Leserbriefe zu „Völkerkunde mit Anna Kupriy bei der Landeszentrale für politische Bildung: Die Russen sind faul, die Ukrainer fleißig“ und „„Wir bedauern…“ – Landeszentrale für politische Bildung reagiert umgehend auf NachDenkSeiten-Artikel und Leserzuschriften“

Ein Artikel von:

Rupert Koppold weist in diesem Artikel darauf hin, dass auf der Homepage der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg ein „Ukraine-Tagebuchs“ mit dreizehn Folgen erschienen sei. Dort schreibe die ukrainische Journalistin Anna Kupriy pauschal über das russische Volk, das „faul, bequem, aggressiv, bindungslos und nicht empathiefähig“ sei, während die Ukrainer als „vorbildlich“ beschrieben würden. Wenige Tage später macht Florian Warweg hier darauf aufmerksam, dass die Landeszentrale Teile des „Tagebuchs“ vom Netz genommen habe. Dabei handele es sich jedoch nur um „Schönheitskorrekturen“, denn das sei „lediglich die Spitze des Eisberges“: Das Problem beschränke sich nicht „nur auf einen von 13 Einträgen. Im Gegenteil, das Problem ist systemisch“. Wir danken für die interessanten Leserbriefe. Es folgt nun eine Auswahl, die auch interessante Mitteilungen enthält. Zusammengestellt von Christian Reimann.


Zu: Völkerkunde mit Anna Kupriy bei der Landeszentrale für politische Bildung: Die Russen sind faul, die Ukrainer fleißig

1. Leserbrief

Lieber Rupert Koppold, lieber Florian Warweg, liebe Leserschaft,

herzlichen Dank für diese dringenden Recherchen bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden -Württemberg!

Beim Lesen dieser Hetzschriften von Anna Kubriy stockt mir der Atem. Ich bin entsetzt über diesen brutalen Rassismus, die Kriegspropaganda, die sogar von einer Landeszentrale für politische Bildung mitgetragen wird. Ich selbst bin Lehrerin und weiß, dass die Veröffentlichungen dieser staatlichen Stelle von vielen Kolleg*innen für den Unterricht genutzt werden. Ich hoffe sehr, dass einige von meinen Kolleg*innen die NDS sowie die Leserbriefe lesen, damit sie sich besser darauf vorbereiten können, Kinder und Jugendliche vor Kriegspropaganda und Rassismus zu schützen.

Bereits im April 2022 brachte die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg eine Broschüre für den Schulunterricht heraus: „Krieg in der Ukraine – Putins Angriff auf den Frieden.“ Über russische Soldaten lernen Kinder und Jugendliche aus der Broschüre: „Sie sehen aus, wie Menschen, aber es sind blutrünstige, hasserfüllte Monster…!“

Das Bild auf dem Deckblatt ist nicht ganz eindeutig. Man könnte es auch so interpretieren, dass dieser Satz nicht auf Russen gemünzt ist, sondern dass er ihnen in den Mund gelegt wird, die angeblich so über Ukrainer denken. Das ändert aber nichts an einer rassistischen Kernaussage: Wer behauptet, Russen oder russische Soldaten würden so über Unkrainier denken verbreitet rassistisches Gedankengut. So etwas dürfen Kinder und Jugendliche nicht lernen. Auch die Aufgabenstellungen incl. der „Lösungen“ in dem vierseitigen Arbeitsheft entsprechen der gängigen Kriegspropaganda in unserem Land. Schaut sie euch an!

Hier die Links:

Die Entmenschlichung von Menschen wird nun leider wieder in deutschen Schulen gelehrt. Die verantwortliche Kultusministerin ist von den Grünen und heißt Theresa Schopper.

Regina C.


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Warweg
sehr geehrtes NDS-Team,

hiermit möchte ich eine persönliche Erfahrung hinzufügen. Mein verstorbener Mann Dirk Brüning war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich und nahm als solcher noch an einem schon seit Ende der ’80er geplanten internationalen Forschungsprojekt in “Atmosphärischer Chemie” teil. Dazu gehörte auch eines, das gemeinsam mit Wissenschaftlern aus der ehemaligen UdSSR geplant war. Es fand 1991 auf einem “noch sowjetischen” Forschungsschiff, der “Ernst Krenkel”, benannt nach einem deutschen Polarforscher, in einer über mindestens 2 Monate andauernden Fahrt durch Mittelmeer und Atlantik statt. Zur Crew gehörten jeweils mehrere Russen, Ukrainer, Deutsche sowie auch ein Franzose und ein Amerikaner.

