Dass Lars Klingbeil Vorsitzender der SPD werden soll, passt nicht nur für Rheinländer zum 11. 11. =  Karneval!
Dass Lars Klingbeil Vorsitzender der SPD werden soll, passt nicht nur für Rheinländer zum 11. 11. = Karneval!

Dass Lars Klingbeil Vorsitzender der SPD werden soll, passt nicht nur für Rheinländer zum 11. 11. = Karneval!

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Der SPD-Vorstand hat einstimmig für Saskia Esken und Lars Klingbeil als neue Vorsitzende gestimmt. Nachdenkend über die Prioritäten dieses Duos muss ich spontan an „19,3 Millionen für das Panzermuseum als ‚Zeugnis von Kultur und Geschichte‘“ denken. So lautete die Schlagzeile des Heide-Kuriers von vor 3 Jahren. Damals wurde berichtet, dass der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil freudig von diesem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages berichtet hat. Die NachDenkSeiten haben damals kommentiert: „Menschen mit ein bisschen Verstand erscheint diese Geschichte wie ein Karnevalsscherz.“ Wenn Sie wissen wollen, wie sicherheitspolitisch und beim Umgang mit Steuergeld der Hase mit einem SPD-Vorsitzenden Klingbeil vermutlich laufen wird, dann sollten Sie den unten wiedergegebenen 3 Jahre alten Artikel der NachDenkSeiten noch einmal lesen. Albrecht Müller.

Bild: 360b / Shutterstock

Wahrscheinlich stelle ich aber bösartige Vermutungen an, wenn ich unterstelle, dass der Bundestagsabgeordnete und Noch-Generalsekretär der SPD geistig an der 19,3-Millionen-Beschaffung für ein Panzermuseum stehengeblieben ist. Er hat sich sicher getreu der Tradition der SPD in Richtung Friedens- und Entspannungspolitik entwickelt. Wenn es anders wäre, könnte man auch nicht verstehen, dass Norbert Walter-Borjans seinen Posten als SPD-Vorsitzender für diesen Nachfolger räumt. Vermutlich hat Walter-Borjans seinen Noch-Generalsekretär eines Nachts bei der Hand genommen und im Willy-Brandt-Haus die Skulptur des früheren Vorsitzenden aufgesucht und ihn dort einen Schwur auf Frieden, Gemeinsame Sicherheit in Europa und vor allem auf Abrüstung ablegen lassen. Andernfalls, so muss man jedenfalls vermuten, hätte Walter-Borjans seinen Sessel nie und nimmer freigemacht. Kann aber auch sein, dass Norbert Walter-Borjans die kalte Berliner Luft nicht gefällt und er sich nach den heimischen rheinischen Gefilden zurücksehnt und rechtzeitig dort zum Karneval 2022 angekommen sein will.

Hier der Artikel von November 2018:

19,3 Millionen für ein Panzermuseum als „Zeugnis von Kultur und Geschichte“
15. November 2018 um 8:45
Ein Artikel von: Albrecht Müller
Menschen mit ein bisschen Verstand erscheint diese Geschichte wie ein Karnevalsscherz. Rechtzeitig zum 11.11. meldet der „Heide Kurier“ dies. Bitte lesen:

Der Bund hat offenbar Geld wie Heu. Jedenfalls für die Pflege der militärischen Gesinnung. Man wäre auch mit 8 Millionen zufrieden gewesen. Schon das hat, wie im Artikel berichtet wird, für gute Stimmung im Panzermuseum gesorgt. Aber nein, der Bundestagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär Klingbeil sorgte zusammen mit den Haushältern für ein üppiges Draufgeld.
Eigentlich ist dieser Artikel als solcher nicht wert, einen eigenen Eintrag auf den NachDenkSeiten zu bekommen. Aber es ist sinnvoll, einen solchen Vorgang zu nutzen, um Menschen zu sensibilisieren und aufzurütteln, damit sie sich mehr um Politik kümmern. Wir dürfen nicht zulassen, dass solche Vorgänge unkommentiert und ohne Kritik über die Bühne gehen. Auch 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs macht es keinen Sinn, Kampfpanzer in Museen auszustellen, dafür locker Steuergelder bereitzustellen und junge Menschen mit diesem technischen und tödlichen Kram zu faszinieren.

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