Leserbriefe zu „KenFM und Anonymus: Hacken gegen die Meinungsvielfalt“

Ein Artikel von:

Tobias Riegel berichtet in diesem Beitrag über den Hacker-Angriff auf das Alternativ-Medium KenFM. Große Medien würden diesen Vorgang ignorieren oder verniedlichen. Hacker-Angriffe auf Medien seien grundsätzlich abzulehnen, sie seien eine Attacke auf die Meinungsfreiheit. Hinterfragt wird, ob die eigene inhaltliche Unsicherheit so groß ist, dass „die wenigen Kritiker, die noch übrig sind, in so scharfer Form und gleichzeitig von Geheimdiensten, Tech-Konzernen, Landesmedienanstalten, Politikern, großen Medien, ‚Faktencheckern‘ und nun Hackern bekämpft werden“ müssten. Für die interessanten Zuschriften bedanken wir uns. Hier eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

vielen Dank für Ihren Artikel.

Da niemand weiß, was oder wer sich wirklich hinter Anonymus verbirgt, kann es sich um eine der vielen Desinformationskapagnen handeln, die u.U. von Geheimdiensten geführt werden.

Man baut erst eine vermeintlich progressive “Marke” auf und verwendet sie dann um potentielle Gegner zu dikreditieren.

Als mögliche Analogien fallen mir z.B. die Weißhelme oder Bellingcat ein.

Viele Grüße
Andrej R.


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

vielen Dank für Ihren sehr zutreffenden Artikel, dessen Inhalt ich teile.
Auch ich bin Opfer dieser Attacke geworden, in dem mir in einer eMail von diesen Cyber-Söldnern mitgeteilt wurde, dass sie KenFM ausgeraubt, dabei meine Daten erbeutet haben und diese nun für diese Propagandamail missbrauchen.

Gerne setze ich mich kritisch mit den Inhalten von KenFM, so wie mit allen anderen Medien auseinander. Was ich allerdings zu lesen bekam war pure Diffamierung im heute üblichen Propagandajargon. Auch die Links führten zu ähnlich indiskutablen Inhalten.

Keine Frage das morgentliche Öffnen dieser eMail hat mich erschreckt und auch in Angst versetzt. Ich denke, dies ist auch Sinn und Zweck dieser Aktion, weniger (aber auch) die Schädigung der alternativen Informationsplattform KenFm. Ich sehe das als umfassende Zersetzungsstrategie. Es wird die Meinungsfreiheit angegriffen und die Nutzer abgeschreckt.
Es ist eine subtile Form der Gewalt, die hier zur Anwendung kommt, Anonymus agiert quasi wie eine moderne Cyber-SA. Es wird nicht mehr physisch geknüppelt, sondern mit der digitalen Keule gedroht, wir kriegen Euch alle, die Ihr nicht denkt, wie wir wollen. Im nächsten Schritt werden diese Daten dann zur Zerstörungen des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens der Betroffenen genutzt. Das ist auch viel eleganter als dumpfe physische Gewalt.

Da wo wir jetzt sind, sind wir bereits weit über den Punkt des “Wehret den Anfängen” hinaus!

Bleiben Sie tapfer!

Viele Grüße 
M. Vogel 

P.S.: Wenn Sie sich für den Inhalt der Mail von Anonymus interessieren, ich leite Sie Ihnen gerne zu.


3. Leserbrief

Liebes Leserbriefteam, lieber Tobias Riegel,

so wie ich Ihren Artikel verstanden habe, sind diese “Anonymus Hacker” Menschen die im Kollektiv heimlich Daten von anderen ausspionieren und öffentlich machen, was im Grunde genommen nur der Geheimdienst darf, für Privatpersonen verboten ist und unter Strafe steht. Diese “Hacker” suchen sich bewusst Menschen, die politisch per Blog tätig sind, sehr viel Erfolg haben, wie z.B. Ken Jebsen. Oder eine noch junge Partei wie die “Basis” die politisch frei sein will, sich keinesfalls als “marktkonform” versteht und ausspionieren um sie in der Bevölkerung – unter Mithilfe der “marktkonformen” – Medien für unwählbar erscheinen lassen soll, wenn nicht sogar staatsfeindlich, die ausgeschaltet werden muss.

