Leserbriefe zu „Roderich Kiesewetter hat recht: Der Ukrainekrieg wurde schon 2014 begonnen – aber vom damaligen Maidan-Regime in Kiew“
In diesem Beitrag kommentiert Tobias Riegel die Meinungsmache um die Vorgeschichte des Ukrainekriegs, anlässlich von dessen 4. Jahrestag. Sie erreiche neue Höhepunkte und zuverlässig sei auch der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter vertreten, wenn es darum gehe, historische Fakten „zurechtzurücken“. Teilweise stimme Kiesewetters Aussage sogar: Ein Ursprung des Ukrainekriegs sei tatsächlich (spätestens) 2014 zu suchen. Jedoch sei es ein nicht gewählter Übergangspräsident in Kiew gewesen, der die „Anti-Terror-Operation“ gegen die Bürger im Donbass entfesselt habe, „die als Startpunkt für den Krieg gilt“. Wir haben dazu interessante E-Mails von unseren Lesern erhalten und danken dafür. Die hier nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Grüsse Euch werte NDS – LESERBRIEFE, werter Tobias Riegel.
Auch Ihnen danke ich für Ihren wichtigen Bericht über das Eingeständnis der cdu-politiker, dass der Ukraine-Krieg schon 2014 begann, und wir, die Deutschen Mitverantwortung und Schuld tragen. Ach schau an! Auf einmal ? Sind sie endlich “aufgewacht” ?
Was für eine Heuchelei !
Nun werden sie eine Teilschuld und Mittäterschaft auf sich nehmen müssen.
Aber sicherlich werden sie auch da sehr bald den “Spiess” wieder umzudrehen wissen, um weitere Schuldzuweisungen auf Russland zu lenken.
Gut, dass es Euch und Sie gibt,
J. Juhre
2. Leserbrief
Guten Tag,
normalerweise ist man diesen Menschen langsam überdrüssig, aber es gilt natürlich dem Geschwätz entgegen und für den Frieden ein zu treten.
Auch ist der Post von Kiesewetter schnell kommentiert. Fakten verdrehen und weglassen von Ereignissen, genannt seien hier im Besonderen Frau Nuland und der Friedensengel Barack Obama, und immer währendes kriegstreiben und hetzen. Sollte Kiesewetter nicht sattelfest sein, kann er ja Frau Merkel fragen. F.W. Steinmeier weiß bestimmt auch noch einiges. Also es gibt zwei Möglichkeiten, entweder Unwissenheit, wovon nicht auszugehen ist, oder etwa doch, dann wäre es Dummheit, oder ein bewusstes die Unwahrheit sagen und das nennt man immer noch lügen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
3. Leserbrief
Anmerkung
Die Aussage trifft den Nagel auf den Kopf.
Roderich Kiesewetter und die anderen kriegsgeilen Leute sollten vor Ort an die Front und bei der Bergung von Schwerverletzten und Leichen helfen.
Noch ein wenig “russische” Propaganda vom CIA
“Putsch in Kiew stand am Anfang”
Der ehemalige CIA-Analyst Raymond McGovern kritisiert die westliche Ukraine-Politik *
Dieter Gabriel
4. Leserbrief
Hallo,
“Wir tragen heute auch eine Mitverantwortung für viele tote und verletzte Ukrainer und für viele Soldaten, die so lange und in großer Erschöpfung kämpfen.”
Auch da hat Kiesewetter recht.
Er wie auch der Rest des großen Bellizistenvereins im Bundestag tragen eine Mitverantwortung für viele tote Ukrainer wie auch tote Russen und das ganze Elend in der Ukraine.
Kriegstreiber und Menschenverächter wie er haben tatsächlich Schuld.
Und hätten wir hier eine Herrschaft des Volkes, wäre dieser Krieg schon lange zu Ende…und viele Leben gerettet….aber wie haben eine Herrschaft der Misanthropenparteien, die auf Krieg setzen und den Willen des Volkes konsequent ignorieren….
