Leserbriefe zu „Ein Montagsspaziergang. Mein Staunen verwandelt sich allmählich in Entsetzen.“

Ein Artikel von:

Wolfgang Bittner berichtet hier über seine Erfahrungen während der Teilnahme an einem Montagsspaziergang in Göttingen. In der Lokalpresse seien die Kritiker der Corona-Maßnahmen zuvor u.a. als „Mitläufer bei einer rechtsextremen Kampagne“ bezeichnet worden, die in einem Zusammenhang mit Antisemitismus und Rechtsextremismus zu sehen sei. Tatsächlich zu sehen seien jedoch lediglich „ganz normale, unverdächtige Bürger unterschiedlicher Herkunft und Profession“ gewesen. Begleitet worden sei der Spaziergang von „einem übermäßig großen Polizeiaufgebot“. Eine nicht immer korrekt sitzende FFP2-Maske sei zum Anlass einer verbalen Konfrontation genommen worden. Mit diesem Ergebnis: „mein anfängliches Erstaunen darüber verwandelte sich allmählich in Entsetzen“. Wir danken für die zahlreichen Leserbriefe. Hier ist eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bittner,

was Sie erlebt haben am Montag, das erleben die, die bereits länger spazieren, zur Mahnwache, zur Demo oder zu einer angemeldeten Versammlung gehen, bereits seit zwei Jahren: Massives Polizeiaufgebot, heftiges Eingreifen derselben bei kleinen Vergehen wie das Tragen der Maske unter der Nase, ständiges Begleitet Werden von der Polizei, gefilmt werden und ein Schikanieren der Person, die angemeldet hat.

Ich habe zwei Jahre lang versucht, mein Entsetzten über die Gewalt und die massive Präsenz der Polizei meinen Freunden, meiner Ursprungsfamilie und meinen Bekannten im In- und Ausland nahe zu bringen in der Hoffnung, sie würden mir glauben oder mit mir etwas dagegen tun. Es wurde mir nicht geglaubt, sondern nur geantwortet, dass die Polizei wohl ihre Gründe habe, diese Menschen ja auch rechts unterwandert seien und wir schließlich in einem Rechtsstaat leben, in dem das seine Ordnung habe.

Sie sind nicht der erste, der entsetzt ist, was ihm unter friedlichen Menschen in Deutschland durch die Polizei zustößt.

Auch sind diese Proteste immer Auflagen unterworfen wie Abstand und Maske Tragen, aber die, die wegen des Friedens auf die Straße gehen oder zum Christopher Street Day laufen, werden nicht aufgelöst, wenn sie zu dicht beieinander stehen. Es gibt gute und schlechte Demos in Deutschland.

Was tun?

Mit bestem Gruß
Margarete Jäckel


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bittner,

Willkommen im Klub!

Nun wissen Sie, dass Sie unter Beobachtung stehen…

Seit zwei Jahren spaziere ich mal mit, mal ohne Maske, mal zu Zweit, mal mit 1,2 Mio Mitbürgerinnen durch Hannover bzw. durch Hessen und Berlin.

(Früher nannte man solcherart bürgerliche Manifestation eine Demonstration nach Art. 8 (2) GG. Man zeigte Gesicht.
Bitte schauen Sie im Bundesgesetzblatt nach: Mit Veröffentlichung am 18. März 2022 ist dieses Grundrecht vom Parlament eingeschränkt worden).

Herr Pistorius ist ja derzeit bei uns hier im Hannoverschen der oberste Dienstherr der eilfertigen Niedersächsischen Polizeibeamten.

Pistorius will sich gerne als “harter Hund” beweisen, sich an Ministerpräsident Söder orientierend.

Bitte achten Sie beim nächsten Gang auch auf schmächtige, junge, schwarz maskierte und schwarz gewandete Fotografen mit großen Objektiven:

Das sind die IM von der Fake-Antifa.

Die sammeln Fotos für den Inlandsgeheimdienst VS (VerfassungSSchutz).

Hochachtungsvoll (Ihren Mut achtend)
Peter Thomas


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bittner,

willkommen in der Realität!

Seit Monaten werden die “Spaziergänger” diffamiert, stigmatisiert und regelrecht verfolgt. Ich bin seit Anfang an dabei und habe ähnliche und viele weitaus drastischere Erfahrungen selber gemacht. Über all das konnte man sich schon seit Langem informieren, wenn man wollte.

