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NachDenkSeiten-LeserInnen liefern weitere Belege für die Steuerung der Meinungsmache

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Am 5. Februar 2016 hatte ich in einem Beitrag („Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die Lüge zur Wahrheit“) beschrieben, mit welchen Methoden die Meinung zum Verhältnis zwischen Westen und Russland gemacht wird. Daraufhin kamen einige interessante Leser-Mails an. Darin wird sichtbar, dass im Beitrag vom 5. Februar nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wurde. Die NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser berichten von den gleichen und ähnlichen Methoden beim WDR, bei Spiegel Online, bei weiteren Sendungen des Deutschlandfunks, bei T-Online, der Welt, 3Sat, Zeit, bei ARD u.a.m… Wir dokumentieren im Anhang diese Mails, soweit sie thematisch einschlägig sind. Das Thema ist brisant, weil es dabei auch um Krieg und Frieden geht. Albrecht Müller.

Einige auffallende Besonderheiten und Methoden der Meinungsmache:

  1. Die schon im Beitrag vom 5. Februar erwähnte Steuerung auf der Basis von ausgedachten Strategien der Meinungsbeeinflussung wird auch bei den neuen Belegen sichtbar.
  2. Eine interessante Manipulationsmethode, die wir bisher noch nicht beschrieben haben: Mit der Erzählung einer Geschichte (neudeutsch: Narrativ) muss man immer da beginnen, wo es in den eigenen Propagandakrieg passt. Also konkret: mit der Erzählung vom Bürgerkrieg in Syrien und der Tatsache, dass er neue Flüchtlingsbewegungen ausgelöst hat, wird mit Beginn der russischen Bombardements begonnen. Was vorher war, wie es in Syrien aussah, bevor die Destabilisierung und der Bürgerkrieg begannen, wird dabei nicht erzählt.

    Eine interessante Quelle dafür ist Indiens Botschafter. V. P. Haran war von 2009-2012 Botschafter in Syrien und berichtet in einem Interview mit Zeit-Fragen, der Krieg in Syrien sei von aussen, und nicht von Russland, angezettelt worden.

    Die Methode der verkürzten Erzählung ist eine wichtige Stütze der schon im letzten Beitrag skizzierten Manipulationsmethode „Haltet den Dieb“. Also: der Westen ist wegen seiner Politik der militärischen Interventionen zwischen Afghanistan und Marokko wesentlich verantwortlich dafür, dass so viele Menschen fliehen. Indem die Erzählungen aber mit der militärischen Intervention der Russen beginnen, verschiebt man die Verantwortung.

  3. Bei den Berichten über Syrien, das russische Bombardement und die Folgen fällt die alte Methode auf, dass Belege über die hohe Zahl von neuen Flüchtlingen ersetzt werden durch Wiederholungen, eben aus verschiedenen Ecken.
  4. Die handelnden Journalisten/innen arbeiten mit Suggestivfragen.
  5. Und sie ziehen so genannte Expertinnen und Experten als Ersatz für Fakten heran.
  6. Beim Schmäh des heutigen Russlands wird inzwischen auch auf alte Ängste zurückgegriffen. Das geschieht dadurch, dass Russland und Sowjetunion vermischt und gleichgesetzt werden.
  7. Es machen inzwischen auch Journalistinnen und Journalisten und Medien bei der gezielten Meinungsmache mit, von denen man es bis dahin nicht erwartet hätte. Insofern wird auch eine bedrohliche Entwicklung sichtbar, eine weitere Erosion der notwendigen offenen und kritischen Debatte in den Medien und in der Öffentlichkeit.

Noch ein Hinweis für NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser im Raum Freiburg und Nördlingen: Am 18. und 19. Februar können wir dort über diese und verwandte Fragen diskutieren. Siehe dazu die beiden Einladungen.

