Die heutigen Flintenweiber sehen super smart aus
Die heutigen Flintenweiber sehen super smart aus

Die heutigen Flintenweiber sehen super smart aus

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie oft und – aus meiner Sicht systematisch – gutaussehende, meist junge Frauen in unseren Fernseh-Medien eingesetzt werden, um für Kriege und Waffen zu werben, für schwere Waffen, für noch mehr Waffen … und immer wieder lassen sie durchblicken, dass es noch mehr sein muss und dass nicht ausreicht, was die Bundesregierung in unser aller Namen und auf unsere Kosten an Waffen in einen laufenden Krieg liefert. Wenn Ihnen die Überschrift zu hart erscheint, dann schauen Sie zur Überprüfung den „Brennpunkt“ von gestern Abend an. Mir reicht jedenfalls die Kriegsgeilheit dieser jungen Damen. Im konkreten Fall tritt als Moderatorin Catherine Vogel vom WDR auf. Nicht anders verlaufen Sendungen mit den Moderatorinnen Caren Miosga, Marietta Slomka und den meisten anderen alten und neuen Gesichtern. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Mit dem Gebrauch des Wortes Flintenweib tue ich den Frauen, die diesen Begriff geprägt haben, unrecht. Das waren nämlich Frauen in der Sowjetunion, die sich in ihrer Heimat gegen den Krieg der Nazis wehrten und deshalb zu bewundern sind. Aber das Verständnis dieses Begriffes hat sich von dieser ursprünglichen Prägung abgelöst. Das heutige Verständnis des Begriffes passt zu dem, was wir in unseren Fernseh-Medien unentwegt erleben: Im „Brennpunkt“ von gestern wie zuvor zum Beispiel in den Tagesthemen vom vergangenen Freitag – 15 Minuten lang unter Anleitung der Moderatorin Miosga.

Die Schwere-Waffen-Geilheit ist nicht auf Frauen beschränkt. So wurde uns von Berlin Direkt des ZDF am vergangenen Sonntag z.B. vorgeführt, dass Männern die Förderung von Waffenlieferungen genauso leicht von der Hand geht – in dieser Sendung repräsentiert von Theo Koll, Robert Habeck und dem einknickenden Bundeskanzler Scholz.

Das traurige Fazit: die Meldungen, Berichte und Kommentare mit Forderungen nach Waffenlieferungen und mit positiven Akzenten zum Krieg übertreffen die Mahnungen zum Frieden und die konkreten Überlegungen dazu meilenweit. Und Frauen spielen bei dieser Stimmungsmache leider eine bemerkenswert große Rolle.

P.S.: Meine zuvor wiedergegebene Beobachtung über die Kriegsfreundlichkeit der Medien wird untermauert von einem NachDenkSeiten-Leser.

Betrifft: „unverhohlene hasserfüllte Kriegsrhetorik“

Liebe Nachdenkseiten,

die folgenden Zitate und Überschriften stammen, bis auf das letzte, aus verschiedenen Medien vom März und April dieses Jahres. Bei allen Medien handelt es sich um solche, die sich der Demokratie und den westlichen Werten, zu denen auch der Frieden zählt, verpflichtet fühlen. Alle Formulierungen stammen von Personen, zum größten Teil vermutlich Akademikern, die sich selbst als aufgeklärt, liberal oder vielleicht sogar als politisch links beschreiben würden. Umso schockierender ist die unverhohlene hasserfüllte Kriegsrhetorik, derer sich diese Leute bedienen. Das letzte Zitat von Josef Goebbels aus der berüchtigten Sportpalastrede macht deutlich, dass der barbarische Hass des dritten Reiches nicht überwunden ist, sondern wieder aus längst verschüttet geglaubten Löchern kriecht. – Es ist zum Verzweifeln. 

Keine Angst vor Kernwaffen: Warum Deutschland jetzt über atomare Aufrüstung sprechen muss.
– Focus Online, 10.03.2022

Dem russischen Faschistenführer Putin kann gar nichts Besseres passieren als solche westlichen Führungsfiguren, die direkt oder indirekt sagen, dass uns die Ukraine nichts angeht. Die Lumpen-Pazifisten haben speziell in der Politik und noch spezieller in der SPD, der Friedenspartei, einige mächtige Partner.
– Sascha Lobo, 20.04.2022 auf Spiegel Online

Wir dürfen nicht vergessen, auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind – jetzt im kulturellen Sinne – die einen anderen Bezug zu Gewalt haben, die einen anderen Bezug zu Tod haben.
– Florence Gaub, Politikwissenschaftlerin bei Markus Lanz, 12.04.2022

EU-Außenbeauftragter fordert mehr Waffenlieferungen an die Ukraine
– Zeit Online, 09.04.2022

Durch weitere Waffenlieferungen an die Ukraine müsse eine globale Hungerkatastrophe abgewendet werden, so der Landwirtschaftsminister.
– Berliner Morgenpost Online, 17.04.2022

Der Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit ihrer Zurückhaltung bei Waffenlieferungen an die Ukraine eine weltkriegsartige Ausweitung des Konflikts zu riskieren. Das Problem der Haltung Deutschlands sei, „dass wir bei den Sanktionen bremsen, bei den Waffenlieferungen bremsen, und damit die Gefahr droht, dass der Krieg sich immer länger hinzieht“
– Welt Online, 20.04.2022

Wir werden im Notfall jeden Quadratzentimeter unseres gemeinsamen Bündnisgebiets verteidigen.
– Annalena Baerbock, 20.04.2022

Ihr Widerstand sei eine Inspiration für die gesamte freie Welt, die geschlossen hinter dem Land stehe. Man werde „Himmel und Erde“ in Bewegung setzen, um die Bedürfnisse der Ukrainer zu erfüllen. Es bleibe noch viel mehr zu tun.
– US Verteidigungsminister Austin, 26.04.2022

Strategie-Experte Terhalle sieht Deutschland „vollständig vorgeführt“ von Diktator Putin. „Häppchenhafte“ Waffenlieferungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines russischen Siegs im Ukraine-Krieg. Der Reserve-Oberstleutnant sagt, warum es falsch sei, auf Deeskalation zu setzen.
– Welt Online, 26.04.2022

Russische Soldaten sind ISIS-Kämpfern immer ähnlicher. Russland muss als Terror-Staat anerkannt werden.
– Mykhailo Podolyak – Berater von Wolodymyr Selenskyj

Der totale Krieg also ist das Gebot der Stunde. Es muß jetzt zu Ende sein mit den bürgerlichen Zimperlichkeiten, die auch in diesem Schicksalskampf nach dem Grundsatz verfahren wollen: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!
– Josef Goebbels, 18.02.1943

Mit freundlichem Gruß
Thomas Arnold