Im Frühsommer 1992 fand dann, ebenfalls wie zuvor geplant, die Abschlusskonferenz in Odessa statt, in der alle wissenschaftlichen Messergebnisse zusammengetragen und ausgewertet wurden. Die Konferenzsprachen sollten Russisch und Englisch sein und auch so im Abschlussbericht schriftlich festgehalten werden.

Die ukrainischen Behörden bestanden dann jedoch darauf, dass das Russische durch durch das Ukrainische ersetzt werde, vor allem aber der Abschlussbericht nicht auf Russisch verschriftlicht werden dürfe, sondern auf Ukrainisch.

Für sehr bemerkenswert hielt mein Mann nachträglich, dass es selbst für die ukrainischen Wissenschaftler sowie auch die dafür engagierte ukrainische Übersetzerin ein Problem darstellte, weil sie vor allem bei der Verschriftlichung des Ukrainischen zu wenig Erfahrung hatten bzw. darin aus der Übung gekommen waren… Und im Übrigen waren sowohl die ukrainischen und die russischen Wissenschaftler über deren jeweilige Ehefrauen und/oder sonstige Angehörigen unter einander verwandt.

Selbstverständlich hatten alle Teilnehmer, inklusive der Deutschen, der Amerikaner und Franzosen, die gemeinsame Arbeit ohnehin zusammengeschweißt.

Mit Dank für Ihren Artikel
und herzlich-solidarischen Grüßen
Johanna Michel-Brüning


3. Leserbrief

Bei wikipedia.org wird die Aufgabe dieser Einrichtung so erklärt:

“…Die LpB Baden-Württemberg wendet sich an alle Bürger des Landes Baden-Württemberg. Wegen ihrer Mittlerrolle werden Multiplikatoren wie Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen besonders angesprochen. Eine weitere wichtige Zielgruppe sind Lernende an Schulen und Hochschulen.
…Die Überparteilichkeit der LpB Baden-Württemberg wird durch ein Kuratorium sichergestellt. Es besteht aus 17 Mitgliedern des Landtags und sieben weiteren sachverständigen Persönlichkeiten. Im Oktober 2021 verweigerte der Landtag mit großer Mehrheit der AfD den Einzug ins Kuratorium. In der vorigen Wahlperiode gab es dort drei AfD-Vertreter, die ihr Amt missbraucht hätten, indem sie die Landeszentrale „madig gemacht“ hätten, um sie abzuschaffen.[4] Das grundlegende Dokument für die Prinzipien politischer Bildung im staatlichen Auftrag ist der 1976 von Hans-Georg Wehling auf einer Didaktiker-Tagung der LpB Baden-Württemberg formulierte Beutelsbacher Konsens:[5]

1. Überwältigungsverbot: Es ist nicht erlaubt den Schüler (…) im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines eigenständiges Urteils“ zu hindern (Indoktrinationsverbot).
2. Was in der Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.
3. Der Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren sowie nach Mitteln und Wege zu suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen.[6]

Offensichtlich sind die Beiträge von Frau Kupriy mit diesen Prinzipien nicht zu vereinbaren.

MfG
Rudolf Pfändler


4. Leserbrief

Hallo NDS, sehr geehrter Herr Koppold,

wir sollten uns keine Illusionen machen: das, was diese und ähnliche Institutionen zu betreiben scheinen, ist bewußt, strategisch, von oben so gewollt, und hat mit der Wirklichkeit nur bedingt etwas zu tun. Vielmehr soll Wirklichkeit erzeugt werden – die von Interessensgruppen bevorzugte Wirklichkeit. Man könnte das auch Propaganda nennen.

Ich fühle mich durch die Vorgänge bei den verschiedenen “Bildungszentralen” – zum wiederholten Male – an Heydrichs Antrittsrede erinnert. Tauscht man gedanklich die Namen gewisser Regionen und Völker, liest sich zum Beispiel diese Passage bestürzend aktuell (was damit zu tun haben mag, daß die Management-Techniken im Kriegskontext dieselben geblieben sind):

“Die erste, die Nahaufgabe ist diktiert von den Notwendigkeiten der Kriegsführung. Ich brauche also Ruhe im Raum, damit der Arbeiter, der tschechische Arbeiter, für die deutsche Kriegsleistung hier vollgültig seine Arbeitskraft einsetzt und damit wir bei dem riesigen Vorhandensein von Rüstungsindustrien hier den Nachschub und die rüstungsmäßige Weiterentwicklung nicht aufhalten.”

