Videohinweise am Samstag

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint an jedem Mittwoch) gibt es eine eigene Playlist (CG/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Assange
  2. USA vs. Iran
  3. Karin Leukefeld: Krieg mit Sanktionen und Wirtschaftsembargos (Teil 1: Vortrag)
  4. USA wollen mit Sanktionen gegen Nord Stream 2 ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten
  5. Masterplan gegen Geldwäsche – Fabio De Masi im Bundestag
  6. Rüstungsindustrie: Eine Whistleblowerin gegen Rheinmetall
  7. Glenn Greenwald on the Leaked Brazil Archive Exposing Operation Car Wash
  8. Zensierte Stimmen
  9. Rezo im MONITOR-Interview
  10. Kabarett, Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Assange
    • Julian Assange: Ein sehr gesuchter Mann ARTE Reportage
      Fast 7 Jahre lang hatte die Botschaft Ecuadors Julian Assange diplomatisches Asyl gewährt und damit seine Auslieferung erst nach Schweden und von dort aus möglicherweise in die USA verhindert. In Schweden erwartet ihn ein Verfahren wegen des Vorwurfs von sexuellem Missbrauch und in den USA wollen sie ihn wegen der Veröffentlichung streng geheimer Dokumente auf der von ihm gegründeten Internetplattform Wikileaks anklagen. Nach der Verhaftung im April aber sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis am Rand von London – dort haben die Engländer ihre gefährlichsten Terroristen untergebracht. Sollte Assange von England aus in die USA ausgeliefert werden, dann drohen ihm dort bis zu 175 Jahre Haft. Die Arte Reporter hatten Julian Assange vor 3 Jahren in der Botschaft Ecuadors interviewen dürfen. Sie fassen heute den aktuellen Stand der Ermittlungen gegen ihn in dieser Reportage noch einmal zusammen – die einen sehen in ihm einen Verräter, die anderen einen Kämpfer für das Recht auf Information.
      Quelle: arte

      Anmerkung CG: Zu den Ermittlungen gegen Assange in Schweden, die in der arte-Doku dargestellt werden (vermutlich war das zum Dreh-Zeitpunkt noch nicht bekannt), ist ergänzend zu erwähnen, dass sich die Situation inzwischen verändert hat: “An dem Tag [3. Juni 2019] hat ein schwedisches Gericht festgestellt, dass die Vorwürfe gegen Julian Assange wegen einvernehmlichem, aber ungeschütztem Sex mit zwei Frauen nicht für einen Haftbefehl ausreichen.”, so Mathias Bröckers kürzlich auf den NachDenkSeiten.

    • Julian Assange: UN-Sonderberichterstatter spricht von Folter – Mainstreammedien schweigen
      Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, bezeichnet den Umgang mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange als “psychologische Folter”. Zwei in dieser Hinsicht erfahrene Mediziner hätten bei einem Treffen mit Assange entsprechende Symptome diagnostiziert.
      Die Aussage des UN-Sonderberichterstatters findet in den Mainstreammedien jedoch so gut wie keinen Widerhall. Dabei hatten diese es noch für wichtig genug befunden, um über Assanges Katze, sein Skateboard oder die angeblich von ihm mit Exkrementen beschmierten Wände der ecuadorianischen Botschaft zu berichten.
      “Wenn es jedoch um einen ernsten Beitrag geht, der diesen Narrativ demaskieren und die Fakten aufzeigen will, dann haben sie daran kein Interesse”, beklagt Melzer das Schweigen der Medien zu seinem Bericht.
      Assange sitzt seit seiner Festnahme am 11. April in Großbritannien wegen Verstößen gegen Kautionsauflagen in Haft. Zuvor hatte er fast sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht, nachdem ihm das lateinamerikanische Land politisches Asyl gewährte. Der gebürtige Australier befürchtet seine Auslieferung an die USA, wo ihm ein Prozess wegen Spionage und Geheimnisverrat droht. Ein Auslieferungsgesuch der USA hat der britische Innenminister bereits bewilligt, über das noch ein Gericht entscheiden muss.
      Quelle: RT Deutsch, 28.06.2019

