Noch einmal: Leserbriefe zu „Gibt es unter NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern viele Menschen, die mit einem Autopiloten Auto fahren würden?“

Ein Artikel von:

Hier ist nach der Einstellung zur Nutzung von Autopiloten gefragt worden. Eine erste Leserbriefsammlung dazu ist hier veröffentlicht worden. Danach haben uns weitere interessante Leserbriefe erreicht. Auch dafür bedanken wir uns. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Nein, ich würde niemals mit einem Autopiloten fahren und ich stehe auch Fahrerassistenzen kritisch gegenüber. Mein Mann hat eine Fahrassistenzkomponente im Auto, welche laut piepst, wenn das Fahrzeug einem anderen Fahrzeug angeblich gefährlich nahe kommt. Die Erfahrung zeigt, es piepst auch dann, wenn keine gefährliche Nähe vorhanden ist.

Fahrassistenzkomponenten können auch gängeln – man stelle sich vor, in Deutschland würde Tempo 100 auf Autobahnen eingeführt und die Autofahrer verpflichtet, eine automatische Tempokontrolle (mit automatischer Reduktion der Geschwindigkeit auf Temo 100) in ihren Fahrzeugen nach zu rüsten….

Mit freundlichen Grüßen
T. Preuß


2. Leserbrief

Hallo,

man kann schon seit langem mit dem Auto fahren, ohne selbst am Steuer zu sitzen. Früher nannte man diese Errungenschaft ‘TAXI’.

Wer nicht mehr selbst steuern will, sollte sich den Autokauf, notwenige Reperaturen, Steuern, Versicherungen und sonstige Ausgaben sparen und sich auf das gute, alte Taxi verlassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Brill


3. Leserbrief

Hallo Herr Müller,

ich habe mir die Antworten einiger Leser auf Ihre Frage durchgelesen und dabei einen Aspekt vermisst, den offenbar niemand im Fokus hatte.

Es geht hier nicht darum, ob ein Computer ein Auto besser und sicherer steuern könnte oder nicht. Oder ob man einem Autopiloten vertrauen könnte oder nicht.

Ihre Frage berührt philosophisch betrachtet eine ganz andere Ebene unseres menschlichen Seins:

  • Was bin ich als Mensch?
  • Warum habe ich Beine und keine Flügel?
  • Warum bekomme ich ab einer bestimmten Höhe in den Bergen keine Luft mehr?
  • Warum kann ich unter Wasser nur für eine kurze Zeit ohne Atem überleben?
  • Warum kann ich nicht genauso schnell laufen, wie ein Leopard?
  • Warum kann ich im Dunkel kaum noch sehen?
  • Warum erfriere ich ohne Schutz ab einer bestimmten Temperatur?
  • Etc. p.p.

Antwort: Weil du Mensch so gewollt bist!

Lieber Herr Müller, ich gebe Ihnen recht: Es ist nicht alles sinnvoll, was technisch möglich ist.

Deshalb habe ich meine Zuschrift mit dem Titel eines Filmes überschrieben, der genau das zum Inhalt hat und aufzeigt, wohin unsere Reise gehen könnte, wenn wir vergessen, was einen Menschen vom Tier unterscheidet. Denn es ist nicht der ganze technische Firlefanz, den er tagtäglich für seine Bequemlichkeit erfindet und damit obendrein dem schnöden Mammon dient, sondern seine Fähigkeit, seinen Heimatplaneten zu schützen und damit auch das Leben von Tieren, Pflanzen und sein eigenes.

DAS unterscheidet einen Menschen von allen anderen Lebewesen: Die Achtung vor der gesamten Schöpfung, die nur ER in einer Art und Weise zum Ausdruck bringen kann, die ihn als belebtes Wesen EINMALIG macht.

Beste Grüße
M.R.


4. Leserbrief

Lieber Herr Müller,
 
beim Lesern der Leserbriefe sind mir noch ein paar Dinge eingefallen.
 
Derzeit werden Fahrzeuge eigentlich kontinuierlich autonomer, ob wir wollen oder nicht. So wurde das letzte Firmenfahrzeug meines Mannes serienmäßig mit Abstandssensor ausgeliefert. Das Auto bremst, wenn man zu dicht auffährt. Praktisch, wenn der Vordermann überraschend eine Vollbremsung macht, denn da reagiert die Technik in der Tat ein Quentchen schneller, als man selber. Weniger praktisch, wenn die Technik sich bloß einbildet, dass da ein Hindernis wäre und spontan eine Vollbremsung hinlegt.
 
Da kommen beim Autofahren ganz neue (gesunde) Schreckeffekte hinzu.
 
Auch wenn die Klimaautomatik auf langer Autobahnfahrt in Bruthitze den Dienst einstellt und sogar die Lüftung deaktiviert, freut man sich mächtig über die moderne Technik. Was wenn kritischere Systeme versagen?
 
Der Mensch ist fehlbar. Die Technik jedoch ebenso.
 
Einer der Leserbriefe kritisierte darüber hinaus, dass man eigene Fähigkeiten verlernt. Dem stimme ich völlig zu! Ich habe meinen Mann immer als hervorragenden Fahrer betrachtet. Seit einigen Jahren hat er den Luxus von 360 Grad Kameras. Damit kommt man in Parklücken, in die man sich früher nicht getraut hätte. Nachteil: Mittlerweile parkt er ohne solche Assistenz eher bescheiden ein.
 
Wir verlieren allgemein zu viele Fähigkeiten… Ich mache mit Begeisterung Handarbeiten, weben, spinnen, stricken, häkeln, nähen, sticken. Mein Umfeld reagiert häufig mit: Das kann man doch alles fertig kaufen. Und damit sind nicht die Werke anderer Handarbeiterinnen gemeint, sondern Fabrikware. Zwischen handgestrickten Socken und Fabrikware liegen aber Welten und so ist es mit so ziemlich allem. Das ist wie selber kochen oder fertig kaufen. Wer kochen kann, wird Fertigfraß nicht anrühren. Aber traurigerweise muss man heutzutage fragen: Wer kann denn noch kochen?
 
Und so verlieren nicht unbedingt nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus chronischem Zeitmangel, konstant durchaus wichtige Fähigkeiten. Sollten wir irgendwann wieder darauf angewiesen sein, wird das ein unschönes Erwachen.
 
Herzliche Grüße,
V. Weinand


5. Leserbrief

Sehr geehrter, lieber Herr Müller,

zunächst wieder ein herzlicher Dank für Ihre und Ihrer Kolleginnen und Kollegen Aufklärungsarbeit im Allgemeinen!

Die Meinungen zu dem rel. Thema sind in der Tat interessant und möglicherweise geeignet eigene Positionen zu überdenken.

Der Aspekt der unter heutigen Bedingungen damit verbundenen Kontrolle und Datensammlung sind mir angesichts aller Mißbrauchserfahrungen höchst suspekt. Würde das Internet eines Tages demokratischer, würde ich vermutlich beginnen, auch über solche Systheme neu nachzudenken.

Kaum eine Rolle in der Diskussion spielt die Elektrosmogfrage. Oder habe ich das übersehen? Jedenfalls möchte ich in diesem Zusammenhang an deren gesundheitliche Einflüsse erinnern. Meinem Eindruck nach wird dieser Frage generell zu wenig Bedeutung zugemessen.

Angesprungen hat mich das Wortspiel FÜHRERschein und die Frage nach menschlichen Faktoren beim Verkehrs- und Unfallgeschehen. Ich frage mich seit “ewigen Zeiten”, warum die Führerscheinvergabe nicht konsequent an eine in der Fahrschule m.E. lern- und nachweisbare nachhaltig defensive Fahrweise geknüpft wird. Was sagen Verkehrspsychologen dazu? Sind das unrealistische Vorstellungen?

Freundliche Grüße!
Bernd Ebener


6. Leserbrief

Guten Tag Herr Müller,

da ich ohnehin nicht Auto fahre, erübrigt sich meine Antwort.

Ich las gerade die Reaktionen, bei denen mir eines auffiel: Nicht eine erwähnt den nicht-motorisierten Verkehr, ganz so, als existiere er überhaupt nicht. Auch nicht erwähnt wird die für den Automatismus notwendige Infrastruktur.
Letzteres wird ganz einfach laufen: Der Steuerzahler zahlt, nicht der Autofahrer. Weil der Steuerzahler zahlt, haftet er auch, bzw. der Staat, während der Autofahrer ausschließlich die Vorteile genießt.

Was ersteres angeht, vermute ich, daß man den Automatismus nutzen wird, um den nicht-motorisierten Verkehr weiter zu verdrängen und weiter zu entrechten, dafür aber mehr Pflichten aufzuerlegen, wie schon seit 100 Jahren stets zum Vorteil der Autofahrer. Anfangs wird man das mit der Unsicherheit der neuen Autos begründen, vor denen alle anderen ja geschützt werden müssen. Wenn diese irgendwann mal weggefallen sein wird, fällt niemandem mehr die Frage ein, warum Radfahrer und Fußgänger noch weitere Nachteile hinnehmen sollten.

Nur zur Erinnerung: Wir sind hier nicht in irgendwelchen SF-Filmen.
Parkassissisten stellen kein Problem dar, denn im Zweifelsfall bleibt die Kiste stehen und man tut es selbst.
Sobald es aber komplexer wird, sterben Menschen. Selbst so einfache Dinger wie Kamera mit Bildschirm und Alarm, vor allem natürlich in Lkw, führen entweder zum Abschalten wegen dauerndem Fehlalarm (falsch Positiv) oder zur Fehleinschätzung der Automatik, es gäbe gar kein Problem (falsch Negativ).

Damit sind weitere Problemecken noch gar nicht erwähnt, die wie jetzt die Impfung zu unfreiwilligen Massenversuchen an Menschen führen werden.
Wer also sowas kauft und fährt, lädt eigene Schuld bei anderen ab, bei den einzigen, die nun garantiert nichts dafür können: Radfahrer und Fußgänger und was immer auch sonst so ohne Motor unterwegs ist.

Nun haben Sie doch eine Antwort von mir.

Tschüß
Udo Steinbach


7. Leserbrief

Guten Morgen sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,
 
meine jetzt 9 monatigen Erfahrungen (10tkm) mit den Fahrassistenzsystemen im VW Passat (Bj. 2019) sehen mich zu diesem Thema relativ ratlos.

Gute Erfahrungen mit Abstandshaltern beim Fahren mit Tempomat (alleiniges Abbremsen und Beschleunigen in Abhängigkeit vom Verkehrsflusses) stehen gemischte Gefühle zum Spurhalteassistenten und Unfallwarner entgegen. Da macht die Elektronik vieles was nicht richtig nachvollzogen werden kann. Laufende Spurkorrekturen durch Längsrillen, Schienen etc. machen das Fahren in der Großstadt mit dem Spurassistenten (bewusst oder irrtümlich eingeschaltet) eher anstrengend teils gefährlich.

Auch willkürlich eingeleitete Bremsvorgänge bei Autobahnfahrten, in Situationen wo eher Beschleunigung angesagt wäre, sind für den nachfolgenden Verkehr zumindest überraschend…

Die Entwicklung der Assistenzsysteme geht sicher schnell voran. Ein Fahren in der Hand von Autopiloten scheint mir aber im Moment noch recht utopisch.
 
Freundliche Grüße aus Dresden
Dirk Hagendorf


8. Leserbrief

Hallo Nachdenkseiten,

kann man einen Leserbrief zu einem Artikel UND  zu den Leserbriefen schreiben?
Hier zu den selbstfahrenden Autos und AI.

Wir können zur Zeit beobachten, dass alle menschlichen Tätigkeiten Schritt um Schritt an AI übergeben werden, die das besser kann.
Im Wohnzimmer läuft der AI-Staubsauger, im Garten der AI Rasenmäher, während der Kühlschrank gerade einkaufen geht. Die Küche bereitet ein Fertigessen zu, während der (gewesene) Mensch auf der Couch sitzt und auf sein Handy starrt oder auf dem Großbildschirm ein Computerspiel macht. Demnächst taucht er dort auch in virtuelles Leben ein, in dem ihm AI ein „wahres Leben“ ermöglicht.
Irgendwann setzt er sich dann in sein Auto, das ihn selbsttätig irgendwohin fährt, etwa zur Arbeit, die AI gerade macht, und der er zuschauen darf.

Der „alte Mensch“ definierte und identifizierte sich nach seinem TUN, aus seiner Arbeit heraus. Der „neue Mensch“ nach seinem Nichtstun und seiner Bequemlichkeit.

Wollen wir wirklich „neue Menschen“ sein?

Mit besten Grüßen,
Johannes Kießling


9. Leserbrief

Liebe Nachdenker,

die Frage, ob man selbst in ein automatisches Fahrzeug einsteigen würde, wird von vielen, die Ihnen geschrieben haben, offensichtlich vor allem technisch betrachtet, wobei nur ein geringer Teil sich zur Entwicklung positiv äußert.
Ich wundere mich aus etwas anderen Gründen. Da hat ein Hersteller jahrelang mit dem Spruch “aus Freude am fahren” geworben und nun sollen alle Kunden zu Taxifahrern werden? Als Passagier in Bus und Taxi benötige ich kein Privatfahrzeug, warum sollte ich selbst ein Fahrzeug erwerben, in dem ich nur Fahrgast bin? Das heißt doch, die Automobilindustrie will schrumpfen, denn es werden künftig wesentlich weniger Fahrzeuge gekauft werden. Und das in einem Land, dessen Wirtschaft zu einem großen Teil vom Automobil abhängt. Ich staune, vor allem, als ich noch nicht gelesen habe, dass man sich auf diese Veränderung der Wirtschaft vorbereitet.

Würde ich in ein fahrerloses Privatfahrzeug, ein Taxi oder einen ebensolchen Bus einsteigen? Also in ein Gerät, das keiner ethischen Richtline folgt, dunkelhäutige Menschen für Affen hält und das, wie es seitens Daimler hieß, in jedem Fall die Insassen schützen wird. Was bedeutet, dass das auf die Straße rennende Kind, die Mutter mit Kinderwagen, der schwankende Fahrradfahrer, der Blinde oder der verwirrte Mensch auf der Fahrbahn keine Chance bekommt, wenn der Computer für alle errechneten Reaktionen eine Gefahr für die Insassen ermittelt. Will Smith sagt in “I Robot”? “Ein Mensch hätte das gewusst!” – nämlich dass man das Kind rettet, nicht die Person mit den rechnerisch höchsten Überlebenschancen. Da sieht man bei Daimler und vermutlich auch in den anderen Unternehmen wohl anders. Ich stelle mir folglich eher die Frage, ob ich noch das Haus verlassen kann, wenn solche Systeme die Straßen nutzen.

Nebenbei: Den Vergleich mit Autopiloten im Flugzeug finde ich etwas schräg. Die Nutzung des Luftraums ist über weite Strecken nicht mit der Dichte des Fahrzeugverkehrs einer Großstadt zu vergleichen. Zudem sind es gerade diese Steuerungen, die bei den 737 Max von Boeing zu Abstürzen führten. Der Entwurf der meisten Flugzeuge liegt Jahrzehnte zurück, die Nutzungsdauer übersteigt die üblicher Kfz erheblich. In Folge ist die Technik im Grunde alt und muss von den Piloten auch heute noch ständig überwacht werden.

mit freundlichem Gruß
Michael Boettcher


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,
 
zu o.g. Thema fällt mir Einiges ein:
 
Zunächst: ja  ich könnte mir vorstellen, ein autonomes Fahrzeug zu nutzen! Allerdings mit einigen Einschränkungen.
 

  • Den Pfad, den Tesla derzeit propagiert, nämlich hochmotorisierte Fahrzeuge mit großer Reichweite (also groß dimensionierten Akkus) in den Markt zu drücken, halte ich für grundverkehrt. Es ist der Versuch, den jetzigen automobilen Individualverkehr in eine elektrische, autonome Zukunft zu verlängern, mit all den Problemen, die wie jetzt schon haben, plus noch einige Andere.
  • Wenn ich mich richtig erinnere, wurde schon 1969 von der damaligen sozialliberalen Koalition die Verlagerung des Güterverkehrs und auch des Personenverkehrs von der Straße auf die Schiene gefordert. Wie man weiß, ist daraus in den folgenden über 50 Jahren leider nichts geworden. Im Gegenteil wurde die Bahn zugunsten von PKW und LKW immer weiter zurückgedrängt.
  • Ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept sollte auf schienengebundene Transporte über die Langstrecke setzen. Hier ergeben sich quasi von selbst auch automatisierte Konzepte, die ja auf der Schiene viel leichter als auf der Straße realisierbar wären. Hier sind auch noch weitergehende automatische Transportsysteme denkbar (z.B. CargoCap)

