Videohinweise am Mittwoch

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist (CG)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. An vorderster Front – Die Wahrheiten des Robert Fisk
  2. Filmtipp: Ich, Daniel Blake
  3. Genossen und Banker: Das 47-Millionen-Geschenk | Panorama | NDR
  4. “Sicherheitskonferenz”
  5. Alexander S. Neu: NATO-Propagandaabteilung feuern – keine NATO-Battlegroup gegen Russland
  6. Rechtsextreme in Thüringen wittern nach Regierungskrise Morgenluft | “Bericht aus Berlin extra”
  7. Der Rote Platz #67: Rechts = links?
  8. Webinar zum Schattenfinanzindex 2020
  9. Labour leader Jeremy Corbyn addresses the FCO picket
  10. Musik trifft Politik

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. An vorderster Front – Die Wahrheiten des Robert Fisk
    Afghanistan, Irak oder Syrien: Der britische Journalist Robert Fisk berichtet seit über 40 Jahren über einige der gewalttätigsten und heikelsten Konfliktherde der Welt und schreibt heute für den Independent. Der Film begleitet Fisk bei seinen Vorbereitungen diverser Artikel und wird so zum Beobachter der Recherchen für dessen Berichte und Kolumnen.
    Robert Fisk ist kein typischer Journalist. Die New York Times hat ihn einst den „wohl berühmtesten britischen Auslandskorrespondenten“ genannt. Sein erster Einsatz als Vollzeitkorrespondent für die London Times führte den jungen Journalisten damals gleich nach Belfast, mitten in den Nordirlandkonflikt. Er berichtete über die Nelkenrevolution in Portugal und nahm bald darauf den ersten Auftrag im Nahen Osten an.
    Seit 1976 lebt Fisk in Beirut, er spricht und liest arabisch. Sein Spezialgebiet ist und bleibt der Nahe Osten. Seine Reportagen sind von einer Landeskenntnis geprägt, die anderen Berichterstattern häufig fehlt, wenn sie nicht vor Ort recherchieren.
    Er hat als einer der wenigen ausländischen Reporter über das Massaker von Sabra und Schatila berichtet und war der erste Reporter aus dem Westen, der nach dem Giftgaseinsatz 2018 aus dem syrischen Duma berichtet hat. Robert Fisk schreibt über illegalen Waffenhandel oder die israelische Siedlungspolitik, immer mit dem unabdingbaren Anspruch, die Wahrheit zu finden. Die Dinge mit eigenen Augen sehen, aus erster Hand erfahren und den Schwachen, den Opfern eine Stimme geben – das ist sein Antrieb. Damit sorgt Robert Fisk in seinem unermüdlichen Streben nach der Wahrheit und seiner Entschlossenheit, zu sagen, was andere nicht zu sagen wagen, immer wieder für Kontroversen.
    In der Zeit der Fake-News, in der Journalisten häufig als „die Feinde des Volkes“ bezeichnet werden, ist Fisks Entschlossenheit, die Realität zu dokumentieren, zu einem obsessiven Kampf um die Wahrheit geworden. Der Film „An vorderster Front – Die Wahrheiten des Robert Fisk“ von Yung Chang ist eine hochspannende Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis eines – häufig umstrittenen – Journalisten und mit der Methodik von Berichterstattung und journalistischer Ethik.
    Regie: Chang, Yung; Produzent/-in: Tinam Inc. / Sutor Kolonko; Autor: Chang, Yung; Land: USA, Deutschland; Jahr: 2019; Herkunft: ZDF; Englischer Originaltitel: “This Is Not a Movie”
    Quelle 1: arte, 17.02.2020, verfügbar bis 24.02.2020
    Quelle 2: arte Mediathek

    Zitat Robert Fisk [Min. 47, transkribiert]: “Warum verfolgt die NATO diese Waffen nicht, wenn sie Europa und Amerika verlassen? Warum zeigen sie die wahren Empfänger dieser tödlichen Sendungen nicht? Interessanterweise antworteten die Saudis dem Independent, dass sie keine Waffen an terroristische Organisationen unterstützen und dass die Anschuldigungen vage und unbegründet seien. Diese Waffen, einschließlich der Mörser gingen offensichtlich an die Saudis und die müssen eine Endverbleibserklärung dafür vorgelegt haben. Da wir die Unterlagen haben, muss sie das Verteidigungsministerium in Riad auch haben. Ich trat inoffiziell an die NATO heran, da wollte mir aber keiner helfen. Warum nicht? Warum sollten sie nicht herausfinden wollen, wie eine islamistische Terrorgruppe Waffen erhielt, die Syrien und NATO-Staaten angriff? Sie wollten mir nicht helfen. ‘Tut uns leid Bob.’ Die NATO wusste, dass diese Waffen nach Saudi-Arabien gingen und sie muss gewusst haben, dass sie an Islamisten gingen. Kriege sind ein Geschäft, es geht um Geld und um politische Macht. Solange es Menschen gibt, die bereit sind modernste Waffen herzustellen und sie für Geld an Staaten zu übergeben, die sie für böse Zwecke nutzen, wird es Kriege geben und ich werde weiter darüber berichten, denn solange man diese Waffenlieferungen nicht abschneidet, werden die Kriege weitergehen.”