    • KLASSIKER von 2011 – Wikileaks: Todesschützen frei, Enthüller in Haft – PANORAMA – DAS ERSTE – NDR
      Bradley Manning, der mutmaßliche Wikileaks-Whistleblower, sitzt mittlerweile seit sieben Monaten in Einzelhaft. Panorama fragt: Wer hat wirklich Schuld auf sich geladen?
      Quelle: ARD, 14.02.2011

      Anmerkung CG: Ray McGovern ab Minute 7.

    • Stefania Maurizi: Julian Assange ‘Paying Price’ for Exposing WAR CRIMES+TORTURE
      We speak to Stefania Maurizi on taking her 4 year legal battle to access Assange’s extradition files to the UK upper tribunal, why this extradition case is a case against journalists everywhere, how Julian Assange’s heath has been systematically ‘destroyed’ and why a fair trial cannot occur for Assange without full access to these extradition files.
      Quelle: goingundergroundRT, 03.07.2019

    • Assange supporters shocked by UK government’s call for press freedom
      As Julian Assange spends his birthday in HMP Belmarsh, his supporters are shocked by the UK government’s call for press freedom around the world.
      Quelle: RT UK, 03.07.2019

    Artikel über Julian Assange auf den NachDenkSeiten sind hier zu finden.

  2. USA vs. Iran
    • US officials join bizarre Iranian cult MEK in rallying for regime change
      The exiled Iranian MEK regime change cult rallied in front of the US State Department on June 22, just a day after Trump rejected pressure to start a war on Iran. Current and former American officials joined the bizarre organization, hailing it as the legitimate resistance to Tehran. Shadowed by a team of Mojahedin-e Khalq minders, Max Blumenthal and Thomas Hedges reported from the scene.
      Quelle: The Grayzone, 27.06.2019

    • Rainer Rupp zum Iran-Konflikt: Es wird keinen Krieg geben
      Der Geheimdienst-Experte Rainer Rupp rechnet nicht mit einem Krieg in und um den Iran. Den USA fehle in der Region ein belastbares Standbein für die Führung eines solchen Krieges. Ein unabhängiges Agieren der europäischen Staaten in der Krise erwartet Rupp nicht.
      Was will US-Präsident Donald Trump im drohenden Konflikt mit dem Iran erreichen? Eine nukleare Abrüstung, die Begrenzung des iranischen Einflusses in der Region oder einem Regimewechsel in der Islamischen Republik? Diese und andere Fragen hat RT Deutsch Rainer Rupp gestellt.
      Der Geheimdienst-Experte rechnet nicht mit einem Krieg, zumal den USA in der Region um den Iran ein wirkliches Standbein fehlt. Der irakische Präsident Barham Salih hat bei einem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo ausgeschlossen, dass US-Truppen von irakischem Staatsgebiet aus Krieg gegen Iran führen. Auch in anderen Ländern aus dürfte es laut Rainer Rupp schwer werden, Basen zu errichten.
      Zur Rolle der Europäer äußerte sich Rupp skeptisch. Deren Bankensystem sei zu eng an das US-amerikanische gebunden, dies erschwere ein wirklich unabhängiges Agieren.
      Quelle: RT Deutsch, 28.06.2019

    • “No more war, no war in the Gulf, no war on Iran”
      George Galloway talks truth on the US escalating war with Iran and how the country is NOT Iraq.
      Quelle: RT UK, 25.06.2019

    • Angst vor Konfrontation mit den USA? Bundesregierung plant nur ein Instex-Light mit dem Iran
      In Wien verkündeten die europäischen Vertragspartner des Atomabkommens mit dem Iran stolz, dass die Zweckgesellschaft Instex nun operationell einsatzbereit ist. Damit sollte der Handel mit dem Iran vor US-Drohungen und Sanktionen ermöglicht werden. Doch Teheran zeigt sich nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis, und an der Bundespressekonferenz zeigte sich auch warum.
      Quelle: RT Deutsch, 03.07.2019

