Leserbriefe zu „Regierungslogik: Die Corona-Maßnahmen wirken nicht. Also verlängern wir sie. Und die Tagesschau applaudiert“

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In diesem Beitrag wird auf Absurditäten der Corona-Politik hingewiesen. Die Folgen der Corona-Politik werden weiterhin missachtet. Das Medium „Tagesschau“ applaudiert dennoch. Mehrere Leserbriefschreiber äußern sich kritisch. Sie halten mehr von den von Bund und Ländern getroffenen Entscheidungen, und auch mehr von Experten wie Lauterbach. Meinungsunterschiede prägen die Debatte seit Beginn der Pandemie. Die NachDenkSeiten haben versucht, divergierende Positionen zur Sprache zu bringen. So auch in dieser Leserbriefsammlung. Danke für die interessanten Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

zunächst die besten Wünsche für das neue Jahr an Sie.

Zum Thema:

Die Lockdownmaßnahmen und Panikpropaganda sind in keiner Weise sinnlos. Nur so kann man das Immunsystem der Menschen gravierend schwächen. Und für die Statistik des „Killervirus´ ” werden viele schwere Fälle und Tote benötigt.

Dann lässt sich auch die spätere Diskriminierung der Ungeimpften und Rechtfertigung der „Virus“-Überwachung von der eigenen Bevölkerung erzeugen.

Beste Grüße
Ihr Leser I.D.


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,
 
Sie beschreiben in Ihrem Artikel einige Absurditäten des Lock-Downs.

Im Gegensatz zum Frühjahr, als nicht wenige der Maßnahmen von den Gerichten gekippt wurden (Stichpunkt Verhältnismäßigkeit) wollte man mit dem jetzigen harten Lock-Down dies vermeiden. Also keine Ausnahmen gegen die dann wieder ein Anderer klagen könnte.
Dies wurde vom Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Herrn Weil auch in einer Talk-Show bei Marcuz Lanz so gesagt. Sinngemäß: es ist leichter, lieber Alles zu schließen dann gibt es keine Widersprüche mehr.
So wurde in Bayern Anfang November eine Klage von Fitnesstudios gegen Sport alleine mit Verweis auf andere Sportarten (z. B. Tennis) gekippt indem auch letztgenanntere Betriebe geschlossen wurden.
 
Auch wenn wahrscheinlich niemand ein Allheilmittel gegen die Pandemie hat, ist es schon traurig, daß andere Meinungen von durchaus ernstzunehmenden Experten entweder totgeschwiegen werden oder als Corona-Leugner abgetan.
Ein besonders krasses Beispiel ist ein SZ-Leitartikel von letzter Woche, wo – ohne irgendeine Zahl zu nennen – die jetzigen Maßnahmen als alternativlos und andere Richtungen wie Schweden oder Schweiz als gescheitert dargestellt werden.
 
mit freundlichen Grüßen
Gerhard Dengler


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Ihr Artikel bringt es wieder einmal mit der Präzision eines Skalpells auf den Punkt.

Ich vermute, ich bin nicht der einzige, der beim Lesen der Überschrift an folgenden Vergleich denken musste: “Die 5 Blutegel haben nicht ausgereicht, das Fieber zu senken, also versuchen wir es mit 10!”

Es ist wirklich erstaunlich, wie realitätsfern die Politik auf dieses Virus reagiert. Vergleiche mit dem Mittelalter drängen sich ungewollt auf: die Obrigkeit hört auf einige wenige auserwählte und ihnen nahe stehenden “Experten” und befolgen blind und unter Missachtung aller anderen Fakten und anderer Fachleute deren Anordnungen, die da lauten: Einsperren und (Pest-)Maske! Und wenn das nicht hilft: Scheiterhaufen!

Der letzte Schritt ist uns zwar bisher noch erspart geblieben, aber wer weiß, welch faules Ei demnächst noch so in die Köpfe der Politiker gelegt und dort ausgebrütet wird. Immerhin sind wir bereits beim Punkt “Einsperren” angekommen, rigorose Ausgangssperren mit Bauzäunen um Siedlungen gab es schon, und strikte Reisebeschränkungen im Inland sind auch kein Tabu mehr. Und wenn ich auf Frankreich blicke, wo Polizisten Menschen ohne Maske mit Knüppeln bis in ihre Häuser verfolgen, und dann Artikel wie diesen[1] über die Einführung von “sondergeschützten Offensivfahrzeugen” bei der Polizei lese, wird mir schlecht, wenn ich an die weitere Zukunft denke.

