Termine und Veranstaltungen der Gesprächskreise
An jedem Samstag informieren wir Sie über die Termine für Veranstaltungen von Gesprächskreisen der NachDenkSeiten. Heute liegen uns Informationen für Termine in Rostock, Berlin, Kiel, Lübeck, Speyer, München, Wiesbaden, Düsseldorf und Karlsruhe vor. Wenn Sie auch in der weiteren Zeit auf dem Laufenden bleiben wollen, dann schauen Sie hier. Da werden mögliche neue Termine ergänzt. Außerdem bitten wir hiermit auch auf diesem Wege die Verantwortlichen in den Gesprächskreisen, uns rechtzeitig Termine zu melden.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Rostock
Am Samstag, 14. Februar 2026, um 10:00 Uhr
Thema: Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA und ihre geopolitischen Auswirkungen
Redner/Diskussionspartner: Wilfried Falk
Ort: Druckerei Blaudruck Reinhard Haase
Bei der Petrikirche 7
18055 Rostock
Zur Webseite der Veranstaltung
Liebe Interessentinnen und Interessenten,
wir möchten Euch herzlich zu unserem nächsten Treffen des Gesprächskreises Rostock der NachDenkSeiten einladen.
Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA und ihre geopolitischen Auswirkungen
– Zentrale Elemente der Strategie
– Die neue Rolle Europas
– NATO und transatlantische Beziehungen
– Welche Rolle spielt Russland?
– Warum Medien die US-Regierung als „Trump-Regime“ bezeichnen
Referent: Wilfried Falk
Gäste sind wie immer herzlich willkommen! Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung.
Wir freuen uns auf einen spannenden Vormittag und einen offenen Dialog mit Euch.
Der Eintritt ist frei – Spenden sind jederzeit willkommen.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Berlin (nachdenken-in-berlin.de)
Am Dienstag, 17. Februar 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Buchvorstellung: „Kunst und Kultur gegen den Strom”
Redner/Diskussionspartner: Eugen Zentner
Ort: Zunftwirtschaft
Arminiusstr. 2-4
10551 Berlin
Zur Webseite der Veranstaltung
Anmeldung erforderlich, bitte hier: nachdenken-in-berlin.de/veranstaltungen/#20260217-Eugen-Zentner
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.)
Treffen ab 17:30 Uhr, Beginn des Vortrags 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.
Das Buch „Kunst und Kultur gegen den Strom”
Eugen Zentner zeigt entlang der Bereiche Kabarett, Musik, Kunst und Literatur mit teilweise prägnanten Werkanalysen, welche Themen mutige Künstler von heute beschäftigen, welche Ausdrucksformen sie wählen und was sie antreibt. Es ist eine erbauliche Bestandsaufnahme, eine Einführung in einen Bereich der außerparlamentarischen Opposition, in dem die Akteure Gegenöffentlichkeit mit den Mitteln der Kunst betreiben.
In Krisenzeiten sollte die Kunst- und Kulturbranche eigentlich auf Missstände hinweisen. Doch darauf hofften während der Corona-Krise viele Menschen lange vergebens. Statt ihre Stimme zu erheben, blieben die meisten Künstler still. Statt die Regierung dafür zu kritisieren, dass die Grundrechte außer Kraft gesetzt worden waren, redeten sie ihr nach dem Mund.
Inzwischen wurde die Corona-Krise von weiteren Krisen abgelöst, aber gewisse Muster sind geblieben. Wer bei Themen wie Klima, Gender-Politik oder Ukrainekrieg vom Mainstream abweicht, bekommt Gegenwind. Andersdenkende werden aus dem Debattenraum verbannt, sie werden beschimpft und bei fortdauernder Renitenz existenziell vernichtet.
Zum Glück wächst aber recht schnell eine alternative Kulturszene. Infolge der sozialen Verwerfungen der Krisenzeit haben sich in der Kulturbranche parallele Strukturen herausgebildet. Künstler erheben ihre Stimme und scheuen sich nicht, unangenehme Themen anzusprechen, ob in der Musik, im Kabarett, in der Literatur oder in der bildenden Kunst. Gattungs- und genreübergreifend sind in den letzten Jahren Werke entstanden, die sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen und die offiziellen Narrative gegen den Strich bürsten. Von ihnen erzählt dieses Buch.