Anhang
Dokumentation von Mails zum NachDenkSeiten-Beitrag „Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die Lüge zur Wahrheit“ vom 5.2.2016

  1. Sehr geehrter Herr Müller,
    zu Ihrem Artikel „Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die Lüge zur Wahrheit“ möchte ich ergänzend auf die heutige Sendung im WDR5 Mittagsecho verweisen. Dort hat Holger Beckmann wieder einmal über Putin berichtet“. Seine „Masche“ ist es, angebliche oder tatsächliche Experten zu interviewen, denen er dann suggestive Fragen stellt, nach dem Motto: „Ist Putin für das Scheitern der syrischen Friedensgespräche verantwortlich?“ Auch wenn der Gast dann meist sagt, dass könne man so nicht sagen, bleiben die Unterstellungen wahrscheinlich bei vielen Zuhörern als Wahrheiten hängen.
    Dieser Kampagnenjournalismus, der auch bei WDR 5 immer mehr zunimmt, zeichnet sich dadurch aus, dass zumeist keine offenen Fragen gestellt werden. Herr Beckmann hätte ja auch fragen können, „wer ist nach Ihrer Meinung für das Scheitern der Friedensgespräche verantwortlich“. Das macht er aber nicht, weil er Putin diskreditieren will. So schafft er es, auch wenn der Experte eine ganz andere Auffassung hat, seine Botschaft zu vermitteln, „Putin ist der Böse“.
    Leider gibt es zu der Sendung im Internet keinen Podcast oder eine Mitschrift.
    Mit freundlichen Grüßen
    Christian K.
  2. Lieber Herr Müller,
    ich möchte Ihre Wahrnehmung bestätigen:

    Das sind nur eine Auswahl von Artikeln in SPON, die aber genau die Zielrichtung haben, wie von Ihnen beschrieben.

    Auch mir erscheint es so, dass eine Art „Wording“, eine Deutung, eine Sprachregelung ausgegeben wird, damit eines nicht geschieht: Eine Annäherung Deutschlands/Europas und Russland.

    Da heißt die Frage: Wem zum Nutzen? Natürlich wäre es für Deutschland von Nutzen normale Beziehungen zu Russland zu haben- also die Amerikaner. Und da fragt man sich wieder wie sich das Personal bei Deutschen Medien zusammensetzt.

    Irgendwie möchte ich es ja immer noch nicht glauben, aber bei den Vorgängen der letzten Zeit – Russland Kampagne ist ja nur ein Punkt – erscheint es nicht mehr wie eine Verschwörungstheorie, dass hier eine Steuerung stattfindet.

    Beste Grüße

    Axel. P.

  3. Sehr geehrter Herr Müller,
    auch im WDR: eins zu eins – Sanktionen oder Besuch – wie umgehen mit Putins Russland?: Sendung vom 03.02.2016
    Moderatorin Anke Plättner begrüßt als Gast im Studio Marieluise Beck, Bündnis 90 / Die Grünen, Sprecherin für Osteuropa-Politik.

    Danke für Ihre großartige Internetseite! Sie haben mir in vielerlei Hinsicht in den vergangenen Jahren die Augen geöffnet.

    Gruß,

    C. G., Düsseldorf

  4. Massenflucht aus Aleppo: Russland bombt Assad-Milizen den Weg frei
    Von Raniah Salloum

    Der Belagerungsring um die syrische Millionenstadt Aleppo zieht sich zu, Tausende sind auf der Flucht. Unterstützt von russischen Bombern erzielen die Milizen des Assad-Regimes wichtige Geländegewinne.

    Da haben wir’s, Putin ist schuld an der Fluchtlingswelle, dass die Regime Change Aktivitäten gegen Assad primär von den USA und wohl auch von den Saudis ausgingen und ausgehen, wen interessiert es.

  5. Deutschlandfunk 8.2.2016
    Russland

    „Putins Ansehen hat in der Bevölkerung einen unglaublichen Boom erfahren“
    In den letzten 12 bis 24 Monaten sei die Politik Putins sehr erfolgreich gewesen, sagte Politologin Silvia von Steinsdorff von der HU Berlin im Deutschlandfunk. Die zunehmende Distanz zum Westen sei für ihn innenpolitisch gut gewesen und habe ihm außenpolitisch nicht wirklich geschadet – ein „patriotischer Boom“ sichere Putins Stellung.

