• Blog abonnieren

    Beim Erscheinen eines neuen Artikels erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

  • Archive

Hinweise des Tages

Veröffentlicht in: Hinweise des Tages

Heute unter anderem zu folgenden Themen: Finanzkrise – Gerechtigkeit auf der langen Bank; Merkel und Sarkozy planen Wirtschaftsregierung für Europa; Warren Buffett – Stop Coddling the Super-Rich; Erst trunken, jetzt ernüchtert; Das Gesicht der Krise; Wer ein Steuerschlupfloch sucht, findet auch eines; Star-Investoren stoßen Goldbestände ab; H&M ohne Hosen; Unsere Türken; Riesenfrust bei Beschäftigten der Bahn; Nicht ohne meinen Meiler ? Wie die Energiekonzerne den Wandel verschlafen; Corporate Governance – Rechtsverdreher in Top-Etagen; Ergo köderte Personalchefs mit Barzahlungen; Autoritäre Reaktion; Empörung über die Razzia beim Pastor; Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings; Das „Raumschiff Berlin“ lockt Journalisten; Das Letzte: Deutsche Krabbenfischer machen Ramadan-Pause (KR/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Finanzkrise – Gerechtigkeit auf der langen Bank
  2. Merkel und Sarkozy planen Wirtschaftsregierung für Europa
  3. Warren Buffett – Stop Coddling the Super-Rich
  4. Erst trunken, jetzt ernüchtert
  5. Das Gesicht der Krise
  6. Wer ein Steuerschlupfloch sucht, findet auch eines
  7. Star-Investoren stoßen Goldbestände ab
  8. H&M ohne Hosen
  9. Unsere Türken
  10. Riesenfrust bei Beschäftigten der Bahn
  11. Nicht ohne meinen Meiler ? Wie die Energiekonzerne den Wandel verschlafen
  12. Corporate Governance – Rechtsverdreher in Top-Etagen
  13. Ergo köderte Personalchefs mit Barzahlungen
  14. Autoritäre Reaktion
  15. Empörung über die Razzia beim Pastor
  16. Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings
  17. Das „Raumschiff Berlin“ lockt Journalisten
  18. Das Letzte: Deutsche Krabbenfischer machen Ramadan-Pause

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Finanzkrise – Gerechtigkeit auf der langen Bank
    Bei den strafrechtlichen Ermittlungen zur Finanzkrise klafft eine Lücke zwischen Moral und Gesetz. Denn mit einer raschen Bestrafung der Verantwortlichen, die so wichtig wäre, wird es nichts.
    Es gibt sicher nicht wenige im Lande, die wollen Georg Funke, den Ex-Vorstandschef der Hypo Real Estate, oder seine Ex-Kollegen von diversen Landesbanken hinter Gittern sehen. Sie mögen sich fragen, weshalb der Mann fast drei Jahre nach dem ihm zur Last gelegten Absturz der Bank und ihrer milliardenschweren Rettung mit Steuergeldern immer noch frei herumläuft. Wie die Dinge liegen, werden sie sich noch eine Weile gedulden müssen. Und möglicherweise werden sie bitter enttäuscht sein, wenn irgendwann ein Urteil gesprochen wird. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es ganz und gar nicht so ausfällt, wie sie es gern hätten.
    Quelle: FTD
  2. Merkel und Sarkozy planen Wirtschaftsregierung für Europa
    Deutschland und Frankreich gehen voran: Um die Euro-Krise wirksam zu bekämpfen, wollen Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy eine Wirtschaftsregierung für die Euro-Zone schaffen – unter Vorsitz von Herman Van Rompuy. […]
    Merkel und Sarkozy schlugen ihren Partnern in den anderen Euro-Staaten drei zentrale Punkte vor:

    • In der Euro-Zone soll es eine „tatsächliche Wirtschaftsregierung“ geben. Für den Vorsitz hat das deutsch-französische Tandem EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy im Blick. Die Wirtschaftsregierung soll sich aus dem Rat der Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder zusammensetzen und zweimal im Jahr tagen – notfalls auch öfter.
    • In allen Euro-Staaten soll es eine Schuldenbremse geben. Alle Euro-Mitgliedsländer sollen sich noch bis Herbst 2012 auf eine solche Grenze einigen und in ihren nationalen Verfassungen festschreiben. Diese „Goldene Regel“ soll die Finanzdisziplin der Staaten stärken und so helfen, die Staatsverschuldung zurückzudrängen.
    • Eine gemeinsame Finanzmarktsteuer soll vorangetrieben werden. Dazu sollen die zuständigen Fachminister schon im kommenden Monat der Europäischen Union entsprechende Pläne vorlegen. Die Höhe der Abgabe wäre noch zu bestimmen. In Frankreich gibt es öffentliche Forderungen, einen Teil der Erlöse möglicherweise für den Euro-Stabilitätsfonds zu nutzen.

