Weitere Leserbriefe zum Artikel „Künstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?“

Ein Artikel von:

In diesem Beitrag hat Tobias Riegel gefragt, warum sich manche prominente deutsche Künstler, die sich sonst gerne zur Weltlage äußern, seit Corona sehr bedeckt halten. Die Frage war mit dem Aufruf verbunden, uns Hinweise auf Künstler-Beiträge zu schicken, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinandersetzen. In diesem Beitrag haben wir bereits zahlreiche Leserbriefe und Hinweise zum Thema veröffentlicht. Hier folgen nun weitere Briefe zu dem Artikel. Von Redaktion.


1. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Gestalter,

herzlichen Dank für Ihre harte Arbeit und Mühen der täglichen Recherche nach passenden Beiträgen und deren kritische Kommentierung. Super!

Bezgl. Ihres Aufrufs zu kritischen Künstlern; würde Ihnen den Gedichtband von Monika Witsch „Das Schweigen des Sokrates oder warum der Mensch vom Affen nicht kommt“ empfehlen. Es sind sehr schöne und auch wütende Gedichte dabei, die sich mit der aktuellen politischen Situation auseinandersetzen. 

Wie die Autorin auf der Rückseite ihres schön gestalten Buches schreibt: „Der Gedichtband ist eine Sammlung von Gedanken in Sprache und Bild. Die Malerei übernimmt dort, wo die Worte fehlen, wo es einem die Sprache verschlägt. Sie ist Farbe und Form der Sprachlosigkeit und zusammen mit den Versen der Versuch, dem Unsagbaren eine Darstellung zu geben. Zusammen wollen Sprache und Bild anregen, sich mal wieder aufzuregen.“

tredition.de/autoren/monika-witsch-35764/das-schweigen-des-sokrates-oder-warum-der-mensch-vom-affen-nicht-kommt-paperback-148168/

Viele Grüße
Rainer Lenz


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

was ist denn das für ein Beitrag? Ich kann mich ja Ihrer Meinung durchaus anschließen, dass Kulturschaffende in der Tat nicht wirklich das Maul aufreissen. Aber hier in Köln würde ich zu Ihnen sagen: Schätzelein, Kulturschaffende, die sich in der Zero-Covid-Initiative engagieren und in der Öffentlichkeit diese Initiative unterstützen, schweigen eben NICHT zu den aktuellen Vorgängen bezüglich der gegenwärtigen Regierungspolitik zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Infektion.

Ganz im Gegenteil, sie äußern und bekennen sich GEGEN die seit Monaten andauernden nervenzehrenden, unsere Grundrechte einschränkenden, destruktiven, psychische und wirtschaftliche Schäden verursachenden Maßnahmen. Das IST die von Ihnen vermisste, öffentliche Positionierung, wegen der man, wie man auch hier in Ihrem Beitrag erleben darf, diffamiert wird und zu der es deshalb tatsächlich einiges an Mut bedarf.

Wenn Sie eine andere Meinung als diese Kulturschaffenden haben und Zero-Covid, im übrigen genauso wie Regierungsvertreter, für einen Irrweg halten, ist das doch völlig in Ordnung, aber deshalb müssen diese Kulturschaffenden doch nicht IHRE Meinung teilen und mit Pauken und Trompeten durch die Straßen ziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
David Gerlach


3. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Riegel,

leider kann ich Ihrem Artikel nur vollumfänglich beipflichten.

Die in diesem Artikel beschrieben Beobachtungen mache ich selbst in zunehmendem und vermehrtem Maße.

Während das Kabarett in Vor-Corona-Zeiten wie ganz selbstverständlich noch eine außerparlamentarische Opposition darstellte, so ist es in dieser Form leider häufig nur noch als Spurelement aufzustöbern.

Dieses ist umso mehr betrüblich, da es gerade jetzt nicht mal mehr eine parlamentarische Opposition gibt. Lediglich eine die das nur als Namen trägt.

Wo sind die Zeiten geblieben, in denen Volksvertreter im Stile eines Herbert Wehner nochmal ordentlich auf den Tisch gehauen und massiv interveniert haben und solche Fragen in die Runde geworfen haben, ob man noch ganz bei Trost und Verstand sei im Hinblick auf solche Entscheidungen.

