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Ein Protokoll, das einem Angstschauer über den Rücken jagt (Finanzkrise XX)

Veröffentlicht in: Banken, Börse, Spekulation, Finanzkrise

So umschreibt ein NachDenkSeiten-Freund und Experte die Vorgänge um HRE und IKB. Wir geben seine Notizen einfach wieder. Sie zeigen einen Teil des Geflechts aus Bankern, Investmentbankern und Unternehmensberatern, dem wir ausgeliefert sind. Es wird auch sichtbar, was ich in „Machtwahn“ schon schilderte: die supergroßen Vermögen halten und bereichern sich durch Anzapfen des Staates, also von uns allen. Albrecht Müller

Die Notizen beginnen mit diesem Hinweis auf einen SpiegelOnline-Beitrag von heute:

HRE-RETTUNG
Top-Banker fürchteten den Tod ihrer Institute
Quelle: SPIEGEL Online

Wo bitte bleibt die kritische Distanz? Natürlich haben alle Schreckensszenarien gemalt. Das war doch das Erpressungspotenzial gegen die Regierung, einen Blankoscheck über zunächst 35 Milliarden Euro auszustellen und die HRE als systemrelevant zu erklären.
Und wer hat das alles gesagt? Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, Commerzbank-Chef Martin Blessing…war vielleicht auch noch Kanzlerinnenflüsterer Alexander Dibelius von Goldman Sachs dabei?

Ackermann hat daraufhin seinen Mitarbeiter Axel Wieandt zum neuen Vorstandsvorsitzenden der HRE gemacht.
Quelle: Manager Magazin

Wieandt ist wiederum der Bruder von Dorothee Blessing, die Partnerin bei Goldman Sachs und verheiratet mit Commerzbank-Chef Martin Blessing ist.
Quelle: Manager Magazin

Goldman Sachs hat die Allianz dabei beraten, die schrottreife Dresdner Bank an die Commerzbank zu verkaufen.

Wer glaubt denn da noch, dass die Deutsche Bank und Goldman Sachs bei der Bankenkrise auf dem deutschen Markt eine unschuldige Rolle gespielt haben? Die Deutsche Bank ist so international, dass sie kaum noch als deutsche Bank bezeichnet werden kann.

Und dann noch einige Notizen zur IKB, beginnend mit einem Hinweis auf wsws:

Ermittlungen gegen Ex-Chef von Pleitebank IKB teilweise eingestellt
Während strafrechtliche Folgen für die diversen Verantwortlichen der dubiosen, aber lukrativen Finanzgeschäfte in weitere Ferne gerückt sind denn je, ist eines sicher: Die arbeitende Bevölkerung, die keine Verantwortung dafür tragt, wird dafür bestraft werden: In Form von höheren Steuern und sinkenden Sozialleistungen, mit denen die vom Staat übernommenen Verluste bezahlt werden.
Quelle: World Socialist Web Site

Was soll man da noch hinzufügen? Dass es ein kriminelles System ist, das von unseren Politikern geschützt wird? Das wissen doch mittlerweile die meisten Bürger. Und was passiert? Wo bleiben die Proteste? Wann gehen die Leute auf die Straße?

Schlussergänzung AM: Die werden mit geschickter Propaganda still gestellt und über TV eingeschläfert.

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