Erstaunlich finde ich es auch, daß über Infektionswege gerätselt wird, aber gleichzeitig jeden Tag Tausende angebliche “Neuinfektionen” verkündet werden. Dieser Begriff ist in meinen Augen nichts weiter als ein Panikmacher, denn woher will das RKI eigentlich wissen, daß die gemeldeten Infektionen “neu” sind, sie es also am Tag zuvor noch nicht gab? Weiß das RKI von den positiv Getesteten, daß sie am Vortag noch negativ waren?

Ich bin bei weitem davon entfernt, ein Experte in Sachen Viren zu sein, aber mein Verstand sagt mir, daß das nicht so sein kann. Das RKI hat kein Register mit negativen Tests aller Bürger. Wo und wie entsteht also diese Zahl der “Neuinfektionen”? Wird sie geschätzt oder hochgerechnet? Erscheint sie in einer Glaskugel? Oder machen erst die Medien aus jeder gemeldeten “entdeckten Infektion” eine “Neuinfektion”, weil dieser Begriff einfach reißerischer klingt?

Zwischen “entdeckter Infektion” und “Neuninfektion” besteht ein himmelweiter Unterschied, der keiner Erklärung bedarf. Aber vielleicht gilt bei den Medien ja auch der Leitspruch: “was nicht passt, wird passend gemacht!”

Welche und wessen Interessen stehen dahinter, wenn “entdeckte Infektion” als “Neuninfektion” verkündet werden?

Wenn viele Menschen innerhalb der letzten 6 Monate irgendwann und ohne es zu bemerken mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, was sich meiner Meinung nach letztendlich nicht zu 100% vermeiden lässt, dann ist dieser Virus vielleicht in der Bevölkerung bereits verbreiteter, als bisher angenommen. Und wenn durch die Panik verbreitenden Medien und Politik alle zum Testen laufen, auch diejenigen ohne jegliche Symptome, und wenn Tests verwendet werden, die nur diesen Kontakt mit dem Virus nachweisen, und keine Aussage über eine Erkrankung der Person machen oder der von ihr ausgehenden Ansteckungsgefahr machen können, dann ist ein Anstieg der gefundenen Infektionen kein Rätsel, und kein Lockdown kann daran etwas ändern.

Wurde dieser Gedanke irgendwann von irgend einem der “Experten” auch nur mal in Betracht gezogen? Oder werden diejenigen, die ihn äußern, gleich auf den Scheiterhaufen gezerrt?

Und was den Lockdown und die neue, noch infektiösere Variante des Virus angeht: ich habe in der Schule noch die Evolutionstheorie gelernt, die seit langem abseits der Kirchen allgemein als bestätigt gilt. Die besagt, daß äußere Umstände und Bedingungen dazu führen, daß in einer Population von Generation zu Generation sich immer die Nachkommen durchsetzten, die durch Mutationen etwas besser mit der Umgebung zurechtkommen.

Da ist also dieser Virus, und wir machen es ihm schwerer und schwerer, sich zu verbreiten. Und dann taucht plötzlich eine Mutation auf, die es viel leichter schafft, von Mensch zu Mensch zu kommen.

Hmmmm…. seltsam…

Und noch seltsamer ist, daß diese Variante ausgerechnet in Ländern auftaucht, in denen es einen noch viel strikteren Lockdown gegeben hat, in denen die Menschen noch nicht einmal vor die eigene Tür durften.

Seltsam… oder nicht??

Aber egal: wir sperren einfach alle Menschen noch länger und noch intensiver ein! Teile und herrsche, das hat bisher immer funktioniert!

Wie hieß es in der Grundschule immer: finde den Fehler!

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Klein

[1] esut.de/2020/02/meldungen/innere-sicherheit/18706/bayerische-spezialeinsatzkommandos-erhalten-fahrzeuge-fuer-terrorlagen/


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Albrecht Müller, sehr geehrtes NachDenkSeiten Team,
 
Wenn Sie keinem Veröffentlichungsverbot unterliegen, unbedingt an der Wahrheit interessiert sind, hier meinen kritischen Leserkommentar, auch für Ihre werte Leserschaft, zum nachdenken.
 