    Quelle: SPIEGEL Online

    Anmerkung Jens Berger: Die Eurokrise wird uns also noch länger begleiten. Merkels Schuldenbremsenregierung ist eine einzige volkswirtschaftliche Katastrophe.
    Ein ausführlicher Kommentar folgt.

  3. Warren Buffett – Stop Coddling the Super-Rich
    OUR leaders have asked for “shared sacrifice.” But when they did the asking, they spared me. I checked with my mega-rich friends to learn what pain they were expecting. They, too, were left untouched.
    While the poor and middle class fight for us in Afghanistan, and while most Americans struggle to make ends meet, we mega-rich continue to get our extraordinary tax breaks. […]
    My friends and I have been coddled long enough by a billionaire-friendly Congress. It’s time for our government to get serious about shared sacrifice.
    Quelle: New York Times

    Anmerkung Jens Berger: Für die Leser, die Warren Buffett nicht kennen: Er ist laut Forbes-Liste mit einem geschätzten Vermögen von 50 Mrd. US$ der drittreichste Mensch der Welt.

    dazu: Schrumpfende Räume in einer entgrenzten Weltwirtschaft
    Warren Buffett hat heute Morgen in der New York Times ein Zeichen gesetzt. Er sieht sich im US Kongress von den falschen Freunden umzingelt. Sie verzichten auf eine angemessene Besteuerung der wenigen Reichen und noch weniger Superreichen in den USA. Der wahrscheinlich reichste Mann der Welt schämt sich für die Folgen. Oder wie ist dieser Satz sonst zu verstehen?
    Quelle: Weissgarnix

  4. Erst trunken, jetzt ernüchtert
    „Das ist eine herbe Enttäuschung.“ Und: „Überraschend sei der Rückgang des privaten Konsums.“ Mit diesen Worten reagierte Jörg Lüschow von der WestLB laut Spiegel online auf die „Abkühlung“ der deutschen Konjunktur. Er sollte seinen Beruf an den Nagel hängen. Vielleicht ist es ganz zutreffend, wenn der Spiegel vorweg zusammenfasst: „Ökonomen sind ernüchtert:“ Denn wie trunken müssen diejenigen gewesen sein, die ungeachtet auch der jüngsten Studien zur Lohnentwicklung, noch an einen dauerhaften Konjunkturaufschwung glaubten.
    Quelle: Wirtschaft und Gesellschaft
  5. Das Gesicht der Krise
    Robert Halver ist der neue Liebling der Medien − der Mann im feinen Zwirn erklärt der Welt nicht nur den Börsencrash, sondern redet auch Tacheles. […]
    Halver ist wie Phönix aus dem Sommerloch auf dem Börsenparkett erschienen. Er füllt die Lücke, die der ergraute ARD-Finanzexperte Frank Lehmann und der frühere Aktienhändler Dirk Müller („Mr. Dax“) hinterlassen haben, der sich jetzt unter anderem als Buchautor verdingt.
    Wer Halver sucht, wird ihn auch heute im Fernsehen finden.
    Quelle: Frankfurter Rundschau

    Anmerkung Jens Berger: Dieser von Anfang bis Ende unkritische Artikel ist ein wahres Ärgernis. Merkt die Frankfurter Rundschau, für die ja immerhin auch mit Robert von Heusinger einer der besseren Finanzjournalisten schreibt, eigentlich nicht, dass ihr neuer Börsen-Liebling nur Unfug von sich gibt? Man kann sich vortrefflich darüber streiten, ob die Börsenberichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Sendern überhaupt notwendig ist – einen „Analysten“, also einen Börsenakteur, der keinesfalls neutral und objektiv ist, regelmäßig zu Wort kommen zu lassen, ist nicht nur überflüssig wie ein Kropf, sondern sogar unglaublich dumm.
    Der Irrsinn der Öffentlich-Rechtlichen kennt jedoch in diesem Punkt keine Grenze. Das gestrige heute-Journal kam sogar auf die außergewöhnliche Idee, die Ergebnisse vom deutsch-französischen „Euro-Gipfel“ von einem Hedge-Fonds-Manager bewerten zu lassen. Fragt sich, wann das ZDF eine Innenministerkonferenz von einem Mafia-Paten bewerten lässt.

