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Lesermails zu Naomi Klein mit interessanten ergänzenden Hinweisen und Informationen (2)

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Leserbriefe, Militäreinsätze/Kriege, Strategien der Meinungsmache

Unter den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern sind offensichtlich viele, die mit Naomi Kleins Schock-Strategie die im Beitrag vom 8. September skizzierten Erfahrungen gemacht haben. Das Buch ist eine fast unerschöpfliche Quelle für Menschen, die hinter die Kulissen schauen, Zusammenhänge durchschauen und auch die aktuellen Schachzüge der Politik erkennen wollen. Wir haben die Mails im Folgenden dokumentiert. Albrecht Müller.

Eine Leserin hat einige Rezensionen aus der Zeit des Erscheinens des Buches, also von 2007 und 2008 ausgegraben und für uns verlinkt. Wenn man diese Besprechungen, Interviews und Artikel liest, dann erfährt man, dass und wie maßgebliche Medien gegen die Aufklärungsarbeit von Naomi Klein gemauert haben.

Die Dokumentation ist nebenbei noch ein Beleg für das Geben und Nehmen von NachDenkSeiten und Leserschaft. Wir, Redaktion und Herausgeber der NachDenkSeiten, sind sehr dankbar für die vielen Anregungen und Hinweise, die wir von Seiten unserer Leserinnen und Leser bekommen.

Dokumentation der Leser-Mails zum NachDenkSeiten-Beitrag vom 8. September 2017:

Sehr geehrter Herr Müller,

Danke, dass Sie auf dieses Buch aufmerksam machen. Ich habe es erst kürzlich – mit großem Erkenntnisgewinn – gelesen.

Ich hoffe, dass Sie in einem Ihrer nächsten Artikel auch auf Griechenland eingehen, denn auch dort wird, meiner Ansicht nach, eine Schock-Strategie verfolgt, die zur Privatisierung bzw. zum Ausverkauf zahlreicher Infrastrukturobjekte (Eisenbahn, Flughäfen, Häfen, Straßen, Wasserversorgung, Energieversorger etc.) geführt hat.

Viele Grüße
Simone Steiner


Sehr geehrter Herr Müller,

Ihr aufwühlender Artikel über das Buch von Naomi Klein hat mich umgehauen. Es folgte danach die Suche nach diesem Buch in meinem eigenen Bestand. Und siehe da, ich hab’s gefunden und verschlinge es förmlich.

Welch ein Buch – ist ja auch gar nicht mehr so neu, ABER aktueller als je zuvor!!!

Danke für diesen „Lesetipp“!!!

Und bitte so weiter machen.

Mit herzlichem Gruß aus Hamburg
Gunter Schneider


Sehr  geehrter Herr Müller,

die NDS gehören mittlerweile zu meiner täglichen Nachrichten-Diät.

In Ihren heutigen Artikel zu Naomi Kleins Buch „Schock-Strategie“ wundern Sie sich zum Schluss, dass nach Ihrem Eindruck „dieses Werk auffallend totgeschwiegen wird“.

Da ich das Buch bislang nicht gelesen habe (ich lese zur Zeit noch an Joseph Stiglitzs „Great Divide“ auf Englisch), habe ich mir versucht ein Bild von Frau Kleins Buch zu machen. Ich habe mir die Rezensionen bei den grossen Tageszeitungen angesehen:

Wie zu erwarten, sind es überwiegend Verrisse. Der SPIEGEL scheint das Buch erst gar nicht rezensiert zu haben. Dafür gibt es von Februar 2008 einen nicht wirklich schmeichelhaften Artikel über sie selbst.