Die Frage ist, wovon leben diese Hacker? Machen sie das privat aus Jux und Dollerei? Ein Sport und Egokitzel, was sie alles können und wie gefährlich sie sind?

Ein Rechtsstaat müsste in der Lage sein, so eine Gruppe ruckzuck ausfindig zu machen, ihnen das Handwerk zu legen und zu bestrafen. Aber da diese Corona-Politik nun mehr als deutlich gemacht hat, dass von Deutschland als Rechtsstaat schon lange keine Rede mehr sein kann, (NSU Akte 120 Jahre unter Verschluss durch CDU und Grüne) werden sie Unterstützer haben die in der Regierung oder beim BND sitzen, also gut vernetzt sind.

In der DDR galt ausspionieren, denunzieren als Volkssport und fand unter dem Sammelbegriff “Zersetzung” statt, eine aus der psychologischen Kriegführung angewandte Technik auch unter “operative Psychologie” bekannt.

Meistens stoße ich auf Widerstand, wenn ich das Wort “Zersetzung” erwähne und werde scharf angegriffen. Erst recht, wo die DDR nach 20 Jahren gerne auch – was normal ist – doch nicht mehr als so schlimm gesehen wird, wie sie mal wirklich war.

Alles was Sie schreiben, lieber Tobias Riegel, riecht geradezu nach “Zersetzung” der Gesellschaft, in der Andersdenkende als Staatsfeinde gesehen werden und psychisch, gesellschaftlich vernichtet werden müssen, wie etwa Ken Jebsen oder jetzt diese Partei, oder die linke Zeitung “junge Welt.” Man will sie nicht. Man will den diktatorischen Einheitsbrei. Alle müssen an den einen Mann oder die eine Frau in der Regierung glauben und sie fleißig unterstützen, dann bekommt man Orden und ein gutes Leben. Diese Menschen, die das tun, fühlen sich im Recht, tun was Gutes für den Staat.

Insofern kann ich mich darüber nicht mehr aufregen. Wiedervereinigung und 16 Jahre Merkel und ihre Art der “Menschen-und politischen Führung” haben ihre Spuren hinterlassen und Deutschland kennt keine mediale Vielfalt mehr sondern nur noch Einfalt. Was natürlich auch für die EU gewünscht, erstrebt und hoffentlich nicht durchgesetzt werden kann, weil die meisten anderen Länder diese deutsche Untertanenmentalität bei gleichzeitigen Aggressionen gehen andere Länder, nicht haben.

Freundliche Grüße
Karola Schramm


4. Leserbrief

Lieber Tobias Riedel,

ich bin selbst „Opfer“ des Datenklaus und habe persönlich Post von angeblich Anonymous bekommen.
Schreibweise und Stil der Email (kann zur Verfügung gestellt werden) zeigen aus meiner Sicht nicht auf Anonymous sondern auf geübten Kommunikations- und Propagandastil ?!

Sind Sie sicher , dass nicht jemand anderes hinter den Attacken steckt.

Beste Grüße
S. L.


5. Leserbrief

Die E-Mail von Anonymus an KenFM-Newsletter Abonnenten kann man ausschließlich als Drohung betrachten.

Auch wenn die E-Mail vom Schreibstil her von einem Pubertierenden geschrieben wurde.

Denn was man aus der E-Mail herauslesen kann, ist, dass Anonymus im Besitz von privaten Daten sind und es offen stellen ob sie diese Daten veröffentlichen werden oder nicht.

Sicherlich werden sie die Daten auf irgendeiner Plattform veröffentlichen damit dann irgendwelche Trittbrettfahrer diese Daten benutzen werden um die KenFM-Spender oder einfache Zuschauer bei beispielsweise Arbeitgeber anzuschwärzen.