Und weiter steht dort:

“Diese Nahaufgabe setzt voraus, daß wir zunächst einmal den Tschechen zeigen, wer Herr im Hause ist, daß er genau weiß, hier diktiert das deutsche Interesse und hier ist letzten Endes entscheidend das Reich. Das Reich, vertreten durch seine Führung in diesem Gebiet, also auch durch Sie, meine Herren. (Anmerkung: Ob es zu jener Zeit auch so etwas wie eine “Bildungszentrale” gegeben hat? Mit einem Chef?)

Das Reich läßt nicht mit sich spaßen und ist eben Herr im Hause, d.h., daß auch nicht ein einziger Deutscher dem Tschechen etwas vergibt, etwa in derselben Art wie im Reich beim Judentum, daß es keinen Deutschen gibt, der sagt, der Tscheche ist aber anständig.”

Ach ja, so wie es aussieht, gibt es ein paar Anhänger dieses herrschsüchtigen, rechten Vermächtnisses in der Ukraine – die verstehen und verständigen sich sicherlich ausgezeichnet mit seinen Anhängern hierzulande. Da kommt als Fazit dann heraus: Wir brauchen vor allem Ruhe im Raum.

An alle, die von dieser strategischen Homogenisierung des Denk-, Diskussions- und Aktionsraumes betroffen sind: Seid keine Schafe, denkt selber. Und wisst: Kaum ein Mensch, ob Nomade oder nicht, möchte Streit und Krieg. Den möchten ganz andere Leute – Führer, meistens.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Bichler


5. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

für so ein aggressives, bindungsloses und nicht empathiefähiges Volk hat Russland aber auffällig viele Bücher und Serien/ Filme über die Liebe, Freude und Lust am (Über-)Leben. Nicht von ungefähr kommt die russische Seele.

Aber gut. Das ist nur ein weiterer Versuch die Russen als Monster darzustellen und diese somit zu entmenschlichen. Demnächst gibt’s dann die Rückkehr der Rassenideologie.

BG
E


6. Leserbrief

Hallo!

Wäre es nicht sinnvoll, die lpb bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen?
Meines Wissens sind Verleumdung und Hetze, insbesondere Volksverhetzung in Deutschland immer noch Straftaten Und eine solche sehe ich in diesem “Ukraine-Tagebuch” unter der Verantwortung der Landeszentrale durchaus!

Siehe Paragraf 130 StGB:

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Und da wir es hier mit einer Bildungsinstitution zu tun haben, deren Adressaten zumindest indirekt Minderjährige (Schüler!) sind, kommt hier erschwerend auch noch Absatz 2 zum Tragen:

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. einen Inhalt (§ 11 Absatz 3) verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder einer Person unter achtzehn Jahren einen Inhalt (§ 11 Absatz 3) anbietet, überlässt oder zugänglich macht, der

a) zum Hass gegen eine in Absatz 1 Nummer 1 bezeichnete Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstachelt,
b) zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen in Buchstabe a genannte Personen oder Personenmehrheiten auffordert oder
c) die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden

Gruß, Ole


7. Leserbrief

Liebe Redaktion ,

Der Beitrag  zum Wirken der Landespolitischen Bildungseinrichtung  Baden Württemberg  hat fast erheiternde Züge. Der Euphemismus mit dem hierzulande den fremden Bürgern begegnet wird, fusst ja offenbar nicht auf Landeskenntnis oder gar Urlaubserinnerung, sondern speist sich aus der  Abneigung gegen  “Putin” der so entpersonalisiert ist ,dass er einer Marionette gleicht. Man könnte aber   der ukrainischen Autorin mal  Zusammenschnitte aus deutschen Fernsehfilmen,(Krimis) zu Gesicht bringen. da wird sie  auf ein Land Ukraine stoßen, in dem Menschen  zur Prostitution gezwungen werden durch Menschenhändler, Organhändler ihr perfides Spiel treiben und  arme Frauen sich ein Zubrot verdienen,indem sie  durch Ei und Spermien Spenden Kinder austragen  für zahlungsfähige Westbürger. Diese wollen Kinder,aber genetisch einwandfrei bitte.Ist das Ergebnis dann nicht so, wie gewünscht,wird auch mal  die Annahme verweigert.Alle Bereiche stellen lukrative Geschäftsfelder dar und werden durch einen zu pingeligen Staat auch nicht behindert, Diese Art Drehbücher haben über viele Jahre  das Landesbild geprägt. Das hat sich erst gewandelt, nachdem professionelle  PR Agenturen sich der politischen Profile annahmen. So oder ähnlich war die Wahrnehmung über lange Zeit, auch gestützt durch den sichtbaren Strassenstrich an Landstraßen und Städten,erst ausgedünnt durch Corona!. Die Hilfe, die Ukraine-Flüchtlingen zuteil wird,soll nicht angegriffen werden. Aber  genauer hinschauen auf die Verfassung und öffentliche Meinung eines weitgehend  unbekannten Staates  bietet sich an, Die ach so beliebte Phrase von der Wertegemeinschaft,was immer die Werte sein sollen  lohnt sich einer  genauen Betrachtung.