Interessant wird es bei Wikipedia. Allein die Auswahl der Rezensionen ist beredtes Zeugnis des waltenden Zeitgeistes. Ich hatte Mühe, meinen Zorn im Griff zu halten. So richtig interessant wird es, wenn man sich die Diskussionen um die Editierung des Wikipedia-Artikels anschaut. Hier wird bestätigt, was im Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“ berichtet wird (ausführlich geteilt und besprochen bei kenfm.de): Die offizielle Lesart wird immer und immer wieder durchgedrückt, um Objektivität oder zusätzliche Sichtweisen bemühte Ergänzungen werden unterdrückt. Man kann gar nicht so viel essen wie man spucken möchte.

Wundern Sie sich bei so viel Animositäten wirklich noch, warum es so still um das Buch ist in den Mainshit-Medien? 

Mit grossem Dank für Ihre/Eure unermüdliche Arbeit
und herzlichen Grüssen
Daniela Reschke


Lieber Herr Müller,

Sie haben völlig Recht, Naomi Kleins „Schocktherapie“, das ich schon vor Jahren gelesen habe, wieder in Erinnerung zu rufen. Ich empfehle Ihnen jedoch erneut, Ihren Lesern Jason Hickels „The Divide“ ans Herz zu legen. Er stellt sozusagen eine Fortschreibung von Naomis „Schocktherapie“ bis in neuste Zeit dar.

Mit freundlichem Gruß
Dr. Dierk Helmken


Sehr geehrtes NDS-Team,

in dem Sinne kein wirklicher Leserbrief, dafür allerdings zwei Links (Interviews mit der Autorin, Englisch) zu Albrecht Müllers Artikel „Naomi Kleins Sckock-Strategie erweist sich immer mehr als wichtiges Buch zur Erklärung des mörderischen Geschehens (1)„:

Herzlichen Dank, dass Sie dieses Thema (und seine Autorin) im deutschsprachigen Raum zu einem solchen machen.

Viele Grüße
Britta Glatten


Sehr geehrter Herr Müller,

seit einiger Zeit verfolge ich die NDS mit großer Aufmerksamkeit und Interesse.

Was mir bei der allgemeinen Diskussion immer wieder auffällt, dass immer vom Neoliberalismus gesprochen wird. Das klingt so verharmlosend, obwohl der Neoliberalismus eigentlich Kapitalismus zur Potenz ist.

Außerdem können viele Menschen, mit dem was hinter dem Neoliberalismus und seiner perfiden Theorie versteckt, nicht anfangen.

Viele verbinden mit Neoliberalismus eine „Weiterentwicklung“ des Liberalismus. Wir und die meisten Bürger kennen das ja noch von den Grundsätzen der französischen Revolution (liberte-fraternite-egalite).

Und liberal ist ja durchaus etwas Positives, wenn es nicht der Liberalismus der FDP ist.

Könnte das nicht auch eine Strategie von Prof. Hayek und seinen Mitinitiatoren sein, den Neoliberalismus als etwas durchaus positives und „harmloses“ erscheinen zu lassen?

Vielleicht wäre es gut, für den Neoliberalismus einen anderen Begriff zu entwickeln, der es deutlicher macht, was sich hier für eine Wirtschaftstheorie versteckt.

Auch die LINKE müsste das klarer formulieren und den Wählern – gerade in den nicht so gebildeten Schichten – deutlicher machen, wohin es mit dem Neoliberalismus eigentlich hingehen soll.

Vielleicht greifen die NDS diesen Blick auf und können das erklärend in einen Beitrag verarbeiten – natürlich nur, wenn sie meinen Gedankengang teilen.

Ich wünsche Ihnen und des NDS alles Gute und hoffe, sie können auch weiterhin eine so gute Arbeit leisten. Meine Unterstützung haben Sie.

Viele Grüße
Georg Kronberger


Sehr geehrter Herr Müller,

seit langer Zeit lesen meine Frau und ich Ihre und Ihrer Mitarbieter und Unterstützer äußerst interessanten und wichtigen Beiträge mit großem Interesse. Gerne möchte ich Sie ermutigen, weiterhin diesen aufrechten und ehrlichen Weg fortzusetzen und von keiner Kraft dieser Welt sich in die Irre führen zu lassen.