    Silvia von Steinsdorff im Gespräch mit Doris Simon
    Das Interview in voller Länge:

    Doris Simon: Es wird immer eisiger zwischen Russland auf der einen und den meisten europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten auf der anderen Seite. Der Krieg mit der Ukraine, Moskaus Eingreifen zugunsten von Präsident Assad in Syrien, wodurch der IS nicht beeinträchtigt wird, aber hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben werden, schließlich der gezielte Einsatz von Internet und Medien zur Schwächung von Deutschland und auch anderen Partnern in der EU.

    Bis jetzt galt immer die Formel: Russland ist ein schwieriger Partner, nun hört man immer öfter, Russland ist ein Problem. Auch der Westen rüstet sich jetzt zunehmend vor allem gegen die hybride Kriegsführung.

    Am Telefon ist Silvia von Steinsdorff, sie beschäftigt sich als Professorin an der Humboldt-Universität in Berlin mit vergleichender Demokratieforschung Osteuropa und Russland. Guten Morgen!

    Silvia von Steinsdorff: Guten Morgen!

    Simon: Frau von Steinsdorff, Russlands Präsident tritt so auf, als sei ihm die zunehmende Eiszeit völlig egal. Kann das denn Russland egal sein?

    Simon: Diese Konfrontationshaltung, ist das denn nur die Haltung des russischen Präsidenten und seiner Regierung oder denkt nach Ihrer Einschätzung auch die bestimmende Klasse in Wirtschaft und Gesellschaft so?

  6. Guten Tag, Herr Müller,

    Ihre Einschätzung im o.g. Artikel kann ich zu 100% teilen. Ohne Zweifel wird eine konzentrierte Aktion gegen Russland und Syrien  gefahren. Im Focus steht an erster Stelle Wladimir Putin.

    In mehreren Zeitungen, insbesondere aber auf t-online wurde ich darauf aufmerksam. Ein gewisser Christian Kreutzer tat sich da besonders hervor, z.B. in Beiträgen: „Hier spricht ein Abgeordneter anonym über Moskaus Macht in Deutschland“, „Zwei Egomanen werten sich auf“ oder „Experten fordern , bis hierher und nicht weiter!“. Überall das gleicher Muster: Putin will die EU destabilisieren,  Putin ist für den Flüchtlingsstrom in die EU und den Abbruch der Syrien- Verhandlungen  verantwortlich, Experten bestätigen, dass…. .

    Harald Schumann sagte auf den Nachdenkseiten, dass Bürger  den  Journalisten Ihre Sicht mitteilen   und auf Tatsachenverdrehungen hinweisen sollten. Sowohl die T-Online Redaktion wie auch Herr Kreutzer zeigten sich von meinen Protesten unbeeindruckt. Dazu kommt noch, dass man auf T-Online nur noch über Fußball, Bayern München und Konsum mit diskutieren kann.  Kommentare zu den oben erwähnten Beiträgen oder auch zur Flüchtlingsfrage  werden erst gar nicht zugelassen, angeblich um die Redakteure zu schützen, weil die Wortwahl in den Kommentaren zu aggressiv ist. Dabei ist man bei der   Wortwahl in den Artikeln (frech, unverschämt, dreist)  gegenüber unliebsamen Politikern wie Putin, Lafontaine, Wagenknecht u.a. gar nicht so  zimperlich. Darüber hinaus werden erwünschte   Hasskommentare, z.B. gegen Putin, immer zugelassen.

    Noch was. Ihre Beiträge auf den N.-Seiten sind wirklich sehr gut geworden.

    Viele Grüße

    Vincenz Z.

