Leserbriefe zu „„Russische Drohnen dringen in Nato-Luftraum ein“ – wenn Fake News zur „Wahrheit“ in deutschen Medien werden“

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In dieser Kurzanalyse macht Marcus Klöckner großen Teilen der Medien den Vorwurf, „den Anforderungen, die der journalistische Beruf an sie stellt, nicht gewachsen“ zu sein. Anlass dafür sind Schlagzeilen in sogenannten Qualitätsmedien, in denen Fake News schnell zur „Wahrheit“ geworden seien. Journalisten, die mit dem Begriff „Krieg“ zu tun haben, sollten jedoch „vor ihrem geistigen Auge sofort die Begriffe ‚Propaganda’ und ‚Manipulation’ auftauchen“. Denn Krieg, Propaganda, Manipulation seien eng miteinander verbunden. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante E-Mails von unseren Leserinnen und Lesern erhalten und danken dafür. Die hier nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo Marcus Klöckner, vielen Dank für den Artikel.

Regierungen lügen.

Skepsis ist deshalb angesagt.

Das ist eine der Grunderkenntnisse von I.F.Stone (US amerikanischer Journalist im 20. Jahrhundert), die er nicht nur Journalisten, sondern uns allen ans Herz legt.

Liebe Grüße Udo und Ulrike Böttcher


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

in diesem Zusammenhang fällt mir ein Aphorismus von Karl Kraus, (1874 – 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker, ein, den dieser 1915, also während des ersten Weltkriegs, verfasst hat:

“Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.”

Seitdem scheint sich nicht viel geändert zuhaben. Als Zeugin des zweiten Weltkriegs muss ich zu meinem Leidwesen tagtäglich feststellen, dass die Menschheit in mehr als hundert Jahren ganz offensichtlich nichts dazu gelernt hat.

Mit besten Grüßen
G. Fernekes


3. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Ihr Appell an soliden Journalismus in allen Ehren. Aber was derzeit im überwiegenden Teil der Presse stattfindet, ist lupenreine Propaganda. Das kann jeder sehen, der mehr als zwei Falten im Gehirn hat. Eine Konsequenz daraus ist, wenn ich so etwas lese, dann ist meine erste Schlussfolgerung: Das Gegenteil stimmt.

“Russische Drohnen in Estland”. Wenn man sich die Landkarte anschaut wird klar, was das für ein Schwachsinn ist. Das passt weder strategisch, noch aus Versehen. Das große Land, das im Norden an Russland und die Ukraine grenzt, heißt Belarus, nicht Estland.

Immerhin gibt es noch eine Sache, die immer korrekt ist in diesen Zeitungen: Das Datum!

Viele Grüße,
Rolf Henze


4. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

sicher kennen Sie diese “Lügengeschichte”: Es war einmal ein Schäfer mit seiner Schafherde. Weil ihm langweilig war, lief er zu seinen Nachbarn und rief um Hilfe, weil ein Wolf seine Schafe gerissen hätte. Die Nachbarn fanden aber alle Schafe wohlauf, kein Wolf in Sicht. Der Schäfer lachte, er habe die Nachbarn veräppelt. Das lief so noch ein zweites Mal ab, beim dritten Mal kam tatsächlich der Wolf und hat seine Schafe gerissen. Niemand hat ihm mehr geholfen, man glaubte ihm seine Lügen nicht mehr. Nun setzen Sie anstatt des Schäfers die Mainstream-Journaille und anstatt des Wolfes (besser: Bären) die Russen. Und siehe da: Die Russen haben leichtes Spiel in NATO-Land, denn alle (Nachbar-) Schafe liegen schlafend in ihren Betten. Und spätestens wenn um 20:00 Uhr in der ARD Tagesschau der russische Präsident seine Rede an die Nation hält, reiben sich alle verwundert die Augen: Nanu, der Herr Bundeskanzler sieht heute so anders aus. Ich selbst frage den russischen Präsidenten anschließend, ob er Appetit auf eine Stulle mit Leberwurst hat, nach der langen Reise ist er bestimmt hungrig.

Beste Grüße
Claudia Limlahi


5. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

Sie sind so ein netter Mann! Oder sich Ihrer Reichweite bewusst, könnte auch sein.

Aber es ist doch klar, die Mainstreammedien, die „Experten“ und die Politiker wollen Deutschland in den Krieg hineinziehen. Sie nennen es Verteidigung oder Abschreckung, weil man einen Angriffskrieg nicht vorbereiten darf und auch ein „Verteidigungskrieg“ wunderbar als Angriffskrieg funktioniert. Sogar ein heimtückischer Überfall während laufenden Verhandlungen zählt in deren Kaste zu den Verteidigungskriegen.

Wobei das mit der reinen Abschreckung/Verteidigung ohnehin nicht hinkommen kann. Manche Spiegel-Artikel (nur als Beispiel, keine Werbung) hätten früher so auch im Stürmer stehen können. Da spritzt stellenweise der blanke Hass aus den Zeilen.