Mit Grüssen von Bodensensee


Zu: „Wir bedauern…“ – Landeszentrale für politische Bildung reagiert umgehend auf NachDenkSeiten-Artikel und Leserzuschriften

8. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

bei der Lektüre der bei Ihnen auszugsweise wiedergegebenen Blogs von Anna Kupriy, der – unter anderem – wohl auch auf den Seiten der lpb Baden-Württemberg veröffentlicht wurde und wohl weiterhin dort, zwar etwas entschärft, zu finden ist, musste ich augenblicklich an den Tatbestand der Volksverhetzung denken (§ 130 StGB), und zwar nicht nur in Sachen der Autorin (§130 Abs. 1 StGB), sondern auch hinsichtlich den Verantwortlichen bei der lpb (§ 130 Abs. 2 StGB).

Bereits früher hatte ich bei einigen Aussagen des ukrainischen Botschafters Melnyk in der Öffentlichkeit den Eindruck, er verharmlose die Verbrechen der Nazihelfer um Stepan Bandera, was mE  den Tatbestand des § 130 Abs. 3 StGB erfüllen könnte. Aber dieser Mann darf ja dank diplomatischer Immunität offenbar sowieso sagen, was er will, selbst gegenüber dem Bundeskanzler, ohne dass das Auswärtige Amt auch nur die Braue heben würde.

Vielleicht wäre eine Strafanzeige gegen Frau Kupryi und den oder die Verantwortliche/n bei der lpb eines oder besser noch mehrerer Betroffener, weil russischer Staatsbürger oder Herkunft, besser geeignet, die Staatsanwaltschaften zum Handeln zu bewegen als diejenige eines formal Unbetroffenen.

Kann aber natürlich auch sein, dass in “Kriegszeiten” der § 130 StGB nicht mehr so eng gesehen wird und munter gehetzt und Hass geschürt werden darf, wenn und solange es nur gegen die “richtigen” geht…

Mit freundlichen Grüssen,
KK


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Koppold,

was Sie da berichten, ist so schauderhaft, ekelhaft, dass die Leseenergie nicht bis zum Ende des Artikels gereicht hat. Das ist eins zu eins der dumpfe, hetzerische Rassismus und Faschismus von “damals”. Es gibt sie also wieder, die “Landeszentrale für Rassismus und Faschismus Baden-Württemberg”. Ade Deutschland!

Nebenbei, ich war mehrmals in Russland, habe da auch Freunde. Und ich kenne mich in anderen Staaten jenseits des ehemaligen “Eisernen Vorhangs” aus. Russland ist ein Vielvölkerstaat. Und die Russen in diesem großen Land sind ein Volk wie andere auch. Was die grundlegenden Eigenschaften und Bedürfnis betrifft, sind alle Menschen dieser Erde gleich. Darüber hinaus gibt es vielfältige Unterschiede in Kultur und Mentalität. Wer etwas über die “Russische Seele” erfahren will, beschäftige sich mit russischer Musik, Literatur, Mathematik und Naturwissenschaft, die ersten beiden hierzulande bestens bekannt. Was die Ukrainer betrifft, da sagt meine Frau, die sich im Osten noch besser auskennt als ich, “die friedlichsten Völker unter den Slaven sind die Slowaken und die Ukrainer”. Wenn sich da jetzt einzelne Ukrainer mit auftrumpfendem Faschismus hervortun, ist das keineswegs repräsentativ für dieses Volk.

Also lasst Euch nicht verwirren, beide, Russen und Ukrainer sind sympathische Völker. Dieser Krieg und dieser Hass, die da jetzt stattfinden, sind ein Projekt der USA, nützlich für ihr Weltherrschaftsprojekt, “Divide et Impera”, “Global Strategy”. Oder wie es Lisa Fitz ausgedrückt hat: “bringe deinen Nachbarn dazu seine Gartenzwerge so aufzustellen, dass der dritte Nachbar sich ärgert”.

Herzlichen Gruß,
Rolf Henze


10. Leserbrief

Statt auf lauwarme Entschuldigungen oder teilweise Löschungen (Zensur!! Zensur!!!) der (Mit-) Schreibtischtäter zu setzen bzw. zu warten, sollte man doch einfach mal den „Lackmus-Test für volksverhetzende Propaganda” anwenden, indem man dieselben Texte nochmals einreicht oder selbst publiziert, aber darin dann „Ukrainer“ durch „Deutsche“ und entsprechend „Russen“ durch „Juden“ ersetzt.