Insofern bin ich einerseits dankbar, wenn Sie und die NachdenkSeiten objektiv darüber berichten, andererseits aber auch erschrocken, wie erfolgreich die allgemeine Desinformationskampagne zu sein scheint.

Ich kann nur hoffen, dass Sie den Ernst der Lage nun verstanden haben und weiter mit spazieren gehen!

Freundliche Grüße
Jens Stieckenroth


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bittner,

Ihr Entsetzen über die penible Kontrolle und dem aggressiven Verhalten der Exekutive kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin mehrmals in Bad Homburg mitmarschiert. Gleich beim ersten Mal – noch vor Weihnachten 2021 – wurden von der Polizei dreimal Demonstranten wegen „Maskenvergehens“ aus der Menge der Marschierenden rausgeholt und von den anderen durch eine Kette von Polizisten isoliert. Einmal wurde ein Demonstrant danach im Polizeifahrzeug weggebracht.

Ich gestehe, anfangs hatte ich auch so meine Bedenken, weil ja Demonstranten grundsätzlich als rechtsradikale dargestellt wurden. Inzwischen war ich auf vielen Demos gegen die (überzogenen) Corona-Maßnahmen, und habe bisher nicht einen einzigen Rechtsradikalen gesehen. Im Gegenteil, m.E. bilden die Teilnehmer einen Querschnitt durch die Bevölkerung ab und sind immer total friedlich. Für die Freiheit auf die Straße!

Apropos, in Frankfurt darf man mittlerweile ohne Maske auf die Straße gehen! Bis Ende letzten Jahres musste man Maske trage und 1,5m Abstand halten. Letzteres ist bei einer Groß-Demo ein Ding der Unmöglichkeit.

Viele Grüße,
Marius


5. Leserbrief

Geschätzter Herr Dr. Bittner,

Ihre Erfahrung mit zwei jungen Polizisten bei einem friedlichen Protest-Umzug einer kleinen Gruppe in einem Aussenbezirk der Stadt, als Sie sich erlaubten, etwas frische Luft einzuatmen, indem Sie die ansonsten korrekt getragene – bekanntlich gegen Viren völlig wirkungslose, aber für Ihre Lunge schädliche – Maske etwas herunter zogen zeigt, dass die seit zwei Jahren praktizierte amtliche Volksverdummung schlimme Wirkungen nicht nur bei Kindern und alten Leuten, sondern bei allen Altersgruppen , insbesondere aber bei Angehörigen staatlicher Exekutivorganen hinterlassen!

Anstatt das grundgesetzlich verbriefte Recht auf frei Meinungsäußerung zu schützen, wird es von staatlich dazu „amtlich Berufenen“ aktiv nicht nur überwacht, sondern zunächst be- und danach verhindert sowie schlußendlich gewaltsam unterbunden. Dafür gibt es nach meiner Überzeugung nur einen Grund:
Inzwischen übermächtige, externe Interessengruppen, im vorliegenden Fall sog.“Eugeniker“ in Gestalt von Bill Gates et al sowie das EWF haben unsere Staatsorgane , angefangen bei der Bundes- und danach den Landesregierungen und vollendet durch oberste Bundesbehörden wie das RKI, die Exekution ihres Anliegens, im vorliegenden Fall die „Impfung“ möglichst der gesamten Bevölkerung ob Alt oder Jung, Gesund oder Krank mit völlig unerprobten, neuartigen „Impfstoffen“ durchzusetzen.

Weil es dazu einer „Pandemie“ bedurfte, wurde deren Definition durch die WHO – Hauptsponsor Bill Gates -noch angepasst!

Sie Herr Dr. Bittner kennen diese Zusammenhänge, die Polizisten jedoch ebenso wenig wie die allermeisten Mitmenschen weltweit, denen auch die enorm gefährlichen Nebenwirkungen dieser sogenannten “Impfstoffe“ noch immer unbekannt sind, weil sie gar nicht erhoben, einfach ignoriert oder „amtlich“ unterdrückt und sogar, wie vereinzelt auch in der BRD geschehen und bekannt geworden, mit Hausdurchsuchungen sogar strafrechtlich verfolgt.

Was ich hier stümperhaft darzulegen versuche, ist Ihnen längst weit besser und detaillierter bekannt; vermutlich arbeiten Sie längst an einem Buch darüber, das, wenn die Zeit dafür reifer d.h. die Fakten öffentlich noch bekannter und unwiderlegbar sind, veröffentlicht werden wird! Ich werd`s sofort kaufen. Versprochen!