    • Konflikt zwischen USA und Iran schwelt weiter – Eine kurze Retrospektive
      Der Iran hat die Menge von 300 Kilogramm leicht angereichertem Uran überschritten, die er gemäß dem Atomabkommen lagern darf. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagt, sein Land habe das Recht dazu. Laut US-Präsident Donald Trump spielt der Iran mit dem Feuer.
      Dabei ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine alte Angelegenheit, wie folgende Retrospektive zeigt.
      Quelle: RT Deutsch, 02.07.2019

    • Europeans Bowing to Trump on Iran Sanctions, Despite Their Opposition
      Trita Parsi, founder of the National Iranian American Council, says that military confrontation between the US and Iran becomes more likely, especially since Europeans who oppose US sanctions are not really pushing back against Trump
      Quelle: The Real News Network, 30.06.2019

  3. Karin Leukefeld: Krieg mit Sanktionen und Wirtschaftsembargos (Teil 1: Vortrag)
    Sanktionen und Wirtschaftsembargos werden zunehmend eingesetzt, um wirtschaftlich schwächere Länder für die Kapitalinteressen der westlichen Staaten – allen voran die USA und die EU – politisch wie ökonomisch zuzurichten. Im Gegensatz zur vorgeschobenen “Begründung”, damit lediglich die Führungseliten der betroffenen Länder treffen zu wollen und so “Freiheit und Demokratie” zu fördern, treffen diese Maßnahmen aber in erster Linie die Bevölkerung, deren Recht auf eine Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen (besonders Ernährung, Wohnungen, Bildung und Gesundheitsversorgung) massiv beeinträchtigt wird. Ziel ist es, die Menschen in diesen Ländern in einem würdelosen Abhängigkeitszustand von den angreifenden Staaten zu halten, um so einen regime change zu befördern. Hierzu dienen auch sogenannte Hilfsprogramme, für die sich beispielsweise auch Nichtregierungsorganisationen einspannen lassen, die damit die Umsturzpläne ihrer Regierungen unterstützen.
    Im hier gezeigten Vortrag vor der Berliner Friedenskoordination weist die Nahost-Korrespondentin Karin Leukefeld diese Zusammenhänge auf und benennt deren Verursacher.
    (Der zweite Teil – Fragen und Antworten zum Vortrag – wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht).
    Quelle: politische Videos, 27.06.2019

    Karin Leukefeld [transkribiert]:

    “Die EU hat gerade gestern [zum Zeitpunkt des Vortrags] die Sanktionen gegen Syrien verlängert. Diese Sanktionen bestehen seit 2011. Sie sind jedes Jahr verlängert worden und innerhalb dieser Spanne sind die Sanktionen 52 mal verschärft worden. Aus der Presseerklärung der EU geht hervor, sie werden verhängt vom Rat der Europäischen Union, sie sagen, es richte sich nicht gegen Syrien sondern gegen das syrische Regime: ‘Die Sanktionen stehen in Einklang mit der EU-Syrien-Strategie wonach sie restriktive Maßnahmen gegen das Regime und dessen Unterstützer verhängen können, denn das gewaltsame Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung hält an.’ Da wird also überhaupt nicht reflektiert, in welcher Art und Weise sich die Lage in Syrien verändert hat, das ist Sprachregelung seit 2011.”

    “Unternehmer reisten vor dem Krieg regelmäßig nach Deutschland, weil viele Firmen deutsche Maschinen haben, Bäckereien beispielsweise oder Textilunternehmen, die Pharmaindustrie und vor allem Krankenhäuser haben deutsche Maschinen. Sie können jetzt keine Ersatzteile bekommen, es gibt keine Software-Updates […] das ist eine Auswirkung der Sanktionen.”