Kunst ist nicht nur Unterhaltung. Sie hat auch die Gabe, Kraft zu verleihen und Trost zu spenden, gerade in so schweren Zeiten wie diesen. Die hier vorgestellten Künstler und Institutionen tun das auf ihre je eigentümliche Weise – so unermüdlich wie beherzt.
Eugen Zentner
Eugen Zentner, Jahrgang 1979, studierte Germanistik und Philosophie in Leipzig. 2016 promovierte er in Oldenburg in der Literaturwissenschaft zum Thema Autofiktion. Ein Jahr darauf absolvierte er in Berlin eine Ausbildung zum Drehbuchautor.
Zentner lebt in Berlin und arbeitet seit 2016 als freier Kulturjournalist. Er schrieb unter anderem für die Deutsche Presse-Agentur, den Musikexpress und den Schweizer Monat. Während der Corona-Krise wechselte er in den Bereich der alternativen Medien. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig bei den NachDenkSeiten, apolut und Transition News.
Zunftwirtschaft
Den Veranstaltungsraum stellt uns die Zunftwirtschaft für eine günstige Miete zur Verfügung. Bitte bringt etwas Durst (und vielleicht Hunger?) mit, damit sich auch die Zunftwirtschaft über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, speist vielleicht in der Gastwirtschaft schon vor dem Beginn des Gesprächsabends. Und bringt bitte fürs Bezahlen ein paar kleine Geldscheine und Münzen mit, damit der Zunftwirtschaft nicht das Wechselgeld ausgeht.
Kennenlernen und Gedankenaustausch
Der Vortrag beginnt im Versammlungsraum um 18:30 Uhr. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr aber gerne schon früher kommen. Wir treffen uns ab 17:30 Uhr in der Gastwirtschaft. Dort könnt ihr politisch interessierte Menschen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen (und schon mal euren Sitzplatz im Versammlungsraum reservieren).
NachDenkSeiten-Gesprächskreis KielRegion
Am Mittwoch, 18. Februar 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Warum Deutschland kriegstüchtig werden soll
Ort: Haus der Heimat
Wilhelminenstr. 47-49
24103 Kiel
Achtung: von der Straße gesehen der zweiten Eingang
Bis 2029 soll Deutschland „kriegstüchtig“ werden – so verlangt es der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Warum ist das nötig? Dumme Frage – natürlich wegen „Putin“ und „China“, das weiß doch inzwischen jeder.
Aber warum sind aus diesen Staaten, mit denen die deutsche Wirtschaft ja bis gestern noch viele und gute Geschäfte gemacht hat, plötzlich „Feinde“ geworden, die zudem auch noch Deutschland bedrohen?
Und was bedeutet es eigentlich, wenn Deutschland verteidigt werden soll? Geht es dabei um den Schutz von Haus und Familie? Oder den „unserer freiheitlichen Lebensart“?
Liegen junge Leute richtig, wenn sie jetzt zur Bundeswehr gehen, um „der Gesellschaft etwas zurückzugeben“?
Nicht zuletzt: Wie sieht der Beitrag der Medien auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit aus?
Zu diesem Thema zeigen wir das Video eines Vortrags von Renate Dillmann.
Anschließend wollen wir darüber diskutieren.
Renate Dillmann, Dr. rer. pol., geboren 1954, ist Autorin zahlreicher Bücher, bekannt durch die medienkritische Kolumne „Der real existierende Wahnsinn“ beim Podcast-Sender 99:1 und aktiv bei der gewerkschaftlichen Basis-Initiative „Sagt NEIN!“ – Gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden.
Hinweis: Direkt am Haus der Heimat gibt es keine Parkplätze und es werden sehr rigoros Strafzettel verteilt.
Es gibt dort keine Bewirtung, bringt gerne Getränke und Gebäck mit.
Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine Spende für die Hutkasse.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Lübeck
Am Samstag, 21. Februar 2026, um 16:00 Uhr
Thema: Kann die tiefe Spaltung der Gesellschaft überwunden werden?