Nebenbei: Da frage ich mich ernsthaft, ob ich mich nicht mit schuldig mache, wenn ich den Spiegel deswegen nur nicht mehr lese. Darf man um Volksverhetzung offensiv einen Bogen machen und sie weiterlaufen lassen? Das wäre mal ein spannendes Thema. Aber anklagen kann man es halt auch nicht, weil der Rechtsstaat nichts taugt.

Und politisch kommt es auch nicht hin. Man kann militärisch „abschrecken“, wenn man es für notwendig hält. Dann stellten Gesprächskanäle zum „Feind“ aber schon immer eine prinzipiell notwenige Ergänzung dar. Gerade heutzutage, wo man nicht mehr mit Reiterei und Schwertern über die Grenze kommt, sondern mit Hyperschallraketen. Es ist vielsagend, wenn man dieses Sicherheitsnetz mit voller Absicht NICHT aufspannen will.

Deutschland wird also mal wieder von Kriegstreibern regiert, beraten und medial bestrahlt. Was nicht einmal getarnt wird. Denen müssen sie, egal wie nett gemeint, mit Standards oder sauberer Arbeit nicht ankommen. Wollen die nicht, brauchen die nicht. Die wissen, was sie wollen, nämlich Krieg.

Was nicht bedeutet das sie auch wissen, was der mit sich bringt. Viele wollen wahrscheinlich nur dazu gehören.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


6. Leserbrief

Moin,

Sie sagen das so, als ob es eine Nebensache wäre:

“Was wenn – wie so oft in der Geschichte – an irgendeiner Stelle in diesem Konflikt zwischen NATO und Russland eine Operation unter falscher Flagge durchgeführt werden sollte mit dem Ziel der Eskalation?”

“Ziel der Eskalation”?

Diese euphemistisch als “Eskalation” bezeichnete Folge einer PsyOp, einer Täuschung, eines gezielten militärischen Schlages, zumeist unter falscher Flagge, ist nichts Geringeres als der Anfang des 3. Weltkrieges!

Das deutsche Reich “schoß” um 5 Uhr 45 “zurrrück”, obwohl es de facto angefangen hat! Welche Uhrzeit und welches Datum hat man dieses Mal auserkoren? Und welche Aktion? Gleiwitz ist ja nun verbraucht.

Dennoch: Wenn die russische Luftwaffe, egal, ob echt oder vorgetäuscht, tatsächlich Menschenopfer oder Schäden in einem NATO-Land verursachte, so kann das als Kriegsgrund und damit der Eintritt in den nächsten Weltkrieg gewertet werden!

Und, ganz ehrlich: Wie fatal dumm muß man sein, um als sogenannter Journalist ganz offen eine 3. Weltkriegs-Begründung herbei zu phantasieren? Oder steckt da auch eine PsyOp dahinter, getreu dem Motto: “Die Bevölkerung muß noch mehr abstumpfen?”

Ich meine, daß diese Leitwölfe, die alles Seriöse wegbeißen, weil sie politisch & wirtschaftlich privilegiert sind, unter Realitätsverlust leiden, ist mir schon seit Jahren klar, aber daß selbst Charles Darwin vor Neid erblaßte, wie selbst Alphatiere ihren eigenen Untergang regelrecht herbei schreiben, hätte ich nie für möglich gehalten. Sind sie wirklich der Meinung, daß sie einen atomar verseuchten Planeten in Luxus überleben könnten? Von denen war wahrscheinlich noch nie einer in einem Kriegsgebiet und hat sprichwörtlich Dreck gefressen, und eine zusammengebrochene Infrastruktur wie nicht mehr fließendes Wasser und Stromlosigkeit haben sie vermutlich auch noch nie am eigenen Leib erlebt.

Jetzt haben wir neben gemeingefährlichen Politikern mit ihren Seilschaften ein genauso gefährliches System aus Hofberichterstattern. Dieses System ist krank. Es metastasiert. Und eines Tages wird so ein Geschwür platzen. Dann wird es drei Viertel der Menschheit mit in den Abgrund reißen, dessen bin ich mir sicher, wenn dem kein Einhalt geboten wird.

Mein Tipp:
Alle Konten auf Null setzen. Alle, ausnahmslos und weltweit. Also alles, was in irgend einer Weise mit Geld zu tun hat, um die uferlose Gier endlich zu stoppen. Der Rest ergibt sich. Die, die eh nix haben, wird’s nicht größer stören, und die einst mächtigen Männer (und Frauen) werden anschließend keinen Grund mehr haben, Raketen irgendwo hin zu schicken — und schon gar keine Atombomben. Wofür denn? Die Börsen gäbe es nicht mehr, ebensowenig Offshore-Konten und irgendwelche, in virtuellen Umgebungen existierenden “Vermögen”. Alleine der Autoschlüssel zum Ferrari paßt noch.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger


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