Videohinweise am Mittwoch

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist (CG)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. US-Regierung täuscht Bevölkerung über Situation in Afghanistan
  2. Gipfeltreffen im Normandie-Format: Doping, Tiergarten-Mord, Selenskij rüttelt an Minsker Abkommen (DEUTSCH)
  3. Evidence Shows Corbyn Gets Attacked No Matter What He Does
  4. Sahra Wagenknecht am 28. November 2019 bei Maybrit Illner im ZDF
  5. Frankreich: Massive Proteste gegen Rentenreform
  6. Global gesehen :: Mercedes Benz als Diktaturstütze
  7. Die Bettler aus der Walachei: Bedürftige oder organisierte Bande? | DokThema
  8. Abby Martin über Julian Assange, den Putsch in Bolivien, Bernie Sanders & Gaza (DEUTSCH)
  9. Bundespressekonferenz
  10. Musik trifft Politik
  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. US-Regierung täuscht Bevölkerung über Situation in Afghanistan
  2. Gipfeltreffen im Normandie-Format: Doping, Tiergarten-Mord, Selenskij rüttelt an Minsker Abkommen (DEUTSCH)
    Die Ergebnisse des Gipfels im Normandie-Format stehen fest: Feuerpause und wechselseitiger Truppenabzug in drei Erprobungszonen zwischen der Ukraine und den Volksrepubliken Donezk und Lugansk, sowie ein Gefangenenaustausch und der Wille, weiterhin zu kommunizieren. RT Deutsch präsentiert die gesamte Pressekonferenz in deutscher Übersetzung.
    Die vier am Normandie-Format beteiligten Staatschefs haben bei einer Pressekonferenz am Montagabend die Ergebnisse des diesjährigen Gipfels bekanntgegeben und Fragen der Journalisten beantwortet. Der Gipfel zur Umsetzung der Minsker Abkommen, mit dem Ziel der Befriedung des Konflikts im ukrainischen Bürgerkrieg, fand erstmals seit drei Jahren statt.
    Quelle: RT Deutsch, 11.12.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Tobias Riegel “Kampagnen und Meinungsmache bei ARD und ZDF mit neuen Höhepunkten” und von Ulrich Heyden “Normandie-Treffen in Paris: Ein neuer Versuch für den Frieden in der Ost-Ukraine“.

    Ukraine-Gipfel: Warum der Friedensprozess in der Ostukraine nicht vorankommt
    Das “Normandie-Treffen” am Montag in Paris rückte den Krieg in der Ostukraine wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Bei den vielen gegenseitigen Vorwürfen ist nicht einfach zu durchschauen, woran der Friedensprozess in der Ukraine bisher scheiterte.
    RT Deutsch-Redakteurin Maria Janssen ist das “Minsker Abkommen” zur Befriedung der Ostukraine durchgegangen, um dessen Schwachstellen auszumachen.
    Quelle: RT Deutsch, 10.12.2019

    Hierzu von Deutschlandfunk “Treffen im “Normandie”-Format – Die Positionen der Verhandlungspartner“.

  3. Evidence Shows Corbyn Gets Attacked No Matter What He Does
    Quelle: The Rational National, 09.12.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Jens Berger “Kann Jeremy Corbyn das Momentum nutzen?” und von Jonathan Cook “Die Antisemitismus-Vorwürfe haben nur ein Ziel: Jeremy Corbyn von der Macht fernzuhalten“.

  4. Sahra Wagenknecht am 28. November 2019 bei Maybrit Illner im ZDF
    28.11.2019 – Sahra Wagenknecht: Die Leute wurden ja geradezu gezwungen, mehr zu sparen, als man zum Beispiel die gesetzliche Rente kaputt gemacht hat. Das heißt man hat sie einem Finanzmarkt ausgeliefert, auf dem sie jetzt noch nicht mal Anlagen bekommen, der den Werterhalt garantiert. Also es geht ja gar nicht darum, dass jemand ganz viel Geld mit seinem Geld macht, sondern es geht ja wirklich nur darum, dass es sichere Anlagen gibt, wo man zumindest das, was man einzahlt, irgendwann mal wieder verfügbar haben kann. Und der Aktienmarkt leistet das eben nicht. Ich halte das für fahrlässig, wenn man Kleinsparern empfiehlt, auf den Aktienmarkt zu gehen. Weil der Unterschied zwischen Kleinsparern und Großvermögensbesitzern ist, die einen haben ein Vermögen, wo sie die Rendite konsumieren, aber nie an das Vermögen herangehen. Dann ist es wunderbar, Aktien zu kaufen. Aber wenn ich mein Geld spare, um im Alter irgendwann das Geld zu verbrauchen, und ich gebe das auf den Aktienmarkt, dann kann sein, ich habe nur noch die Hälfte davon. Und deswegen finde ich, eine der ganz wichtigen Schlussfolgerungen aus der Situation wäre: Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, die den Lebensstandard im Alter sichert, statt die Leute zu zwingen, auf diese fahrlässigen spekulativen Finanzmärkte zu gehen.
    Quelle: ZDF. Die vollständige Sendung können Sie hier ansehen.
    Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

