13. Juni 2004 um 9:30 Uhr
Wie soll der Pakt für mehr Ausbildungsplätze funktionieren? Heiße Luft.
Verantwortlich: Albrecht MüllerZur Zeit wird wie schon seit Monaten um den besten Weg für mehr Ausbildungsplätze gefeilscht. Dabei wird von Seiten des Bundeswirtschaftsministers u.a.m. statt der beschlossenen Ausbildungsabgabe ein Pakt mit der Wirtschaft favorisiert. Der SPD-MdB Rainer Wend meinte gerade, man könne auf die Abgabe verzichten, falls die Wirtschaft eine bestimmte Anzahl von Ausbildungsplätzen garantiere. Wie soll das denn funktionieren? In einer Marktwirtschaft unserer Art können die Spitzen der Wirtschaftsverbände ihre Mitglieder nicht verpflichten, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Sie können dazu aufrufen, das ist alles. Ansonsten sind das dann dezentrale Entscheidungen vieler tausend Unternehmen und Handwerksbetriebe. Dieses Verfahren hat schon nicht funktioniert, als die Gewerkschaften sich bei den Löhnen zurückhielten gegen das Versprechen der Unternehmerseite, Arbeitsplätze zu schaffen. Wirklich heiße Luft, auch wenn es gut klingt.
nach obenDie NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!
Vorheriger Beitrag: Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten ins (Steuer-)töpfchen
Nächster Beitrag: Sind die Reaktionen der SPD auf die gestrigen Wahlniederlagen nur ignorant oder schon arrogant?