Rolf Schmid(88)

PS: Weil Sie diese Leserzuschrift garantiert nicht veröffentlichen werden, bitte ich darum, sie Herrn Dr. Bittner zu mailen.


6. Leserbrief

Hallo das NDS-Team,
Hallo Herr Bittner,

vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht zum Montagsspaziergang vom 21.03. als Ausdruck des legitimen Protests gegen die drohende Impfpflicht, den ich emphatisch aber auch aus eigener Betroffenheit mit Ärger und Verdruss gelesen habe.

Auch ich, als Teilnehmer:in an solchen Spaziergängen wie auch bei der Mahnwache für Julian Assange, bin immer wieder polizeilicher Willkür ausgesetzt. Obwohl die Ansteckungsgefahr im Freien gleich Null ist, werden wir ständig aufgefordert FFP-2-Masken zu tragen und die Sicherheitsabstände einzuhalten.

Leider findet die Debatte über Einführung einer allgemeinen Impfpflicht erst Anfang April statt und Herr Lauterbach will sie mit allen Mitteln durchsetzen. Dabei schreckt er selbst vor Volksverhetzung gem. § 130 StGB nicht zurück, wobei er informierte Staatsbürger:innen, die diese nur bedingt zugelassenen Geninjektionen in der 3. Testphase wohlbegründet ablehnen, als gefährliche Volksschädlinge bzw. Terroristen darstellt, denn nur so kann man seine niederträchtige Verleumdung, die Ungeimpften nähmen die ganze Bevölkerung in Geiselhaft, interpretieren.

Ich hoffe sehr, dass er für diese Perfidie eine Anzeige bekommt. Ferner wäre juristisch zu prüfen, ob wir es nicht mit einer arglistigen Täuschung unserer Bevölkerung zu tun haben. Nach einer im Dezember bei Multipolar erwähnten Studie hätten sich mehr als 95% unserer Landsleute nicht impfen lassen, wenn sie korrekt über die Wirkweise der mRNA-Technik aufgeklärt worden wären. Denn es handelt sich ja nicht um eine immunisierende Impfung, sondern um ein Experiment, für das unserer Mitbürger:innen genötigt werden sich Big Pharma als kostenlose Probanden zur Verfügung zu stellen.

Außerdem wird dem Paul-Ehrlich-Institut nur ein Bruchteil der gravierenden Nebenwirkungen und Todesfälle nach Impfungen gemeldet. Auch meine Mutter und meine Tante sind Anfang 2020 kurz nach der sogenannten Impfung verstorben, ohne dass dieser Zusammenhang obiger Behörde gemeldet wurde. Das war für mich der Anlass nichts mehr zu glauben, sondern mich selbst zu informieren. Wünsche uns allen, dass die Mehrzahl der Abgeordneten so vernüftig ist eine Impfpflicht abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen
Karina Harris


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bittner,

kurz vor Weihnachten 21 habe ich mit zwei Freundinnen einen nicht angemeldeten Montagsspaziergang in Idar-Oberstein an der Nahe beobachtet. Wir wollten nicht mitgehen, weil die “Freien Pfälzer” zum Spaziergang aufgerufen und ein GRÜN dominiertes und von einer (laut Selbstdarstellung) “komplett durch geimpften” AntiFa flankiertes Demokratie-Bündnis zu einer angemeldeten Gegen-Demonstration aufgerufen hatte(n). Wir drei standen also beobachtend zwischen den Parteien, wollten schlicht eine sogenannte Schwurbeler-Demonstration mal selbst in Augenschein nehmen. Was haben wir gesehen? Etwa 200 Menschen. Viele Bekannte aus der ehemaligen Friedensbewegung oder anderen demokratischen Hintergründen. Allesamt, wie Gespräche ergaben, schlicht nur besorgt ob der hasserfüllten Konfrontation in der Gesellschaft, besorgt ob dem Abbau von Bürger- und Grundrechten, besorgt ob einem handwerklich schlechten Corona-Management. Menschen mit Fragen: Ist die Impfung der einzige Schlüssel zum Erfolg? Warum erfährt man so wenig von Impfopfern? Wieso werden trotz Corona die Intensivbetten reduziert?