Redner/Diskussionspartner: Marlene Rosenthal, Coach und Dozentin, Teilnehmerin an den Lübecker Gesprächskreisen der NachDenkSeiten
Ort: Restaurant „Bootshaus” auf dem Gelände der Lübecker Rudergesellschaft
Hüxtertorallee 4
23564 Lübeck
1. Worum geht es bei der Spaltung ?
2. Welche Ursachen hat die Spaltung ?
3. Wie kann die Spaltung überwunden werden ?
4. Muss die Spaltung überwunden werden ?
Ein Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Eintritt ist frei, um einen Beitrag in die Spendenbox wird gebeten.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Speyer
Am Mittwoch, 4. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Frieden, Vernunft, Gerechtigkeit – wir reden nicht über das BSW – wir sprechen mit dem BSW
Redner/Diskussionspartner: Alexander Ulrich
Ort: Im Restaurant „Delphi”, Nebenzimmer
Tullastr. 50
67346 Speyer
Wir laden ein zum nächsten Treffen des Gesprächskreises Speyer der NachDenkSeiten
ab 18:00 Uhr: für Getränke oder Essen bestellen
ab 19:00 Uhr: Gespräch mit Herrn Alexander Ulrich, Landesvorsitzender des BSW Rheinland- Pfalz und Mitglied des BSW Bundesvorstandes
Das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) hat bei der Bundestagswahl 2025 den Einzug in den Bundestag mit 4,98 Prozent der Stimmen sehr knapp verpasst. Eine Neuauszählung der Stimmen wurde vom Bundestag abgelehnt. Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht steht Mitte Februar an.
Das BSW nimmt an der Wahl für den rheinland-pfälzischen Landtag teil.
Grund für uns, sich aus erster Hand über Ziele und Programm des BSW aus erster Hand zu informieren.
Das BSW vertritt laut Programm
- Eine stabile Außenwirtschaftspolitik ohne Sanktionen
- Der persönliche Wohlstand darf keine Frage der sozialen Herkunft, sondern muss das Ergebnis von Fleiß und individueller Anstrengung sein
- Statt eines Machtinstruments für geopolitische Ziele brauchen wir ein defensiv ausgerichtetes Verteidigungsbündnis, das die Grundsätze der UN-Charta achtet, Abrüstung anstrebt, statt zu Aufrüstung zu verpflichten, und in dem sich die Mitglieder auf Augenhöhe begegnen.
- Migration ist nicht die Lösung für das Problem der Armut auf unserer Welt. Stattdessen brauchen wir faire Weltwirtschaftsbeziehungen und eine Politik, die sich um mehr Perspektiven in den Heimatländern bemüht.
Themen, über die sich das Reden mit dem BSW lohnt.
der Referent und Gesprächspartner
Alexander Ulrich war von 2005 bis 2025 Mitglied des Bundestages und Geschäftsführer der IG Metall Kaiserslautern von 1998 bis 2025. Er ist Landesvorsitzender des BSW Rheinland-Pfalz und Mitglied des Bundesvorstandes. Herr Ulrich wird die Schwerpunkte der politischen Arbeit des BSW vorstellen. Im Anschluss wird Gelegenheit sein zum Austausch und zur Diskussion.
Die Veranstaltung ist kostenfrei; über eine Spende zur Deckung von Unkosten freuen wir uns.
Aufgrund begrenzter Platzsituation bitten wir für den Fall einer Teilnahme unbedingt um eine kurze und rechtzeitige Anmeldung per Mail an: [email protected]
Auf Ihren Besuch freuen wir uns.
Dieter Urban
Roland Kern
NachDenkSeiten-Gesprächskreis München
Am Donnerstag, 5. März 2026, um 19:30 Uhr
Thema: Bastian Barucker: RKI-Files und die Corona-Aufarbeitung
Redner/Diskussionspartner: Bastian Barucker
Ort: EineWeltHaus München
Schwanthalerstr. 80
80336 München
Der Autor und Wissenschaftsjournalist Bastian Barucker (Hrsg. des Buches „Vereinnahmte Wissenschaft“) wird in einem einstündigen Vortrag zentrale Erkenntnisse aus den lange unter Verschluss gehaltenen Protokollen des COVID-19-Krisenstabs am Robert Koch-Institut vorstellen. Im Anschluss ist eine offene Diskussion geplant.
Die Veranstaltung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, lokale Entscheidungsträger sowie Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik.