    Anmerkung unserer Leserin Angelika Arbogast: Ich möchte auf eine Sendung auf „arte“ am gestrigen Abend hinweisen (18.02.20). So stelle ich mir seriösen Journalismus vor. Schauen Sie in der Mediathek nach. Sehr zu empfehlen, eine andere Sichtweise über die Ereignisse in Nahost als das, was wir ansonsten von unseren Leitmedien vermittelt bekommen.

    Anmerkung unseres Lesers Friedrich K.: Soeben einen ausgezeichneten Bericht über den Reporter Fisk gesehen.

    Anmerkung CG: Sehr sehenswert. Warum nur sind die besten Beiträge auf arte nur 1 Woche verfügbar? Robert Fisk spricht auch über das “Sykes-Picot-Abkommen” Zum Syrienkrieg sollte man auch kennen: “Timber Sycamore“. Einer der im Film zitierten Artikel, der im ‘Independent’ erschien unter dem Titel “A Bosnian signs off weapons he says are going to Saudi Arabia – but how did his signature turn up in Aleppo?”, ist hier zu finden. Ab Minute 54 geht es um Fisks Erkenntnisse vor Ort zu dem Vorfall in Duma. Im Abspann des Films sind der Abschlussbericht der OPCW vom 1.3.2019 und ein geleakter technischer Bericht vom 27.2.2019 kurz erwähnt, welchen die OPCW im Abschlussbericht nicht berücksichtigt hatte.

    Artikel auf den NachDenkSeiten mit dem Schlagwort “OPCW” sind hier zu finden.

  2. Filmtipp: Ich, Daniel Blake
    Obwohl der 59-Jährige Daniel Blake einen Herzinfarkt erlitten hat, wird sein Sozialhilfeanspruch abgelehnt. Ein Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie beginnt.
    Bei seinem Besuch auf dem Sozialamt trifft Daniel auf die alleinerziehende Mutter Katie und ihre Kinder. Auch Katie befindet sich in einer schwierigen Lage und ist auf Unterstützung angewiesen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft.
    Katie wird beim Amt abgewiesen, weil sie sich verspätet hat. Daniel eilt ihr in der Diskussion mit den Beamten zur Hilfe, woraufhin beide hinausgeworfen werden. Anschließend begleitet Daniel Katie und ihre Kinder Dylan und Daisy, die nach zwei Jahren in einer Obdachlosenunterkunft endlich eine Wohnung in Newcastle bekommen haben, nach Hause. Fortan besucht er die junge Frau und ihre Kinder regelmäßig und wird sowohl für Katie als auch für ihre Kinder zu einer festen Bezugsperson.
    Während Katie verzweifelt nach einem Job sucht, hat Daniel mit der elektronischen Antragstellung zu kämpfen. Die finanzielle Lage der beiden wird immer kritischer. Durch die Umstände gezwungen, greifen sie schließlich zu drastischen Mitteln, um sich über Wasser zu halten. Hierbei wird auch auch Daniels und Katies Freundschaft auf die Probe gestellt.
    Das Filmdrama von Ken Loach, das 2016 mit der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde, zeigt auf bedrückende Weise, wie Menschen im System der Bürokratie nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Eindrücklich veranschaulicht der Regisseur die inneren Widersprüche des Systems, die von einem Dickicht aus Anträgen und Formularen verdeckt werden.
    Der 1936 geborene Regisseur Ken Loach ist als engagierter Linker mit seinen Filmen seit über 50 Jahren so etwas wie das soziale Gewissen und der kritische, aber nie bösartige humanistische Chronist der britischen Gesellschaft und des britischen Kinos. Für “Ich, Daniel Blake” bekam er bereits seine 13. Einladung nach Cannes – für einen Film, der mit seiner naturalistischen, unaufgeregten Erzählweise eine Realität zeigt, die einen fassungslos, wütend und traurig zugleich macht.
    Spielfilm, Großbritannien 2016; Regie: Ken Loach
    Quelle 1: zdf, 15.02.2020, verfügbar bis 22.02.2020
    Quelle 2: 3sat

