• Beim Erscheinen eines neuen Artikels erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

Hinweise des Tages (2)

Verantwortlich:

Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bankenkrise, Dubai, Gewerkschafter stellen Verteilungsfrage neu.(KR)

  1. “Ein untragbares System”
  2. Letzte Warnung
  3. Gewerkschafter stellen Verteilungsfrage neu

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. “Ein untragbares System”
    Professor Richard Werner über destruktive Banken, ohnmächtige Zentralbanken und eine radikale Kur gegen Blasen und Finanzkrisen: „Wenn private Banken Geld nach dem Gewinnmaximierungsprinzip schöpfen und verteilen, wird es oft für unproduktive und gar destruktive Zwecke eingesetzt. Ich denke an Kredite für Hedge-Fonds, die den Ölpreis in die Höhe treiben. Wenn Banken Kredite für spekulative Zwecke vergeben, führt das zu Blasen und Krisen. In den vergangenen 100 Jahren hatten wir schätzungsweise 200 Finanzkrisen. Allein in den vergangenen 40 Jahren waren es über 100. Kommt die Krise, fängt der Steuerzahler alles auf. Das ist ein untragbares System.“
    Quelle: Börse online

    Anmerkung KR: Mehr über Richard Werners Thesen können Sie z.B. hier erfahren.

  2. Letzte Warnung
    Ein Staatskonzern im fernen Dubai bittet seine Gläubiger um Zahlungsaufschub und schon verbreitet sich erneut Panik an den Finanzmärkten. Die Gründe für diese Unsicherheit sind leicht auszumachen. Alle bisher erreichte Stabilisierung beruht lediglich auf den Stützungskrediten der Zentralbanken und den schuldenfinanzierten Programmen zur Bankenrettung. Allein die Banken der Eurozone haben sich mehr als 600 Milliarden Euro bei der Europäischen Zentralbank zum Billigzins von einem Prozent geliehen. Gleichzeitig haben sie nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds aber noch nicht einmal die Hälfte der erwarteten Verluste in Höhe von ebenfalls rund 600 Milliarden Euro abgeschrieben.
    Immer dringender wird daher, dass die Regierungen die notwendige Schrumpfung der aufgeblähten Finanzbranche mit Macht vorantreiben. Denn bisher ist davon nur wenig zu erkennen.
    Quelle: Tagesspiegel
  3. Gewerkschafter stellen Verteilungsfrage neu
    Das deutsche Modell des Sozialstaats hat in der aktuellen Krise seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. So gelang es etwa, über das Instrument der Kurzarbeit die Beschäftigung hierzulande zu stabilisieren. Gleichwohl scheinen seine Tage gezählt. In den nächsten Jahren droht den sozialen Sicherungssystemen ein Kahlschlag. Dies jedenfalls ist das Ergebnis einer Tagung der IG Metall mit rund 150 Funktionären in Frankfurt.
    Quelle: FR
nach oben

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

Online spenden
Fördermitglied werden

Vorheriger Beitrag: Betr.: CD-Hinweis: „Deutschlands vergessene Kinder 2“

Nächster Beitrag: Hinweise des Tages