Wetten, das wirkt?

Sorry, aber anders als mit bösestem Sarkasmus ist doch so eine inhumane Dreckschleuderei und deren zustimmende Verharmlosung durch eine „Bildungsanstalt” nicht mehr zu ertragen. Bin ich der einzige, der dort den Ungeist Filbingers noch immer am Werke sieht?

LG
Bernd Kulawik


11. Leserbrief

Hoffe, dass viele NDS-LeserInnen diesen Beitrag der Landeszentrale zusenden.

L.G.
Ute Plass


12. Leserbrief

Sehr geschätzter Florian Warweg,

es folgt meine persönliche Meinung/Einschätzung:

Das was die Landeszentrale für politische Bildung (lpb) in Baden-Württemberg (BW) veröffentlicht ist natürlich kein Zufall und das “Wir bedauern…” kaufe ich denen nicht ab – dahinter steckt Methode und es wird nicht aufhören!

Das Nazitum in der (West)Ukraine und der hier in Deutschland durch die (west)ukrainische Journalistin Anna Kupriy zur Schau getragene Rassismus – durch die Veröffentlichung bewusst unterstützt durch die lpb-BW – sind zwei Seiten derselben Medaille.

Für mich bedeutet Faschismus schlicht Macht- bzw. Amtsmissbrauch, welcher in Deutschland durch die repressive Gesundheits(?)politik (Existenzbedrohung von Minderheiten und andersdenkenden, Entzug von Grundrechten) bereits wieder Einzug gehalten hat. Soll nun zusätzlich noch der Rassismus wieder eingeführt bzw. in den Köpfen der Mehrheitsbevölkerung verankert werden? Damit wäre auch der physischen Gewalt gegenüber inländischen Minderheiten und Andersdenkenden der Boden bereitet und zusätzlich könnten unliebsame Nationen noch effektiver geächtet werden.

Die Fragen die sich mündige BürgerInnen hierzulande u.a. stellen müssten lauten:

Weshalb unterstützen (Maidan-Putsch, Waffenlieferungen, Veröffentlichungen wie diese hier von der (west)ukrainische Journalistin Anna Kupriy, etc.) bzw. leugnen insbesondere die regierenden deutschen Parteien/Politikerinnen und deren institutionellen Einrichtungen sowie die öffentlichkeitswirksamen deutschen Massenmedien die Existenz von Nazitum und Rassismus in der (West)Ukraine?

Weshalb geschieht die (Wieder)Einführung von Faschismus und Rassismus hier in Deutschland insbesondere durch die regierenden deutschen Parteien/Politikerinnen und deren institutionellen Einrichtungen sowie den öffentlichkeitswirksamen deutschen Massenmedien mit voller Absicht?

Herzliche Grüße
Andreas Rommel


13. Leserbrief

Hallo Herr Warweg,

großes Kompliment für Ihren „Total-VERRISS“ einer sogenannten „Landeszentrale für politische Bildung“, deren Wirken längst auf die inzwischen führenden politischen Kräfte  nicht nur des Bundeslandes Baden-Württemberg, sondern der ganzen BRD und den allermeisten derzeitigen Funktionsträgern  abgefärbt hat und zur geltenden – selbstmörderischen – Politik gegenüber Russland wurde!

Kompliment aber auch für „meine“ NachDenkSeiten, die Sie anheuerten und damit die Möglichkeit boten, uns auf einem Gebiet zu erhellen, das die NDS bisher nicht abdeckten, nämlich der sogenannten „Politischen Bildung“, die bereits viel zu lange offenbar in ebenso falschen Händen  ist wie die „Grosse Politik“, der wir in Kürze mehr als nur „einen kalten Winter“ in Deutschland zu verdanken haben werden, nämlich das Ende der bis vor kurzem noch dritt-stärksten Volkswirtschaft weltweit.

Deshalb mein DANK Ihnen BEIDEN! Und weiter so, zumindest bis der Strom ausfällt – oder der Dritte WK dem aktiv MIT-verschuldeten Total-Desaster ein Ende macht!

Rolf Schmid (88)


14. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

nur einige Worte zu den Artikeln “Völkerkunde mit Anna Kupriy bei der Landeszentrale für politische Bildung: Die Russen sind faul, die Ukrainer fleißig” und “‘Wir bedauern…’ – Landeszentrale für politische Bildung reagiert umgehend auf NachDenkSeiten-Artikel und Leserzuschriften”.