    ICH, DANIEL BLAKE | Offizieller HD Trailer | Deutsch
    Quelle: Prokino

    Ein System das Menschen vernichtet – der neue Ken Loach! | ttt – titel thesen temperamente
    Es klingt hart, aber so ist es nun mal: Die Welt unterteilt sich in Verlierer und Gewinner. Jeder kann entscheiden, zu wem er gehören will: zu denen, die sich krumm machen für andere, oder zu denen, die die Sache selbst in die Hand nehmen. Was willst du sein? Lohnempfänger oder Unternehmer? Mensch, unternimm was. Kleiner Vorschlag gefällig? Was wollen die Menschen? Einkaufen. Wo kaufen sie ein? Im Internet. Also muss ihnen die Ware einer liefern. Milliarden von Paketen, jeden Tag. Werde freier Paketzusteller. Die Hölle, das ist der Alltag. Parkplatz suchen, dann Paket loswerden.
    Der neue Trick des Neoliberalismus […]
    Wut über soziale Ungerechtigkeit […]
    Ein unversöhnlicher Film. Und ein Appell, sich nicht in Zynismus zu flüchten, sondern sich zu wehren. […]
    Quelle: ARD, 26.05.2019, verfügbar bis 26.05.2020

  3. Genossen und Banker: Das 47-Millionen-Geschenk | Panorama | NDR
    Hamburg hat auf eine Forderung von 47 Millionen Euro aus Cum-Ex-Geschäften der Warburg Bank verzichtet. Unterlagen belegen Treffen zwischen SPD-Politikern und Warburg-Bankern.
    Cum-Ex-Geschäfte der Warburg Bank: Die Fakten
    Quelle 1: ARD, 19.02.20
    Quelle 2: ARD, 13.02.20

  4. “Sicherheitskonferenz”
    • Reiner Braun – Nein zur Provokation gegen Russland durch Defender Protest gegen Sicherheitskonferenz
      Proteste gegen die Politik der Münchener Sicherheitskonferenz 2020. Nein zur Provokation gegen Russland durch das ‚Defender‘ –Manöver + Eindrücke von der Demo 15. Februar 2020. Free Julian Assange! antisiko.de
      Quelle: NuitDebout Munich, 15.02.2020

    • HotSpot Reportage: Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz – AntiSiko 2020
      In diesem Video dokumentieren wir die Demonstration, die am 15. Februar 2020 in München gegen die 56. Münchner Sicherheitskonferenz stattfand.
      Quelle: acTVism Munich, 15.02.2020

    • Abrüsten statt Aufrüsten! – Protest gegen die “Sicherheitskonferenz” in München
      Mitte Februar 2020 fand in München der alljährliche Protest gegen die “Sicherheitskonferenz” von Militärs, Politiker*innen und der Rüstungsindustrie statt. Wir fordern: Abrüsten statt Aufrüsten! Weitere Informationen im Video und auf www.dfg-vk.de
      Quelle: DFG-VK, 16.02.2020

    • Hunderte demonstrieren gegen Münchner Sicherheitskonferenz | AFP
      In München versammeln sich Hunderte Menschen, um gegen die dort stattfindende Sicherheitskonferenz zu demonstrieren. Teilnehmer kritisieren unter anderem die steigenden Militärausgaben: weltweit sind diese 2019 um vier Prozent gestiegen.
      Quelle: afpde, 15.02.2020

    • Münchner Sicherheitskonferenz offenbart Risse in der NATO
      Die Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende zeugte von den waschsenden Unstimmigkeiten innerhalb der NATO. Höhere Rüstungsausgaben rechtfertigt das transatlantische Militärbündnis mit dem neuen alten Feindbild Russland.
      Quelle: RT Deutsch, 17.02.2020

    • Sicherheitskonferenz in München: Politiker, Rüstungsindustrie und Militär | DokThema | Doku | BR
      Bei der Sicherheitskonferenz in München treffen sich Sicherheitspolitiker, die Rüstungsindustrie und militärische Vertreter – diese Dokumentation zeigt die Diplomatie und Lobbyarbeit. Die Siko in Bayern wird von Wolfgang Ischinger organisiert. Er lädt unterschiedlichste Gäste ein: Staatsoberhäupte wie Manuel Macron, Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier, aber auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
      Die Münchner Sicherheitskonferenz ist höchst umstritten: Die einen sehen darin ein pompöses Treffen von Mächtigen mit der Rüstungsindustrie, das Autokraten hofiert und Kriege fördert. Die anderen ein wichtiges Instrument, um weltweit Konflikte zu entschärfen. Und viele Bürger fragen sich, warum das Gipfel-Spektakel mit Steuergeldern gezahlt und ausgerechnet mitten in der Millionen-Metropole München ausgerichtet wird.
      Quelle: Bayerischer Rundfunk, 14.02.2020

      Anmerkung CG: Alexander Neu (Die Linke) kommt in der Doku ein paar Mal zu Wort.