    “Die EU sagt, sie habe regelmäßig Kontakt mit Menschenrechts- und zivilen Organisationen innerhalb von Syrien, aber ich denke, dass sie da bestimmte Organisationen befragen, die in den Gebieten in Idlib sind oder in den Gebieten östlich des Euphrat, wo Kurden zusammen mit den USA die Kontrolle ausüben. Denn wenn man mit Organisationen in dem Teil Syriens spricht – heute 70% – die von der Regierung kontrolliert wird, in Dar’a, Aleppo oder Homs, sie erzählen, wie sehr sie unter den Sanktionen zu leiden haben aus ganz unterschiedlichen Gründen. Sie können Produkte nicht einkaufen, sie können Bestellungen nicht bezahlen, sie können ihr Personal nicht bezahlen. Da gibt es jede Menge von Informationen, aber die kommen offensichtlich bei der EU nicht an und werden nicht bewertet. Im Übrigen geht es der EU einfach darum, ein klares Signal zu setzen gegen dieses Assad-Regime, wie es allgemein bezeichnet wird, und dass die Sanktionen ausschließlich dieses Regime und ihren politischen, militärischen Verantwortlichen treffen würde und diejenigen, die jetzt davon profitieren, dass sie Häuser wieder aufbauen, das sind nach Ansicht der EU Leute, die das Regime unterstützen. Der Wiederaufbau darf auf gar keinen Fall unterstützt werden. Das ist ein wichtiger Aspekt der europäischen Politik.”

    “Der UN-Sonderberichterstatter Idriss Jazairy hatte in seinem Bericht […] gesagt: ‘Die Sanktionen sind infolge des Krieges in Syrien verschärft worden und verschärfen das Leid der Bevölkerung.’ Die EU sagt immer, wenn es den Menschen in Syrien schlecht geht, liegt es am Krieg, aber er sagt, die Sanktionen, die ständig verlängert werden, verschärfen das Leid. Man muss sich fragen, so seine Argumentation, ob Staaten, die für Demokratie eintreten, es verantworten können, dass eine Zivilbevölkerung, die man ja eigentlich schützen will vor der repressiven Regierung in Syrien, zusätzlich bestraft dadurch, dass man ihnen den Zugang zu grundlegenden Freiheiten und Dingen vorenthält.”

    Anmerkung von Heinz Eckel: Ein Video, das ich beim letzten Treffen der Berliner Friedenskoordination aufnehmen konnte. Das Thema ist von sehr grundlegender Bedeutung (und wird i.A. viel zu wenig beachtet).

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten das Interview von Karin Leukefeld mit dem UN-Sonderberichterstatter Idriss Jazairy “Eine Stimme für die Menschen, die nicht gehört werden”.

  4. USA wollen mit Sanktionen gegen Nord Stream 2 ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten
    Der Außenausschuss des US-Repräsentantenhauses hat einen Gesetzentwurf gegen Nord Stream 2 eingebracht. Damit soll der Druck auf das Pipeline-Projekt weiter erhöht werden. Mit ihrer Sanktionspolitik verfolgen die vor allem wirtschaftliche Interessen.
    Das Pipeline-Projekt Nord Stream2 ist 1200 Kilometer lang und soll russisches Gas nach Deutschland transportieren. Ein Plan, der den Vereinigten Staaten in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht nicht gefällt. Nicht nur bleiben die USA auf ihrem teuren Fracking-Gas sitzen. Auch die angestrebte wirtschaftliche und politische Isolierung Russlands wird durch die Pipeline hintertrieben.
    Bisherige Drohungen gegen die beteiligten Staaten und Unternehmen haben keine Wirkung gezeigt. Im nächsten Monat könnte der US-Senat nun ein Gesetz verabschieden, das den USA erlaubt, Sanktionen gegen an Nord Stream2 beteiligte Unternehmen zu verhängen. Der Erfolg dieses Gesetzes ist noch fraglich. Und die Motivation vor allem eine wirtschaftliche.
    Quelle: RT Deutsch, 29.06.2019

    Hierzu auch auf RT Deutsch “Bauplanänderung bei Nord Stream 2 wegen Entscheidungsverzögerung in Dänemark” und “‘Freiheit’ wichtiger als Klimaschutz: Die Grünen segnen Fracking-Verordnung im Bundesrat ab“.