  7. Betr.: „gleichgeschaltete Propaganda“ gegen Putin in den „normalen“ Medien?

    Sehr geehrter Herr Müller,

    ich habe noch einen Text gefunden, der behauptet, dass Putin den „Zerfall der EU“ betreibe, und zwar hier im Text

    „Putins Traum von einem russisch dominierten Europa“

    Von Richard Herzinger, Welt online

    Gleich im ersten Satz suggerierte Herzinger, dass Putin den Zerfall der EU betreibe, siehe hier:

    „Russlands Staatschef Wladimir Putin sieht die Chance, den von ihm betriebenen Zerfall der EU erheblich zu beschleunigen….“

    Ich habe dann den Text nicht mehr weitergelesen, sondern gleich in einem Kommentar diesen Satz als Lüge entlarvt – aber man hat meinen Kommentar natürlich nicht gebracht – wie so oft in letzter Zeit – spontane Kommentare sind in den Mainstream-Medien fast gar nicht mehr möglich, alles wird zuerst „geprüft“… und bei mir fast nie gebracht.

    Leider beobachte ich in meinem Umfeld, dass die Dauerpropaganda gegen Putin Früchte zu tragen scheint. Vor zwei Jahren wären bestimmte Ansichten über Putin noch nicht dagewesen. Beispiel: Eine liebe Nachbarin von ein paar Häuser weiter fragte mich neulich, was ich denn „von diesem Putin“ halte? Beim Wort „Putin“ verzog sie den Mund. Wir diskutierten länger über die Gegenwart und ich gab ihr den Text von Dr. Daniele Ganser: „Regime Change in der Ukraine – wer steckt dahinter?“

    Leider hat sie ihn nur ausschnittsweise gelesen, aber ihr Mann hat ihn ganz gelesen und dann abgetan mit dem Kommentar: „Das ist antiamerikanisch“. Meine Nachbarin glaubte ihrem Mann. Sie sah mich beim nächsten Treffen sehr tadelnd an und sagte, dass doch die Amerikaner uns vor der DDR und den Sowjets beschützt hätten…

    Das war ein frustrierendes Erlebnis, denn ich mag diese Frau sehr – sie betet in ihrer Kirchengruppe für den Frieden – aber leider hat sie den Text von Dr. Ganser nicht wirklich verstehen wollen. Ihr Mann offenbar auch nicht. Vielleicht würde ein Weltbild zusammenbrechen…

    Sehr geehrter Herr Müller, ich schätze Ihre aufklärerische Arbeit sehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Angelika E.

  8. Lieber Herr Müller,

    vielen Dank für Ihren Beitrag zum Putin-Bashing. Frau Marie Luise Beck hatte sich ja seinerzeit schon bei der Freilassung von Chodorkowski sehr exponiert! Und obwohl die italienische Journalistin Loretta Napoleoni in ihrem Buch über „Die Zuhälter der Globalisierung“ einiges zur Entzauberung Chodorkowskis beigetragen hat, führt Frau Beck ihren Kurs offenbar unbeirrt fort.

    Offenbar gibt es für Frau Becks Unbelehrbarkeit Gründe, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

    Ich jedenfalls bin froh, dass es zwischen all diesen Marionetten von Reuters, APA & Co. auch noch ein Medium wie die Nachdenkseiten gibt!!!

    Vielen Dank!

    Mit den besten Grüssen

    Dr. Hermann F., Bochum

  9. Zum Beitrag des Albrecht Müllers „Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die Lüge zur Wahrheit“ vom 05.02.2016 und der darin gestellten Frage, ob wir es mit „abgesprochener Propaganda oder zentral gesteuerter Propaganda zu tun haben, passt sehr gut untenstehende Offenbarung des ehemaligen Chefredakteurs des ZDF Wolfgang Herles.

    Themen der Öffentlich-Rechtlichen von der Regierung vorgegeben.

    Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Wolfgang Herles (Chefredakteur war Herles nicht, A.M.) ,verrät uns am 29.01.2016 in einer Sendung des Deutschlandfunks in der Sendung, wie beim ZDF gearbeitet wird.