Ihr Artikel über Naomi Klein ist sehr wichtig. Ebenso wie Sie bin ich der Meinung, dass wichtige Bücher mit höchst aufschlußreichen Informationen gerne tot geschwiegen werden. Ein ebenso interessantes Werk – auch als Film erhältlich – sind die Bekenntnisse eines Economic Hit Man von John Perkins. Hier werden die Strategien zum Regime-Change entlarvend vorgestellt. Man kann es lesen, aber politisch verändert sich im Denken und Fühlen der Menschen sehr wenig. Diese Bücher werden nicht bekannt gemacht bzw. in den Medien nicht angepriesen. Führt man diese Werke an, wird man wie Frau Wagenknecht oder Daniele Ganser oder andere ehrliche und aufrechte Menschen als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht und seiner Stimme „beraubt“.

Auch in der aktuellen „Tagespolitik“, z.B. in der aktuellen Diskussion über die Dieselabgase, wird meines Erachtens die von Naomi Klein dargestellte Schock-Strategie bewußt eingesetzt, um die Bürger hinters Licht zu führen und ihnen wieder einmal das Geld aus den Taschen zu stehlen, damit es der Autoindustrie auch weiterhin gut geht.

In der Hoffnung noch viele gute und ehrliche Artikel auf Ihrer Seite lesen zu können verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Jürgen Lang


Guten Tag Herr Müller,

ich kann Ihnen nur beipflichten, dass Naomi Kleins Buch „Die Schock-Strategie – Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ ein sehr couragiertes, sehr gut recherchiertes und dazu verständlich und nicht zu wissenschaftlich geschriebenes Werk ist, dass dem Leser / der Leserin die Augen für die weltweiten Verheerungen des Washington Consensus und der Umsetzung des Dreiklangs Privatisierung – Liberalisierung – Deregulierung in fast allen Regionen der Erde öffnen. Ebenso zeigt es auf, gegen welche massiven Widerstände dies radikal durchgesetzt wurden.

Ich freue mich sehr, dass Sie auf das Werk hinweisen und in mehreren Teilen die Kernaussagen zusammentragen.

Kennen Sie auch Michel Chossudovskys Werk „Global Brutal – Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg“?

Das kann ich Ihnen ebenfalls nur ans Herz legen. M.E. ist das gemeinsam mit Kleins Schock-Strategie das beste Buch, um die Ausbreitung und die weltweiten Auswirkungen des neoliberalen Dogmas zu verstehen. Dort werden ähnliche Vorgänge in diversen Länderstudien analysiert. Die Schuldenkrise war das Einfallstor für die Chicago Boys, um den Staaten des globalen Südens die Strukturanpassungsprogramme von IWF, Weltbank und WTO aufzuzwingen. Die Auswirkungen dieser Programme in den betroffenen Ländern werden dezidiert analysiert. Wenn die Staaten sich immer noch weigern, ihre Märkte zu hochsubventionierte Überschüsse aus dem Westen und Norden zu öffnen, dient Krieg als – wie Chossudovsky schreibt – „mulilaterales Investitionsabkommen der letzten Instanz“. Auch dieses Werk ist schon über 10 Jahre alt – das Muster, das inzwischen auch längst in den Ländern des globalen Nordens angewandt wird, ist aber immer ähnlich, so dass der Transfer auf den menschenunwürdigen Umgang mit Griechenland aus den bisherigen Erfahrungen der Etablierung des neoliberalen Marktradikalismus nicht allzu schwer fällt…

Beste Grüße
Jörg Schäfer


Hallo Herr Müller, hallo nachdenkseiten-Team,

offenbar hat sich mittlerweile die Wahrheit die Schuhe angezogen und begonnen, die Welt zu umrunden – um mich auf M. Twains Ausspruch zu beziehen: Die Lüge ist einmal um die Erde gelaufen, da zieht sich die Wahrheit erst die Schuhe an.