Grüße
T. Rath
5. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Riegel sehr geehrtes Nachdenkseitenteam
Man kann diesen Propaganda-Lügen nicht oft genug widersprechen, nicht zuletzt weil sie immer wieder vorgebracht werden, um diesen perfiden provozierten Stellvertreterkrieg zu legitimieren. Die westlichen Politiker geben inzwischen offen zu, dass die Ukraine die westlichen Interessen verteidigt, auch wenn sie es als Verteidigung gegen ein Russland verkaufen, das den Westen bedrohen würde. Das umgekehrte ist doch ganz offensichtlich der Fall, wenn man die Osterweiterung der NATO, die nun auch noch um die Ukraine erweitert werden soll (weitere Staaten sollen folgen z.B. Georgien) als Tatsache ansieht, die offensichtlich unbestreitbar ist. Ja selbst in Russland und in Belarus hat der Westen mit Soft-Power (ausländische Agenten) versucht diese Staaten zu destabilisieren, um unter dem Vorwand der Demokratisierung andere Politische Verhältnisse zu schaffen, die den Profit- und Sicherheitsinteressen des Westens genehmer wären.
Wenn der Maidan-Putsch der Kriegsanfang gewesen sein soll, dann war er sicherlich nicht von Russland ausgelöst worden, höchstens die verständliche Reaktion in der Ostukraine, sich vom geputschten Land loszusagen, könnte man Russland anlasten, weil Russland die Initiativen in der Ostukraine möglicherweise/wahrscheinlich unterstützt hat.
In der Folge hat der Westen die Westukraine aber massiv aufgerüstet und eine Politik verfolgt, die ganze Ukraine in NATO und EU zu integrieren und tut es auch heute noch (territoriale Integrität und Souveränität).
Die ganze Geschichte beginnt aber schon früher. Spätestens ab 2000 beginnt ein Tauziehen um die Ukraine zwischen dem Westen (USA/NATO/EU) und Russland. Das weiss jeder, der die Berichterstattung in den deutschen Leitmedien in diesen Jahren kritisch verfolgt hat und sich noch erinnern kann. Der Westen hat vor allem mit Soft-Power (Stiftungen, NGOs, Geheimdiensten, Radio free Europe, Deutsche Welle etc.) und Geld versucht, die Stimmung in der Ukraine prowestlich zu maipulieren, während Russland vor allem mit günstigen Rohstofflieferungen versucht hat zu punkten.
2014 ist das ganze dann in den Maidan-Protesten eskaliert. Inwieweit direkte westliche Einflussnahme für die Proteste verantwortlich war, ist unklar. Tatsache ist, dass unsere Politiker und usere Leitmedien täglich darüber berichtet haben und so getan haben und tun es auch heute noch, als hätten die Protestierenden die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung hinter sich, während gleichzeitig ein russlandfreundlicher Präsident vom Volk gewählt und insofern demokratisch legitimiert in der Folge möglicherweise/wahrscheinlich mit Unterstützung des Westens weggeputscht wurde.
Das ganze westliche Einflussnahme wurde von den westlichen Politikern und Leitmedien als Unterstützung der Demokratisierungsbemühungen verkauft. Letztlich ging es aber auch immer um die Integration der Ukraine in NATO und EU, ebenso übrigens auch in Georgien und Moldawien und Ex-Jugoslawien etc..
Das Festhalten des Westens an der NATO-Integration und der territorialen Integrität der Ukraine macht deutlich, dass die Demokratisierung der Ukraine höchstens ein nachgelagertes ZIel des Westens ist, denn dies könnte sich auch in einer neutralen Ukraine verwirklichen. Aber damit will der Westen sich nicht zufrieden geben. Lieber lässt man die Ukrainer zur Verteidigung der westlichen geostrategischen und wirtschaftlichen Interessen leiden und sterben und produziert täglich die dafür nötige Propaganda und schränkt die Meinungsfreiheit durch Kriminalsierung massiv ein. In all dem sieht man wie wenig Demokratie dabei das eigentliche Ziel ist.
Fritz Gerhard
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