Leserbriefe zu “21,5 Prozent CDU/CSU, 12,5 Prozent SPD, 29 Prozent AfD: Die ehemaligen Volksparteien fahren mit Vollgas auf die Mauer zu”
Marcus Klöckner nimmt eine aktuelle INSA-Umfrage zur Bundestagswahl zum Anlass, in seinem Kommentar der Frage nachzugehen, warum die Regierungsparteien inzwischen in den Prognosen weit hinter der AfD liegen. Trotz deutlicher Warnsignale wie hohen Wählerverlusten und sinkender Beliebtheit setzten CDU/CSU und SPD „konsequent eine Politik am Interesse des Landes vorbei“ fort. Diese Realitätsverweigerung führt unweigerlich zum Absturz dieser Parteien. Unser Autor vermutet, dass dieser Niedergang nicht auf deren bloße Fehlentscheidungen und Ignoranz zurückzuführen ist, sondern bewusst in Kauf genommen, wenn nicht gar gewollt wird. Unsere Leserinnen und Leser haben sich von den sommerlichen Temperaturen nicht davon abhalten lassen, uns zahlreiche Leserbriefe zuzusenden, vielen Dank dafür! Zusammengestellt von Ala Goldbrunner.
1. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner und NDS-Team,
das Hauptproblem, das die Politik hat, ist, dass man inzwischen so viele Lügen aufgebaut hat, dass die Politik gar keine andere Wahl mehr hat als “volle Fahrt voraus”, bevor alles in sich zusammenbricht.
Nehmen wir die Ukraine als Beispiel. Durch den Verzicht auf russische Energieträger, haben wir immer noch eine veritable Energiekrise, die dazu führt, dass wir inzwischen 15.000 Industriearbeitsplätze pro Monat verlieren, weil unsere Industrie nun absolut nicht mehr konkurrenzfähig auf dem globalen Markt ist.
Und die Politik kann das nicht ehrlich benennen, da man damit die Unterstützung für die Ukraine gefährdet, was übrigens auch ein starker Indikator dafür ist, dass der Krieg von unserer Seite auch gewollt ist.
Wäre man ehrlich, könnte man natürlich etwas machen, wie z.b. ein Sondervermögen Energiewende. Man stelle sich vor, die 500 Mrd die wir für Rüstung ausgeben, würde in unsere Energiewende fließen. Es würde die Energiewende vielleicht nicht komplett lösen, aber es wäre ein großer Schritt und könnte auch die Energiekosten drastisch senken, die bisher immer ein großer Hemmschuh für die deutsche Wirtschaft war.
Und das ist nur ein Beispiel für die Lügen, die aufrechterhalten werden müssen, aber gleichzeitig dafür sorgen, dass die Politik “alternativlos” ist, weil man keine andere Wahl hat, damit das Lügengebäude nicht in sich zusammenbricht.
Aber auch der Wähler ist Schuld, weil viele den Komfort der Lügen bevorzugen, als die bittere Wahrheit zu akzeptieren, so sind wir Menschen leider nunmal.
mfg
Ronny Dietzsch
2. Leserbrief
Hallo,
wie sagte es Christoph Schlingensief : Scheitern als Chance !
Aber nicht für die Parteien, das ist vorbei, sondern als Chance für uns !
Das Parteiensystem ist obsolet, diese Einsicht wird durch die AfD nur noch etwas in die Länge gezogen. Wer tatsächlich da noch hofft, dass irgendwas besser wird, der wird heftig aus seiner Narkose aufwachen….
Ich hoffe sehr, dass die Blindheit der Politik sich auch noch maximal auf die Taubheit ausweitet, damit sie nicht hört, dass da noch welche „Vorsicht Mauer“ rufen.
“Diese Politik des Totalschadens verläuft zielgerichtet.“
Und das ist sehr gut so!
Aus Fehlern lernt man, wenn man reflektiert und daraus die entsprechenden Schlüsse zieht und dies dann umsetzt, das ist allen Parteien unmöglich, da die Parteigebilde mittlerweile durch und durch psychopathisch sind.
Die Politik hat auch kein Brett vor dem Kopf, …sie ist kopflos!
Wenn der zu hoffende Totalschaden vollzogen ist, gibt es die große Chance einer wahren und echten Volksdemokratie. Gute Ideen dafür gibt es, von guten Leuten die nicht aus der Politik kommen, sondern aus dem Volk. Unsere Chance!
Grüße
T. Rath
3. Leserbrief
Liebes NDS-Team,
Der Bundeskanzler ist nicht dumm. Den Bundeskanzler kann fast niemand leiden. Dem Bundeskanzler möchten die Leute deshalb gerne eins auswischen. Der Bundeskanzler weiß das.
Der Bundeskanzler empfielt, nicht die AfD zu wählen.
Ich wiederhole: Der Bundeskanzler ist nicht dumm.
Warum empfiehlt der Bundeskanzler nicht, das BSW nicht zu wählen?
Beste Grüße von Ihrem Leser l. D.
4. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team
Diesen zunehmend [immer] mehr [werdenden] antidemokratischen Kriegstreiber- und Reichenparteien sollte man keine Tränen nachweinen! Im Gegenteil! Schlimm genug, dass insbesondere die CDU überhaupt noch in den Bundestag käme, bei der SPD sind ja zumindest noch vereinzelt vernünftige Politikansätze zu erkennen.
Dass die AfD nicht die wünschenswerte Alternative für Deutschland ist, sollte jedem klar sein, der sich näher mit ihrem Parteiprogramm beschäftigt hat. Wo sind die anderen Parteien? Wieso fallen sie auch in diesem Artikel der NachDenkSeiten unter den Tisch? Die mediale Konzentration auf die “großen” Parteien, speziell im Wahlkampf, spielt ihnen maßgeblich in die Hände, ist genau genommen Wahlbeeinflussung – vielleicht sogar Wahlbetrug.
Leider blickt die Mehrheit der Bevölkerung nicht hinter die Kulissen und lässt sich statt dessen immer noch medial von der Fassadendemokratie und ihrer medialen Vermittlung blenden.
Fritz Gerhard
5. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
Sie machen es sich in Ihrem Artikel leider sehr leicht, indem Sie eine pauschale Kritik anbringen, ohne auch nur im Ansatz konkret zu werden. Damit begeben Sie sich leider auf das Niveau der AfD, eigentlich ja sogar noch darunter, denn die AfD liefert ja noch scheinbar einfache Lösungen für die komplexen Probleme.
Was konkret ist falsch an der Energiepolitik, an der Wirtschaftspolitik etc. Leider liest man da in Ihrem Artikel gar nichts dazu. Statt dessen insinuieren Sie, dass diese Politik bewußt gemacht wird. Mit welchem Ziel, auch das lassen Sie offen. Was soll man mit so einem Artikel anfangen? Einen Erkenntnisgewinn sehe ich nicht, er regt auch nicht zum Nachdenken an, da außer pauschalen Aussagen wenig Substanz zu finden ist.
Für mich liest sich das eher wie von einem frustrierten Wähler geschrieben, denn von einem Journalisten.
Freundliche Grüße
Martin Boremann
Antwort Marcus Klöckner:
Sehr geehrter Herr Boremann,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Kurz: Ein Kommentar zeichnet sich dadurch aus, dass er kurz gefasst und möglichst pointiert ein Problem anspricht.
Darüber, wie differenziert, detailliert und feingewoben er ist, kann man sicherlich diskutieren.
Ein Kommentar wie dieser ist auch im Hinblick auf unsere Gesamtbeiträge zu verstehen.
Wenn Sie sich die Zeit nehmen und etwas in unserem Archiv stöbern, finden sie bestimmt viele, ja: sehr viele Beiträge, die reichen von kurzen und längeren Kommentaren über Analysen usw. zu wohl den meisten Themen, die in meinem Kommentar angesprochen wurden. Gewiss: Natürlich sollte man den Leser “mitnehmen” und unterschiedliche Wissensstände berücksichtigen.
Gleichzeitig ist Wissen bei Erwachsenen aber auch eine Hol- und keine Bringschuld. Die Informationen, die die Basis zu meinem Kommentar bilden, sind in unserem Archiv zu finden. Es ist ermüdend und macht dann auch einen solchen Kommentar ziemlich sperrig, wenn man jedes Mal bei “Adam und Eva” anfangen muss. Was soll man an dieser Stelle noch groß zu der fatalen Russlandpolitik ausführen (Konfrontationspolitik, Militarisierung, Kriegstüchtigkeit, gigantische Summen für Aufrüstung), zur Energiepolitik (Verzicht auf russisches Gas/Atomausstieg usw.) und zu den anderen kritisieren Bereichen der Politik sagen?
Eben.
Ich wünsche mir, dass Sie sich die Zeit nehmen, etwas in unserem Archiv stöbern und dann vielleicht ja auch die eine oder andere für sie interessante Analyse finden.
So oder so: Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift.
Mit besten Grüßen
MK
6. Leserbrief
Lieber Herr Klöckner,
der letzte Satz!
Die Braut Deutschland (EU) soll auf dem Ramschmarkt verscherbelt werden. Aus diesem Grund muss man sie billig machen.
Das Gesamtkonzept aus Deindustriealisierung, Sozialstaatsabbau (Ziel: Privatisierung), Zerstörung des Bildungssystems, Verarmung (Folge: Gehorsam) – und vielem mehr – garantiert eine weitgehend widerstandslose Übernahme der Neue-Welt-Herrscher. Unsere Staatsdiener, die sich schon länger als Souverän gebärden (und das auch können – s.o. – Bildung étc..) werden dann als Gouverneure (…) oder sonst was weiter “dienend herrschen” – a lead role in a cage (The Wall) – parteiübergreifend.
Unsere “Eliten” wissen schon, was im Hintergrund läuft – darum können sie auch unbeirrt auf die Mauer zurasen. Geschädigt werden ja nur die Untertanen.
Friedensgrüße☮
Karin Heil
7. Leserbrief
Liebe NDS, Marcus Klöckner,
warum gehen wir alle immer davon aus, dass Politiker ihre Politik für die Bevölkerung machen, bloß weil wir sie gewählt haben? Das eine erzwingt doch nicht das andere!
R.O.
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