Sie ist Teil einer breiteren Initiative zur demokratischen Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Wiesbaden und BSW Wiesbaden – Vernunft und Gerechtigkeit
Am Donnerstag, 5. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: US-Mittelstreckenraketen stoppen – Frieden statt NATO-Aufrüstung
Redner/Diskussionspartner: Sevim Dagdelen
Ort: Bürgersaal Georg-Buch-Haus
Wellritzstraße 38a
65183 Wiesbaden
2026 eskaliert die NATO ihre Aufrüstungspolitik weiter: Die Stationierung von drei konventionellen US-amerikanischen Abstandswaffensystemen – SM-6-Mittelstreckenraketen, Tomahawk-Marschflugkörpern und Hyperschallraketen LRHW („Dark Eagle“) – mit Reichweiten zwischen 1.600 bis über 2.700 Kilometern in Deutschland, die in wenigen Minuten Moskau erreichen können, bedroht den Frieden in Europa und weltweit. Kein Grund zur Beruhigung – das sagt die Bestsellerautorin und außenpolitische Expertin des BSW Sevim Dagdelen.
Zur Stationierung gab es vor der Entscheidung weder eine Debatte im Bundestag noch in der Öffentlichkeit, obwohl existenzielle Sicherheitsfragen für die Bevölkerung berührt werden. Dagdelen sieht eine Erhöhung der Gefahr, dass Deutschland zum atomaren Schlachtfeld wird. Die erwartbare russische Gegenstationierung nuklearfähiger Raketen und die absehbare Eskalation mit Russland verändern die Sicherheitslage und erhöhen das atomare Risiko gravierend. Die neuen US-Waffen mit Befehlszentrum in Wiesbaden in diesem Jahr verstärken die Kriegsgefahr und gehen zu Lasten der Bevölkerung.
Statt Frieden zu sichern, treibt die NATO-Aufrüstung Sozialabbau, wirtschaftlichen Verfall und Eskalation voran. Laut Umfragen lehnt eine relative Mehrheit der Deutschen die Stationierung ab, in Ostdeutschland sogar 74 Prozent – daher fordert Dagdelen eine Volksbefragung.
Es ist Zeit für eine Abrechnung mit der NATO-Kriegspolitik und der US-Waffenstationierung. Das fordert Sevim Dagdelen in ihrem Vortrag.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Düsseldorf
Am Dienstag, 10. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Hochmut kommt vor dem Fall. Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Redner/Diskussionspartner: Dr. Petra Erler
Ort: Gasthaus „Hirschchen”
Alt-Pempelfort 2
40211 Düsseldorf
Um unsere Gegenwart und Zukunft zu gestalten, brauchen wir auch den Blick und das Verständnis für unsere jüngere Geschichte. In den 1990er-Jahren stellte sich für die ehemals kommunistischen Länder Europas die Frage: „Raus aus dem real existierenden Sozialismus, aber wie?!” Über westliche Annahmen, östliche Hoffnungen und die Erkenntnis, dass es keine Blaupause gibt, wie man es richtig macht.
Petra Erler wird über Erfahrungen und Prozesse des großen Umbruchs nach 1989 sprechen, in Deutschland und in Europa. Ihre These lautet: Eine Siegerattitüde verdirbt alles. Zuhören, Hinsehen und Verstehen sind Wege zu äußerem und inneren Frieden und starker Demokratie.
Mittlerweile stehen wir vor dem Scherbenhaufen einer hochmütigen und obendrein unklugen geostrategischen Politik des Westens, die nicht nur der Ukraine, sondern auch den EU-Ländern in vielerlei Hinsicht schweren Schaden zugefügt hat. Wir wagen einen Ausblick auf die Zukunft der EU und der NATO und wollen über Alternativen zur gegenwärtig destruktiven Politik der europäischen Führungseliten sprechen.
Wie könnte z.B. eine gesamteuropäische Sicherheitsstruktur aussehen? Auf welchen Wegen ließe sich das zerrüttete Verhältnis zu Russland neu beleben? Darüber möchten wir mit Petra Erler diskutieren.
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zum Decken der Unkosten wird gebeten.
die Referentin
Petra Erler wurde 1958 in Thüringen geboren. Ab 1976 Studium in Ostberlin Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Außenhandel, Promotion 1987.
1984 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Internationale Beziehungen der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR in Potsdam.