    Ausschnitt seiner Einlassungen:

    „Wir haben ja das Problem, dass, jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen, dass wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt. Das heißt, die Themen, über die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben. Es gibt aber viele Themen, die wären wichtiger als das, was die Regierung, die natürlich auch ablenken will von dem was nicht passiert, aber das, was nicht passiert, ist oft wichtiger als das, was passiert, wichtiger als die Symbolpolitik, die betrieben wird… Also wir gehen der Agenda auf den Leim. Und es gibt tatsächlich – das muss ich jetzt an der Stelle doch nochmal sagen – weil es ja in der öffentlichen Diskussion ist. Es gibt tatsächlich Anweisungen von oben. Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient und da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazu sagen, wie es der Frau Merkel gefällt. Solche Anweisungen gibt es. Die gab es auch zu meiner Zeit. Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe und das ist was anderes, als zu berichten, was ist. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen. Heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus und das führt dazu, dass Leute das Vertrauen in uns verlieren. Das ist der Skandal.“

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas C.

  10. sehr geehrter herr müller,

    danke sehr für Ihren artikel und Ihre fortdauernden bemühungen, eine gegenmeinung zu etablieren.

    ich diskutiere mit einer bekannten (auch aus dem radio) oft über die frage, ob es so ist, wie Sie meinen (zentral gelenkte steuerung) oder wie wolfgang herles meint (freiwillig selbst-gleichgeschaltete journalisten mit quotenriecher reichen auch schon aus).

    gestatten Sie mir eine bemerkung: ich habe probleme mit Ihrer formulierung der überschrift in diesem artikel. die lüge wird ja nicht faktisch zur wahrheit. sie bleibt lüge. sie wird nur als wahrheit wahrgenommen. das hat mich, bevor ich den artikel gelesen hatte, schon irritiert.

    vielleicht wäre es besser: „… wird die lüge als wahrheit wahrgenommen“?

    oder: „verschmelzen lüge und wahrheit“ …

    nichts für ungut und weiter so.

    ich lese Sie täglich und werbe, so viel ich kann, für die nds.

    xaver f., münchen

    Dazu eine Anmerkung von A.M.:

    Es ist richtig, die Lüge wird nicht zur Wahrheit. Ich habe mich jedoch an George Orwell angelehnt und deshalb nicht präzise formuliert. Im Buch „1984“ von George Orwell heißt es:

    „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“

    Dieses Zitat habe ich zum roten Faden meines Buches „Die Reformlüge“, erschienen 2004, gemacht, weil es so einschlägig für die Hintergründe der Agenda 2010 war und ist.

  11. Sehr geehrter Herr Müller,
    beim Lesen dieses Beitrags vom 5.2.16 kam mir ein Beitrag in de

    3Sat-Kulturzeit vom 1.2.16 in Erinnerung.

    Hier der Link dazu.

    Üblicherweise werden in dieser Sendung kultur-, sozial- und ab und an wirtschaftspolitische Themen angesprochen. Dass jetzt auch die russische Geopolik hier einen Platz bekommt, stützt ihre These von einer Steuerung der Medien.

    Mit freundlichen Grüßen

    Manfred S.

  12. Guten Tag,

    Ein Faktor, warum der Westen plötzlich so aufgeschreckt agitiert, liegt in der überraschend starken und erfolgreichen Militärpräsenz Russlands, mit der die westlichen Strategen nicht gerechnet haben.

    Hintergründe dafür gibt ein sehr aufschlussreicher Artikel in russland analysen 309.

  13. und als Kommentar zum Abschluss der Dokumentation:

    Das sind ja wirklich unglaubliche Äußerungen einiger Möchtegern Eliten, oder, was noch viel gefährlicher wäre, sie glauben es wirklich genau so und meinen es auch Ernst?

    Nur, leider werden aus solchen Lügengeschichten Kriege gemacht.

    mfg und Rette sich wer kann

    wowo

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