Als ich Heute, nach 15:00 Uhr, im Jahre 2021 in der Neuzeit, (nicht 2021vor der Urgesellschaft) ihren Beitrag – Regierungslogik: Die Corona-Maßnahmen wirken nicht. Also verlängern wir sie. Und die Tagesschau applaudiert – gelesen habe, dachte ich, Ich falle erneut in ein schmerzhaftes Kurzzeitkoma. Die Menschen die in den engen Wohnungen unserer Städte leben , die Kinder, die Alten, die Künstler, die Musiker und auch alle Nichtgenannten, (Underdogs) sowie die (früheren) und jetzigen Mitarbeiter/innen der Gastwirte und des Einzelhandels. Auch die, die heute früh wieder zur Arbeit fuhren, bzw. fahren durften – in ihre Büros und an die Fließbänder, teilweise in vollen oder auch halbvollen Bussen und Bahnen – Sehr geehrter Herr Müller, ich sehe niemanden sich öffentlich zu positionieren für eine gerechte Lebensweise. (Der Promillebereich zählt nicht) Alle diese Genannten und Nichtgenannten Bürger dieses Landes genießen ihr Deutschland, ihr Land des Glücks und Lobgesangs, welches stetig wechselhaft, aber niemals aufwärts geht, nur ständig munter runter. Verlässt sie 2021 immer noch der Mut? NEIN, es ist ihre Bundesrepublik Deutschland, ihre eigene immer kleiner werdende Welt, in der Jede und Jeder danach strebt das sich der Mühe doch nie als Wert erweist. Sie bleiben auch im Jahr 2021(oder 3021, 4021 falls die Welt noch existiert) jederzeit gefügige, angepasste, obrigkeitshörige, aufopferungswillige, funktionierende, in ständiger Unterwerfung existierende Untertanen dieses Landes. Haben alle diese Underdogs eine Dauerangst vor der Realität? Geht es in ihrem Artikel, für die Leserschaft der NachDenkSeiten, etwa auch um die eigene persönliche Angst vor der Realität und der Wahrheit? Ich bin nicht einfach politikverdrossen, ich bin die Politikverdrossenheit, als ehemaliger alleinerziehender Vater, kurz vor dem 64. Lebensjahr, bin ich nicht psychisch krank, habe keine Schizophrenie, leide nicht unter Angststörungen, bin kein Normalbürger, wie Dr. Lütz in seinem Buch schreibt – IRRE, Wir behandeln die Falschen, das Problem sind die Normalen –  leide auch nicht unter der Psycho – und Phronemophobie (also die Angst vor Verstand und zu Denken) verfüge aber noch über genug Intelligenz um diese allzu dreiste Politik Scharade, in all den 30 Jahren nach dem Mauerfall, zu durchschauen, dank ununterbrochener Wissensaneignung. Ich habe mich noch nicht ganz still und leise von der Politik verabschiedet, NEIN, in meinem klein geschrumpften Ort, Eisenhüttenstadt, (von über 50 000 Einwohner 1990 bis unter 25 000 Einwohner 2021) im Osten Brandenburgs, bin ich seit fast zwei Jahrzehnten bei den SVV Sitzungen im Rathaus, mit ganz wenigen interessierten Freunden/Bürgern, oft als Fragesteller, vor den regierenden Stadtabgeordneten von CDU, SPD, Grünen, ehemalige FDP-ler, Bürgervereinigung Fürstenberg, Piraten, Linken und jetzt der AFD. All diese Besuche waren fruchtlos und nur das I-Tupferl auf meinen Verzicht an der politischen Partizipation. Dabei wollte ich einfach nur wissen, was ihre Parteien Bürger Politik nennen, aber das war und ist nicht immer erwünscht.
Die deutsche Politiker Clique regiert bis Heute ihr Volk ohne gesunden Menschenverstand, im Zeitalter des Neoliberalismus, in Selbstüberschätzung, Geltungsdrang und Realitätsverlust und die Masse der Bevölkerung bemerkt es nicht, sie lässt es einfach zu – NEIN – Sie will unbedingt selbst mit dabei sein, das Endergebnis sehen wir dann wieder nach der Bundestagswahl im September 2021. Das gesamte Erscheinungsbild der Verantwortlichen ist einfach grottenschlecht!
 
Oder anders ausgedrückt: Gesunder Menschenverstand ist kein Geschenk, es ist eine Strafe. Denn man muss mit all denen klar kommen, die keinen besitzen.
 
Dem ist leider nicht zu widersprechen!
 