  5. Frankreich: Massive Proteste gegen Rentenreform
    In Frankreich gibt es massive Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei. Die Demonstranten gehen gegen die Rentenreform der Regierung Emmanuel Macrons in großer Zahl auf die Straße. In Paris wurden Brände gelegt und Schaufensterscheiben eingeschlagen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Proteste vor.
    Quelle: RT Deutsch, 06.12.2019

    Hierzu auch von RT Deutsch “Trotz Streikwelle – Neuer EU-Kommissar Breton fordert von Macron Umsetzung neoliberaler Rentenreform“.

    LIVE: Proteste gegen Macrons Rentenreform in Paris gehen weiter
    Quelle: RT Deutsch, Livestream 10.12.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Marco Wenzel “Alle Räder stehen still…” und “Generalstreik in Frankreich“.

  6. Global gesehen :: Mercedes Benz als Diktaturstütze
    Während der Militärdiktatur in Argentinien wurden 1977 Gewerkschafter von Mercedes Benz Argentina nachts aus ihren Wohnungen entführt, in Folterzentren verschleppt und ermordet*. Mercedes-Manager hatten 1977 ihre kämpferischen Gewerkschafter bei den Militärs als “Agitatoren” denunziert und deren Adressen übergeben. Vierzehn wurden verschleppt und ermordet. Der Fall ging rund um die Welt und landete vor den Gerichten Argentiniens, Deutschlands und vor dem Obersten US-Gerichtshof. Es mangelt nicht an Beweisen sondern an couragierten Richtern.
    In San Martín, einer Vorstadt von Buenos Aires, wird nun der Fall der verschwundenen Gewerkschafter vor Gericht erneut verhandelt, die in dem Militärhospital Campo de Mayo gefoltert wurden und verschwanden. Gaby Weber berichtet für weltnetz.tv von dem Prozess.
    * Bekannt wurde der Fall ab 1999 durch die Recherchen von Gaby Weber.
    Quelle: weltnetzTV, 08.12.2019

    Hierzu die gesamte Reportage von Gaby Weber:

    “Wunder gibt es nicht – 2017”
    Die verschwundenen Betriebsräte von Mercedes-Benz
    Der Fall der während der argentinischen Militärdiktatur verschwundenen Mercedes-Betriebsräte wurde ab 1999 durch meine Recherchen bekannt. Mercedes-Manager hatten 1977 ihre kämpferischen Gewerkschafter bei den Militärs als “Agitatoren” denunziert und deren Adressen übergeben. Vierzehn wurden verschleppt und ermordet.
    Der Fall ging rund um die Welt und landete vor den Gerichten Argentiniens, Deutschlands und vor dem Obersten US-Gerichtshof. Es mangelt nicht an Beweisen sondern an couragierten Richtern. Längst haben sich die multinationalen Konzerne den nationalen Gerichtsbarkeiten entzogen.
    2002 habe ich einen Dokumentarfilm gedreht und in den Folgejahren aktualisiert. Nun, nachdem die Justiz die Akten geschlossen hat, ein weiterer Film – mit dem selben Titel. Er lässt nicht nur die Opfer zu Wort kommen, sondern berichtet über diese globale Kampagne. Und er erzäht, mit welchen Mitteln sich das Unternehmen Straflosigkeit erpresst hat. Der Fall hat Justizgeschichte geschrieben; er wurde juristisch an allen Fronten verloren, aber politisch gewonnen.
    Quelle: Gaby Weber, 16.04.2017