Es geht denen hier (neben ihrem Kampf gegen die Meinungsvielfalt und gegen Journalisten bzw. Presse) ausschließlich um die Zerstörung der Lebensexistenz und wie Gaffer am Unfallort das Leid anderer zu verfolgen und es mit anderen ”Gleichgesinnten” zu teilen.

Sie und deren Anhänger auf den sogenannten sozialen Medien ergötzen sich wie Soziopathen am Leid.

Für mich sieht das außerdem verdächtig nach Methoden der Zersetzung aus. Das beherrschte unter anderem die Stasi hervorragend und hatte in den 70ern auf ihrer Hochschule in Potsdam-Golm das Fach Operative Psychologie eingeführt.

  • An private Daten kommen
  • Die privaten Daten nutzen um Gerüchte beim Arbeitgeber, Arbeitskollegen, Freundes- und Familienkreis zu streuen
  • Allmähliche psychologische Zersetzung der Betroffenen, bis hin zum Selbstmord

Da können diese sogenannten Aktivisten von Anonymus und deren versammelten Zuschauer auf Twitter (die wie im römischen Reich sich vom Leid von Fremden und auch Tieren ergötzt haben) ja richtig stolz sein.

Beeindruckend ist es zuzusehen, dass die Vollzugsorgane wie z.B. Staatsanwaltschaft und Polizei keinerlei Interesse haben gegen Anonymus vorzugehen. Das war anfangs ganz anders. Dies änderte sich allerdings als Anonymus anfing seit 2015 mehr und mehr auf der transatlantischen Linie zu hacken.

Also im Interesse der NATO und des neoliberalen Systems: Gegen Iran, gegen Russland, gegen Syrien usw.

Beste Grüße
E


6. Leserbrief

Liebes Nachdenkseiten-Team,

ich gehe davon aus, dass der Hack eine Aktion des Verfassungsschutzes war – die zeitliche Nähe zum Beginn der Beobachtung ist doch auffallend. Entweder Anonymous ist eine Tarnbezeichnung, unter der der Geheimdienst auftritt, oder es sind größtenteils idealistische Aktivisten, die nicht wissen, dass sie vom Geheimdienst gesteuert werden.

Viele Grüße,
Wolfgang Schwarz


7. Leserbrief

Liebe Redaktion,

ich hätte eigentlich gedacht, dass irgendeiner den letzten Schluss auch noch geschafft hätte. Denn in der Tat sind viele Elemente ja versammelt worden, wie z.B. das Zitat von Anonymous:  „Schlag von Anonymous-Aktivisten gegen die organisierte Szene der Corona-Verharmloser: Das Hackerkollektiv ist an die Daten der mehr als 10.000 Mitglieder der Partei ‚dieBasis‘ gelangt.“ usw.

Auch meine Adresse schien dort in der Datenbank hinterlegt gewesen. Denn ich erhielt am 16.06.05h00 eine Mail von [email protected] mit einem süffisanten alternative Medien diskreditierenden Text nebst freundlichen Links zur eigenen Site.