Diese Texte klären auf und ein jeder, den die Ukraine, Russland und damit zusammenhängende Fakten und Stimmungen umtreiben, sollte sie lesen. Mir fällt bei dem Geschreibsel der “Journalistin” Anna Kupriy zuallererst das Sprichwort ein “Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf”. Die Kupriy hat sehr prominente Vorbilder, allen voran Präsident Selenskiy, der in all seinen Ansprachen ähnliche Gedanken in die Welt hinausposaunt. Kaum jemand hat sich darüber bislang aufgeregt. Nicht die deutsche Politik, nicht die Medien. Beschämend aber nenne ich die Tatsache, dass die Landeszentrale für politische Bildung (BW) bei der Verbreitung solchen Gedankengutes assistiert.

Freundliche Grüße und beste Wünsche für weitere erfolgreiche Aufklärungsarbeit
Michael Graeme


15. Leserbrief

Hallo und werte Redaktion,

vielen Dank für den Artikel, die darin verbreiteten Gedanken und den Stand gegen den Wind.

Ich möchte auch nur eine Anmerkung mitgeben, weil ich selbst immer wieder große Probleme damit habe und dieses Medium nicht als Referenz für faktenreiches Wissen akzeptieren kann.

Die Rede ist von wikipedia.

Wikipedia ist offensichtlich derart unterwandert von seltsamen Geldgebern und Stiftungen, dass dort viele Beiträge zum Schweigen gebracht werden.
Deshalb kräuseln sich meine Nackenhaare, wenn man diese Quelle nennt. In diesem Falle gehe ich nicht von Fehlinformationen aus. Aber man sollte auch daran denken, dass wikipedia ín ein paar Wochen die Inhalte drehen kann.

Das war es.
Sonst danke und bitte unverdrossen weitermachen!

Mit den besten Wünschen und Grüßen
Detlef Orlowski


16. Leserbrief

Liebe Nchdenkseitler,

Anbei ein Hinweis auf ein Rumble-Video mit Selensky, wo er die Russen ein Brudervolk nennt, was laut Kuprij ein “bewußter” Ukrainer niemals tun würde.

MfG   Heiner Holl

Zum Beitrag von Florian Warweg zum “ukrainischen Tagebuch” und der lpb BW

Zitat lpb:

„Lasst uns über „Brüderlichkeit“ sprechen. Viele Jahre lang hat man uns gesagt, dass Ukrainer und Russen brüderliche Völker sind. Dieses von Russland aufgezwungene Paradigma hat erst jetzt seine Bedeutung verloren, wo keiner der bewussten Ukrainer einen Russen als seinen Bruder bezeichnen wird.“

Dumm nur, daß ausgerechnet der Präsidentschaftskandidat Woloymir Selensky 2019 (nach 5 Jahren brutalem Krieg gegen den Donbass durch die Regierung in Kiev) im Wahlkampf unter anderem sich folgendermaßen geäußert hat und zwar auf ukrainisch, ins Englische für “rumble” übertragen: (“the dive with Jackson Hinkle” 1:14). Immerhin konnte er seinen land-slide victory einfahren, weil er für die Wiederherstellung des Friedenszustands im Donbass eintrat, wo seit 2014 die ukrainische Armee, vorwiegend mit äußerst rechtslastigen Einheiten die eigenen russisch-stämmigen Landsleute beschoss. (mit normalen Ukrainern war es nämlich nicht möglich). Selensky wurde aber von seinen Gegnern rechts (!) von Gut und Böse dermaßen bedroht, daß er – auch im Sinne der USA – seine Haltung um 180grd nach seinem Sieg änderte.

Selensky 2019: (About unifying the country.)

“In the East and in Crimea the people want to speak Russian. Leave them alone, just leave them alone. Legally provide them the right to speak Russian. Language should never divide our country. I am of Jewish heritage, I speak Russian. I am a citizen of Ukraine. I love this country and I don’t want to be part of another. Russia and Ukraine are brotherly people, I know many millions, thousands of people who live in Russia and who are wonderful. We are one colour, one blood, we understand each other, irrespective of language.”


17. Leserbrief

Hallo Herr Warweg,

ich bin erstaunt welche Vielzahl von steuerfinanzierten bundesdeutschen Institutionen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung und zur Beherrschung der politischen Willensbildung in der Bundesrepublik bestehen. Natürlich alles im Namen der Demokratie.

Nein schon wieder Demokratie, mir hängt es zum Halse heraus. Das bedeutet also, Willensbildung im Sinne der herrschenden Eliten und nicht aufklärende Volksbildung. Mit der Landtagswahl 2022 in NRW (55,5 % Wahlbeteiligung der Wahlberechtigten!) hat ein großer Teil des Volkes gezeigt, wie das derzeitige Niveau seiner Willensbildung aussieht.