Harmloser als harmlos. Doch in der Nahezeitung (siehe Anlage) stand dann am 22.12.21, dass die Spaziergänger das „Verbreiten von erlogenen Verschwörungstheorien über wissenschaftliche Erkenntnisse (stellten), um Zwietracht in die Gesellschaft zu bringen“ (Zitat Astrid Ruppenthal, Vorsitzende des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen) und dass es den Spaziergängern einzig und allein um die Zerstörung der Demokratie gehe: „Verirrt euch nie wieder hierher! Wir haben eure menschenverachtenden Absichten durchschaut“! (wieder Ruppenthal). Beobachtet haben wir tatsächlich zwei bis vier lautstarke Krawallmacher, vielleicht Rechtsextremisten, vielleicht AfD. Aber eine (relevante) rechtsextreme Unterwanderung war das nicht. Eine einzige Verhaftung haben wir beobachtet, nicht mehrere, schon gar keine versuchte Gefangenenbefreiung, wie es in der Zeitung unter dem Titel “‘Spaziergänger’ biegen nach rechts ab” stand: „Mehrere strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichem Angriff und versuchter Gefangenenbefreiung wurden eingeleitet (…)“

Tja. Wir waren verblüfft. Und haben einen Leserbrief geschrieben. Im Prinzip nur eine Kritik an der Berichterstattung: “Menschen, die sich nur Sorgen machen, wird mit einer solchen Berichterstattung penetrant ein Stöckchen hingehalten, über das sie – Hopp – springen sollen, aber doch gar nicht wollen. Sie wollen nicht mit der AfD, wollen nicht „nach rechts abbiegen“. Aber wo sind sie denn, die in Parteien, Gewerkschaften oder sonstwo organisierten aufrechten Demokraten bei der Verteidigung von Bürgerrechten, denen von Geimpften wie Ungeimpften gleichermaßen? Wo sind sie beim Unbehagen über die Spaltung der Gesellschaft? Das überlassen sie der AfD und geben dieser Gelegenheit, sich zur (scheinbaren) Stimme der Vernunft aufzuspielen”.

Tja. Damit war ein Leserbrief-“Krieg” eröffnet, den ich am 18. Januar 2022 mit einem satirischen Statement beendete. Ich hatte erstens einfach keine Zeit mehr zum Leserbrief-Schreiben – mein Urlaub war vorbei – und in diesen Wochen von Rede und Gegenrede vor allem jedwede Hoffnung auf sachlichen Diskurs fahren lassen müssen. Vor allem Sozialdemokraten – es antworteten mir immer Stadtratsmitglieder der SPD – haben sich in eine eifernde Diffamierung, in eine bösartige Gehässigkeit, in eine bodenlose Unsachlichkeit hinein geschrieben, dass mir schwindling wurde ob der Aussicht, mit Beton an den Füßen endgültig versenkt zu werden in der weiten, ach so weiten Schwurbeler-See. Nicht zuletzt der ehemalige Landrat des Landkreises Birkenfeld, Axel Redmer (SPD und Freund Scharpings), hat auf Facebook eine unterirdische Schwurbeler-Kampagne gegen mich losgetreten, deren Gipfel erstiegen wurde von Jan-Dustin Kley, Mitarbeiter im Bürgerbüro der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen (beide SPD): “(…) ich würde gerne wissen, was bei dieser Dame im Kopf nicht richtig ist. (…) Solche Leute sind doch krank. Da muss doch geholfen werden”.

Tja. Hier noch mein satirscher Schlusspunkt vom unter die Causa. Zur Erläuterung: Ständig wiederkehrende Vorwürfe in den Leserbriefen waren, dass 1. ein Teilnehmer an einer nicht angemeldeten Demonstration zutiefst antidemokratisch handelt und dass 2. die von mir genannten Quellen – unter anderem die NachDenkSeiten – nur Halbwahrheiten und offensichtliche Falschinformationen als Realitäten darstellen. Deshalb in meinem Text hinter jedem Satz die Nennung der Quelle und am Ende eine Vereinsgründung zur Demokratisierung unseres Protestes:

Nahezeitung 18.1.22: Erst noch mal die Gebetsmühle: bin keine Teilnehmerin, sondern Beobachterin eines Montagsspaziergangs in Idar-Oberstein