  7. Die Bettler aus der Walachei: Bedürftige oder organisierte Bande? | DokThema
    Die Filmautorin folgt einer Bettlerin bis in ihr Heimatdorf in Rumänien. Es stellt sich heraus: Die junge Frau ist kein Mitglied einer Bande, sondern eines Roma-Clans. Die Jungen gehen fast alle im Ausland betteln, um ihre Familien zu ernähren, die Alten hüten die Kinder.
    Sie kommen gemeinsam, jeder steuert seine Straßenecke an, legt eine Decke über die Beine und harrt aus – in der Hoffnung, dass Passanten Geld in den Pappbecher werfen. Genauso schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie gemeinsam wieder. Wo gehen diese Menschen hin, wer sind sie, steckt organisierte Kriminalität dahinter? Die Filmautorin folgt einer Bettlerin in ihr Dorf in Rumänien – und stößt auf bittere Armut und Ausgrenzung. Das Dorf ist Teil der EU – und dennoch ein vergessenes Stück Land, zu dem Journalisten kaum Zutritt haben. Schnell stellt sich heraus, wer die junge Frau namens Narcisa tatsächlich ist. Kein Mitglied einer Bande, sondern eines Roma-Clans, der sich mitten im Wald angesiedelt hat. Strom, Kanalisation, Zentralheizung: Fehlanzeige. Auch Jobs gibt es so gut wie keine. Fast alle jungen Erwachsenen gehen regelmäßig ins Ausland, um zu betteln. Mit dem Geld ernähren sie ihre Familien. Gemeinsam fahren sie nach Deutschland und unterstützen sich vor Ort. Die Alten bleiben zu Hause und hüten die Kinder. Niemand beutet hier aus, nimmt ihnen das erbettelte Geld ab. Aber der Staat scheint sich nicht verantwortlich zu fühlen – und die Not ist groß. Narcisas Mann sitzt im Gefängnis, weil er illegal Holz geschlagen hat, sie selbst kann kaum lesen und schreiben, braucht aber Geld, um ihre baufällige Hütte zu renovieren. Die Kinder sollten in die weiterführende Schule, doch der einzige Weg dorthin ist ein Bachbett, das sich bei Regen in einen reißenden Fluss verwandelt. Und so scheint das Betteln im Ausland als die einzige Möglichkeit, sich buchstäblich über Wasser zu halten. Etwa 80 Prozent der Roma leben unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle ihres Landes; 50 Prozent der Roma im Alter zwischen sechs und 24 Jahren besuchen keine Schule. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ermöglicht es, von Osteuropa nach Deutschland zum Betteln zu kommen. In der Dokumentation werden Motive und Hintergründe gezeigt.
    Autorin: Anna Tillack
    Quelle 1: arte, verfügbar vom 25/10/2019 bis 22/01/2020
    Quelle 2: BR, 29.11.2019

  8. Abby Martin über Julian Assange, den Putsch in Bolivien, Bernie Sanders & Gaza (DEUTSCH)
    In diesem Interview mit der investigativen Journalistin, Gründerin der Empire Files und Dokumentarfilmerin Abby Martin sprechen wir über den Fall Julian Assange und dessen Auswirkungen auf den Journalismus. Darüber hinaus analysieren wir die Situation in Bolivien, ob es zu einem Staatsstreich gekommen ist und ob dies Teil eines größeren Trends in ganz Lateinamerika ist. Darüber hinaus diskutieren wir Abby Martins neuesten Dokumentarfilm “Gaza Fights for Freedom” und untersuchen die sozioökonomischen Bedingungen in Gaza sowie die möglichen Lösungen für die Krise. Schließlich analysieren wir die US-Politik und sprechen darüber, was Bürger weltweit tun können, um einen sinnvollen Wandel herbeizuführen und Lösungen für die außergewöhnlichen Herausforderungen der Menschheit zu finden.
    Um die vollständige Abschrift zu diesem Video zu lesen, klicken Sie hier.
    English-Version here.
    Um mehr über A. Martins Arbeit zu erfahren, klicken Sie hier.
    Quelle: acTVism Munich, 06.12.2019