Aber was will man machen? „Unsere“ gewählten Abgeordneten sind schon seit langem keine Volksvertreter im klassischen Sinn mehr, sondern lediglich nur noch politische Karrieristen.

Um politische Ziele um des Volkes Willen geht es schon lange nicht mehr.

Oder wie erklärt es sich sonst, dass sich die Grünen mit Markus Söder ins Bett legen wollen oder die SPD keinerlei sozialen Ziele mehr verfolgt.

Lästig dabei ist nur, dass man sich zum Ende jeder Legislaturperiode immer beim Pöbel auf der Straße blicken lassen muss, sonst könnte die eigene schöne politische Karriere vielleicht ganz abrupt enden.

Sehr traurig kommt die Tatsache hinzu, dass sich in Sachen Corona-Politik gerade die AfD sehr oft richtig und vernünftig äußert. Jedoch ist dies mit äußerster Vorsicht zu genießen, bedenkt man aus welcher Motivation heraus sie das tut.

Aber zurück zu den Künstlern. In jüngster Zeit hat sich die außerparlamentarische Opposition in der Kunst- und Kulturszene leider immer mehr hin zu den Main- streamern und Ja-Sagern entwickelt.

Wollte man die ganze Sache wohlwollend betrachten, könnte man viele von denen vielleicht sogar noch verstehen.

Wenn ihnen durch die Corona-Maßnahmen sämtliche Einkünfte weggebrochen sind und man vielleicht eine 4-köpfige Familie zu ernähren hat und einem durch Auftritte in den öffentlich-rechtlichen Medien diese Tantiemen als einzige Einnahmequelle bleiben, dann ist der ein oder andere bestimmt gerne dazu bereit das kritische Hinterfragen hinten anzustellen und stattdessen den Mainstream zu befeuern.

Bei all diesem möglicherweisen Verständnis fehlt jedoch die entscheidende Kernkompetenz – nämlich Haltung – Haltung zu haben, diese zu zeigen und hinter ihr stehen.

Haltung bedeutet Werte und Ziele zu vertreten – mit aller Konsequenz.

Auch wenn diese Konsequenz vielleicht den Gang zum Jobcenter und Arbeitslosen- geld II (Hartz IV) bedeutet.

Durch Überzeugung und Haltung besteht man auch solche sicherlich schwierigen Situationen, dessen bin ich mir sicher.

Haltung zeigen oder sich anbiedern? – Der tagtägliche morgendliche Blick in den Spiegel sollte hoffentlich die richtige Antwort liefern.

Die kritischen Stimmen in der Kulturszene sind leider deutlich weniger geworden.

Ja es gibt sie noch, wie z.B. die in ihrem Artikel erwähnte Anstalt. Auch hier würde ich mir manchmal etwas mehr Mut wünschen.

Ein Volker Pispers oder Georg Schramm haben sich leider vor geraumer Zeit schon zurückgezogen. Ihre Stimmen wären gerade jetzt so wichtig.

Aber auch aktive kritische Stimmen sind noch vorhanden, auch wenn sie nicht mehr so unmittelbar präsent auftauchen und man gegebenenfalls etwas genauer nach ihnen suchen muss.

Beispielhaft möchte ich an dieser Stelle nur die Kabarettisten Helmut Schleich und und Urban Priol erwähnen.

Viele ihrer Kolleginnen und Kollegen haben diese Berufsbezeichnung meiner Meinung nach nicht mehr verdient. Deren Performance ist voll am Ziel vorbei – Thema verfehlt, setzen 6.

Trefflicher wäre sie als Staatsschauspieler und Hofnarren zu titulieren.

Die echten wahren kritischen Stimmen sind für sie inzwischen wahrscheinlich auch nur noch Corona-Leugner, Aluhut-Träger und Verschwörungstheoretiker.

Deshalb an all die kritischen Stimmen.

Macht weiter, bleibt mutig und lasst Euch nicht unterkriegen.

Bernd Leitel


4. Leserbrief

Liebe Leute, erst einmal 1000 Dank für eure Seiten, ein echter Halt.

Bitte schön, unten im Brieffuß meine eigentliche “Berufung”, von doch recht hoher Qualität…

politisch und wahrheitsfreundlich war ich aber schon immer, und besonders seit der Ukraine-Geschichte.