„Ein bisschen Impfen geht doch“ – Was machen wir denn seit zwei Jahren? Genau das: ein bisschen Impfen. Erst einmal, dann zweimal, dann dreimal und gewiss weiter so und in immer kürzeren Abständen – und würden uns dabei trotzdem doch alle ja nichts mehr wünschen, als dass es hülfe. Doch tut’s das? Wir wissen es nicht. „Wir sind leider alle Zeugen, wie eine angeblich allein auf Expertise und Evidenz basierende Politik bis heute nicht für eine solide Datenbasis gesorgt hat, auf deren Grundlage allein verhältnismäßiges, sachgerechtes und zweckmäßiges Handeln ginge.“ (Quelle: Leserbrief Helffenstein). Die Britten jedoch haben belastbare Daten, weil sie anständig Erbsen zählen: die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Dafür habe ich sie gelobt in meinem Leserbrief. Nicht für ihre Corona-Politik. Aber nur Lesen hilft beim „lesen“, sagte schon der alte Goethe oder kürzlich auch Lanz: “Wir verstehen Menschen absichtlich falsch, um sie dann zu verurteilen” (Quelle: Lanz-Böhmermann im Gespräch mit Di Lorenzo, ZEIT). Auch WELT-Herausgeber Stefan Aust ist bei mir: „Was man erwarten kann, ist dass die Politiker, die Behörden offen und ehrlich mit den Zahlen umgehen. Wir haben ja gerade in Bayern und in Hamburg erlebt, dass bei den Infektionszahlen gewaltige Zahlen genannt worden sind, von Leuten, die angeblich nicht geimpft waren. In Wirklichkeit kannte man deren Impfstatus nicht. Man weiß auch nicht genau, wie sicher tatsächlich die Impfungen sind. […] Eigentlich ist das Erschreckendste, dass man zwei Jahre nachdem das Ganze begonnen hat, immer noch nicht besonders gut Bescheid weiß – weder über die Zahlen, noch über die Daten, noch über die Wirksamkeit“ (Quelle: WELT-TV 5.1.22).

Und also frage ich noch mal: Wo bleibt eine vernünftige Evaluation der Corona-Maßnahmen? Wo sind Kohorten-Studien? Und Welche „95 Prozent der Wissenschaft“ sind das eigentlich, die bestätigen, „dass Impfen der beste Schutz“ ist (Quelle: Gemmel, Nahezeitung 13.1.2022)? Deutsche, europäische, weltweite? Wo kommt diese Zahl her?

Sogar „ein bisschen aufgehängt“ kann man werden. Jedenfalls jenseits vom Schulaufsatz in der Realität (der Todesstrafe). Wie der des Mittelstandes. Die Kirner Privatbrauerei – nur ein kleines regionales Streiflicht – rechnet mit 40 bis 60 Prozent Kneipen-Insolvenzen (Quelle: eine Wirtin). Und wie wir das einmal nennen werden, was wir in den Seelen unserer Kinder angerichtet haben, wissen bisher nur die Götter (Quelle: Zeus oder so).

Jetzt bin ich im Gegensatz zu anderen Leserbriefschreibern ja keine Mandatsträgerin und werde trotzdem nach Gegenfinanzierung für die gerechte Forderung nach doppeltem Gehalt für Pflegekräfte gefragt. Nehmen wir doch einfach die 30, dem Staat bei CumEx-Geschäften gestohlenen Steuermillarden? Oder machen eine Vermögens- und effektive Erbschaftssteuer? Sozialdemokraten sehr viel älterer Schule hätten dafür keinen Tipp aus Rhaunen gebraucht. Schäbig, sehr schäbig die aktuelle Diskussion, wer ein Recht auf wieviel Corona-Zulage hat. Pfui!
Bevor’s sonstwer reflexartig sagt: selbstverständlich sind auch in diesem Leserbrief nur „Halbwahrheiten und offensichtliche Falschinformationen als Realitäten“ dargestellt (Quelle: Andreas Bodensteiner, Nahezeitung 14.1.22, dessen der Wahrheit und nicht als der Wahrheit verpflichtetes Recherchezentrum correctiv.org übrigens vor allem mit Spenden von Deutscher Bank, George Soros Open Society Foundations, RTL, Google finanziert ist). Die bereits Halb-Gehängte, die einst als Beobachterin eines Montagsspaziergangs einen Leserbrief schrieb, hat jetzt den Salat: rechts von ihr ist (offenbar) nur noch die Wand (Quelle: Louis Trencker). Und sie hat keine Zeit mehr für’s Wehren, ging ihr Urlaub doch nur bis bis Dreikönig. Sollen andere weiter diskutieren. Doch geplant ist mit paar Freundinnen ein Verein, der dann in der Lage wäre, eine Versammlung anzumelden und uns damit für die demokratische Familie – bittebitte – wieder salonfähig zu machen. „Montags NIE! Maije geen für altes Hunsrücker Brauchtum an unverdächtigen Wochentagen“ soll er heißen (Quelle: frei nach Tucholsky). Martina Helffenstein

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