  6. Wer ein Steuerschlupfloch sucht, findet auch eines
    Die Geschichte anonymer Auslands-Konten ist fast so alt wie Banken selber. Inzwischen ist der Druck auf Sparer zwar gestiegen. Doch sie finden immer neue Schlupflöcher. […]
    Allein auf Schweizer Konten liegen schätzungsweise 131 Milliarden Euro deutschen Schwarzgeldes. Die Unternehmensberatung BBW Marketing Dr. Vossen und Partner schätzte den Betrag sogar auf 175 Milliarden Euro im Jahr 2008. In Luxemburg sollen damals 85 Milliarden Euro und in Österreich 70 Milliarden Euro Schwarzgeld gelegen haben. […]
    Nun sickerte immer mehr Kapital in weiter entfernte Steueroasen: die Cayman- oder Cook-Inseln, Hongkong oder Singapur, dieses Mal nicht begleitet von Bankenslogans, aber zumindest zeitweise unterstützt durch deren Hilfe. Das vermutet jedenfalls ein deutscher Spitzenbeamter: „Ein Knopfdruck – und das Geld ist aus der Schweiz in Singapur oder in Hongkong.“ Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 sollen 62 Milliarden Franken die Schweiz gen Asien verlassen haben.
    Allein in Singapur buhlen Dutzende Geschäfts- und Investmentbanken um die Gunst der Anleger. Schweizer Banken wie Crédit Suisse oder UBS sind vor Ort, hinzu kommen Hunderte kleinerer Finanzdienstleister. Ihr unschlagbares Argument für den Standort im Fernen Osten: null Prozent Steuern auf Kapitalerträge. Es gibt zwar ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Bundesrepublik, doch dieses betrifft eben nur offengelegtes Kapital.
    Im Falle Hongkongs gibt es sogar nur ein Doppelbesteuerungsabkommen, das lediglich die Schiff- und Luftfahrt betrifft. Dividendenausschüttungen von Hongkonger Firmen und Kapitalerträge sind grundsätzlich steuerfrei. Bei den Profis besonders beliebt sind auch noch die Cayman Islands. Dort ist eine Firmengründung relativ leicht, ein Großteil der Hedgefonds-Industrie ist dort ansässig. Und das Bankgeheimnis ist so streng, dass derjenige, der es verletzt, mit 15 Jahren Haft rechnen muss.
    Quelle: WELT
  7. Star-Investoren stoßen Goldbestände ab
    Die Angst an den Märkten treibt den Goldpreis von einem Rekord zum nächsten. Einige US-Großinvestoren bekommen es mit der Angst.
    US-Star-Investor George Soros hat im zweiten Quartal 2011 seine Goldbestände weiter reduziert. Andere große US-Investoren wie Barry Rosenstein von Jana Partners und Paul Touradji von Touradji Capital Management haben sich ebenfalls weiter aus dem Edelmetall zurückgezogen, wie aus Meldungen an die US-Finanzaufsicht SEC hervorgeht.
    Bereits im ersten Quartal 2011 hatten die Finanzprofis börsennotierte Indexfonds (ETFs) und andere Finanzprodukte, die in Gold investieren, in großem Stil verkauft.
    Quelle: WELT

    Anmerkung Jens Berger: Die Profis verkaufen, die verunsicherten Kleinbürger kaufen und die Blase platzt – exakt diese Entwicklung haben die NachDenkSeiten jüngst vorausgesehen.