Hier sind meine Beiträge zum Covid-Hoax, der link zu meinem alter ego und mein bester Song:

youtube.com/watch?v=xldV4ebP9P8

Könnten ruhig mal paar Leute mehr sehen. Zeitlos. Leider heut genau so aktuell und nächstes Jahr wohl auch…..

Die Satiren, besonders 21.12., sind ja mittlerweile von der Realität übertroffen worden…

Tja, die Kollegen, wie lange möchten die denn Geld für nix?

Das 5000 Jahre menschliche Kultur abgebaut werden sah man doch schon im letzten April.

Alles was mit Freude, Singen, Nähe, Versammlung , Austausch zu tun hat ist unbegrenzt abgeschafft.

Wird auch nicht wieder kommen wenn alle das Spiel mitspielen….

…doch paar Wenige sehen das recht klar.

Und die anderen können gern Amazon-Ameisen werden, wenn es ihnen so egal ist – oder sie nur an ihrer Professur hängen die dann auch obsolet ist.

Wer wird denn Musik studieren, Restaurants aufmachen wenn jede Nähe als Gefahr implementiert wird?

Neues ARD-Wort: “coronakompatibel”

So soll die Welt sein, neudeutsch für UNMENSCHLICH.

Get up, stand up. And resist.
Cheers!

Lothar Theissmann
lotheis.de
YouTube.com/lotheisguitar


5. Leserbrief

Danke an die Macher der Nachdenkseiten zum Beitrag über die dröhnende Sprachlosigkeit des etablierten Kulturbetriebes. Gleichzeitig haben Sie aber einen guten Beitrag für die Zukunft vergessen, der implizit schon enthalten war. Würde es die Möglichkeiten der Nachdenkseiten sprengen, mit Hilfe der Leser, eine Liste dieser Künstler und Intellektuellen zu erstellen, die sich dieser unerträglichen Ausgrenzung und medialen Hinrichtung andersdenkender Stimmen entgegenstellen. Es wäre sicher eine Hilfe für alle, welche Personen oder Veranstaltungen man in Zukunft unterstützen kann. Als Beispiel verweise ich auf Denis Schenk, der in seiner Büchersendung im ZDF, in übelster zynischer Art, ohne inhaltliche Begründung, Daniele Gansers Buch: “Imperium USA” als verschwörungstheoretisches Pamphlet im Papierkorb verschwinden ließ. Damit waren seine Sendung und seine Empfehlungen für mich erledigt. Drehen wir den Spieß um und beginnen mit einer positiven Diskriminierung

Mit Dank für Ihre Arbeit
Heinz Steireif


6. Leserbrief

Hallo Redaktion der Nachdenkseiten,

Ich kann verstehen, dass Ihr wie die meisten kritischen Nachrichtenportale im Moment die Frage stellt, wo denn die kritischen Künstler hin sind.

Auf der anderen Seite würde ich mir wünschen, dass die kritischen Künstler auch von Euch medial verstärkt werden, gerade wenn Sie keinen hohen Bekanntheitsgrad haben. 

Ich bin Musiker / Sänger und Songschreiber und habe mich seit Ende März wiederholt 2020 in Schrift und Ton sehr kritisch geäussert: christianschantz.de/5-0-ist.html

Mich würde es sehr freuen, wenn Ihr auf meine Seite hinweist oder eins meiner Videos verlinkt. 

Mit schönen Grüßen aus dem Münchner Osten

Christian Schantz


7. Leserbrief

Dieser Leserbrief wurde wieder herausgenommen, da einer der Links auf eine Seite führte, die wir nicht unterstützen möchten.