Die Aufgaben der Landeszentralen für politische Bildung bestehen vor allem darin, das demokratische und politische Bewusstsein der Bürger zu stärken und deren aktive Beteiligung am politischen Leben zu fördern. Laut Wikipedia handeln die Landeszentralen für politische Bildung überparteilich und unabhängig von der Bundeszentrale für politische Bildung (Aufsichtsbehörde Bundesministerium des Innern!) Potz Blitz, will Wikipedia mich jetzt veralbern?

Hat der lausige Blog der Anna Kupriy auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg etwas mit Überparteilichkeit und Unabhängigkeit zu tun? Diese Landeszentrale ist in die Ukraine-Psychose der Vorturner von Regierung und Mainstream-

Medien eingestiegen. Das hat nichts mit politischer Bildung und Aufklärung zu tun, das ist böswillige Geschichtsklitterung, Rassenhass und nationalistische Überhöhung des eigenen Volkes. Die deutsche Geschichte von 1933- 1945 lässt grüßen. Diesen geistigen Blödsinn, ein zutreffendes vulgäres Wort erspar ich mir, über eine staatliche Bildungseinrichtung zu verbreiten, ist ein unerhörter und nicht zu entschuldigender Lapsus. Es ist eine Schande, was hier angebliche Intellektuelle aus Vasallentreue zur momentanen Staats- und Parteienideologie auf uns Bürger loslassen.

Wie sagte doch William Shakespeare in seinem King Lear: „Das ist die Seuche unserer Zeit, Verrückte führen Blinde.“ Noch Fragen?

Liebe Grüße
Peter Raue


18. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

anbei mein Brief and die lbp in Baden-Würtemberg:

Sehr geehrte Damen und Herren der Landeszentrale für politische Bildung,

ich habe von dem kleinen Skandal um Rassismus auf dem Blog zur Ukraine gelesen.

Ich möchte einmal freundlichst darauf hinweisen, dass Sie als staatliche Stelle gegen Desinformation vorgehen sollten. Fakten, nicht Gefühle.

Nun scheint es mir, dass noch viele weitere Dinge absolut falsch sind.

Hier mal ein paar Beispiele:

„Vor etwas mehr als zweihundert Jahren entstand auf dem Territorium des Russischen Reiches eine absolut nichtrussische, sondern eine durch und durch europäische Stadt.“

Dazu Wikipedia:

„Die Geschichte der Stadt ist traditionell von vielen Völkern und Konfessionen geprägt. Historisch gesehen bildeten Russen und Juden lange Zeit die größten Bevölkerungsgruppen in der Stadt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts stellen die Ukrainer jedoch die größte Gruppe in Odessa dar…In Odessa wird Russisch und Ukrainisch gesprochen. Russisch ist aufgrund der kulturellen und historischen Siedlungsgeschichte der Region die weitestverbreitete Sprache der Stad. 2012 wurde Russisch in der Oblast Odessa, wie in zahlreichen anderen russischsprachigen Regionen des Landes, als regionale Amtssprache wieder eingeführtt“

Hier erscheint mir nicht Wahrheit, sondern nationalistischer Narrativ entscheidend zu sein.

Auch hier erscheint mir Rassismus durchzugehen:

„Anfang April wurde die zivilisierte Welt durch Beweise für russische Militärverbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Nähe von Kiew schockier“

Sicher, die russische Armee hat Kriegsverbrechen verübt. Und sie sind schockierend und abartig böse. So wie die Separatisten. So wie das Regiment Asow und das Regiment Aidar auf ukrainischer Seite. So wie die US-Amerikaner im Irak oder in Vietnam. So wie im Krieg leider immer wieder vorkommt, wenn Menschen in den Wahnsinn des Krieges geworfen werden. Dies ist ein Argument gegen Krieg. Oder dagegen, junge Männer zu schicken. Oder auch ein Versagen der Offiziere. Schließt aber niemanden aus der „Zivilisierten Welt“ aus.

Aber so zu tun, als sei Russland nicht „Teil der zivilisierten Welt“ ist sehr nahe an Hitlers „Asiatischen Horden“.

Hier wird wieder verdreht. Ich glaube weder an das russische Narrativ vom „Nazi-Staat“-Ukraine. Aber ich sehe auch, dass es in der Ukraine eine ziemliche Sammlung rechtsradikalen und ultranationalistischem Denken gibt. Die sehr einflussreich sit..