Sehr geehrter Herr Albrecht Müller, noch weitere Fragen zum Realitätsdasein, in dieser Bundesrepublik Deutschland, am Anfang des Jahres 2021?
 
Ein immer noch in recht großer Sorge lebender Bürger dieses Landes
Herr Werner Matzat


5. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

danke für Ihren Artikel: “Regierungslogik: Die Corona-Maßnahmen wirken nicht. Also verlängern wir sie.”

Wir haben Kinder und ich möchte kurz ergänzen, wie wir betroffen sind:

Tocher 1 hat seit Herbst 2018 Informatik in einer anderen Stadt studiert. Weil Anfang 2020 alles zu machen musste, bekommt sie keine Studentenjobs mehr. Sie musste ihr Studium aufgeben und sitzt jetzt wieder bei uns zu hause, weil das Geld sonst nicht reicht.

Tochter 2 ist über den LockDown so in der Schule abgesackt, dass sie statt Fachoberschulreife nur den Hauptschulabschluss schaffen wird. Damit ist ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft geplatz.

Unser Sohn war im dritten Lehrjahr. Er ist Diabetiker und hat vor lauter Angst vor Corona einen Waschzwang bekommen und konnte nicht mehr zur Ausbildung gehen.

Jedes Kind hat also mindestens je ein Jahr Einkommensverlusst, wahrscheinlich mehr. Wenn ich das mit Rentenpunkten und Rentenbezug ausrechne komme ich auf mindestens 300.000€ Schaden für unsere Familie.

Mein Mann und ich, wir sind beide Risiko-Grupe, aber wir wären gerne an Corona gestorben, wenn dafür unsere Kinder Studium oder Ausbildung bekommen hätten.

Liebe Grüße
Azra


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

erstmal wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr. Zurecht weisen Sie auf die Unzulänglichkeiten der deutschen Corona Maßnahmen hin. Es stimmt, viele Massnahmen sind unplausibel und leuchten vielen Menschen nicht ein. Man sieht leider an den von Ihnen genannten Beispielen des Profi-Sports, dass es (leider fast wie immer) nur um den lieben Euro geht. Dennoch hätte ich mir eine differenzierter Darstellung gewünscht. Ein paar Beispiele haben Sie ja selbst genannt, denn sicherlich kann der Blumenladen die Kunden mit Abstand und Maske bedienen, aber leider halten sich viele der Kunden nicht daran. Und genau das ist das Problem, wie auch bei den Ausflügen in die Wintergebiete. Nicht das Rodeln ist die Gefahr, aber vielleicht die Fahrt dorthin im geschlossenen Auto oder der gemeinsame Glühwein. Viele nehmen leider die Maßnahmen nicht ernst und halten sich nicht daran, daher wird der Lockdown auch verlängert werden, da bin ich mir leider sicher. Dabei hätte ein Blick nach Asien gezeigt, wie man Corona erfolgreich bekämpft: 4 Wochen ein knallharter Lockdown mit kompletter Ausgangsperre und Tracking der Bewegungsdaten, verpflichtende (und kontrollierte) Quarantäne für alle Einreisenden bis zum negativen Testergebnis und der Spuck wäre vorbei. Dort können schon wieder Feste gefeiert werden.

Wir hingegen eiern mit unserem Lockdown light herum und teilweise wird auch noch dazu aufgerufen, die Maßnahmen zu ignorieren. Ja, es gibt sie, die 90-jährige Oma, die unter der Einsamkeit leidet und lieber ihre Kinder sehen möchte. Aber es gibt eben auch diejenigen, die sich nicht anstecken möchten und die auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit haben. Die eben auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen müssen, um beispielsweise zum Arzt zu kommen. Die an Krebs leiden und deren Immunsystem supprimiert ist. Und was ist gegebenenfalls mit dem Enkel, der vielleicht der Todesengel für die Oma oder den Opa war? Mit welchen Vorwürfen muss er den Rest seines Lebens leben? Darüber macht man sich scheinbar keine Gedanken. Und wer möchte seinen Mitmenschen schon das hier alles zumuten:

Es gibt noch viele solche Beispiele, wie auch einen langen Artikel über die Menschen, die einen anderen geliebten Menschen an Corona verloren haben (im Übrigen nicht nur Alte!), aber leider liest man da, dass wären ja nur die Alten, die sowieso verstorben wären. Wie zynisch. Leben wir eigentlich nur noch in einer Gesellschaft voller Egoisten? Ist das Maske tragen wirklich ein Eingriff in die Grundrechte? Kann man nicht vielleicht zum Wohle der anderen mal auf persönliche Kontakte verzichten? Wie kann man gegen eine Corona App sein, wo der Source Code öffentlich zugänglich ist, aber gleichzeitig Google, What´s App, Facebook und Amazon nutzen? Amerikanische Konzerne, die unsere Daten knallhart zu Geld machen, denen vertraut man, das ist eigentlich nicht zu glauben. Wie kann man glauben, dass der PCR Test doch so viele falsch positive Ergebnisse liefert, wo diese Methode doch bei vielen Verbrechen zur Ermittlung des genetischen Fingerabdrucks hergenommen wird. In den USA werden aufgrund des ach so falschen PCR Tests (leider) sogar Menschen hingerichtet. Unlängst war sogar eine Platine eines Videorecorders zu sehen, auf deren Chip Covid-19 stand und der angeblich aus einem 5G Funkmast stammt. Selbst das glauben die Menschen! Ja, wir leben auch in einer Infodemie, und das ist mehr als traurig. Aber scheinbar glauben die Menschen lieber das alles, als sich an unliebsame Massnahmen halten zu müssen. Und wenn man die Corona Gegner dann fragt, ob sie bereit wären, im Falle einer Infektion auf die Beatmung zu verzichten, dann verläßt sie doch der Mut. Dann ist Corona wohl doch nicht nur eine kleine Grippe. Dann klammert sich doch wieder an die „gekaufte“ Medizin. 

Ich möchte übrigens nicht die Entscheidungen der Politik treffen müssen. Was wurde die Regierung gerügt, als sie den Impfstoff für die Schweinegrippe bereitgestellt hat, wo er doch dann doch nicht gebraucht wurde. Alles Kungelei mit der Pharma-Industrie. Jetzt wird sie gerügt, dass nicht genügend Impfstoff vorhanden ist. Wie man es macht, macht man es verkehrt. Bei aller Kritik, die man liest, eines liest man nicht: nämlich wie man es besser machen könnte. So einfach scheinen die Entscheidungen dann wohl doch nicht zu sein. Und selbst das Corona Wunderland Schweden (wo im ersten Halbjahr so viele Menschen verstorben sind, wie das letzte mal vor 125 Jahren) nimmt langsam Abschied von der Herdenimmunität und verordnet härtere Massnahmen.

Was wir bräuchten wäre nicht die ständige Kritik an den Massnahmen sondern einen Aufruf zur Solidarität! Wer holt sich vielleicht jetzt öfters mal das Essen beim Restaurant ums Eck, um diesen zu unterstützen? Warum kaufen die Leute nicht (übers Internet) beim Einzelhandel, sondern bei Amazon, nur weil es dort noch ein paar Euro billiger ist? Wer fragt denn die älteren Mitbewohner im Haus, ob er viellicht den Einkauf mit übernehmen kann? Wer kauft beim Familienbetrieb und nicht beim Großkonzern, der (teilweise) unter fragwürdigen Umständen produziert, aber billig ist? DAS wäre mal einen Artikel wert!

In diesem Sinne verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund
Steffen Pöhlmann


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Ihren heutigen Beitrag habe ich mit viel Verständnis und Wut im Bauch gelesen, und ich bewundere Sie, wie Sie mit wachem Verstand und lebendigem Herzen das Zeitgeschehen nicht nur beobachten und kommentieren, sondern auch auf mögliche Folgen bestimmter Entwicklungen hinweisen. Dies halte ich für unbedingt wichtig, denn was heute passiert, welche Politik darauf wie reagiert, das hat Folgen für unser aller Zukunft, und dies gehört unbedingt in den öffentlichen Debattenraum.

Angesichts der auf den Nachdenkseiten gut recherchierten und abgebildeten Einschätzungen der politischen Ereignisse, ökonomischen Verhältnisse und sozialen Verwerfungen muss man sich im Kontrast zu den in den klassischen Medien verbreiteten Narrativen und der sich dort immer stärker ausbreitenden und sich verschärfenden Propaganda fragen, ob eigene logische Überlegungen und daraus resultierende Befürchtungen überhaupt noch gewollt und erlaubt sind. Wenn es sinngemäß dort heißt, 1 + 1 = 0, darf man dann öffentlich eigentlich noch sagen: Nein, das ist zwei? Dürfen sich Menschen auf der Grundlage ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen eigenständig und öffentlich noch Gedanken über die Zukunft ihrer Kinder machen, ohne dass sie sofort als Verschwöhrungstheoretiker und vielleicht bald auch wieder als Ketzer diffamiert und geächtet werden?