8. Leserbrief

Ich fand ein treffendes Zitat zum Thema “Kultur in Zeiten von Corona” von Vaclav Havel in seinem Vorwort zum Buch von Tomas Sedlacek ” Die Ökonomie von Gut und Böse “:

2012 , Goldmann Verlag:
 

“Die Mehrheit unserer politischen Parteien handelt aus einem engen materialistischen Blickwinkel heraus. In ihren Programmen präsentieren sie zuerst die Ökonomie und das Finanzwesen; die Kultur finden wir irgenwo am Schluss, als Anhängsel, als Trankopfer für ein paar Verrückte. Ob sie nun rechts oder links stehen – die meisten von ihnen akzeptieren und verbreiten bewusst oder unbewusst die marxistische These von der ökonomischen Basis und dem spirituellen Oberbau.
Vielleicht hängt all das damit zusammen, dass die Ökonomie als wissenschaftliche Disziplin oft irrtümlicherweise als bloße Buchführung betrachtet wird. Aber was nützt die Buchführung, wenn sich doch vieles von dem, was unser Leben beeinflusst, schwer oder gar nicht berechnen lässt? Ich frage mich, was Ökonomen dieses Schlags tun würden, wenn man ihnen die Aufgabe übertragen würde, die Arbeit eines Sinfonieorchesters zu optimieren. Wahrscheinlich würden sie alle Pausen in Beethovens Konzerten streichen – sie sind ja schließlich zu nichts gut, sie halten nur den Lauf der Dinge auf, und die Mitglieder des Orchesters können doch nicht dafür bezahlt werden, dass sie nicht spielen…”

 
Mit freundlichem Gruß
Klaus Kenke


9. Leserbrief

Leserbrief zu Tobias Riegel

Künstler und Corona-Kritik. Wo seid ihr alle hin? (4.2.2021)
 
Unter dem Deckmantel der Solidarität lässt sich heute alles verkaufen. Die Pflicht und Aufgabe zum Schutz vor Corona reiht sich im Zeitalter der political correctness linientreu hinter die Umweltpolitik, die dem Bürger die Schuld für steigende CO2 Werte in die Schuhe schiebt. Die Corona-Pandemie ist nicht das erste Thema, das von den weitgehend linksorientierten Kunst- und Kulturschaffenden stillschweigend hingenommen, oder gar mit moralisch hoch erhobenem Zeigefinger verteidigt wird.

Ich möchte in meinem Leserbrief meine Erfahrungen als Musikerin schildern. Ich war und bin nicht bereit, mich der Meinung des Mainstreams anzuschließen. Die Konsequenzen, die ich dafür erleben musste, sind erschütternd. Daher möchte ich diesen Leserbrief auch anonym veröffentlichen.

Ich bin seit einigen Jahren selbstständig als Musikerin und Gesangslehrerin. Meine Erfahrungen mit der Corona-Pandemie, dem Verhalten meiner Mitmenschen zu meiner Kritik an den Maßnahmen und last but not least der Schule, an die ich mich nach dem Zusammenbruch meiner Selbstständigkeit gerettet hatte, waren und sind bedrückend.

Wo seid ihr alle hin?

Mit dieser Frage begann im März die Demontage meiner Existenz. Bezeichnend, dass vor allem die Ärzte, Rechtsanwälte, kurz die Wohlhabenden aus meiner Gesangsklasse unter Missachtung der Kündigungsfrist ihrer Unterrichtsverträge abtauchten. Offene Rechnungen blieben unbezahlt, nicht zu reden von all den Monaten, die offiziell hätten bezahlt werden müssen.

Konzerte wurden ersatzlos abgesagt, kleiner Engagements bei Geburtstagen und Hochzeiten entfielen. Innerhalb von wenigen Wochen war mein Schülerstamm massiv geschrumpft und sämtliche Engagements gestrichen. Meine mühsam über Jahre aufgebauten Gesangsensembles durften nicht mehr proben. Verunsicherte Leute kündigten auch hier die Mitgliedschaft, so dass von meiner jahrelangen Arbeit im Sommer nicht mehr viel übrig war.

Je mehr sich mir die Sinnlosigkeit der Maßnahmen und die Mutwilligkeit der Zerstörung meiner Existenz abzeichnete, desto lauter wurde meine Kritik. Oft wurde ich auf die rettenden Corona-Hilfen hingewiesen. Als ob Finanzhilfen an einer ruinierten Existenz etwas anderes leisten könnten als Aufschub. Was jahrelang wachsen musste, kann nicht durch Geld gepuffert werden. Zumal, wenn nichts nachkommt.

Konzerte und Engagements, wo seid ihr alle hin?

Mein ganzes Konzertleben entstand nach dem Motto sehen und gesehen werden. Wo man nicht gesehen wird, folgen auch keine Engagements. Wo keine Geburtstage und Hochzeiten gefeiert werden, gibt es keine Gigs. Woran wird man anknüpfen können? Wird man überhaupt irgendwo anknüpfen können?