      Lesen Sie auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller “Gabriel und Rürup offenbaren sich als Förderer des neuen und gefährlichen West-Ostkonflikts” und “Ergänzung zu Gabriels Aufrüstungsidee für Osteuropa. NDS-Leser Lang stellt diese in den Kontext einer EU-Militarisierungsstrategie“.

  5. Alexander S. Neu: NATO-Propagandaabteilung feuern – keine NATO-Battlegroup gegen Russland
    Die behauptete Bedrohungslage für die osteuropäischen NATO-Staaten ist reine Propaganda. Die Bundesregierung bestätigt, dass sie keinerlei Hinweise auf Invasionspläne Russlands in die baltischen Staaten oder Polen hat. Die Bevölkerung unterstützt den Konfrontationskurs gegen Russland nicht – sie lässt sich von den aufgebauten NATO-Droh-Szenarien nicht täuschen. Umfragen zeigen: Die Menschen sehen die USA als größere Gefahr für den Weltfrieden als Russland.
    Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, 12.02.2020

  6. Rechtsextreme in Thüringen wittern nach Regierungskrise Morgenluft | “Bericht aus Berlin extra”
    Rechtsextreme waren in Thüringen zuletzt etwas in die Defensive geraten. Politik und engagierte Bürger machten es ihnen schwerer. Im politischen Machtvakuum wähnen sie sich wieder im Aufwind.
    “Hier steht die Demokratie auf dem Spiel!” – Eine Reportage aus Thüringen aus dem “Bericht aus Berlin”, Sonntag 18:30 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek
    Quelle: tagesschau, 16.02.2020

    “Rechtsextreme wittern Morgenluft”

    Amira Mohamed Ali, DIE LINKE: Die Lehre aus Thüringen – Demokratie stärken gegen rechts!
    Um den linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu verhindern, machen FDP und CDU mit der Höcke-AfD gemeinsame Sache. Ein Tabubruch – beispielos in der deutschen Nachkriegsgeschichte!
    Unsere Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali fordert in ihrer Rede FDP und CDU auf, die Blockade gegen den Wahlsieger Ramelow zu beenden und zum demokratischen Grundkonsens zurückzukehren: Nie wieder Faschismus!
    Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, 13.02.2020

  7. Der Rote Platz #67: Rechts = links?
    Sind rechts und links überholt? Warum drängelt alles in die Mitte?
    Für die CDU stehen politisch Rechte und Linke gleichermaßen außerhalb des Verfassungsbogens, beides sind in ihren Augen Schmuddelkinder. Warum? Weil die Konservativen unbedingt die Mitte sein wollen; dort wird der Platz langsam eng, dorthin drängeln auch FDP, Grüne und SPD. Aber ist die CDU tatsächlich mittig? Hat sie ihre rechte Geschichte vergessen oder nur verschwiegen? Rechts und links sind als Merkmale nicht überholt, meint Wolfgang Gehrcke, sie sind ein Kompass zur politischen Orientierung.
    Quelle: weltnetzTV, 17.02.2020

    Lesen Sie auch auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller “CDU und CSU sind das Opfer ihrer eigenen Propaganda“.

  8. Webinar zum Schattenfinanzindex 2020
    Webinar-Video mit Dr. Markus Meinzer. Weitere Informationen finden Sie unter www.financialsecrecyindex.com
    Quelle: Tax Justice Network, 18.02.2020

    Lesen Sie hierzu auch vom Netzwerk Steuergerechtigkeit “Der Schattenfinanzindex 2020 – Deutschland verbessert sich auf dem Papier deutlich, aber noch unklar in der Umsetzung“.

