Selbstermächtigung in Corona-Zeiten
Selbstermächtigung in Corona-Zeiten

Selbstermächtigung in Corona-Zeiten

Magda von Garrel
Ein Artikel von Magda von Garrel | Verantwortlicher: Redaktion

Also sprach die Regierung: „Zur Belohnung für das monatelange Erdulden unserer bis zur Folter reichenden Maßnahmen (Zwangsisolierung alter und todkranker Menschen) schenken wir dem braven Volk in dieser Woche ein Zückerli in Form einer partiellen Schulöffnung. Dafür darf uns das Volk dann aber auch nicht böse sein, wenn wir danach die Schrauben an anderen Stellen wieder anziehen sollten“. Diese Worte sind in Wirklichkeit natürlich nie gefallen, beschreiben aber trotzdem recht gut, was uns ohne jede erkennbare Ausstiegsperspektive seit einem Jahr zugemutet wird. Wir werden behandelt wie kleine unmündige Kinder, denen eingeredet wird, dass sie nur aus lauter Liebe und Fürsorge so oft eingesperrt und geschlagen werden. Von Magda von Garrel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Das heißt aber auch, dass wir uns aus der uns zugewiesenen Unmündigkeit nur selbst befreien können. Obwohl es hierfür keine Anleitung im Sinne eines Rezepts geben kann, dürften sich die nachfolgenden Empfehlungen immerhin als “Bausteine” einer auch individuell zu übernehmenden Verantwortung eignen.

  1. Misstraut allen, die mit Corona klotzig Geld verdienen.
  2. Vergleicht die Zahl der “Corona-Toten” mit der Zahl der an anderen Krankheiten verstorbenen Menschen und stellt so fest, an welcher Stelle Covid-19 in der Rangliste der häufigsten Todesursachen steht.
  3. Lasst euch in Anbetracht der willkürlich festgelegten Grenzwerte nicht länger einreden, dass es zu den lebens-, arbeits- und bildungsfeindlichen Maßnahmen keine sinnvollen Alternativen gäbe.
  4. Glaubt nicht alles, was euch (in auffallender Einseitigkeit) medial serviert wird: Die Kritiker*innen der derzeitigen Maßnahmen sind mehrheitlich schwer Betroffene und nicht Verwirrte oder Rechte.
  5. Behaltet im Auge, dass unsere Wahrnehmung schon seit langem von gut bezahlten Agenturen beeinflusst wird, die im Auftrag der Regierung die erwünschten Texte und Bilder liefern.
  6. Überlegt, was es über das Verhältnis von Volk und Regierung aussagt, wenn feststeht, dass Gesundheitsminister Spahn nicht bereit gewesen ist, seine nebenherlaufenden Immobiliengeschäfte während der “Pandemie-Zeit” auszusetzen (siehe Tagesspiegel vom 19.02.2021).
  7. Versucht, eure möglicherweise vorhandene Angst vor den (schon immer zum Leben gehörenden) Viren auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, indem ihr feststellt, inwieweit die für schwere Covid19-Krankheitsverläufe bedeutsamen Begleitfaktoren (Schwächung des Immunsystems durch Vorerkrankungen, Bewegungsmangel und soziale Isolation oder Kontakt mit Krankenhauskeimen) auf euch zutreffen.
  8. Verdrängt nicht, dass unser zukünftiges Leben (Wiedererlangung der Freiheitsrechte oder dauerhafte Einführung zahlreicher Verbote und Kontrollen) auch vom Verhalten jedes Einzelnen (Anpassung oder Widerstand) abhängen wird, was angesichts der aktuell diskutierten Pläne (Verlängerung der Maßnahmen bis März 2022!) von höchster Bedeutung ist.

Titelbild: Elena11/shutterstock.com