Mein Schülerkonzert im August erntete massive Kritik, weil ich nicht angemeldete Eltern und Familienmitglieder trotzdem in dem Raum lies und es dort eng wurde. Nachdem ich mich für den gut gemeinten Versuch, ein schönes kulturelles Ereignis zu organisieren rechtfertigen musste, habe ich für mich beschlossen, dass das mein vorerst letzter Versuch war. Hinterher war ich bang, ob mich irgendwer verpfeifen würde. Dem war nicht so. Ein Glück.

Kaum hatte ich im Herbst wieder mit dem kleinen Rest meiner Gesangsensembles das Proben aufgenommen, wurde das gemeinsame Singen wieder verboten. Die nächsten Kündigungen kamen.

Über meinen Konzertverteiler hatte ich einen kritischen Text zu den Eingriffen in unser Grundrecht verschickt. Zurück kam Empörung, dass ich „rechten Spinnern“ auf den Leim gegangen wäre, man aus dem Verteiler genommen werden wolle und wir schließlich „die beste Regierung der Welt“ hätte. Es folgten weitere Kündigungen.

Zum neuen Schuljahr hatte ich zur Rettung meiner Existenz eine Tätigkeit an einer Schule aufgenommen. Ich sollte dort Erziehern beibringen, wie man im Elementarbereich mit Kindern musiziert. Zunächst ohne Maske und im Dauerdurchzug während ständig geöffneter Fenster und Türen. („Hygienekonzept“) Dann mit Singverbot und Maske und ständigem Durchzug. Dann mit Bewegungsverbot, Verbot der Gruppenarbeit und Trinkverbot im Unterricht (dafür müsse man ja die Maske abnehmen), halbstündigem Stoßlüften und völlig ausgetrockneter Heizungsluft. Mein Versuch mit den Schülern in eine kritische Auseinandersetzung zu treten hatte zur Folge, dass ich von den Schülern als Corona-Skeptikerin bei den Kollegen und der Schulleitung angeschwärzt wurde. Mein Versuch mich gegen diese Art der Denunziation zu wehren wurde mit der Ansage quittiert, dass es Worte wie „Denunziation“ und „Diffamierung“ an der Schule noch nie gegeben hätte und man sich diesen Tonfall verbitten würde. Die Schüler hätten sich lediglich zu meinem Verhalten „informiert“.

Als ich die Schulleitung dann darauf hinwies, dass ich ein Maskenattest besitze und vor allem aus Systemkonformität dennoch mit Maske unterrichte, ich aber aus Gründen meines Gesundheitsschutzes kurze Maskenpausen hinter der Plexiglasscheibe in meinem Klassenzimmer mache, oder mal die Nase rausschauen lasse, um atmen zu können (auch dafür wurde ich angeschwärzt), wurde mir die Erlaubnis entzogen, abends nach Schulschließung in meinem Musikraum zu üben. Es folgten weitere Schikanen, deren Ausführung ich mir an dieser Stelle spare.

Maßgeblich an der Situation beteiligt waren die Schüler, denen man offensichtlich erfolgreich eingetrichtert hatte, dass man Covidioten sofort melden muss.

Kritisch denkende Jugendliche, wo seid ihr alle hin?

Meine Kündigung dort wird all die Schüler treffen, die sich mit mir in Dialog begeben haben. Die sich auf den Musikunterricht gefreut hatten und von einer haltlosen Politik um ein Jahr Musikausbildung gebracht worden sind.

Sie fragen in ihrem Artikel nach mutigen Künstlern, die den Mund aufmachen. Ich habe mir erlaubt hier kurz meine Geschichte zu skizzieren. Ich werde weiter den Mund aufmachen und an die Bande mit den Menschen glauben, die bereit sind, dass man in einen gemeinsamen Austausch tritt.

Abschließend möchte ich auf die kritische und mutige Musikproduktion Maske auf meines Kollegen Aywin hinweisen. Noch ist sie auf Youtube verfügbar. Mal sehen wie lange noch.
youtube.com/watch?v=e5qf-xpg0B8&ab_channel=AywinMusik


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