Wer nun die Hack-Strecke dieser Hack-Gruppe nachliest und auch sonst die  gesamte Argumentation prüft stellt fest, dass es sich bei DIESER Gruppierung mitnichten um die zitierten ECHTEN Hacker handeln kann, denn die Buben dieser Gruppe folgen nahezu komplett dem Narrativ des Mainstreams und der Macht. Somit müssen sie auch Angehörige oder eben Meinungssöldner, die Ehre und Seele der Macht verkauft haben, sein, die wie eben diverse “Facktenchecker” usw. über die üblichen Kanäle von hinten durch die Kalte Küche über Steuergelder “PRIVAT” finanziert werden, eine  echte FAKE-Anonymous Gruppe. Die ECHTEN Anonymous indessen kennen alle Informationen und wissen auch, wie sie die offiziellen Verlautbarungen und das offizielle Narrativ einzuschätzen haben und würden sich derartiger Fehlurteile nicht entblößen. Somit kann dieser, wie auch alle anderen Hacks der FAKE-Gruppe nur als eine privat finanzierte aber insgeheim mit öffentlichem Auftrag der Dienste durchgeführte VERDECKTE OPERATION – auch FALSE-FLAG Operation sein! Mit Hilfe der heutigen Technik läßt sich also solch eine strafbewehrte Handlung – also ein Straftat – ganz diskret aus den Hinterzimmern der Macht, in diesem Falle dem Bundeskanzleramt als vorgesetzte Dienstelle des BND  – die Organisation ist ja angeblich im Ausland (nl) – durchziehen ohne dabei entsprechend in Erscheinung treten zu müssen. Es bleibt jedem überlassen sich dazu seine eigenen Gedanken zu machen…

R. H.


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

Anonymous Deutschland meint, dass es sich bei KenFM um ein Medium handle, das sich nicht an journalistische Standards halte und der Angriff deswegen gerechtfertigt sei. (netzpolitik.org)

Journalistische Standards beim ÖR:

Die Tagesschau hat uns im Herbst täglich die „Neuinfektionen“ im Vergleich zum Frühjahr serviert und dabei weggelassen, dass inzwischen dreimal mehr Tests hinter den Zahlen standen. Ab Klasse 7 sollten die meisten Journalisten in der Lage sein, das ins Verhältnis zu setzen.

ÖR Medien haben die Lage in Indien jüngst als sehr dramatisch dargestellt. Indien hat über 16 mal mehr Einwohner als Deutschland. Jeder, der sich traut, kann die „bedrohlichen“ Zahlen mal auf Deutschland umrechnen. Da Bevölkerungsverhältnisse keine Rolle in den ÖR Medien spielen, könnte auch Monaco komplett aussterben und wäre in deren Statistik noch Vorbild.

Die hochansteckende indische (Delta) Variante kommt zu uns. Andere Gebiete scheint sie großzügig zu meiden. Hongkong gehört zu den dicht besiedeltsten Gebieten der Welt. Viele kennen die verstörenden Bilder der Wohnverhältnisse der „Käfigmenschen“. Ich hatte daher seit einem Jahr mit apokalyptischen Meldungen aus dieser Region gerechnet. Beim Auswärtiges Amt kann man aktuell lesen: „Hongkong war bisher von COVID-19 kaum betroffen.“ Und das bei 6890 Einwohnern pro km² ! Die WHO sollte sich dort unbedingt Rat holen! Hongkong sollte im Corona-Medienfocus stehen.

Jeder, der das Grundschulniveau der ganzen Zahlen verlässt, läuft Gefahr, zum Medienkritiker zu werden. Damit steht man zwangsweise in der Nähe zu Leugnern und Schwurblern. Kontaktschuld sei Dank.

Sollte Anonymous wider Erwarten zur Erkenntnis gelangen, dass Prozentrechnung keine Verschwörungstheorie ist, müssten auch ÖR Medien mangels journalistischer Standards in deren Fadenkreuz geraten.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Riedel


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger

es ist nachvollziehbar, dass Sie als Journalist in Ihrem oben genannten Beitrag den Hacker-Angriff auf das Alternativ-Medium KenFM hauptsächlich dahin kritisieren, dass es sich hierbei um eine Attacke auf die Meinungsvielfalt und einen Angriff auf die Pressefreiheit handelt. Dem ist voll zuzustimmen, aber ein anderer Aspekt wiegt aus meiner Sicht mindestens genauso schwer:

Werden Hacker-Angriffe auf kommerzielle Online-Portale verübt und dabei in ähnlicher Weise persönliche Daten von Nutzern, etwa Vornamen, Nachnamen, E-Mail-Adressen und Passwörter sowie Kontodaten erbeutet, dann ist die mediale Kritik groß, und es werden ggf. Ermittlungsverfahren gegen diese Kriminellen angestrengt.

