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22. Dezember 2014
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“Basar-Ökonomie oder Basarökonomen?” Heiner Flassbeck: “Mit solcher Ökonomie ist Deutschland nicht mehr zu retten.”

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Da meldet das Statistische Bundesamt für März 2004 einen neuen Rekordüberschuss im Außenhandel mit einem Plus von 16,6% gegenüber dem Vorjahr. Eigentlich ein Grund zum Jubel über die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland. Doch auch aus den seit Jahren weltweit höchsten Exportwerten wird bei unseren notorischen Miesmachern ein “Untergangsszenarium” (Bundespräsident Johannes Rau in seiner “Berliner Rede” vom 12. Mai 2004). Es handle sich dabei nur um “Basar-Ökonomie”, weil Deutschland “die Weltmärkte mit den Waren bedient, die wir in unserem osteuropäischen Hinterland produzieren lassen” meint der Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in seiner “Deutschen Rede” unter der Überschrift “Der kranke Mann Europas” vom 15. November 2003. Deutschlands “klügster Wirtschaftsprofessor” (BILD vom 21. April 2004) unterliegt einem Denkfehler: Bei der Außenhandelsbilanz sind die Importe von den Exporten abgerechnet!

Lesen Sie mehr dazu in einem Aufsatz von Heiner Flassbeck [PDF – 48 KB], ehemals Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und heutiger Chef bei United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAT) www.flassbeck.de, Aufsätze März 2004.

Man kann dem Bundespräsidenten nur Recht geben: “Untergangsszenarien sollen mithelfen, bestimmte Ziele durchzusetzen und dafür Mehrheiten zu gewinnen”. Professor Sinn hat seit Jahren immer nur folgende Ziele: Die Löhne senken, die Sozialhilfe senken, die Renten senken, die Sozialabgaben senken, die Steuern auf Kapitaleinkommen senken, die Staatsquote senken. Die Mehrheit der Medien und die Mehrheit in der Politik hat er mit seinen Untergangsszenarien schon gewonnen. Seit zwanzig Jahren wird nichts anderes gemacht, als das was Professor Sinn vorschlägt, aber mit seiner Ökonomie ist offenbar Deutschland nicht zu retten.

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