Im Zusammenhang mit den in Ihrem heutigen Artikel geschilderten Ereignissen und Gedanken teile ich zwar die Hoffnungen und Befürchtungen, die Sie Ihrem Buch „Die Revolution ist fällig“ im Kapitel IV. „Machen wir uns auf einen langen Weg zu einer Neuen Gesellschaft“ veröffentlicht haben, befürchte ich aber, dass dieser Weg unsere Gesellschaft zunächst durch eine lange entmutigende und menschenfeindliche Phase führen wird.

Zieht man, nur um ein Beispiel zu nennen, die in den UN-Berichten genannten Fakten und zu befürchtenden Entwicklungen in Betracht, die man in den Interviews mit Michael Klundt am 29. und 30.12.2020 auf den Nachdenkseiten nachlesen kann und beobachtet man die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Bosnien und anderen südeuropäischen Ländern, zeichnet sich für mich ein gewaltiger Corona-Kollateralschaden“ ab, der vielleicht alle bisherigen Folgen drastisch in den Schatten stellen wird.

Die Zahlen der infolge an den Corona-Maßnahmen hungernden Menschen weltweit, insbesondere aber in Afrika, lassen befürchten, dass sich viele dieser Menschen auf den Weg nach Europa aufmachen werden. Eigene Erfahrungen mit Hunger in einer Extremsituation während einer alpinistischen Unternehmung lassen mich erahnen, welche Energien hungernde Menschen kurz vor ihrer endgültigen Erschöpfung freisetzen können. Ich denke, dieser Aspekt sollte nicht unterschätzt werden und Hilfe für diese Menschen vor Ort wäre jetzt wichtiger denn je.

Was liest man jedoch in den klassischen Medien wie z. B. im Spiegel:

Wie werden sich in Anbetracht bevorstehender Bundestagswahlen allein schon solche Überschriften bei Menschen auswirken, die existenziell selbst von den Folgen der Corona-Maßnahmen betroffen sind und im Verlauf dieses Jahres noch betroffen sein werden?

Ich hoffe, dass sich meine Befürchtungen nicht bestätigen werden, aber ausschließen würde ich eine Hinwendung zur AFD nicht.

Jedenfalls hat auch Jens Berger in den Nachdenkseiten auf dieses wichtige Thema hingewiesen (siehe hier: Vergessene Themen: „Afrika“).

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nachdenkseiten, ich danke Ihnen herzlich für Ihre Arbeit. Sie hat mir insbesondere im vergangenen, turbulenten Jahr wichtige Aufklärung und Orientierung gebracht, aber auch immer wieder Hoffnung gespendet.
Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen allen alles Gute und viel Kraft, vor allem aber viel positive Energie. Machen Sie weiter so!

Mit herzlichen Grüßen
A. M.


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

gleich vorweg, falls Sie meine Mail veröffentlichen möchten, bitte ich Sie meine Identität NICHT preiszugeben.

Zu Ihrer Aufzählung der Absurditäten lege ich eine (von vielen) eigenen Erfahrungen dazu:
In einer mittelgroßen Stadt bei Stuttgart sind bekanntermaßen alle Fachgeschäfte, die nicht zum täglichen Bedarf – was immer auch man dafür hält – geschlossen. So beispielsweise ein Schreib- und Schulwarengeschäft im Zentrum. Keine zwei Gehminuten weiter, in einer Einkaufsmall befindet sich eine REWE-Filiale, die den Konsumbedarf incl. Körperpflegeartikel zu decken vermag. In derselben Mall auch eine große Filiale vom Drogeriemarkt Müller. Das Angebot für den täglichen Bedarf deckt sich weitgehend mit REWE. Dazu eine umfassende Parfümerie, im Obergeschoss eine große Spielwarenabteilung und, eine Schreibwarenabteilung, die flächenmäßig dem Fachgeschäft um die Ecke um nichts nachsteht. Es fällt einem schwer zu verstehen, warum eine Luxusparfümerie, eine Spielwarengeschäft sowie eine Schreibwarenhandlung unter dem Dach einer Konzernmarke betrieben werden darf, kleine Fachgeschäfte mit praktisch identischem Angebot zusperrt bleiben müssen.
Im Schreibwarengeschäft übrigens halten sich erfahrungsgemäß nur immer eine handvoll Kunden auf, in der Müller Schreibwarenabteilung dafür Gedränge zwischen den Regalen. Ohne Worte.

