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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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18. Dezember 2014
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Das Schwenken der Fahnen – eine Einübung in Gleichschaltung für alles Mögliche

Verantwortlich:

Ein Beitrag über Gleichschaltung wie jener vom 26. Juni löst Fragen aus: Ist das wirklich so? Wie wird die Gleichschaltung erreicht? Wie bei den Medien? Wie bei vielen Menschen? Zurzeit erleben wir im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft einen großen Sprung von getätigter und potentieller Gleichschaltung großer Menschenmassen. Fahnenschwenken im Kollektiv scheint mir der erste Schritt zur Uniformierung, im konkreten Fall noch dazu einer gefährlichen nationalistischen Uniformierung. Der erste harmlose Schritt. Albrecht Müller

Mit dem Fahnenschwenken beim Fußball wird vermutlich auch die Gleichschaltung zu anderen existenziellen Fragen programmiert

Wer gemeinsam Fahnen für den Sieg Deutschlands bei einem Fußballspiel schwenkt, ist vermutlich auch gemeinsam eher bereit zu glauben, Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt.
Wer gemeinsam in einem Flaggenmeer jubelt, der ist vermutlich auch eher bereit, sich bei einem Disput über den richtigen Weg in der Wirtschaftspolitik an dem zu orientieren, was die Mutter der Nation von sich gibt.
Wer kollektives Denken und Fühlen im Fußball-Wettstreit mit anderen Nationen eingeübt hat, ist auch bereit, sich bei anderen Fragen kollektiv und auf der Linie der Mehrheitslinie der eigenen Führung zu orientieren und dem so genannten Mainstream zu folgen.
Alles was wir hier in den NachDenkSeiten an Aufklärungsarbeit über das erfolgreiche Sparen und die richtige Wirtschaftspolitik schreiben, wird schon deshalb schwer vermittelbar sein, weil es im speziellen Fall die Vorstellungen einer anderen Nation, der USA, unterstützt und deshalb im Widerstreit zu der nationalen Position, der Meinung von Frau Merkel, liegt. Im Beitrag vom 26. Juni war darauf hingewiesen worden, dass hier ein Konflikt, im konkreten Fall ein Konflikt mit der Regierung einer andere Nation, genutzt wird, um Meinung zu machen.

Die Gleichschaltung der Medien wird auf vielfältige Weise erreicht.

  • Medien orientieren sich an anderen. Sie schreiben einfach ab.
  • Die Spardebatte und die Gleichschaltung auf der Linie von Merkel, Axel Weber, Trichet etc. ist vermutlich wesentlich von den Spin-Doktoren der Bundesregierung und der interessierten Verbände vorbereitet worden. Man muss sich das konkret so vorstellen, dass in Berlin unzählige Hintergrundgespräche ablaufen und dort die Linie vorgegeben wird, natürlich nicht als Befehl, sondern als die eigene Sicht. Journalisten neigen dazu, ja nicht von der Grundlinie abzuweichen. Das führt nämlich zu Rückfragen der Stammredaktionen. Diese sind unangenehm und machen Arbeit. Deshalb hat jeder Durchschnittsredakteur ein Interesse daran, dass eine Linie ausgegeben wird und er sich selbst daran orientieren kann.
  • Im konkreten Fall sind mächtige und finanzstarke Verbände mit im Spiel. Die Banken zum Beispiel haben ein riesiges Interesse daran, dass die Milliarden, mit denen sie gerettet worden sind, hinter der Debatte um Konjunkturprogramme und Sparen verschwinden. Man kann davon ausgehen, dass Sie und Ihre Public-Relations-Beauftragten auch wesentlich an der Entwicklung der Strategie der Meinungsmache zum Thema beteiligt sind.
  • Die Linie der Bundesregierung ist ja so absurd und so gefährlich, dass man nicht annehmen kann, dass so etwas ohne massive strategische Planung und massive strategische Intervention entwickelt und umgesetzt wird. Es muss Stäbe im Hintergrund geben, die sich die abstruse Linie ausgedacht haben und die notwendigen Mittel zur Indoktrination dieser Linie organisiert und bereitgestellt haben.
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