  9. Labour leader Jeremy Corbyn addresses the FCO picket
    PCS members working for outsourced company Interserve are on strike for the month of February
    Quelle: P C S, 13.02.2020

    Jeremy Corbyn [transkribiert und übersetzt]: “Wir müssen immer wieder die gleichen alten Kämpfe ausfechten: unsere Rechte verteidigen, das, was wir gewonnen haben verteidigen und uns gegenseitig im Kampf unterstützen. […] wenn wir die Menschen mit einem Armutslohn bezahlen, dann ist das eine unglaubliche Schande. Die Tatsache, dass Menschen, die für die Regierung arbeiten, zu Tafeln gehen müssen, nur um zu überleben, ist eine Schande. […] Schande über diese Regierung für das, was sie der Arbeiterklasse angetan hat. […] Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der die Arbeiter mit Respekt und Anstand behandelt werden. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der unsere jungen Menschen in Schulen erzogen werden, in der ihnen die Geschichte unserer Bewegung gelehrt wird. Ihnen soll die Bedeutung der Solidarität beigebracht werden und nicht der individuelle Gewinn auf Kosten des Nächsten. Die Regierung wird das nicht für uns tun, wir müssen das für uns selbst tun, deshalb sind wir die Arbeiterbewegung, deshalb sind wir die Gewerkschaftsbewegung. Deshalb sind wir Menschen, die sich gegenseitig im Kampf unterstützen […].”

  10. Musik trifft Politik
    • MATZE ROSSI – Milliarden

    • Platzverweis – Keine Revolution

    • The Bloodstrings – “Tik Tik Tik”

    • Mama Africa featuring Andrew Tosh

    • Anti-Defender-Schnaderhüpferl
      Das US-Army-NATO-Bundeswehr-Manöver “Defender 2020” muss mit allen Mitteln, die der großen Friedensbewegung zur Verfrügung stehen, auch mit Spottgesängen, bekämpft werden. Schnaderhüpferl bestehen aus einer vierzeiligen Strophe. Die zweite und vierte Zeile reimen sich. Nach jeder Strophe wird wiederkehrend eine Art Jodler gesungen. Wenn sich beim Reimen und Singen noch einzelne spontan aus dem Publikum mit eigenen Strophen beteiligen, entsteht daraus eine Art Poetry Slam oder Sänger-Wettstreit.
      Beheimatet sind die Schnaderhüpferl in Süddeutschland und im benachbarten Österreich, wo sie Gstanzl (aus intalienisch “stanza” = die Strophe) heißen. Entstanden sind sie um 1800 herum in den alpenländischen Regionen, also zur Zeit der Aufklärung und der französischen Revolution. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Schnaderhüpferl oder Gstanzl die Obrigkeit, damals die Würdenträger aus dem weltlichen oder geistlichen Adel, “derbleckten”, d.h. verspotteten. Schnaderhüpferl sind also eine volkstümliche Art des Widerstands, der Auflehnung, des Protestes. Und so gesehen auch heute hochaktuell. Die verbreitete Spott-Abstinenz aus Gründen der political correctness halten wir für eine herrschaftliche Methode, um diese Art der Kritik zum Schweigen zu bringen.
      Die “ANTI-DEFENDER-SCHNADERHÜPFERL” wenden sich gegen das Großmanöver US-Defender-Europe 2020, das sage und schreibe 37.000 Soldaten an die Grenze zur Russischen Föderation verlegt. 20.000 davon werden samt Ausrüstung und schwerem Gerät eigens aus den USA über den Atlantik nach Europa und später wieder zurück verschifft bzw. eingeflogen – eine Riesenumweltschweinerei. 9.000 GIs sind bereits in Deutschland dauerstationiert und kaserniert. 8.000 Nicht-US-Soldaten kommen von Armeen aus den Ländern der EU.
      Viel Spaß und gute Unterhaltung beim Spott gegen diesen ganzen militärischen Unfug!
      Übrigens: Weil die Schnaderhüpferl in Bremen produziert wurden, konnten drei Verse auf plattdeutsch nicht fehlen. Wahrscheinlich eine Weltneuheit.
      Text und Gesang: Rudolph Bauer, Plattdeutsche Verse: Dieter Meyer, Musiker von Hart Backboard, Akkordeon und Gesang: Jochen Ströh, Gitarre und Gesang: Franz Powalla, Bernd Hoffmann, Gesang: Toddy Rosenbaum, Sorin Lemke, Erich Meyer, Wilfried Reimann
      Quelle: weltnetzTV, 17.02.2020

    Anmerkung: In dieser Rubrik wollen wir Ihnen Songs mit politischen und gesellschaftskritischen Texten vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder Leser kennt. Wenn auch Sie Musiktipps für uns haben, mailen Sie uns Ihre Empfehlungen bitte an unsere Mailadresse für die Videohinweise videohinweise(at)nachdenkseiten.de mit dem Betreff: Musik.

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