  8. H&M ohne Hosen
    Das schwedische Textilunternehmen Hennes&Mauritz hat bei seinem Versuch, einen Betriebsrat per Gerichtsbeschluß auflösen zu lassen, eine Niederlage erlitten. Als sich in der rund zweistündigen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Berlin die Aussichtslosigkeit des Unterfangens abzeichnete, zog die Modekette ihren Antrag zurück. Der Betriebsrat der Filiale 680 in der Berliner Friedrichstraße hat damit einen Teilerfolg errungen. Der eigentliche Konflikt über Personalausstattung und Arbeitsüberlastung ist damit allerdings nicht gelöst.
    Quelle: Junge Welt
  9. Unsere Türken
    Vor 50 Jahren warb Deutschland die ersten türkischen Arbeitskräfte an. Eine der größten Völkerwanderungen der Nachkriegszeit begann. Integrationsexperte Claus Leggewie zieht Bilanz.
    Quelle: Frankfurter Rundschau
  10. Riesenfrust bei Beschäftigten der Bahn
    Beim rollenden Material sind ICE-Züge und S-Bahnen unzuverlässig. Verspätungen sind ein Dauerthema der Bahn. Eine interne Studie des Konzerns bringt weiteren Ärger. Danach sind 70 Prozent der Mitarbeiter demotiviert.
    Quelle: FTD
  11. Nicht ohne meinen Meiler? Wie die Energiekonzerne den Wandel verschlafen
    Der Energiekonzern Eon will weltweit bis zu 11000 Arbeitsplätze streichen. Begründung: Der Umbau zu neuen Energien kostet Geld, also müssen wir sparen. Hut ab, sagen wir da. Auch Eon hat schon gemerkt, woher der Wind weht. Und vor allem wohin. Die großen Stromversorger haben den Energiewandel verschlafen, so tönt es jetzt aus allen Richtungen. Stimmt das denn? Immerhin sind die Größten der Branche schon längst bei Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft aktiv. Aber vielleicht zu spät und nicht konsequent genug. Das Geschäft mit der Atomkraft war zu verlockend und versprach sogar nach dem Ausstieg noch dicke Gewinne ohne Anstrengung auf Jahrzehnte. Erst die Folgen von Fukushima haben den Schlaf empfindlich gestört. Vom Schlaf der Atomlobby ?
    Quelle: HR2 Der Tag [Audio – mp3]
  12. Corporate Governance – Rechtsverdreher in Top-Etagen
    Deutschlands wichtigste Manager missachten Gesetze und Verträge – und finden das ganz normal. Nicht nur Gesetze werden bis an die Grenze strapaziert – auch Verträge. […]
    Deutschlands oberste Wirtschaftselite gibt dieser Tage ein fragwürdiges Bild ab. Bei der Deutsche Bank will Vorstandschef Josef Ackermann direkt auf den Aufsichtsratsvorsitz wechseln, obwohl das grundsätzlich verboten ist. Siemens kostet ein mutwilliger Vertragsbruch fast 700 Mio. Euro, und hinterher ist niemand dafür verantwortlich. Bei MAN wollte Volkswagen den Aufsichtsrat mehrheitlich mit eigenen Leuten besetzen, obwohl dies gegen EU-Recht verstößt.
    So verschieden die Fälle sind, sie haben eines gemeinsam: Spitzen der deutschen Wirtschaft brechen oder umgehen Verträge und Gesetze oder versuchen dies. Noch schlimmer: Sie halten das für das Normalste der W
    Quelle: FTD
  13. Ergo köderte Personalchefs mit Barzahlungen
    Neuer Vorwurf gegen die Ergo Versicherung: Barzahlungen von 100 Euro pro Vertrag sollen Personalchefs dazu bewegt haben, Betriebsrenten bei der Ergo abzuschließen. Es ist nicht die erste Unstimmigkeit. […]
    Nach Angaben eines Augenzeugen wurden auf diese Weise allein beim Hannoveraner Bauunternehmen Papenburg AG von einem Personalchef 100 Verträge vermittelt. Der Personalchef habe 100 Euro pro Vertrag bekommen. „Bezahlt wurde in bar“, sagte ein Ergo-Mitarbeiter, der diese Praxis miterlebte, dem Handelsblatt. „Manchmal kam der Mann von Papenburg auch zu uns in die Ergo-Geschäftstelle und holte sich das Geld ab.“
    Quelle: Handelsblatt
  14. Autoritäre Reaktion
    Die britische Regierung erklärt die Unruhen schlicht für kriminell. Sie weigert sich, die sozialen Ursachen zu erkennen – und verschlimmert so die Lage.
    Die Reaktionen auf die jüngsten Unruhen in Großbritannien schwanken zwischen unverblümter, verständnisloser Verurteilung und weitaus selteneren Versuchen zu verstehen, wie wir überhaupt in diese Situation geraten konnten. Die, die eine unmittelbare Antwort der Regierung verlangten – Wasserwerfer, Gummigeschosse, das Militär reinschicken, sogar ganze Viertel im Wembley Stadion zusammentreiben, wie ein konservativer Abgeordneter vorschlug – machten deutlich, dass sie kein Interesse daran haben, die Ursachen von solch anscheinend „blindwütigen“ Aktionen zu verstehen.
    Quelle: Frankfurter Rundschau