 
Und hier kommen wieder die autonomen Fahrzeuge ins Spiel:
 
Für die kommunale oder auch regionale Feinverteilung wären autonome, elektrische Fahrzeuge ideal, weil:

  • Man braucht keine großen Reichweiten
  • Man braucht keine hohen Geschwindigkeiten.
  • Man braucht keine ausgeklügelten Algorithmen, um auch jede unvorhergesehene Situation zu meistern, weil die Fahrzeuge in einem bekannten Gebiet unterwegs sind und das relativ langsam.
  • Das autonome Fahrzeug würde automatisch zum Laden eine Ladestation ansteuern und bei Störungen einen Techniker (und ggf. ein Ersatzfahrzeug) anfordern.

 
Stellen wir uns mal eine solche Zukunft vor:
 
Wir (wohnhaft in Hintertupfing)  möchten am nächsten Tag in Hamburg eine Kunstausstellung besuchen.

  • Wir geben in einer App auf unserem Smartphone diese Absicht bekannt.
  • Wir werden nach einigen Einzelheiten ( Wann müsst ihr dort sein? Wieviele seid ihr ? Evtl. Mitfahrer akzeptiert?  usw.)  gefragt.
  • Wir erhalten eine detaillierte Reiseplanung.

Am nächsten Tag hält zum vereinbarten Zeitpunkt ein autonomes Fahrzeug vor unserer Haustür und bringt uns zum nächsten größeren Bahnhof. Von dort aus gelangen wir problemlos nach Hbf Hamburg und dann per autonomem Fahrzeug zu unserem Ziel in Hamburg. Es gibt keine Staus und keine Zugverspätungen, weil die Gesamtsituation dem Verkehrsleitsystem jederzeit bekannt ist.
 
Ja gut, ich sehe es ein: das ist eine Utopie!
Das wird niemals so kommen, weil die Autoindustrie das nicht akzeptieren würde. Wäre ja auch problematisch, wenn 90% der Wertschöpfung in diesem Bereich wegfallen würden. Man bräuchte ja die ganzen Autos, die heute 90% der Zeit nur rumstehen nicht mehr.
Andererseits: Kann das wirklich so falsch sein, wenn wir in Zukunft nicht mehr so einen  riesigen Anteil unserer volkswirtschaftlichen Ressourcen allein auf die Erfordernis, von A nach B zu kommen, konzentrieren würden?
 
Technisch ist das alles kein Problem. Dem Inschenör ist nix zu schwör.
 
freundliche Grüße
Herbert Gutzer


11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

als Science Fiction “Fan” bin ich mit “Autopiloten” quasi aufgewachsen.

Zentraler Punkt ist mMn nicht der Autopilot “per se”, sondern die Haftungsfrage.
Wenn die Autokonzerne die Haftung für alle Schäden UND die volle juristische Verantwortung übernehmen würden, sähe ich darin keine grundsätzliche Gefahr, denn ein menschlicher Autofahrer macht ebenso Fehler.

Wenn die Autokonzerne die Fehler selbst zu verantworten hätten, wäre die Motivation zu verbesserten “Autopiloten” weitaus höher. Zudem würde die vorgeschriebene Geschwindigkeit immer eingehalten. :-)

Dann hätte Elon Musk auch nicht mehr so viel Spaß an seinen Autos. Denn wenn ein Autopilotfahrzeug einen Unfall verursacht, könnte die weitere Nutzung bis zur Aufklärung eingefroren bleiben. Die Kosten für die Ersatzfahrzeuge müßten ebenso solange von den Autokonzernen getragen werden.

Mit freundlichen Gruß
Christian Ventzke


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