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Hinweise des Tages

Veröffentlicht in: Hinweise des Tages

  1. Alternatives Kombi-Lohn-Modell des „Wirtschaftsweisen“ Bofinger: Geringverdienern sollen die Beiträge zur Sozialversicherung zurückerstattet werden
    Quelle: FR

    Anmerkung: Auch dieses Modell basiert auf dem Mythos, dass die hohen Lohnnebenkosten (Sozialabgaben) ein das große Hindernis bei der Einstellung von zusätzlichen Arbeitnehmern sein sollen. Statt Lohnzuschuss nun eben Lohnnebenkostenzuschuss. Wenigstens wären die Geringstverdiener dann sozialversichert, aber die Mitnahmeeffekte wären die gleichen. Mit einem Mindeststundenlohn von 4,50 Euro (!), will Bofinger den Abstand von regulären Beschäftigungsverhältnissen und Alg II-Beziehern wahren. Die Arbeitgeber wird’s freuen, da könnten sie endlich die Löhne noch weiter drücken und brauchten nicht einmal mehr ein schlechtes Gewissen zu haben.
    Für alle, die das Bofinger „Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich“ interessiert:
    Quelle: sachsen.de [PDF – 713 KB]

    Dazu auch: Alle Subventionen für Niedriglöhne verschlingen viel Steuergeld. Deshalb muss zugleich ein Mindestlohn festgelegt werden, sagt der Wirtschaftsexperte Rudolf Hickel.
    Quelle: FR

  2. Bundesagentur schönt Lehrstellenmangel: Statt der offiziell ausgewiesenen 50.000 suchen 150.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz.
    Quelle: FTD
  3. Marcus Rohwetter: Wie Handel und Industrie versuchen, die höhere Mehrwertsteuer für Preistricksereien zu nutzen.
    Quelle: Die Zeit
  4. Über die ach so heile Welt der privaten Krankenversicherung: Krieg auf Kosten der Patienten in den USA
    Quelle: Spiegel Online
  5. Obwohl es zugeben muss, dass der magere Aufschwung fast ausschließlich der weltwirtschaftlichen Situation zu verdanken ist, feiert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) den angeblichen Erfolg der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik.
    Quelle: Die Welt

    Anmerkung: Ideologie in Reinform.

    Zu der Behauptung von Hüther einer sich aufhellenden Konsumentenstimmung siehe:

  6. Umsatzminus im Handel
    Der Konjunkturaufschwung in Deutschland geht an weiten Teilen des Einzelhandels vorbei. Im September sank nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes der Branchenumsatz im Vergleich mit dem Vorjahresmonat überraschend um real 1,2 und nominal 0,5 Prozent. Inzwischen sieht die Branche dem Winter mit wachsender Skepsis entgegen.
    Quelle: FR
  7. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein Dritte-Welt-Land, und in Europa versagt die politische Klasse – sagt der britische Historiker Tony Judt.
    Quelle: SZ
  8. Von der International University Bremen zur Jacobs(kaffee) University
    200 Millionen Euro (zunächst 15 Millionen jährlich) hat die Jacobs Foundation, die Stiftung des früheren Bremer Kaffeerösters, der seit Jahren finanziell und wissenschaftlich dahinkrebsenden IUB in Aussicht gestellt, dafür übernimmt Jocobs auch gleich die zwei Drittel-Mehrheit der Gesellschafteranteile.
    Quelle 1: manager-magazin
    Quelle 2: iu-bremen.de

    Anmerkung: Mal sehen, ob die private Uni mit ihrem neuen Sponsor endlich auf die Beine kommt. Interessant dürfte auch sein, wo die Spende steuerlich geltend gemacht wird, ob in Bremen oder in der Schweiz?

  9. Föderalismusreform bringt mehr Bürokratie: Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung (BLK) geht die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) kommt und bringt einen Wust von neuen Verwaltungsvereinbarungen.
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
  10. Institut Arbeit und Technik: Wer im Niedriglohnsektor arbeitet, hat es immer schwerer in besser bezahlte Jobs aufzusteigen.
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
  11. Deutsche Bank steigert Gewinn um 25%, der Gewinn je Aktie steigt um 30%.
    Quelle: Spiegel Online

    Zur Erinnerung: Seit 2002 wurden 20.000 Stellen abgebaut, 6.000 Entlassungen stehen an.

  12. Über zunehmende Steuerflucht und den Steuerwettlauf nach unten. Konferenzdokumentation: Globalisierung und Steuergerechtigkeit
    Quelle: WEED
  13. Rainer Hank erklärt in der FAZ warum Geld nicht wirklich glücklich macht.
    Quelle: FAZ

    Dazu die Anmerkung eines unserer Leser: Rainer Hank erzählt uns, wie unwichtig doch eigentlich Geld für das Lebensglück ist. Der gleiche Hank, der uns erklärt hat, wie ungerecht eine Erbschaftssteuer ist. Der gleiche Hank der sich beklagt, dass der Staat uns unser Geld ungerechtfertigt wegnimmt und der gleiche Hank der uns ja bereits erklärt hat, dass das „Prekariat“ in Deutschland ja eigentlich gar nicht arm ist (was doch eigentlich egal sein müsste, da Geld ja sowieso nicht glücklich macht, oder?)
    Dieser ganzen FAZ-Serie „Erklär mir die Welt“ die ja wohl eher als Dauerwerbeveranstaltung „neoliberalistischer“ Weltanschauungen zu verstehen ist, setzt dem ganzen mit diesem Beitrag die Krone auf. Der einzig glückliche ist der Arme (oder wie im Artikel der Bettler). Geld zu haben ist ja an sich nicht erstrebenswert, Armut heißt das wahre Glück. So etwas Doppelmoralisches habe ich selten gelesen. Es steht Herrn Hank ja frei, mal ein Jahr lang von Harz IV zu leben, um das wahre „Glück“ kennenzulernen. Vielleicht ändert er ja dann seine Meinung (die ich ihm übrigens nicht abnehme).

  14. Schreiben der DGB-Vizechefin Annelie Buntenbach an die Mitglieder des Bundestags zur Gesundheitsreform.
    Quelle: Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF – 106 KB]
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