32. Pleisweiler Gespräch mit dem Chefredakteur von RT Deutsch Ivan Rodionov
32. Pleisweiler Gespräch mit dem Chefredakteur von RT Deutsch Ivan Rodionov

32. Pleisweiler Gespräch mit dem Chefredakteur von RT Deutsch Ivan Rodionov

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Für das 32. Pleisweiler Gespräch am Samstag, dem 21. März 2020, um 11:00 Uhr konnten wir den Chefredakteur von RT Deutsch gewinnen. Der Ort: wie üblich die Nonnensuselhalle in Pleisweiler-Oberhofen, Weinstraße 71. Sie sind herzlich willkommen. Vermutlich wird sich die Teilnahme am Gespräch sehr lohnen. Denn die Tätigkeit von RT Deutsch in Deutschland wird sowohl mit Wohlwollen als auch mit Feindseligkeit begleitet. Viel Stoff für Diskussionen. Albrecht Müller.

Ivan Rodionov

Die eine Position: RT Deutsch leistet viel zur besseren Information. Ohne RT Deutsch würden wir über viele Ereignisse ausgesprochen einseitig informiert oder gar nicht informiert. Insofern ist die Bezeichnung seines Sendeformats „Der fehlende Part“ sehr berechtigt. Markant zusammengefasst: Ohne RT Deutsch wäre die demokratische Willensbildung hierzulande noch mangelhafter.

Die andere Position, extrem formuliert: RT Deutsch ist ein Feindsender. Er wird vom russischen Staat finanziert. RT Deutsch sei kein journalistisches Informationsmedium, so der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Frank Überall.

Das ist eine erstaunliche Einlassung. Es ist ein Zeugnis für die Wiederbelebung des Kalten Krieges. Die NachDenkSeiten halten wie viele andere Beobachter den Beitrag von RT Deutsch für wichtig. Ich selbst kann mich über die Feindseligkeiten nur wundern. Noch in der Zeit vor dem Mauerfall und in Zeiten der Konfrontation gab es in der Bundeshauptstadt Bonn selbstverständlich russische Korrespondenten. Für mich wie für andere Mitarbeiter der damaligen Bundesregierung und der Medien war der Umgang mit diesen russischen Kollegen unkompliziert und selbstverständlich.

Beim Pleisweiler Gespräch werden vermutlich beide Positionen und möglicherweise noch andere Sichtweisen zur Sprache kommen. Jedenfalls ist es gut, dass wir den Chefredakteur direkt befragen und mit ihm diskutieren können.

Ivan Rodionov hat in Heidelberg studiert und in Russland auch für deutsche Medien gearbeitet. Er kennt sich in beiden Ländern aus.

Zum Ablauf und andere Hinweise:

Wir bitten um Anmeldung, damit wir die richtige Ausstattung des Raumes planen können. Nutzen Sie dazu bitte: [email protected].

Da jetzt sowohl das 32. Pleisweiler Gespräch mit Ivan Rodionov als auch das 33. Pleisweiler Gespräch mit Volker Arzt (20.6.2020) in Planung sind, bitten wir bei der Anmeldung als Stichworte auch den Namen Rodionov bzw. Arzt zu vermerken, gegebenenfalls beide, wenn Sie zu beiden Gesprächen kommen wollen.

Diese Bitte um Anmeldung soll Sie nicht davon abhalten, sich spontan zur Teilnahme am Gespräch zu entscheiden.

Der Eintritt ist frei. Wenn Sie etwas für die Deckung der Kosten in den „Klingelbeutel“ tun können, freut und erleichtert uns das.

Für nicht Ortskundige:

Sie können Pleisweiler-Oberhofen mit dem Auto über Bad Bergzabern oder über Landau und Klingenmünster anfahren. Es liegt an der Weinstraße/B 48 zwei km nördlich von Bad Bergzabern. Der Ort der Veranstaltung liegt in der Mitte des Dorfes. Am Sportplatz können Sie parken.

Sie können Bad Bergzabern über Karlsruhe oder Neustadt/Weinstraße und dann über Winden (Pfalz) auch mit dem Zug erreichen und von dort nach Pleisweiler zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.

Wenn Sie von weiter her anreisen und das Gespräch nutzen wollen, um ein Wochenende in der Südpfalz zu verbringen, dann sollten Sie nicht zögern. Die Südpfalz hat eine reizvolle Landschaft und besonders guten Wein zu bieten. Übernachtungsmöglichkeiten zeigt diese Übersicht.

Bitte machen Sie mögliche Interessenten/innen auf beide Pleisweiler Gespräche aufmerksam. Geben Sie bitte die Einladung einfach über Ihren E-Mail-Verteiler weiter. Danke.

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