    Anmerkung AM: Siehe auch „Wer das Volk finanziell bluten lässt, wird es auch real bluten lassen

  15. Empörung über die Razzia beim Pastor
    Seit Sachsens Polizei die Räume eines Thüringer Pfarrers durchsuchte, streiten die beiden Länder, und die Kirche ist entsetzt. Jenas Jugendpfarrer König wird Aufwiegelung bei den schweren Krawallen gegen den Dresdner Neonazi-Aufmarsch vorgeworfen. Die Landesbischöfin sieht das Seelsorge-Geheimnis bedroht, Grüne verlangen Aufklärung von der Bundesregierung.
    Quelle: WELT
  16. Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings
    Analyse und Kritik des Bildungsmonitors 2010 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
    Im Auftrag des arbeitgeberfinanzierten Lobby-Think-Tanks “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM) erarbeitet das “Institut der deutschen Wirtschaft” (IW) in Köln seit 2004 den „Bildungsmonitor“. Er erscheint im jährlichen Turnus mit sich leicht verändernden Schwerpunkten – so erschien er auch im Jahr 2010 und wird am 16. August für 2011 präsentiert. Die jährliche Präsentation der Ergebnisse des Bildungsmonitors erfolgt über einen Forschungsbericht (zuletzt Erdmann et al. 2010), über eine Kurzfassung des Forschungsberichts (IW 2010), über eine gemeinsame Pressemitteilung der INSM und des IW (INSM/IW 2010) sowie über eine gemeinsame Pressekonferenz. Der ganze Präsentationsprozess wird zusätzlich unterstützt durch einen sich jährlich aktualisierenden Internetauftritt auf dem auch die schriftlichen Ergebnispräsentationen zum Herunterladen zur Verfügung stehen. Der Bildungsmonitor hat den Anspruch, für die „kontroverse“ Diskussion darüber, „[…] wie man Bildung verbessern sollte“, die „Fakten“ zu liefern. Laut eigener Aussage der INSM ist der Bildungsmonitor „[…] so umfassend […] wie keine andere Studie in diesem Bereich“ (Pellengahr 2010, S. 1). Die Präsentation des jährlichen „Updates“ des Bildungsmonitors wird in den Medien breit rezipiert. So schreiben beispielsweise alle großen deutschen Tageszeitungen jedes Jahr über die Ergebnisse des Bildungsmonitors.
    Quelle 1: GEW (Kurzfassung) [PDF – 422 KB]
    Quelle 2: GEW (Langfassung) [PDF – 3.7 MB]
  17. Das „Raumschiff Berlin“ lockt Journalisten
    Wechsel von Journalisten in den Politikbetrieb sorgen regelmäßig für Gesprächsstoff in der Branche. Das Wechseln der „Seiten“ wird gelegentlich hinterfragt, als ob Journalismus eine Lebensaufgabe sei und eine Umorientierung Verrat am Berufsstand. Seit einem Jahr ist der ehemalige ZDF-Journalist Steffen Seibert Sprecher der Bundeskanzlerin. Sabine Adler, Chefin des Hauptstadtbüros vom DeutschlandRadio, wird ab Oktober für Bundestagspräsident Norbert Lammert sprechen. Eine Motivationssuche.
    Quelle: Meedia
  18. Das Letzte: Deutsche Krabbenfischer machen Ramadan-Pause
    Das islamische Zuckerfest zwingt deutsche Krabbenfischer zur Zwangspause: Weil die Angestellten in den marokkanischen Krabbenpul-Zentren nicht arbeiten, herrscht an der Nordsee bald Fangstopp. Der Preis für die Meeresfrüchte fällt und bringt die Fischer in Existenznot. […]
    Hintergrund: Nordseekrabben werden nach dem Fang tiefgefroren, per Lkw nach Marokko transportiert, dort aufgetaut und geschält und wieder tiefgefroren und zu den Abnehmern gebracht.
    Quelle: SPIEGEL Online
nach oben

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

Online spenden
Fördermitglied werden

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: