als damals?”
    Film von Dirk Laabs
    Quelle: ZDFzoom, verfügbar bis 19.06.2020

  9. „Die schwarz-grüne Katze kriecht aus dem rot-grünen Sack!“ – Diether Dehm (Die Linke) im Gespräch
    Diether Dehm sitzt seit 2005 für Die Linke im Deutschen Bundestag und hat bereits einige Höhen und Tiefen der Partei mitgemacht. Über das letzte Tief nach der EU-Wahl, bei der nahezu alle europäischen linken Parteien die großen Verlierer waren, über die Identitätskrise im linken Flügel und über Auswege aus der Krise hat sich Margarita Bityutski mit ihm unterhalten.
    Quelle: Der Fehlende Part, 24.06.2019

    Diether Dehm [transkribiert]:

    “Wir brauchen eine klare Definition von einem humanen deutschen Staat mit Grenzen wie wir als Linke ihn uns wünschen: human, sozial, gewerkschaftlich orientiert, friedensorientiert und ökologisch. Wir brauchen klare Forderungen, wie zum Beispiel: Wir nehmen zehn Milliarden aus der Rüstung und rüsten damit die Deutsche Bahn auf, damit man endlich telefonieren kann in der Bahn, damit man endlich pünktlich ist mit der Bahn, damit man endlich die Tickets auch bezahlen kann.”

    Margarita Bityutski:

    “Warum spielt die Bahn bei dieser ganzen Klimadebatte keine Rolle?”

    Dehm:

    “Es ist schon merkwürdig, dass alle Kräfte von der Klimadebatte reden und dann plötzlich ist man bei der CO2-Steuer. Das ist die ungerechteste Steuer, die man sich vorstellen kann, solange sie eine Verbrauchsteuer ist, also eine indirekte Steuer, weil dann zahlt die Rentnerin genauso viel wie der Milliardär. Was wir wollen ist abrüsten, also nehmen wir doch Geld aus der Rüstung, statt es Herrn Trump zu schenken und stecken es in die Deutsche Bahn und schauen, dass wir vernünftig Güter auf die Schiene bringen, damit haben wir auch CO2 eingespart. […] Wir haben diese ganzen Baustellen auf der Autobahn nur weil die LKWs da fahren, die alle auf die Bahn oder auf die Schiene gehören. […] Es geht in erster Linie um den Kampf gegen die riesigen Profite, die auf Kosten der alten Menschen, auf Kosten der Kleinunternehmer, auf Kosten der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, auf Kosten der Sozialhilfe-Empfänger und auf Kosten der arbeitenden Menschen insgesamt erzielt werden. […] Es geht darum, dass wir wirklich umrüsten dieses ganze Land, weg von Waffenexporten, hin zur Deutschen Bahn usw., ganz einfache Dinge, die Menschen, auch wenn sie nicht acht Semester Linkspartei studiert haben, begreifen können.”

  10. Der Rote Platz #50: SPD im Koma – Wiederbelebung möglich?
    Tot ist die SPD noch nicht, unsicher aber auch, ob sie sich wiederbeleben kann. Das könne sie, sagen einige, wenn sie wieder sozialdemokratisch würde. Aber was ist damit gemeint? Die Sozialdemokratie von August Bebel, Eduard Bernstein, Clara Zektin, Rosa Luxemburg, die noch gegen den imperialistischen I. Weltkrieg mobilisierten und mit und für die Klasse der Arbeiter und Arbeiterinnen deren Selbstbewusstsein und Selbstorganisation vorantrieben? Oder die SPD , die sich seit dem Godesberger Programm, dann vor allem mit Gerhard Schöder, auf die Marktwirtschaft, NATO, Militarisierung festlegte und Marx abschwörte? Wolfgang Gehrcke denkt über Einschnitte und Persönlichkeiten der SPD-Geschichte nach, die seiner Meinung nach noch gebraucht werden könnte.
    Quelle: weltnetzTV, 25.06.2019

  11. Musik trifft Politik
    • J.J. ROUSSEAU feat. Johannes Kubin – The Social Contract SONG

    • Riskee & The Ridicule – In The Dark We Dwell

    • Planet Of Zeus – Revolution Cookbook

    • TRIBEZ. LiveMixtapeSession (Pt.2) – Mantra & DNA feat. Roger Rekless

    • RANTANPLAN feat. Swiss – Scheiss auf Gestern

    Anmerkung: In dieser neuen Rubrik wollen wir Ihnen Songs mit politischen und gesellschaftskritischen Texten vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder Leser kennt. Wenn auch Sie Musiktipps für uns haben, mailen Sie uns Ihre Empfehlungen bitte an unsere Mailadresse für die Videohinweise videohinweise(at)nachdenkseiten.de mit dem Betreff: Musik.

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