Als Anhang zeige ich Ihnen noch einen Ausschnitt der Titelseite der heutigen Passauer Neuen Presse (Lokalausgabe Altötting). Spontan weckte dieses Foto bei mir Assoziationen mit Pressebildern aus autoritären südamerikanischen Ländern oder aktuell aus Weißrussland. Massive Polizeipräsenz als staatliche Drohstaffage gegen die Bevölkerung. Was wohl in den Herzen und Köpfen der Kinder im Hintergrund vorgeht, wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, daß das Spiel mit den Eltern am Sonntag in der freien Natur wie ein Verbrechen hingestellt wird? Zumindest auf diesem Bild kann ich weder einen Ansturm noch ein Menschengedränge erkennen. Dafür aber die Paranoia unseres politischen Führungspersonals. Und die PNP wird Ihrem Ruf als Münchner Hofberichterstattung wieder in vollem Maße gerecht.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen kurzen Ausführungen nicht lästig geworden zu sein. Für das neue Jahr Ihnen und Ihren Mitarbeitern die besten Wünsche.

Herzlichst
T.E.

210108-schnelles-langsames-Denken.pdf

Apropos: Kennen Sie die Monty Python-Komödie “Jabberwocky” von 1977? Terry Gilliam hat mit englischen Humor ein angsteinflößendes Monster inszeniert, das die Menschen gefügig und abhängig hält und dessen Vernichtung es den Mächtigen der Wirtschaft im jeden Preis zu verhindern gilt.


9. Leserbrief

Ihr tickt doch wohl  nicht richtig!!!

Natürlich wirken sie. Wir hatten Infektionszahlen über 30 000, und jetzt etwa 10 000.

Abitur, aber keine Ahnung von Logik und  Mathematik!

Ohne die Maßnahmen hätten wir jetzt 100 000 oder mehr, täglich!

Die Nachdenkseiten gefallen mir immer weniger.

Mit besten Grüßen
Sabine Komossa


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

ich lese seit Jahren die Nachdenkseiten. Für viele Bereiche ziehe ich großen Nutzen aus einer Sichtweise, die oft nicht dem allgemeinen Mainsteam entspricht. Der Grund, so habe ich die Nachdenkseiten immer verstanden, ist nicht eine andere Erzählung um des Anders sein willens. Wenn ich allerdings die Berichterstattung zu Corona und den Folgen verfolge höre ich ausschließlich kritische Sichtweisen zu Maßnahmen gegen die Corona Epedemie. Wenn ich Ihren Gedanken folge sind alle Maßnamen überflüssig. Glücklicherweise finden sie inzwischen Abstand und Maske sinnvoll. Das Reicht aus Ihrer Sicht. Glücklicherweise haben sie keine politische Verantwortung mehr. Kurz vor Ihrem Bericht habe ich das Interview mit Herrn Ramelow im Deutschlandfunk nachgelesen. Die Verzweifelung die aus seinen Worten spricht scheint sie kein bischen zu interressieren. Eine geringe Impfbereitschaft bei klienischem Personal das dazu führt das Krankenhäuser nicht mehr in der Lage sind Corona Patienten zu versorgen. Ich bin mir sicher das Ihre Einlassung zu diesem Problem mit den Worten: “woher mag es bloß kommen das die Impfbereitschaft bei Beschäftigten die es am Besten wissen so gering ist?” endet. Ihre ständigen verharmlosungen der Pandemie gepaart mit keinerlei Vorschlägen gegen die Pandemie finde ich inzwischen grob Fahrlässig. Warum sagen Sie nicht endlich das nach Ihrer Überzeugung die Covid 19 Pandemie in wirklichkeit eine großartiger Propagandaspielwiese der Herschenden ist. Möglicherweise befinden sie sich ja auch schon in einer “Denkblase”. Die Leserbriefe deuten aus meiner Sicht darauf hin. 90% Unterstützung bis hin zur Lobhudelei und bei ansatzweisen kritischen Leserbriefen wird sofort erläutert worin der Denkfehler der Leserbriefschreiberin liegt. Sogar bei Leserbriefen trauen Sie den Lesern derselben nicht zu selbst zu denken.