  5. Masterplan gegen Geldwäsche – Fabio De Masi im Bundestag
    Die Mafia gibt es nur im Spielfilm? Nein. Kriminelle waschen in Deutschland nach Schätzungen 100 Milliarden Euro – jedes Jahr. Die Bundesregierung versagt. Deshalb habe ich unseren Antrag ‘Masterplan gegen Geldwäsche’ eingebracht.
    Quelle: Fabio De Masi, 29.06.2019

  6. Rüstungsindustrie: Eine Whistleblowerin gegen Rheinmetall
    Die Vorwürfe kommen aus dem Inneren des Konzerns: Eine südafrikanische Rheinmetall-Tochter habe in unzulässiger Weise Zugang zu NATO-Informationen bekommen, beklagt eine langjährige Mitarbeiterin. Die Frau fühlt sich daraufhin gemobbt.
    Quelle: ARD, report München, 05.06.2019

  7. Glenn Greenwald on the Leaked Brazil Archive Exposing Operation Car Wash
    The Intercept and the Intercept Brasil published a series of exposés that has created a major political earthquake in Brazil. In less than a week, the once-revered justice minister of President Bolsonaro’s government, Sergio Moro, now faces widespread calls to resign from the same large Brazilian media outlets that spent years transforming him into an untouchable icon of integrity and uncritically applauding his every move.
    Even more grave, the improprieties revealed by our reporting have cast serious doubt on the validity of numerous guilty verdicts issued by Judge Moro and the anti-corruption task force, beginning — most importantly — with the conviction and imprisonment of former President Lula da Silva last year at exactly the time that he was the overwhelming front-runner to win the presidency in 2018. That conviction by Judge Moro, which we now know was the byproduct of highly improper and unethical conduct, is now scheduled to be reviewed by the Supreme Court as early as next week.
    The archive we received from our source is vast, and contains many more explosive stories yet to be reported. We just published another story exposing even more serious improprieties by Judge Moro, widely regarded as the anchor of legitimacy for the Bolsonaro government, that has led for more calls for him to resign. Because of the importance, but also complexity of these issues for those outside of Brazil, we created a video explaining what this archive is about, what these revelations mean, and why the consequences of our reporting are so significant not only for Brazil but for the entire democratic world.
    Quelle: The Intercept, 15.06.2019

  8. Zensierte Stimmen
    Der Sechstagekrieg endete 1967 mit dem Sieg Israels. Der jüdische Staat schien gesichert. Im Triumph des Augenblicks gab es kaum jemanden, der die Konflikte der Zukunft hätte voraussehen können.
    Mit einem Tonbandgerät ausgerüstet, begab sich der Schriftsteller Amos Oz mit Abraham Shapira in die Kibbuze Israels und befragte Soldaten zu ihren Erlebnissen im Sechstagekrieg. Doch ihre Stimmen wurden nie gehört. Sie wurden von der israelischen Armee zensiert. Heute, nach Ablauf der 50 Jahre währenden Zensur, lässt der Dokumentarfilm die Stimmen wieder aufleben.
    Beschreibungstext hier und hier.
    Quelle: 3sat, ARD, 01.07.2019

    Hierzu auch ein lesenswerter Artikel des Tagesspiegel “50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg – Abgründe des Krieges“.