Ihre Autorin:

„Ein paar Fotos von Fackelzügen einzelner Organisationen reichten aus, um die russischen Fernsehzuschauer glauben zu machen, dass die gesamte Ukraine von Nazis kontrolliert wird, die vernichtet werden müssen“

Hier mal ein paar Fakten:
Zur Bandera-Verehrung.
juedische-allgemeine.de/juedische-welt/neue-helden-braucht-das-land/

Zum Regiment Asow 2014. Dieses Regiment wurde dahingehend „Belohnt“, dass es in die Streitkräfte integriert wurde. Was sagt dies über den Staat aus? Gibt es hier ultranationalistische Typen in hohen Posten? Wäre das in einer westlichen Demokratie denkbar?
Ebenso die Frage, wie ein Mensch, der offen einen Antisemiten und Faschisten verehrt in eine gehobene Position wie Botschafter kommen kann?
juedische-allgemeine.de/politik/ukraine-mit-nazis-gegen-putin/

Hier einmal Amnesty international:
„Der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt kein Interesse, rechtsextreme Angriffe auf Roma und zivilgesellschaftliche Akteure stärker zu verfolgen als sein Vorgänger. Es herrscht ein Klima der Straflosigkeit, das Übergriffe befördert.“
amnesty.de/informieren/amnesty-journal/ukraine-regierung-hat-rechtsextreme-nicht-unter-kontrolle?gclid=EAIaIQobChMI4t-JidaO9wIVKAIGAB3hHA8_EAAYAiAAEgKp4PD_BwE

Das ist schon mehr als „nur ein paar Fotos von Fackelzügen“.

Auch hier wieder der Rassismus der Autorin:

„Videokameras in Weißrussland haben aufgezeichnet, wie das russische Militär Pakete mit Kleidung, Spielzeug und Haushaltsgeräten aus den geplünderten ukrainischen Häusern nach Hause schickte. So funktioniert die Psychologie der Barbaren – und das ist in der Weltgeschichte schon viele Male passiert.“

Laut dem Geheimdienst-Experten Andrej Soldatov rekrutiert Russland besonders stark in den armen Regionen östlich des Uralgebirges. Wir haben also junge Männer aus einer extrem armen Region, die man unvorbereitet an die Front schickt. Und sie stehlen. Das ist nicht gut oder zu rechtfertigen. Aber es sind junge Männer aus tiefer Armut. Dass diese unter den Bedingungen des Krieges plündern ist kein Wunder. Das spricht für mangelnde Führung in der russischen Armee. Und dafür, dass sie jung und arm sind. Und wenn sich dann – im emotionalen Ausnahmezustand des Krieges – die Chance bietet, der Familie Alltagsdinge- Kleindung, Spielzeug, Haushaltsgeräte zu stehlen…nun, das qualifiziert für mich nicht als Barbaren. Sondern als junge Menschen, die arm sind und plündern, wenn sie können und wohl an ihre Heimat dachten. Sorry, das ist nicht die Schilderung kriminellen Verhaltens, wie es auch im Irak vorkam (dw.com/de/pl%C3%BCnderungen-und-hohlr%C3%A4ume/a-850082: „Offensichtlich waren US-Soldaten und Journalisten an den Plünderungen in Bagdad beteiligt.“

Die Klassifikation als „Barbaren“ ist rassistisch.

Hier noch ein zweifelhafter Blogbeitrag:

„Die Wahrheit ist, dass wir in Wirklichkeit verschiedene Gemeinschaften sind, von denen jede eine eigene Mythologie, Tradition und Kultur hat.”

Hier wird unterstellt, dass es DIE Ukraine als Gemeinschaft mit eigener Tradition, Kultur und Mythologie gibt. Nun, es gibt eher die ukrainisch sprechenden Ukrainer, sowie eher im Süden und Osten die Russen und die russisch sprechenden Ukrainer. Das ist keineswegs ein völlig einheitliches Land. Ein Beispiel, hier zitiere ich mal Wikipedia:

„Vor allem im Westen der Ukraine wird Bandera heute von breiteren Bevölkerungsschichten als Nationalheld verehrt;[21] dort gibt es seit 2014 auch Hunderte nach ihm benannte Straßen, viele lebensgroße Statuen und Büsten, einige monumentale Denkmäler sowie mehrere Museen zu seinen Ehren“

Im Osten der Ukraine ist Bandera eher ein Faschist und widerlicher Verräter.

Insgesamt habe ich nichts dagegen, dass eine Ukrainerin ihre Gefühle und Erfahrungen darstellt. Eine Landeszentrale für politische Bildung sollte aber vielleicht etwas mehr auf Qualität achten. Man kann sicherlich subjektive Wahrnehmung beschreiben, aber Fakten sollten stimmen und nicht nach einer nationalistischen Ideologie zusammen gerührt werden.

Kurzum: Objektivität statt Ideologie

Viele Grüße

W.S.


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