Heute vor 50 Jahren wurde Willy Brandt zum Bundeskanzler gewählt – eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte

Albrecht Müller
Ein Artikel von:

Für viele Menschen hatte diese Zäsur eine große Bedeutung: Verständigung mit dem Osten, innere Reformen, Reform eines verkrusteten Rechtes, Integration der aufmüpfigen Jugend (68er) in die politische Arbeit, in der Folge Anstieg des politischen Interesses und der Mitarbeit in Parteien, deutliche Verbesserung des Rufes unseres Landes … Albrecht Müller.

Basis der Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler war die Bundestagswahl vom 28. September 1969. Siehe hier.

Quelle: Tagesschau

Willy Brandt hatte in der Nacht nach der Bundestagswahl mit dem FDP-Vorsitzenden zusammen die neue Koalition und den Kanzlerwechsel nach 20 Jahren CDU/CSU-Herrschaft vereinbart.

Brandt war nur viereinhalb Jahre im Amt – vom 21. Oktober 1969 bis 7. Mai 1974. Das ist eine sehr kurze Zeit, vor allem gemessen an Konrad Adenauers Amtszeit von 14 Jahren, Helmut Kohl mit 16 Jahren, Angela Merkel mit 14 Jahren; selbst Gerhard Schröder war mit sieben Jahren länger im Amt als Willy Brandt. Der Leistungsvergleich sei den Leserinnen und Lesern überlassen.

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