Mit nach wie vor freundlichen Grüßen
Manfred Hahne


11. Leserbrief

Liebe Damen und Herren,

Vorbemerkung (damit ich nicht als Feind wahrgenommen werde): Ich bin regelmäßiger Leser der Nachdenkseiten. Und ich habe Ihrem Angebot immer wieder gute Anregungen entnommen.

Zum Artikel: Ich sehe das auch so, dass man über viele Regierungsmaßnahmen zu Corona kritisch nachdenken muss, insbesondere darüber, ob die Einzelmaßnahmen treffsicher, effektiv und verhältnismäßig sind. Aber mir ist nicht klar, warum Sie dabei mit einem teilweise populistischen Schreibstil operieren. Beispiel 1: Die Politiker Schäuble und Scholz gehören ihrer Meinung nach auf die “Anklagebank”. Üblicherweise sitzen auf einem derartigen Möbelstück Kriminelle. Die beiden Politiker würde ich nicht als solche sehen. Beispiel 2: Warum K. Lauterbach kein Gesundheitsexperte sein, erschließt sich mir nicht. Es ist doch offensichtlich, dass er eine entsprechende Ausbildung hat und ziemlich gut auf dem neuesten Stand der Corona-Problematik ist. Warum muss man ihn “miesmachen”? Beispiel 3: Von einzelnen unangenehmen Fällen des Corona-Teil-Logdowns legen Sie den Schluss nahe, dass der Logdown weitgehend fehlstrukturiert ist. Beispiel 4: Sie sagen, “dass morgen wahrscheinlich beschlossen wird, ohne wirkliche fundierte Prüfung von Erfolg oder Misserfolg die bisherige Corona-Politik einfach fortzusetzen.” Sie belegen aber nicht, dass dies aufseiten der Politik tatsächlich so stattfindet, sondern stellen einfach eine Behauptung in den Raum, die für mich den Eindruck erweckt, dass Politiker hier einfach pauschal (!) schlechtgeredet werden sollen. Insofern ist dies kein Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

Mit besten Grüßen
Lothar Kamp


12. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

nur zur Information: Die Buchhandlungen in Berlin sind nach wie vor geöffnet, in Rheinland-Pfalz aber geschlossen.

Mit freundlichem Gruß

Horst Rebsch


13. Leserbrief

Moin Herr Müller,

Ihr Artikel “Regierungslogik: Die Corona-Maßnahmen wirken nicht. Also verlängern wir sie. Und die Tagesschau applaudiert” auf den Nachdenkseiten vom 4.1.2020 hat mich geärgert.

Ja, die Lockdownregeln zeitigen bittere Folgen, sind teils absurd, teils sogar tödlich. Jede Wette: Der Verzicht auf dieses Regime wäre bitterer und tödlicher. Daß die Regeln nicht wirken würden, ist Ihrerseits ein voreiliger Schluß. Warten Sie mal ab. Der Lockdown währt noch nicht lange genug, um der Seuche jetzt schon eins aufs Haupt zu geben, bis die Impfungen anfangen können, eine hoffentlich segensreiche Wirkung zu entfalten.

Aber richtig billig in diesem Zusammenhang sind zwei Ihrer Polemiken.

Die erste: “Sperrstunde im KBW-christlich geführten Baden Württemberg …” Was soll das denn? Ja, Kretschmann gehörte dieser Sekte mal an. Aber an dieses Kreuz ist er doch nun, wo er schon seit Jahren der schwärzeste Grüne ist, den man sich vorstellen kann, weiß Gott nicht mehr zu nageln.

Die zweite, da geht’s um den omnipräsenten Lauterbach. Sie entrüsten sich darüber, daß er als SPD-Gesundheitsexperte geführt wird. “Das ist er aber nicht. … Von einem SPD-Gesundheitsexperten keine Spur.” Auch billig. Sie wissen ebenso gut wie ich, daß Lauterbach seinen themenbezüglichen Fraktionsposten zugunsten seiner Kandidatur zum Parteivorsitz im letzten Jahr aufgegeben hat. Ja, Sabine Dittmar ist die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, aber Lauterbach ist der eigentlich Kundige und die stimmengewaltigere Kassandra.

Und Kassandra, das wissen Sie auch, lag mit ihren Warnungen richtig.

Mit einem Gruß
Klaus Gabbert


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