Leserbriefe zu „Niederlande baut Kriegsgefangenenlager für russische Soldaten – Drehen sie jetzt völlig durch?“

Ein Artikel von:


Hier hat Marcus Klöckner einen Bericht der BILD-Zeitung über ein Kriegsgefangenenlager „auf Probe“ für russische Soldaten in den Niederlanden kommentiert. Die Friedenspolitik des Kontinents sei nicht mehr vorhanden. Reichlich vorhanden hingegen sei der „politische Wille, immer weiter, immer härter, immer irrer auf einen Konfrontationskurs mit Russland zu gehen – zum schweren Nachteil der Bevölkerungen“. Man habe das Gefühl, die Politik sei völlig durchgedreht und der Wahnsinn werde von Tag zu Tag schlimmer. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Zuschriften hierzu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein sehr wichtiger und hilfreicher Artikel.

Sind „wir“ jetzt vollkommen verrückt geworden? Man kann Kriege auch herbeireden. Oder wie in diesem Fall, der Bevölkerung einreden, wir müssten uns vor den (angeblichen) Bedrohungen aus Russland schützen und gleichzeitig Szenarien schaffen, durch die sich Russland (tatsächlich) bedroht fühlen kann. Das was hier passiert, gehört in die Kategorie „Sich selbsterfüllende Prophezeiungen“

Ich komme mir fast vor wie in einem Buch von Stephen King, in dem das Grauen langsam und unbemerkt Einzug hält und die Menschen gar nicht mehr merken, wie sie „dem Bösen“ verfallen.

Danke für euere Berichte. Nur glaube ich, wir haben den „Point of no Return“ langsam überschritten. Historische Fakten, die zum Ukrainekrieg führten, werden verschwiegen oder umgedeutet. Logische Schlussfolgerungen werden geleugnet bzw. Diejenigen, die sie ansprechen lächerlich gemacht. So z.B. die Beobachtung Deutschland ist Kriegspartei, da es die Ukraine materiell, finanziell und moralisch unterstützt und durch sein Handeln Einfluss auf den Kriegsverlauf nimmt, (Stichpunkt Entwicklung von Waffen, die das russische. Hinterland treffen können, Ausbildung von Soldaten…). Ich merke das in Diskussionen mit Bekannten. Selbst wenn ich Fakten mit Belegen vorlege, werden die oft geleugnet, denn das, was in den „anerkannten“ Medien nicht mehr erwähnt wird, kann ja so nicht stimmen.

Viele Grüße
Wolfgang Uhl


2. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

wenn Putin so etwas liest, was soll er daraus schliessen?

Man stelle sich vor, es würde bekannt, dass Putin Kriegsgefangennenlager bauen lässt für NATO Soldaten. Reaktion Deutschland ?

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bekommt Europa das worauf es hinarbeitet oder besser gesagt worauf EU und die Regerungen der EU Länder hinarbeiten. Die Selbstzerstörung.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


3. Leserbrief

Hallo,

“Nichts gelernt. Gar nichts.”

Doch, Herr Klöckner !

Man verkauft den neuen Faschismus jetzt als Demokratieförderung, Freiheit, Individualität, als EU, Kampf gegen Rechts, als neue gute Moral, als klimaneutral, als Gerechtigkeit, Bündnis und Friedenssicherung, in schön bunt…nur den bösen Russenm haben sie wieder aus der verstaubten Klamotten-Kiste geholt….

Gruß
T. Rath


4. Leserbrief

Guten Tag,

oder sind denn alle dem Wahnsinn verfallen, könnte man auch sagen.

Fast durchweg scheinen die europäischen Regierungen nebst Profiteuren und Kopfnickern auf Krieg mit Russland gebürstet. (…) Dennoch bleibt die Frage, in wie weit sich die wohlstandsverwöhnten, europäischen Bevölkerungen durch die unseriöse, dumme und gefährliche Kriegstreiberei infiltrieren lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


5. Leserbrief

Die europäischen Transatlantiker handeln auf Befehl der USA. Ist das so schwer zu begreifen? Die Amerikaner wollen wieder einen Stellvertreterkrieg Europa, speziell Deutschland, gegen Russland, ohne ihre eigenen Armeen einsetzen zu müssen, ohne ihre eigenen „Boots on the Ground“. Und das nicht zum ersten Mal, wie die Geschichte schon mehrfach gezeigt hat. Sie kaufen sogar die Waffen für diesen Krieg bei den den Amerikanern – WIN – WIN – WIN. Die deutschen und europäischen Transatlantiker sind bereit, ihr Land, ihren Kontinent zu opfern und zu zerstören – auf Befehl der USA. Das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen. Dann ergibt das Ganze auch einen Sinn.

Viele Grüße
Peter Palec


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner

Obwohl Sie es selbst so formulieren (“Die Friedenspolitik des Kontinents ist nicht mehr vorhanden.” ), wollen Sie andererseits nicht wirklich wahrhaben, so erscheint es mir zumindest, wenn ich zwischen ihren Zeilen lese, was doch immer offensichtlicher wird; oder wollen Sie dabei helfen, den Schein der gutwilligen westlichen Politik aufrechtzuerhalten mit ihrem Entsetzen vor deren Unfähigkeit Frieden zu erhalten und zu erreichen, um die explizit ausformulierte Kriegsabsicht, was ja nochmal ein Schritt weiter wäre, und fast schon einer Kriegserklärung gleichkäme, zu verhindern?

Die kriegstreibenden Eliten des selbsternannten wertebasierten Westens planen offensichtlich einen Krieg gegen Russland, keinen Verteidigungskrieg sondern einen Angriffskrieg, der dann der eigenen Bevölkerung natürlich als Verteidigungskrieg verkauft werden wird. Es wird ja immer offensichtlicher und klarer, was die Ziele des laufenden Stellvertreterkrieges in der Ukraine und die Ziele dieses neuen europäischen Krieges sein werden: die Ukraine zusammen mit einigen anderen Staaten wie Moldawien, Georgien, Armenien, West-Balkan-Staaten, Belarus etc. in NATO und EU zu integrieren und Russland zu ruinieren und zu zerschlagen. Ersteres wird ja inzwischen unumwunden von diesen fälschlicherweise Eliten genannten Personen so formuliert. Gleichzeitig spricht unser Kanzler davon, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen kann und rüstet gleichzeitig mit unbeschränkten MItteln (wahtever it takes) zusammen mit seinen wertebasierten europäischen Freunden gegen Russland auf. Wie soll man sich das anders erklären, zumal gleichzeitig der hochrangige US-General in Europa Alexus Grynkewich dem als geplant unterstellten russischen Angriff auf Europa widerspricht, nicht zuletzt weil “Russland” weiss, dass es mit konventionellen Waffensystemen den Europäern deutlich unterlegen ist. Also bleibt “Russland” letztlich nur übrig irgendwann die atomare Option zu ziehen. Was für ein Wahnsinn?

Was das geplante Kriegsgefangenenlager in den Niederlanden betrifft, kann es ja auch sein, dass dieses schon vor dem kommenden großen europäischen Krieg für gefangene russische Soldaten aus dem laufenden Ukraine-Krieg gedacht sein könnte, was ja möglicherweise eine Entlastung für die Ukraine aber gleichzeitig auch eine weitere Eskalation hin zu einem großen europäischen Krieg ist.
Wahrscheinlich ist der Wahnsinn nicht mehr abzuwenden, es sei denn die diesbezüglichen politischen Gegenbewegungen in den europäischen Staaten kommen vorher noch rechtzeitig in Regierungsverantwortung.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Fritz Gerhard


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