Wie sagte mal ein Börsianer nach der Finanzkrise 2008: Das ist nur eine kreative Zerstörung. – Dieser Satz aus dem Munde eines solchen Akteurs spricht Bände.

Ich kann also die Einschätzungen von Ihnen Herr Müller nur unterstreichen.

Aber ich befürchte, dass die Mehrheit der Menschen nicht wirklich versteht bzw. verstehen will, wie man sie seit Jahrzehnten hinters Licht geführt hat. Wer gibt schon derartiges gerne zu und gesteht seinen Irrtum ein. Ich erlebe das ständig um mich herum – leider.

Und vielen bleibt nach wie vor das Hemd näher als die Hose.

Was der Kapitalismus an Verheerendem unter den Menschen gestiftet hat, zeigt sich nicht nur in wachsenden rechten Tendenzen. Entsolidarisierung, Egoismus, Arroganz und Ignoranz und leider auch Angst gepaart mit Hoffnungslosigkeit und Gleichgütligkeit – das alles hat sich zunehmend in der Gesellschaft breit gemacht. Mit derartigem lässt sich in einem Volk nun mal keine engagierte Wechselstimmung zum Guten erreichen. Gut für die Regierenden, schlecht für die Regierten.

Beste Grüße
Martina Geppert


Lieber Herr Müller, liebes Team der NachDenkSeiten!

Grossartig finde ich es, das Sie auf Naomi Klein und die Schocktherapie eingehen.

Da möchte ich gerne darauf hinweisen, dass wir auf unserer Münchner Plattform in drei Beiträgen auf Naomi Klein’s Buch über den Klimawandel und den Kapitalismus „Die Entscheidung, Kapitalismus vs. Klima“ hingewiesen haben.

Sie dürfen bei Bedarf darauf verweisen oder zitieren oder abdrucken.

Schöne Grüsse!
Ludger Elmer


Betr.: Naomi Kleins Schock-Strategie erweist sich immer mehr als wichtiges Buch zur Erklärung des mörderischen Geschehens (1)

Danke, lieber Albrecht Müller, für Ihre Erinnerung an dieses im wahrsten Sinne atemberaubende Buch. Es führt tatsächlich auf praktisch jeder Seite zu Aha-Erlebnissen, zu erhellenden Vernüpfungen mit der Gegenwart, man kann gar nicht laut genug auf dieses Buch mit einem Anhang von immerhin 164 Seiten hinweisen.

Renate Ahmia


Danke, lieber Herr Müller,

ich habe das Buch vor gut zwei Jahren gekauft, einmal verschenkt, dann wieder gekauft und wenn “alle Stricke reißen”, d.h. ich nicht mehr weiter weiß, schaue ich hinein und auf jeder Seite, egal wo man einsteigt, wird man mit den schrecklichsten Verbrechen konfrontiert, die sich ein normaler Mensch nicht vorstellen kann.

Ich kenne eine Schulpsychologin, die das Buch auch gelesen hat und sich zwischendurch immer wieder, so sagte sie lachend und mit dem Kopf schüttelnd, von ihrem Mann trösten lassen musste, weil es so schrecklich ist, was sie da gelesen hat.

Also ein Buch, bei dem man starke Nerven braucht und den tiefen Wunsch nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit verspürt, dann steht man es  – vielleicht in Etappen – auch durch.

Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende.
Karola Schramm (habe das Buch aber auch noch nicht ganz durchgelesen.)