    Abby Martin: Gaza’s fight for freedom needs global solidarity
    Pushback with Aaron Maté
    The Empire Files’ Abby Martin and Mike Prysner discuss their new documentary “Gaza Fights For Freedom,” a vivid account of the Great March of Return against the Israeli siege of Gaza, and the urgency of global solidarity with the Palestinian struggle.
    Guests: Abby Martin and Mike Prysner, co-creators of The Empire Files and co-directors of the documentary, Gaza Fights For Freedom.
    Watch Gaza Fights For Freedom.
    Quelle: The Grayzone, 30.11.2019

  9. Bundespressekonferenz
    • Bundesregierung lehnt Palästina-Initiative von EU-Partner Luxemburg ab
      Luxemburgs langjähriger Außenminister Jean Asselborn hat alle EU-Staaten aufgefordert, einen Staat Palästina an der Seite Israels anzuerkennen. Sein Schreiben an alle EU-Außenminister und den EU-Chefdiplomaten Josep Borrell folgte auf die nun geänderte Position der USA.
      Jahrzehntelang war man sich in den USA und Europa darüber einig, dass die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und der Aufbau von jüdischen Siedlungen dort illegal ist. Nachdem die US-Regierung von Donald Trump zuerst die 1981 erfolgte Annexion der syrischen Golanhöhen durch Israel anerkannte, sorgte das Weiße Haus im November erneut für einen internationalen Eklat. Die illegalen Siedlungen im Palästinensergebiet erachte man ab sofort im Einklang mit internationalem Recht und nicht mehr “per se” illegal.
      Das war für Luxemburgs Außenminister Asselborn der Anlass, sich mit einem Schreiben an die Außenminister der Europäischen Union und den EU-Chefdiplomaten zu wenden, damit die EU einen Staat Palästina anerkennt. Der einzige Weg um die Zwei-Staaten-Lösung zu retten, sei es einen “gleichberechtigten Staat zu schaffen”. Eine “Anerkennung Palästinas als einen Staat, wäre kein Gefallen oder ein Blankoscheck, sondern eine Anerkennung des Rechts des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat”. Die von Israel gerne bemühte Rechtfertigung für die militärische Besatzung und Annektierung aus Sicherheitsgründen, ließ Asselborn nicht gelten.
      Die Bundesregierung hält aber von solchen Plänen gar nichts, wie sich bei der Bundespressekonferenz am Montag auf Nachfrage von RT Deutsch erwies. Stattdessen beharrt man weiterhin auf den angesichts der Realität vollkommen diskreditierten Standpunkt, dass es Sache Israels und der Palästinenser sei, eine Lösung auszuhandeln. Dass diese “Verhandlungen” aber seit dem damals historischen Madrid-Gipfel 1991 geführt werden, Israel den Siedlungsbau ungeachtet dessen massiv ausbaute und damit ein überlebensfähiger Staat Palästina schon gar nicht mehr möglich ist, wird in Berlin geflissentlich ignoriert.
      Quelle: RT Deutsch, 10.12.2019

    • Regierungssprecher: Nur die westliche Interpretation zum iranischen Teilausstieg ist die richtige
      Die Frage, ob die bisherigen iranischen Stufen der Teilaussetzungen aus dem Atomabkommen im Einklang des dafür vorgesehenen Art. 36 stehen, hat eine neue Wendung erhalten. Laut Regierungssprechern gibt es unterschiedliche Interpretationen dieses Mechanismus und Teheran liege falsch.
      Nachdem die USA aus dem JCPOA-Vertrag – auch als Atomabkommen bekannt – ausgestiegen waren, wurde der Geist des Abkommens durch Washington ausgehebelt. Der Iran verpflichtete sich zum Zurückfahren des Atomprogramms und einem ständigen Überwachungsregime durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, und sollte im Gegenzug wirtschaftliche Vorteile erhalten. Sanktionen sollten aufgehoben, eingefrorene Guthaben freigegeben und die Beziehungen normalisiert werden. Nichts davon ist nach dem US-Ausstieg im Mai 2018 übriggeblieben, stattdessen schlug Washington mit aller Härte zu und überzog den Iran mit schweren Sanktionen. Europäische und asiatische Unternehmen und Regierungen wurden außerdem erpresst, ihre Handelsbeziehungen zum Iran aufzugeben, wenn sie weiterhin in den USA aktiv bleiben möchten.
      Für solche Fälle ist im JCPOA-Vertrag ein Mechanismus vorgesehen, der dem Geschädigten einen Mechanismus zur Verfügung stellt, sich aus Teilen des Vertrags zurückzuziehen, bis er von der anderen Partei(en) wieder vertragsgemäß umgesetzt wird. Da sich die verbliebenen europäischen Länder aber nicht in der Lage sahen, für einen Ausgleich der vereinbarten wirtschaftlichen Vorteile zu sorgen, hat der Iran diesen Mechanismus durch Artikel 36 aktiviert.
      Bei der Bundespressekonferenz fragte RT Deutsch deshalb die Regierungssprecher, ob denn der Iran nicht auch gemäß dem Artikel 36 gehandelt habe, und erhielt eine interessante Antwort. Es gebe “dort unterschiedliche Ansichten zur Interpretation” des besagten Artikels, aber Deutschland halte sich “auf einer Seite mit der EU und dem EAD (Europäischer Auswärtiger Dienst/Anm.)”.
      Quelle: RT Deutsch, 11.12.2019

