Warum mein neues Buch „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.“?
Warum mein neues Buch „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.“?

Warum mein neues Buch „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.“?

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Was treibt einen zu einer solchen Kraftanstrengung, die das Schreiben eines Buches immer verlangt? Erstens erreichen wir mit den NachDenkSeiten nicht jene Menschen, die lieber Gedrucktes auf Papier lesen. Zweitens, und das ist auch die Erfahrung vieler unserer Leserinnen und Leser, gibt es immer noch sehr viele, die eins zu eins das glauben, was gesagt, geschrieben und gesendet wird, und eben nicht kritisch hinterfragen. Drittens gibt es andere, für die ihre und unsere Welt immer rätselhafter wird. Ihnen will ich mit dem Buch kompakt vermitteln, dass ihre Zweifel berechtigt sind. Allen zusammen werden Hilfen angeboten, die täglichen Manipulationen schneller zu erkennen. Albrecht Müller

Unten, am Ende dieses kleinen Textes, finden Sie das Inhaltsverzeichnis des Buches. Zur Erläuterung: Nach der Einführung (I.) wird in Kapitel II. das Umfeld beschrieben, in dem wir uns heute bewegen – die Medienkonzentration und die weitere Kommerzialisierung der Medien zum Beispiel, die Verschiebung der Ordinate, also des Standpunkts von Medien, die bisher als fortschrittlich galten, die wachsende Bedeutung der PR einschließlich Influencer u.a.m..

Dann werden in Kapitel III. siebzehn Methoden der Manipulation erläutert. Darunter sind auch solche, die im Buch neu benannt und beschrieben werden, zum Beispiel der „Wippschaukeleffekt“. Dann folgt das Kapitel IV. mit der Beschreibung von Fällen von Meinungsmache und der dahinter steckenden Strategien. In beiden Kapiteln werden die Aussagen mit tatsächlichen Vorgängen belegt. Nach Einschätzung von Lesern sind diese Texte auch für Leser/innen interessant, die sich für neuere Geschichte interessieren. Da gibt es manches Déjà-vu und beim Lesen vermutlich auch oft ein „Aha-so ist das gewesen“. Ich habe mich bemüht, Zusammenhänge sichtbar zu machen. Im Schlusskapitel V. – „Zum Augen öffnen gehören mindestens zwei“ – werden zweifelnde und kritische Beobachter des Geschehens dazu ermuntert, sich zusammenzutun.

Freunde der NachDenkSeiten haben viel zum Inhalt dieses Buches beigesteuert.

Deshalb steht auf Seite 4 das Folgende:

Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten haben zu diesem Buch ungemein viel beigetragen. Sie berichten täglich von ihren Medienbeobachtungen, von guten Artikeln und informativen Fernseh- und Hörfunksendungen, aber auch von üblen Manipulationsversuchen. Mit den »Hinweisen des Tages« werden diese Beobachtungen allen NachDenkSeiten-Nutzern zugänglich gemacht. Darüber hinaus sind die Lesermails eine Fundgrube voller Anregungen für ein Buch wie dieses. Deshalb bedanke ich mich ausdrücklich bei Ihnen, den Freunden von www.nachdenkseiten.de.

In der Süddeutschen Zeitung waren die NachDenkSeiten mit Bezug auf das neue Buch des Herausgebers bösartig angegriffen worden. Was vermutlich dahinter steckt, habe ich am 16. September und dann in einem Video-Interview erläutert. Der unerwartete Angriff kann nur so verstanden werden, dass andere Medien davor zurückschrecken sollen, das Buch zu besprechen und Interviews zu machen. Das wären die normalen Wege, um potentielle Leserinnen und Leser von der Neuerscheinung zu unterrichten. Jetzt sind wir auf andere Wege angewiesen. Deshalb die Bitte an Sie:

Helfen Sie bitte mit, die zu erwartende Medienbarriere zu überwinden. Machen Sie Bekannte, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen und auch den Buchhändler Ihres Vertrauens auf das Buch aufmerksam.

Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel erhältlich.

Bibliografische Angaben: 144 Seiten. Klappenbroschur. ISBN: 9783864892189. 14 €.

Inhalt

I. Einführung 7

II. Das Umfeld, in dem wir versuchen, die Freiheit unserer Gedanken zu erkämpfen und zu erhalten 12

III. Methoden der Manipulation 21
1. Sprachregelung 22
2. Manipulation mithilfe von ständig gebrauchten und mit einer Bewertung versehenen Begriffen 24
3. Geschichten verkürzt erzählen 25
4. Verschweigen 29
5. Wiederholen – Steter Tropfen höhlt den Stein 34
6. Übertreiben – Es wird schon etwas hängen bleiben 36
7. Die gleiche Botschaft aus verschiedenen Ecken aussenden 38
8. Alle in der Runde sind der gleichen Meinung. Dann muss es ja richtig sein. 40
9. Der Wippschaukeleffekt 42
10. Umfragen nutzen, um Meinung zu machen 46
11. B sagen und A meinen 48
12. NGOs gründen oder benutzen 50
13. Ein Sammelsurium von Andeutungen macht in der Summe die Halbwahrheiten zur Wahrheit 51
14. Experten helfen – zu manipulieren 53
15. Namen verknüpfen und damit Einzelne bewerten 55
16. Gezielter Einsatz von Emotionen 59
17. Konflikte nutzen und inszenieren, um Meinung zu machen 61

IV. Fälle von Meinungsmache und die dahintersteckenden Strategien 63
1. Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk. 64
2. Der demographische Wandel und der angebliche Zwang zur staatlich geförderten privaten Vorsorge 69
3. Von der Finanzkrise zur Staatsschuldenkrise – ein Meisterstück der Umdeutung und Umbenennung 75
4. Wir sind Exportweltmeister 78
5. Von »Nie wieder Krieg« zum Kalten Krieg 81
6. Von der Friedenspolitik zur neuen Konfrontation in Europa 83
7. Von Reformen zu »Reformen« 93
8. Solidarität und Mitfühlen oder »Jeder ist seines Glückes Schmied« 97
9. Keynes is out. Konjunkturprogramme bringen nichts außer Schulden 100
10. Vorbereitung und Begleitung der Agenda 2010 105
11. Die Auflösung der Deutschland AG und die verschwiegene Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne der großen Vermögen 118
12. Die Sozialdemokratisierung der Union – ein Meisterstück an Irreführung 120
13. Der gemeinsame Nenner von etablierten Medien und Politik: Gedankenlosigkeit 123
14. Die Mär von der New Economy und die Blase am Neuen Markt 125
15. Von der Diffamierung der Pleite-Griechen zu den offenen Armen der deutschen Bundeskanzlerin 128
16. Wie Spitzenkandidaten rauf- und runtergeschrieben werden 129

V. Zum Augen öffnen gehören mindestens zwei – das ist produktiv und macht mehr Spaß 133

Anmerkungen 138