Weiter Beraterin und Mitglied des Planungsstabs des Außenministeriums der DDR, dann Berufung zur Staatssekretärin im Amt des Ministerpräsidenten de Maizière.
Nach der Wiedervereinigung tätig für einen Bundestagabgeordneten, dann Leiterin des Referats für Außenpolitik an der Vertretung Brandenburgs beim Bund.
1999 Wechsel zur Europäischen Kommission in Brüssel, Mitglied im Kabinett von Kommissar Günter Verheugen.
Seit 2010 betreibt Dr. Erler eine Strategieberatungsfirma in Potsdam für Politiker und Führungskräfte.
Mit Verheugen veröffentlichte sie das Buch „Der lange Weg zum Krieg – Russland, die Ukraine und der Westen: Eskalation statt Entspannung”.
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Karlsruhe
Am Donnerstag, 19. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Ist das Völkerrecht am Ende? Welche Zukunft hat die Charta der Vereinten Nationen?
Redner/Diskussionspartner: Andreas Zumach
Ort: Treffpunkt 1721
Adenauerring 32
76131 Karlsruhe
80 Jahre nach seiner Begründung in der „Charta der Vereinten Nationen“ stehen das Völkerrecht und die Institution der UNO vor dem Zusammenbruch!
Mit ihren Kriegen und militärischen Interventionen gegen die Ukraine und in Venezuela verstoßen mit Russland und den USA zwei ständige Mitglieder des laut Charta für die „Bewahrung des Friedens“ hauptverantwortlichen Sicherheitsrates gegen das zwischenstaatliche Gewaltverbot. Ganz offen verhöhnen die Regime in Moskau und Washington die grundlegenden Völkerrechtsprinzipien der „Souveränität und territorialen Integrität“ anderer Staaten. Sie reklamieren unverhohlen das „Recht des Stärkeren“ für sich und betreiben die Aufteilung der Welt in von ihnen beherrschte Einflusszonen. In der Diskussion stehen, nicht zu vergessen, der Panamakanal, die Straße von Malaka und die Meerenge von Hormuz mit oder durch einen Angriff auf den Iran. Der Flottenverband, die USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group, liegt im Golf von Oman. Die USA gründeten ihre eigene Friedensinitiative, der sich bereits 60 Staaten angeschlossen haben.
Werden die Völkerrechtsverstöße der USA von Deutschland kritiklos geduldet oder gar offen gutgeheißen?
China beschränkt sich bislang, noch, auf die – ebenfalls völkerrechtswidrige – Androhung von Gewalt gegen Taiwan und die Missachtung der Rechte anderer Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres.
Zudem verstoßen immer mehr Staaten – nicht nur Autokratien und Diktaturen, sondern auch Deutschland (siehe „Westsahara”, richtig „Arabische Saharauische Demokratische Republik”, einer der letzten kolonialisierten Staaten der Welt) und andere westliche Demokratien – gegen die Menschenrechtsnormen, die 1948 völkerrechtlich verbindlich und mit universeller Gültigkeit vereinbart wurden.
Ist Europa willens und in der Lage, gegen diese bedrohliche Entwicklung anzusteuern und zur Rettung von Völkerrecht, UNO und universellen Menschenrechtsnormen beizutragen? Und – was müßte oder kann die Friedensbewegung dafür tun?
Solltet Ihr etwas essen wollen, könnt Ihr ab 16:30 Uhr kommen, da bitte während der Veranstaltung keine Bestellungen erfolgen sollten. Und bitte beachtet den Wirt, da dadurch der Saal kostenfrei ist.
der Referent
Andreas Zumach lebt in Berlin, ist freischaffender Journalist und Buchautor, war von 1988 bis 2020 Korrespondent am UNO-Sitz in Genf für die Berliner tageszeitung (taz) und weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten und ist Experte für Themen der Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Völkerrecht und Menschenrechte. Er gehört zum Netzwerk Friedenskooperative.
Sollte diese Veranstaltung Euer Interesse wecken, meldet Euch bitte ausschließlich unter [email protected] an. E-Mails diese Veranstaltung betreffend können aus Verarbeitungsgründen nur unter dieser Adresse angenommen werden.
Der Eintritt ist frei. Bedenkt bitte die vorhandene Hutkasse mit einem Obolus, da solche Veranstaltungen nur von uns allen gemeinsam getragen werden können.