Im Fall des Hacker-Angriffs auf das Alternativ-Medium KenFM ist der ‚Täter‘ jedoch bereits bekannt, und man fragt sich, was will die Hacker-Gruppe „Anonymus“ mit diesen hochsensiblen Daten eigentlich anfangen, wozu brauchen die Hacker sie, wie wollen sie diese Daten nutzen?

Sie schreiben: „Einige der so identifizierten Abonnenten wurden in den vergangenen Tagen bereits mit E-Mails von „Anonymus“ behelligt.“ Das kann nervig sein, aber dagegen kann man sich schützen, indem man den Absender in die Blacklist seines E-Mail-Accounts einträgt.

Aber ist der illegale Erwerb oben genannter Daten nicht eigentlich strafbar und müsste hier nicht sogar von Rechts wegen ermittelt werden? Oder muss die Justiz erst warten, bis Abonnenten von und Spender für KenFM vielleicht öffentlich diffamiert bzw. anderweitig ‚behelligt’ oder evtl. gar finanziell geschädigt werden? Und wie würden andere Parteien wohl reagieren, wenn Daten von ihren Mitgliedern erbeutet worden wären, so wie es Mitgliedern der neuen Partei „Die Basis“ erging?

Ich halte jedenfalls diese Aspekte mindestens für genau so wichtig wie die von Ihnen mit Recht kritisierte Attacke auf die Meinungsfreiheit, und man kann nur hoffen, dass sich Betroffene dagegen erfolgreich zur Wehr setzen.

Mit freundlichen Grüßen, und bleiben Sie bitte weiter so kritisch
A. M.


10. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Redaktion

Was die Nachdenkseiten zum Angriff auf Kenfm und auf die Pressefreiheit geschrieben haben, das ist sehr wichtig. DANKE!
 
Ich habe zu dem Thema ein Gedicht verfasst:
 
Hüter der Ordnung
Als die Ordnungshüter gegen Plattformen vorgingen,
die vom Mainstream abweichende Positionen
als die einzig wahren darstellten,
dachte ich mir, die Damen und Herren in der Aufsicht da oben werden’s schon wissen,
schließlich wissen sie viel mehr als ich.
 
Als sie die Kritik an doppelten Standards der NATO-nahen Medien
als gefährliche Propaganda zugunsten der Feinde der Freiheit darstellten,
dachte ich: Klar, Menschenrechte und Demokratie müssen wehrhaft verteidigt werden,
und die Propaganda der Gegenseite ist geschickt, also gefährlich für unsere Ordnung.
 
Als die Ordnungshüter linke Medien als verfassungswidrig weil linksradikal einstuften,
habe ich das gar nicht mitbekommen,
in den Mainstream-Medien war davon nichts zu lesen.
 
Als sie vor antiimperialistischen Blättern warnten,
diese würden Terror verharmlosen,
konnte ich mir vorstellen, dass die Hüter der Ordnung Recht haben,
Freiheitsbewegungen sind für Kampf gegen die Autorität
– fließen da nicht die Grenzen zur Gewalt?
 
Als die Hüter der Ordnung Marxisten unter Verdacht stellten,
sie würden die öffentliche Meinung im Sinne einer gewaltsamen Revolution manipulieren,
glaubte ich ihnen kein Wort. Schließlich waren auch Bert Brecht und Pablo Picasso Marxisten.
Ich dachte, das wird sich schnell klären lassen.
 
Als sie das Gedenken an Rosa Luxemburg als gesichert extremistisch
und verfassungsfeindlich einstuften
und als sie davor warnten,
hielt ich inne,
ich wollte ja noch was erreichen in meiner Karriere.
 
Als sie dem Blatt für rechte Freiheit attestierten,
es sei anders als linke Zeitungen keine gesicherte extremistische Bestrebung
also nicht erwiesen verfassungswidrig,
da kam ich schließlich doch noch ins Zweifeln
 
Bernhard Trautvetter


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