…und, lieber Herr Müller, ich weiß, wie viele mails Sie erhalten, „this changes everything“ ist ebenso wichtig. Das im Anschluss an meine letzte mail über das immer noch steuerbefreite manische Vielfliegen. In „capitalism vs the climate“ beschreibt Naomi Klein im Grunde, was seit 1988, als der erste – vorsichtige – IPCC-Bericht veröffentlicht wurde, geschah. Nicht viel. Ja, viele gelungene Massnahmen der Technik, um Energie „grüner“ zu machen, aber dafür wurden die Autos fetter, das Fliegen manisch, die Landwirtschaft nicht sehr viel klimafreundlicher, usw usf. 500 Millionen – der Westen – frisst, um es ehrlich zu sagen, die Hälfte aller Ressourcen weg, die klimazerstörend sind. Aber statt die unsäglichen Wachstumsraten von Ryan Air, Lufthansa, Easyjet usw zu beachten, ignorieren wir den unsäglichen Tourismus immer mehr. Dabei ist auch das eine Folge des Neoliberalismus – immer kürzere Urlaube, immer gedemütigtere und „gestresste“ Leute, die dann 4 Tage wegfliegen, und nochmal, und nochmal, und dann in mindestens 3-4 Urlaube, weil ja die Winter so schrecklich sind – – – 500 Millionen etwa tun das, und 25% trägt schon der kapitalistische Tourismus zur Klimaveränderung bei.

Es wäre wirklich gut, auch die beiden neueren Bücher von Naomi Klein immer mal wieder auf den Nachdenkseiten zu empfehlen. Das neue fasst die beiden früheren Hauptwerke, the shock doctrine und this changes everything, capitalism vs the climate, gut zusammen, kürzer, und ist ein schnell geschriebenes Buch im Kampf gegen Donald Trump. (Frau Klein schätzt selbstverständlich Hillary Clinton, Obama, Merkel oder Macron auch richtig ein, das Buch aber soll dem Kampf gegen Trump dienen.)

Viele Grüsse,
Georg Fries


Sehr geehrter Herr Müller,

mal wieder mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag diesmal zum o.g. Thema gelesen und möchte Ihnen gerne noch weitere Hintergrund Informationen und Literaturhinweise dazu geben.

Seit 1945 sind die USA für mindestens 30 Millionen toter Menschen verantwortlich. Zum einen unterscheidet man direkte Opfer durch deren Kriege, zum anderen Opfer aus Stellvertreterkriegen und den Regime Changes, die in keiner offiziellen Statistik auftauchen.

Allein für die Kriege in Korea, Vietnam und den beiden Irakkriegen schlagen über 10 Millionen Opfer zu Buche. Am schlimmsten sind aber die Opfer, die keiner in der Öffentlichkeit gesehen hat. Zu nennen möchte ich den Regierungsumsturz von 1954 in Guatemala. Hierbei kamen durch den von der CIA herbeigeführten Putsch mindestens 200.000 Menschen zu Tode. Warum hatte die CIA diesen Putsch durchgeführt? Weil der damalige CIA Chef, Allen Dulles, eng verbunden war mit der mächtigen Anwaltskanzlei „Sullivan&Cromwell“, der einen ganz berühmten Klienten hatte. Die United Fruit Company, kontrolliert von der Rockefeller Dynastie. Jener Konzern, der sich durch die Bodenreform des demokratisch gewählten Präsidenten Jacobo Arbenz in Guatemala um seine Früchte  betrogen sah. Arbenz war ein Sozialist, der die ausländischen Großgrundbesitzer enteignen wollte, zugunsten der Kleinbauern. Das durfte aus Sicht der Rockefellers nicht passieren, darum ist über das Netzwerk des Council on Foreign Relations die Befehlskette zur CIA als das immer währende Prinzip, einen Regime-Change zu inszenieren. Nach diesem Muster geschehen alle Putsche auf dieser Welt, der US Außenpolitische Irrweg ist geradezu gepflastert damit.

Seit 1983 „erledigt“ die NED (National Endowment for Democracy) die Arbeiten der CIA im Ausland, weil die CIA in der Öffentlichkeit stark unter Beschuss gestanden hatte. Deshalb gegründete man die NED, die abseits jeglicher demokratischer Kontrolle weltweit ihr Unwesen treiben konnte.