    • Wirtschaftsministerium dankt “für Einsatz”: Staatssekretär wird Cheflobbyist für Immobilienverband
      Der bisherige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Oliver Wittke (CDU) soll im nächsten Jahr hochbezahlter Cheflobbyist des Immobilienverbandes ZIA werden. RT wollte auf der BPK wissen, wie die Bundesregierung den Wechsel bewertet. Die Antwort hat es in sich.
      Bis Oktober 2019 war Oliver Wittke Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Ab Herbst 2020 will er Hauptgeschäftsführer des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), dem Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft, werden. Besonders pikant: Eine parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser (Fraktion DIE LINKE.) hat ergeben, dass Wittke während seiner Tätigkeit als Staatssekretär sehr intensive Beziehungen zu seinem zukünftigen Arbeitgeber unterhalten hat.
      In seiner relativen kurzen Amtszeit von März 2018 bis Oktober 2019 gab es mindestens 19 Gespräche mit dem Lobbyverband ZIA. Da in Deutschland, im Gegensatz zu anderen EU-Ländern, keine Verpflichtung zur Erfassung aller Lobby-Gespräche von Staatssekretären besteht, könnte die Aufzählung der Kontakte mit dem Lobbyverband wie sich das Ministerium in der Antwort vorsichtig ausdrückt, “möglicherweise nicht vollständig” sein.
      RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg wollte auf der Bundespressekonferenz vom Bundeswirtschaftsministerium wissen, wie dieses den Wechsel von der Position eines Parlamentarischen Staatssekretärs zum Cheflobbyisten des größten deutschen Immobilienverbandes bewertet. Die Antwort spricht Bände über die Verquickungen von Wirtschaftslobby und dem politischen Establishment.
      Quelle: RT Deutsch, 05.12.2019

  10. Musik trifft Politik
    • Phileas Fogg – Leistung

    • Eric Bogle – The Band Played Waltzing Matilda

      Der Text ist hier zu finden.

    • NOT ON TOUR – CALL IT FREEDOM

    • Gewalt – deutsch

    • Anti-Flag – Unbreakable

    Anmerkung: In dieser Rubrik wollen wir Ihnen Songs mit politischen und gesellschaftskritischen Texten vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder Leser kennt. Wenn auch Sie Musiktipps für uns haben, mailen Sie uns Ihre Empfehlungen bitte an unsere Mailadresse für die Videohinweise videohinweise(at)nachdenkseiten.de mit dem Betreff: Musik.

  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.
    • Die Anstalt vom 10. Dezember 2019
      Politsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner
      Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff und Claus von Wagner klären über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der “Anstalt”.
      Quelle: ZDF, 10.12.2019 verfügbar bis 09.12.2020

      Anmerkung CG: Wenn das zdf für Die Anstalt einen eigenen Youtube-Kanal einrichten würde, wäre es auch einfacher, auf diese immer wieder hervorragenden Sendungen zu verlinken.

      Stimmt das denn …? Die Faktenchecks der letzten Sendungen.

      Der Anstalt Podcast für den privaten Download ist hier zu finden.

      Anmerkungen unseres Lesers Christian Deppe: War das gestern nicht eine fantastische Sendung!?! Ich schlage vor, den Song am Ende zu einer Art alternativen Hymne zu erklären.

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