Ist der Kündigungsschutz wirklich ein Beschäftigungshemmnis? Das WSI hat die Behauptungen der Deregulierer empirisch überprüft und kommt zu ganz anderen Befunden.

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Kündigungsschutz und Arbeitsrecht sind Dauerbrenner in der politischen Debatte. Weniger Absicherung bringe mehr Jobs, der Kündigungsschutz bremse die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, lautet eine häufig geäußerte Meinung. Was sagen Wissenschaftler? Das Projekt “Regulierung des Arbeitsmarktes” (REGAM) am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung kommt zu ganz anderen Ergebnissen – und zwar auf der Basis empirischer Fakten.

In mehreren Wellen haben die Forscherinnen und Forscher unter Leitung der Arbeitsrechtlerin Prof. Dr. Heide Pfarr untersucht, wie sich der Kündigungsschutz tatsächlich in Unternehmen und am Arbeitsmarkt auswirkt. Die wichtigsten Ergebnisse ihrer aktuellen Forschung sowie Resultate aus anderen wissenschaftlichen Studien zu Arbeitsrecht und Arbeitsgerichtsbarkeit finden Sie im Internet-Angebot der Hans Böckler-Stiftung unter einer zentralen Adresse.

Kurze Artikel und Grafiken geben Antworten auf zentrale Fragen: Stellen Personalchefs wirklich weniger ein, weil es den Kündigungsschutz gibt? Warum wollen 71 Prozent der Deutschen den heutigen Kündigungsschutz behalten oder sogar ausbauen? Wie viele Arbeitsverhältnisse werden jedes Jahr überhaupt beendet? Wie oft kündigen Beschäftigte, wie oft Arbeitgeber? Sind Klagen gegen Kündigungen tatsächlich häufig? Wie lange dauern die Prozesse und sind Abfindungen die Regel oder eher die Ausnahme? Wie lässt sich kleinen und mittleren Unternehmen helfen, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Arbeits- oder dem Sozialrecht haben?

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