  9. Rezo im MONITOR-Interview
    YouTuber Rezo sorgte mit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ bundesweit für Diskussionen. MONITOR hat ihn bei der Fridays for Future Demo in Aachen zum Interview getroffen.
    15 Millionen Mal wurde Rezos Video, in der er die Politik der CDU der vergangenen Jahre kritisiert, mittlerweile abgerufen. Nach der Veröffentlichung entwickelte sich eine Grundsatzdiskussion über Meinungsfreiheit und Regulierung im Netz: Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer fragte: „was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten eigentlich für den digitalen Bereich?“
    MONITOR-Redaktionsleiter Georg Restle war in Aachen dabei und hat mit Rezo gesprochen. Er wollte wissen, wie die Forderungen der Klimaaktivisten in einer Demokratie, die auf Konsens aufgebaut ist, erfüllt werden könnten. Er wollte erfahren, wieviel Kapitalismuskritik in der Klimabewegung steckt und ob wir gerade eine neue Welle der Politisierung erleben.
    Quelle: WDR Monitor, 27.06.2019

    Anmerkung CG: Es ist lobenswert, dass sich Herr Restle, Rezo und all die anderen auf der Klima-Demo zeigen. Darüberhinaus hatte Rezo auch einiges an Aufklärung über den Drohnenkrieg und die Air Base Ramstein einem Millionenpublikum nähergebracht. Aufklärung, die zum Großteil auf dem Nachhaken Tilo Jungs in der BPK aufgebaut war. Doch nun muss man sich schon fragen, wie wichtig denen dieses Thema denn wirklich ist, eine Werbetrommel für die Friedens-Demo war jedenfalls nicht zu vernehmen, aber eine Berichterstattung folgt sicher noch in einem “Monitor-Spezial” oder doch nicht…? Immerhin war der SWR vor Ort, berichtete 35 Sekunden und ergänzte sogar ein kleines Erklärvideo.

    Ein Auszug aus dem Artikel “Dem Zyklon in die Augen schauen: Die militärische Bedeutung der US-Air-Base Ramstein in der US-Kriegsführung gegen den Iran“, erschienen auf den NachDenkSeiten, dürfte verdeutlichen, dass die Demonstration am 29.6. gegen die Air Base sehr dringend geboten war:

    “Die US-Air-Base in Ramstein hat eine zentrale Bedeutung für militärische US-Pläne gegen den Iran, da Ramstein sowohl Einsatz- als auch Befehlszentrale für Luftattacken gegen das Land wäre. Nach internationalem Recht wäre ein Krieg gegen den Iran ein Kriegsverbrechen. Die Bundesregierung reagiert mit lauwarmen Erklärungen.”

  10. Kabarett, Satire, Comedy und Co.
    • Schöner Reisen mit dem Trexbus
      Kennen Sie das? Man weiß, dass was schädlich ist, und trotzdem macht man es. Wie zum Beispiel mit dem Fernbus fahren. Jeder weiß, dass es keine gute Idee ist, sich im Bus über eine überfüllte Autobahn kutschieren zu lassen, wenn man genauso gut mit dem Zug fahren könnte. Und trotzdem macht man es. Weil es billig ist – oder man das Abenteuer sucht …
      Quelle: BR, SchleichFernsehen, 06.06.2019

    • Das 1-Quadratmeter-Haus
      Unsere Antwort auf die Immobilien-Mafia: Das 1-Quadratmeter-Haus bietet auf kleinstem Raum alles, was man zum Überleben braucht.
      Quelle: Bohemian Browser Ballett, 07.06.2019

    • Ausländer-Maut: Jetzt kassiert Ralf Kabelka ab!
      heute-show 2013
      Diese Woche vom EuGH gekippt, aber schon vor sechs Jahren hat die PKW-Maut die Nachrichten beherrscht. Der Ausländer hat lange genug auf deutschen Autobahnen herumschmarotzert! (heute-show Classics vom 11.10.2013)
      Quelle: ZDF heute-show

    • Andreas Rebers: Was Ursula von der Leyen mit Adam und Eva gemeinsam hat | SWR Spätschicht
      Andreas Rebers lässt sich 2019 beraten – von hochkarätigen Beratungsfirmen wie „Mc Kinsey“. Diese hat schon Verteidigungsministerin von der Leyen unter die Arme gegriffen. Und wie immer in der Menschheitsgeschichte, ging das am Ende schief.
      Quelle: SWR Spätschicht, 27.01.2019

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