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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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21. Dezember 2014
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Wieder einmal eine manipulative Umfrage des CHE

Verantwortlich:

Auf der Homepage des Centrums für Hochschulentwicklung der Bertelsmannstiftung findet sich unter der Rubrik TaCHEless mal wieder eine der typischen Umfragen des CHE, mit der die öffentliche Meinung manipuliert wird.

Privaten Hochschulen wird nachgesagt, dass sie besser ausbilden: effektiver, praxisnäher, erfolgreicher für den Arbeitsmarkt. Was meinen Sie?

o Das trifft zu.
o Das trifft nicht zu, staatliche Hochschule sind dazu ebenso in der Lage.
o Das geht vorbei, die staatlichen Hochschulen holen auf.
Abstimmen!

Wer sagt eigentlich den privaten Hochschulen nach, dass sie besser ausbilden?
Dass die Träger der privaten Hochschulen das sagen, ist bekannt. Und dass das CHE das vielleicht auch nachsagt, ist auch nichts Neues. Aber wer sagt das eigentlich sonst noch, außer vielleicht diejenigen, die nachsagen, was das CHE sagt?

Wie stimmt eigentlich derjenige ab, der entgegen der „Nachsage“ der Meinung ist, dass private Hochschulen eben gerade nicht besser sind und vielfach mit ihrem kleinen Fächerspektrum kaum den Namen „Hochschule“ verdienen.

Wie kann man privaten Hochschulen, die bisher in Deutschland kaum durch wissenschaftliche Leistungen hervorgetreten sind, eigentlich nachsagen, dass sie besser, und das heißt doch wohl bitte immer auch noch „wissenschaftlicher“ ausbilden?

Auf solche Fragen, darf der Abstimmende aber gar nicht erst kommen. Schon gar nicht darf eine solche Fragevariante abgefragt werden.
Man könnte ja sonst der Umfrage nachsagen, dass sie zu einem vom CHE unerwünschten Ergebnis gekommen wäre.
So wie die Fragen gestellt sind, darf man der Umfrage allerdings nachsagen, dass sie zu dem vom CHE erwünschten Ergebnis kommt. Ein Ergebnis allerdings, das das CHE einmal mehr eben nicht als „Vordenker für Hochschulen und Ministerien“ auszeichnet sondern als Lobby für die Privatisierung von Hochschulen.

Quelle: che.de »

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