Hier eine Aufzählung von all den Kriegen der USA nach 1945.

Der Stellvertreterkrieg zwischen dem Irak und dem Iran von 1980 bis 1988 kostete fast eine Million Menschen das Leben.
 
Hier eine kleine Auflistung folgender Literatur, die sich mit den Kriegen und Opfern der USA seit 1945 befassen:

  • David Talbot „Das Schachbrett des Teufels“ aus dem Westend Verlag
  • F. William Engdahl „Geheimakte NGO`s“ aus dem Kopp Verlag
  • Michael Lüders „Die den Sturm ernten“ aus dem C H Beck Verlag
  • Diana Johnstone „Die Chaos Königin“ aus dem Westend Verlag
  • Paul Craig Roberts „Amerikas Krieg gegen die Welt“ aus dem Kopp Verlag
  • F. William Engdahl „Amerikas heiliger Krieg“ aus dem Kopp Verlag
  • F. William Engdahl „Mit der Ölwaffe zur Weltmacht“ aus dem Kopp Verlag
  • Oliver Stone u. Peter Kuznick „Amerikas ungeschriebene Geschichte“ aus dem Propyläen Verlag

Wenn Sie alle Kriege und Regierungsumstürze seit 1945 aufzählen, dann werden Sie feststellen, dass alle gestürzten Regierungsoberhäupter Sozialisten gewesen waren, die nur eines im Sinne hatten. Politik für die Bevölkerung zu machen. Hier wie folgt eine Aufzählung:

  • 1953 Mossadegh aus dem Iran
  • 1954 Jacobo Arbenz aus Guatemala
  • 1956 Gamal Abdel Nasser aus Ägypten (versuchter Umsturz über die Suez-Krise)
  • 1973 Salvador Allende aus Chile
  • 1999 Slobodan Milosevic aus Jugoslawien
  • 1990 und 2003 Saddam Hussein im Irak
  • 2010 Gaddafi in Libyen
  • 2011 Assad in Syrien

Einen habe ich noch. Nur wenige wissen über den geheimen Bombenkrieg über Laos Bescheid. Dieser begann kurz vor dem Vietnamkrieg und dauerte von 1964 bis 1973. 9 lange Jahre hat die US Airforce alle 8 Minuten Luftangriffe geflogen. Kein Land der Erde wurde so stark bombardiert wie Laos. Über 2 Millionen Tonnen bzw. 270 Millionen Streubomben wurden abgeworfen.

Fazit: Als die außenpolitischen Instrumentarien zur Zementierung ihres Weltherrschaftsanspruchs dienen die NATO, der IWF, die Weltbank und die UNO. Im Prinzip haben die USA die UNO gegründet – übrigens auf dem Gelände gesponsert von Rockefeller – um sich für seine Kriege und Einmischungen in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten einen Blankoscheck zu erteilen. Nach ihren eigenen Maßstäben hin, hätten sie seit 1945 wie z. B. für den Regime Change 1949 in Syrien, 1953 im Iran etc. postwendend auf die Nürnberger Anklagebank die ersten Reihen einnehmen müssen. Es gab und gibt bis zum heutigen Zeitpunkt keine moralische Instanz, die dieses hätte einfordern können. Stellen Sie sich vor, welch ein Aufschrei in der Staatengemeinschaft hätte erfolgen müssen, um die Untaten der USA an den Pranger zu stellen. Durch deren unangefochtener Medienmacht – mit tatkräftiger Unterstützung der CIA – ist es den USA gelungen, das Land mit den unbegrenzten Möglichkeiten stets in einem positiven und heroischem Licht erscheinen zu lassen. Das ist aktuell noch immer zu spüren.

Sie können mich jederzeit kontaktieren, und würde mich sehr darüber freuen.

In dem Sinne
von einem treuen Leser

mit besten Grüßen
Detlev Beine

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